420er Taschenmesser, welchen Schneidewinkel?

Wmb

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Hallo MesserForum!
Ich habe ein Taschenmesser in meinem Sammelsurium gefunden. Es ist ein Werbegeschenk das der Beschenkte mir vor ewigen Zeiten weiter geschenkt hat.
Aufschrift: CJH ROSTFREI 207713.
Es scheint ein einfaches Taschenmesser von Fa. Herbertz zu sein.
Messing, mit Klinge aus 420er Stahl.
Gewicht 170 g.
L gesamt 217 mm
L Klinge 95 mm
L Schneide 85 mm
B Klinge 3 mm
H Klinge 23 mm
Dicke am Übergang zur Schneide 0,8 mm.
Schneidenwinkel grob ermittelt: 25° und 35°.

Ich will es, in Gedenken an meinen Opa, als Brotzeitmesser einsetzen. Brot, Wurst, Käse und Tomate soll es schneiden.

Nun ist der 420er Stahl zäh, hat aber eine geringe Schneidhaltigkeit.
Welchen Winkel zu beiden Seiten würdet ihr schleifen?

Viele Grüße,
Wmb
 
Das kommt ein auch darauf an was Du möchtest.

Wenn Du das Messer jetzt auf beiden Seiten auf 20° schärfst könnte das schon eine ziemlich breite Fase werden. Das könntest Du als störend empfinden, weil sich das Aussehen der Klinge dadurch ziemlich stark ändert.

Du kannst ja die Seite mit den 25° als Anhaltspunkt nehmen und dann entscheiden wie weit Du drunter gehen möchtest.

Unter die besagten 20° pro Seite würde ich nicht gehen.
 
Wenn ich das richtig sehe, handelt es sich um eine Kopie des Buck 110 Finger Grooved. Aber mit dem Unterschied, das beim Buck die Primärfase im Hohlschliff ausgeführt ist. Bei deinem Messer scheint diese im Profil gerade zu verlaufen.

Als Picknick-Messer finde ich es daher nicht sehr geeignet, schon gar nicht für Tomaten o.ä., eher für gröbere Arbeiten wie Holzbearbeitung usw..

Für diese empfehle ich ebenfalls einen Schneidenwinkel von 40°oder größer.
 
Lass es wie es ist, als nettes Andenken an deinen Opa.

Denn es ist vollkommen egal, welchen Winkel Du bei diesem Modell ansetzt.
Das Teil wird massenweise in Pakistan produziert, Härtung? Wärmebehandlung?

Egal was Du versuchst, Rasurschärfe wirst Du bei dem Ding nie erreichen und nach dem ersten Kontakt mit kalter Butter, Hartwurst, etc., ist es wieder genau so stumpf wie vorher.

Kannst mir glauben, ich hatte bisher 3 Exemplare und alle waren der gleiche Murks!

(gibts übrigens noch bei "eknives.de", neu für 8,00€)
 
Hallo!
Vielen Dank für eure Antworten!

@El Dirko
Genau das mit dem Winkel wollte ich wissen. Danke!

@UKG
Ja, es sieht nach einer Kopie vom Buck Finger Grooved aus. Liegt gut in meiner Hand. Die Primärfase ist ein Flachschliff.

@ItsJustMe
Ja, ich habe es auf eknives.de für 8 Euro gefunden. Für eine Personalisierung, Gravur, verlangen die 9,95 Euro, also mehr als das Messer kostet. Was für eine Ohrfeige für die Messermacher.
Rasurschärfe strebe ich nicht an.
Ja, kann schon sein dass das Messer Murks ist. Der Stahl ist ja nicht ideal. Aber nun ist das Messer da, und stumpf, und ich denke, ich schärfe es und gebe ihm eine Chance. Die Alternativen wären dass es weiterhin in der Schublade liegt, oder ich es wegwerfen. Nein, das bringe ich nicht übers Herz.

Ich überlege noch einen weichen Anschlag von der Schneide am vorderen Messingblock einzupressen damit der vordere cm der Schneide weich aufliegt.

Viele Grüße,
Wmb
 
Die Spitze hat auch bei meinen im Rahmen angeschlagen...
Einfachste Lösung dafür: Kleb ein dünnes Stück Leder ein.

Und wie bereits gesagt: Du kannst dich beim schärfen ne Stunde und mehr abmühen, sobald Du dann glaubst dass es endlich halbwegs scharf ist, darfst Du es nicht mehr benutzen. Denn nach 1-2 Scheiben Brot kannste wieder von vorne anfangen...

Alternativ ist es auch gut als Briefbeschwerer oder Fugenkratzer zu gebrauchen. (Nicht alle Messer aus 420er Stahl sind so mies!)
:confused::
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!
Ich bin beim Freihandschleifen noch nicht perfekt und hab das Messer zum üben grob geschliffen.
Mit Zische Korund Kombistein 120/280.
Zunächst die 25° auf beide Seiten und mit wenigen Zügen eine 30° Mikrofase ran.
Ziel, eine stabile, bissige Schneide.
Durch den Block Emmentaler hat das Messer ganz schön Druck gebraucht. Der Käse hat sich an die Seitenflächen angesaugt.
Nun überleg ich was es noch an preisgünstigen Alternativen gibt.
Was mir einfällt sind:
Opinel No. 8
Opinel No. 8 Gärtnermesser
Victorinox Waiter und Picknicker (mit Korkenzieher und Kapselheber, finde ich gut)
Otter Mercator, groß, Carbon
Windmühlen IBEX, 100, Carbon (ich hab das Carbon Gemüsemesser in der Küche, super!)

Was seht ihr für Alternativen?

Viele Grüße,
Wmb
 
Den Kauf eines Opinel wirst Du nicht bereunen. Hat eine dünn ausgeschliffene Klinge, die sehr schneidfreudig ist ;-)

Wenn gut scheiden soll, ist aber eher ein 20 Grad Winkel zu empfehlen!
 
Hallo!

Vielen Dank für eure Antworten auf meinen Post #7!
An eine Kaufberatung habe ich auch schon gedacht. Das werden dann aber zwei Messer, da muss ich für mich noch klar werden was genau ich wozu brauche.

Viele Grüße,

Wmb
 
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