Vielen Dank für die Erklärungen bezüglich des Schleifwinkels beim Systemschleifen.
Ich habe am WE die mir überlassenen 5 Messer auf der Record Power WG250 auf eingestellte 16° Schleifwinkel ohne Mikrofase geschärft.
Dazu habe ich eine 80-er Edelkorund-Schleifscheibe der Bötzower Schleifwerkzeuge GmbH verwendet, die für ihre Grobheit eine erstaunlich gute Schneide erzeugt hatte, die ich für normale Küchenmesser passend empfand. Ich fand es auch erstaunlich, dass am Ende der Schleifaktion der Wasserbehälter kaum Steinabrieb enthielt sondern fast nur Stahlspäne, die schön vom Magneten gesammelt und festgehalten wurden.
Oh Mann, ich fasse mir gerade an den Kopp, weil mir beim Schreiben auffällt, dass ich den halben Flankenwinkel nicht hätte rechnerisch abziehen dürfen, sondern hätte ihn draufaddieren müssen - also 18° gewünschter Schleifwinkel + halber Flankenwinkel von z.B. 4° = 20° und nicht wie ich Döskopp gerechnet hatte: 18° - 1/2 von 4° = 16° :-(
Ich bin halt vom jahrelangen Bankstein-Schleifen gewohnt, den Winkel vom Schleifstein zur aufgesetzten Messerflanke zu messen und hatte nicht bedacht, dass die Winkeleinstellung mittels Winkellehre bei der Schleifmaschine von der gegenüberliegenden Messerflanke erfolgt und deshalb der Flankenwinkel bei der Winkeleinstellung draufgeschlagen werden muss
Mein Irrtum ist wahrscheinlich nicht so schlimm, weil ich die Schneiden zuerst mittels Keramikwetzstab und anschließend auf dem Lederrad abgezogen hatte, was die Schneide zusätzlich verrundet und den Winkel wieder vergrößert.
Viele Grüße, Mico