CFK Stab als Feder bei Lockback geeignet??

Schleifalot

Mitglied
Beiträge
292
Momentan sinniere ich über einen selbergebauten Folder nach.
Soweit bin ich mittlerweile:

Klinge SB1,
Griffschalen CFK,
Verschluss Lockback

Die kleinen, fiesen Details (Schrauben...) spare ich mal.

Ist ein CFK Rundstab Durchmesser 2 mm oder 2,5 mm flexibel und dauerfest genug, um ihn als Lockback Feder zu verwenden?

Die Alternative ist stainless Federstahl 4310.

Ich möchte so wenig wie möglich Metall verwenden, ein wenig Gewicht sparen halt.
 
Im Endeffekt wirst du es ausprobieren müssen.

Warum möchtest du überhaupt ne KFK Feder?

Da sparst du vielleicht 1g, zu einer normalen Stahl Feder.
 
Daß die Gewichtsersparnis marginal ist, ist mir auch klar. :ahaa: Es geht mir nur um die Idee, und deren konsequente Umsetzung.:super:

Dieses Projekt liegt noch in der "Konzeptionsphase", ob es dieses Jahr noch was wird....?

Ich werde dann CFK rund und flach mal testen, und eine Stahlfeder vorsichtshalber mitbestellen.
 
Hallo -
Die Carbonnummer klingt interessant.
Wenn Du Carbonmaterial dynamisch belasten willst, ist auf die Stellen der Krafteinleitung besonderes Augenmerk zu richten.
Carbonteile sind bruchempfindlicher, als man glaubt.

Der neuralgische Punkt ist da, wo Du die Feder reinsteckst. Die Innenkanten an der Bohrung sollten großzügig verrundet werden (45° Ansenken ist nicht optimal!), damit der CFK-Stab nicht mit scharfen Kanten in Kontakt ist.
Eine Alternative -wenn man den Platz dazu hat - könnte auch sein:
die Bohrung auf 2 - 3 mm Tiefe 1 mm größer bohren und eine Polyamid-Hülse, die ca 2 mm übersteht gut aufgerauht mit Epoxy einzukleben.
Das Verrunden der Bohrungskanten ist aber weniger Aufwand.

Eine 3. Alternative wäre eine CFK-Feder aus 4-Kantmaterial -
die könnte man dann auch zurechtschleifen ("ausfedern") ...

Und dann sollte die Feder möglichst lang sein, um die Steifigkeit des Materials nicht über Gebühren zu strapazieren.

Federstahl ist da, wenn richtig behandelt, unkritischer - auch bei Überlastung. In der Regel verbiegt er sich plastisch, bevor er bricht.
Carbon ist bis kurz vor dem Bruch elastisch und bricht dann ohne "Vorwarnung" an der kleinsten Macke in der Oberfläche - plastische Verformung bis zu dem Punkt = 0.

Ein 5000,--€-Fahrradrahmen ist u.U. nach einmal auf den Randstein fallen Schrott, wenn ein Rohr einen Kikel bekommen hat!

Also: vorher ein Probestück mit Bohrung machen (Rundung!), den CFK-Stab einsetzen (wenn, dann elastischen Klebstoff verwenden!)
und testen (Länge, Auslenkung ...)

Viel Erfolg,
Jost
 
Danke Jost, wenn der CFK Stab so empfindlich auf Kerben reagiert, lass ich es lieber.
Es geht halt nix über kalten Stahl wenn es robust sein soll.

Ohne Forum wäre ich auf die Schnauze gefallen.:hehe:
 
Zurück