Ein Laguiole mußte es auch mal wieder sein

EvaK

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Französisches Überlebensmesser
Laguiole 12 cm, Klinge 10 cm aus XC75, Griff aus Knochen mit Korkenzieher, guillochiertes Ressort

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Ja, ich will noch ein paar andere Fotos machen, mit all den passenden Klischees: Käse, Salami, Baguette, Rotwein. :D Eingeweiht habe ich es gestern schon so.
 
Schön, hier mal wieder ein Laguiole zu sehen. Die Messer kommen immer gut an, was an den „Klischees“ der französischen Lebensart liegen mag. Deines mit dem schlichten Knochen gefällt mir prima!:super:

Gruß
Abu
 
Hallo,

weshalb hat Dein Laguiole das Hirtenkreuz auf dem Kopf stehen?
Das hatte früher doch eine spezielle Funktion. Es wurde mit der Klingenspitze in einen Tisch gestossen und hatte somit die Funktion eines kleinen Altares. Zu dem Kreuz hin wurde dann gebetet. Dein Messer hätte man dann in einen Deckenbalken stossen müssen...

VG
Manfred
 
weshalb hat Dein Laguiole das Hirtenkreuz auf dem Kopf stehen?

Das ist eben ein Satanisten-Messer. Bei denen steht das Kreuz immer Kopf.

Das hatte früher doch eine spezielle Funktion. Es wurde mit der Klingenspitze in einen Tisch gestossen und hatte somit die Funktion eines kleinen Altares.

Es gibt eine Fülle unterschiedlicher regionaler Taschenmesser-Typen der französischen Landbevölkerung. Kaum welche weisen ein Kreuzsymbol auf. Ebenso gibt es Laguioles ohne Hirtenkreuz auf dem Griff.

Das Hirtenkreuz ist ein Mythos, aber nicht Realität, wie so vieles, das über das Laguiole erzählt wird. Das ursprüngliche Laguiole hatte kein Hirtenkreuz auf dem Griff. Es wurde dem Messer erst Mitte 20. Jh. als Verzierung hinzugefügt und hat keine religiöse Funktion.* Es ist also völlig egal, wie es auf dem Messer gesetzt wird. Es wird immer noch verwendet, weil es die Kundschaft so erwartet.

Wo ein Tisch war, also in oder bei einem Haus, gab es übliches Besteck, und da hing auch gewöhnlich ein Kreuz an der Wand. Das Laguiole ist ein typisches Messer der Landbevölkerung für das Feld oder die Weide. Da steckte man es aber auch nicht als Ersatzaltar in die Erde, weil das Messer dadurch schnell stumpf würde.

*Christian Lemasson: Das Laguiole Messer. S. 53
 
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hallo
Woher hast du das messer ,ist das ein echtes Laguiole ?
Die Feilarbeit am Klingenrücken fehlt auch .
Nichts desto Trotz ein schönes Messerchen .

Norbert
 
Woher hast du das messer ,ist das ein echtes Laguiole ?
Was ist "echt" - es kommt aus Frankreich, es ist absolut nicht billig.

Was ist schon ein echtes Laguiole? Es ist ja nicht AOC-geschützt. Es ist auch keine Frage des Preises, denn selbst echte Laguioles aus der Auvergne gibt es schon recht günstig. Mein erstes au Sabot habe ich 2004 in einem Laden in Falmouth (Cornwall) für GBP 40 gekauft, das waren damals ca. EUR 60. Merkt man auch, die Qualität ist eben comme ci comme ça.

Das Messer habe ich direkt aus Darmstadt von PassionFrance. Es wurde von Robert Beillonnet nach Ideen von Wolfgang Lantelme gestaltet. Klingen, Ressort und Korkenzieher stammen aus Frankreich. Das Messer wird in Darmstadt in Manufakturarbeit montiert. Es ist ein echtes Laguiole.

Wir sind über dieses Video auf die Darmstädter Manufaktur gestoßen.

 
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Deines mit dem schlichten Knochen gefällt mir prima!
Nichts desto Trotz ein schönes Messerchen

Danke. Ich mag diskretes Design, vor allem bei Gebrauchsgegenständen. Daher bevorzuge ich auch Messer von Boll und Hauschild mit ihrer schnörkellosen Gestaltung. Dieses Laguiole soll für den Gebrauch sein, nicht für die Vitrine. Deshalb hat es mir sofort zugesagt.
 
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