Wer es vor Jahren im Forum einfach beschrieben und erklärt hat, weiß ich gerade nicht mehr. Es war Herbert, Roman oder Uli Gerfin und es lautete sinngemäß:
"Wenn die schützende Oxidschicht des Grundmetalls (oder der Legierung) von Salzen schneller angegriffen und zerstört wird, als die Oxidschicht sich selbst reparieren kann, rostet korrodiert es"
Das ist auch ein Grund für berechtigte Spülmaschinenphobie mancher Messerfreunde. In den Spülmitteln sind Salze und Tenside, die zwar für sehr sauberes Geschirr sorgen, dafür aber auch die Korrosion fördern. In der Werbung fürt diese Produkte wird schon lang der Begriff "Spülmaschinenkorrosion" verwendet, bzw. dass das Produkt X oder Y sie verhindert - Glaskorrosion gibt es demnach auch... Die Salze fressen die Oxidschicht regelmäßig weg, bis das Eigenschutzpotential aufgebraucht oder zu stark reduziert ist. Suboptimale Metallpaarungen sind da wohl erst ein nachgeordneter Grund und Luftfeuchtigkeit wirkt heimlich und schleichend, im Gegensatz zu manchen Haushaltsgeräten wie an Aluteilen eines "Sodastream"...
Es wird dabei - auch hier - gern übersehen, das auch Seewasser heutzutage kaum noch primäres Salzwasser ist, wie es vllt. noch vor 100 Jahren war. Mittleweile ist Seewasser mehr oder weniger nur noch eine elektrolytische, chemische Plörre aus verschiedensten Mineral- und Metallsalzen gemischt mit reinen (verdünnten) Korrosiven aus Industrieabfällen. Das "nasse" Salzwasser allein wäre für einen metallischen Gegenstand allein vermutlich gar nicht das goße Problem, gäbe es nicht die vielen Salze im Wasser und später den unbeaufsichtigten Trocknungsvorgang an der Luft, währenddessen die Korrosion erst richtig angefeuert wird. Btw Leder: damit kann man hervorragende Finishs erzeugen 🙂