geführter Messerschärfer

Huskylover

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Hallo Leute

Ein freundlicher Gruß in die Runde.

Habe mich hier registriert, weil ich mich austauschen möchte wegen der Anschaffung eines Messerschärfers. Bisher hatte ich einen DIY Messerschärfer mit Naniva Banksteinen, aber das Teil hat mir irgendwann keine Freude mehr gemacht. Hier im Forum habe ich einiges gelesen. Es gibt zum Thema viel zu beachten.

Das Messerset, das ich schärfen möchte ist von Böker und nennt sich Yadama. Das sind vier Messer mit industriell hergestelltem Damaszer Stahl mit VG10 Kern.

Folgende Messerschärfer habe ich mir angeschaut:

HAPSTONE R2 BLACK, TSPROF KADET PRO, KMFS VANTAEDGE

Der TSPROF KADET PRO wäre mein Favorit
. Die Winkeleinstellung finde ich gut gelöst. Das Teil ist CNC gefertigt, schwarz eloxiert und macht auf mich einen soliden Eindruck. Was ich gut finde ist das Zubehör was noch angeboten wird, diverse Klemmen etc. Ich habe einige Videos zu dem Teil gefunden und denke damit mache ich wenig falsch.

Der HAPSTONE R2 Black ist auch sehr interessant. Wie die Winkelverstellung funktioniert habe ich noch nicht verstanden. Muss man dort an der senkrechten Führungsstange einen Anschlag verstellen? Zubehör gibt es ebenfalls.

Der KMFS VANTAEDGE lässt mich etwas zögern. Drei vorgegebene Schleifwinkel. Es sei den man kauft das Zubehörteil für 150 Euro. Dann kann man den Schleifwinkel in Schritten einstellen.

Schleifsteine lasse ich noch außen vor. Will nicht zu viele Themen haben. Erst soll es um den Messerschärfer gehen.

Ich freu mich auf eure Antworten

Gruß Huskylover
Foto 1.JPG
 
@Huskylover
Ich durfte mittlerweile auch das System von Simon testen und war so begeistert, dass ich es direkt bestellt habe. Simon ist ein unglaublich netter Kontakt. Es dauert halt ca 4 Wochen (zumindest Stand meiner Bestellung vor 1-2 Wochen). Preislich liegt es unter deinem Favoriten und du musst dir keine neuen speziellen Steine kaufen. Der Bewegungsablauf ist auch dem Freihandschleifen ähnlich bzw gleich, was ich als deutlich angenehmer als die Art der von dir gelisteten Systeme empfinde. Zumindest meine Meinung als "Anfänger" mit Steinen und auch nur im Bezug auf Küchenmesser.

edit: du hast keine vorgegebenen Winkel, das solltest du beachten falls dir sowas wichtig ist.
 
Meine Fragen zu den verschiedenen Systemen im ersten Posting haben sich erledigt. Ich habe das System von Simon Herde bestellt :)
An den Schleifwinkel der Messer den sie jetzt haben, könnte ich mich mit einem Ediding heran tasten. Mal sehen was dabei heraus kommt.
Drei Banksteine von NANIVA habe ich zur Verfügung. SS400-SS800-SS3000. Oft habe ich nur den 3000er benutzt. Das hat gut geklappt. Was meint ihr zu den Steinen?
Sollte ich noch eine andere Körnung zusätzlich wählen? Evtl. noch was feineres?
Gruss, Huskylover
 
Du könntest dir von der "Ersparnis" natürlich auch einen digitalen Winkelmesser mit magnetischem Fuß kaufen, die sind nicht teuer und helfen beim reproduzieren. Hat mir beim Einstieg in das Systemschleifen sehr geholfen.
 
Ich bin kein Fan von der Superstone-Serie (außer 10000 und 12000, aber die brauchst du nicht), aber die gehen schon in Ordnung. Wenn du die Messer mit dem 3000er allein wieder scharf bekommen hast, hast du wahrscheinlich eine Mikrofase drangesetzt. Irgendwann wird ein Grundschliff nötig sein, dazu hast du aber die passenden Steine. Nächste Anschaffung wäre etwas zum Abrichten der Steine.
 
Du könntest als Zwischenschritt einen F500 von Zische nehmen, ein Arkando F500 ist recht flink und nicht zu teuer. Alternativ ein Leder mit Sicpaste zum Entgraten. Ist nicht sehr teuer. Erstmal mit simins system vertrautwerden und später eventuell noch einen stein, wenn Du das möchtest.
 
Erstmal eine kurze Anmerkung vorweg: ich habe sehr viel Erfahrung mit Horl und anderen Rollschleifern, aber wenig mit dieser Art von geführten Systemen; mit dem Henschke-System genau gar keine.
Was ist der Vorteil von so einem System gegenüber einem Horl, der mit hochwertigen Steinen betückt ist (Belgischer Brocken)?
Viel größere Steinauswahl, je nach konkretem System viele Upgrademöglichkeiten und Zubehör, besser für kleine Messer geeignet. Hat natürlich auch Nachteile: Stein falschrum ist nicht so toll, wenn man nicht trocken schleifen will, Druckkontrolle ist beim Horl einfacher da implizit immer vorhanden, besser für längere Messer geeignet.

Preislich können beide Varianten inkl. Zubehör auch sehr teuer werden, aber die günstigen Horl-Klone taugen nix, während es hier einige Nutzer gibt, die günstige Klone von solchen geführten Systemen erfolgreich nutzen.

Das konkrete System benutzt Steine im 4x1-Zoll-Format, es gibt genug, die 6x1-Zoll-Steine nutzen (oder Adapter für diese anbieten); finde die längeren Steine für größere Messer wie eben Küchenmesser besser geeignet.
 
Du könntest als Zwischenschritt einen F500 von Zische nehmen, ein Arkando F500 ist recht flink und nicht zu teuer. Alternativ ein Leder mit Sicpaste zum Entgraten. Ist nicht sehr teuer. Erstmal mit simins system vertrautwerden und später eventuell noch einen stein, wenn Du das möchtest.
Wozu einen Zwischenschritt? Der TO hat bereits Naniwa (SS400-SS800-SS3000), mit Simon wg System Kontakt aufgenommen und ein Digi-Winkelmesser wird angeschafft.
Für den Anfang vollkommen ausreichend, um sich in die Materie einzuarbeiten.
 
Hallo Huskylover. Wenn du möchtest kann ich dir den Naniwa Advance 5000 schicken zum ausprobieren. Sag mir bescheid per pm.
 
Was ist der Vorteil von so einem System gegenüber einem Horl, der mit hochwertigen Steinen bestückt ist (Belgischer Brocken)?
Keine Ahnung... ich habe keinen Horl... ich habe von dem überwiegend für mich negative Kritiken gelesen (viel zu teuer, nahezu keine Anpassung des Schleifwinkels, man muss sich beim Schreiner Holzklötze anfertigen lassen oder alle Messer haben den Horl-Schleifwinkel und sind umgeschliffen auf diesen... ). Daher käme ich nie auf die Idee, so einen Schärfer zu kaufen. Ich will für jedes Messer den exakt passenden Schleifwinkel haben. Und beim Henschke kann ich mit Wassersteinen schleifen und kann sogar den Einfluss des Steinabtrages (Stein plan machen) korrigieren beim jeweiligen Stein in seiner Halterung. Jedes Ersatzteil ist sofort lieferbar und ich kann diese 10 km von meinem Heimatort bei Herrn Dr. Henschke persönlich abholen. Der Mann verdient sein Geld mit Apperaturen für Schulen (Physikräume, Chemieräume). Also höchst präzise optische Bänke usw. ich kann mir kaum vorstellen, das Horl in Deutschland diese Qualität produzieren kann.... das Markting von Horl ist aber sicherlich besser und deren Schleifer ist für Menschen mit 2 linken Händen gut geeignet die sich außerdem wenig in die Abläufe beim Messserschärfen einarbeiten wollen - oder können!
Zack! Mein persönlich Meinung!!

Sandokan
 
Wenn ich unbedingt rollen möchte....

Dann käme für mich nur das Magna-Tec Trinity in Frage:

Messerschärfgerät Trinity-S (https://www.magna-tec.de/contents/de/p269.html)

Dagegen wirkt ja der Horl eher ärmlich...

Ich habe übrigens auch das Magna-Tec Scorpio als geführtes System. Die Anpassbarkeit der Messer-Halterung und die Winkelvorgabe sind ähnlich gut wie beim Henschke aber ich mag diese Folien als Schleifmedium überhaupt nicht - nach dem ich damit 5-6 Messer geschliffen habe... da ist der Henschke schon was ganz anderes mit den Naniwa-Steinen zum vergleichbaren Preis. Die Magna-Tec-Geräte die wiederum dem Henschke nahe kommen oder sogar etwas (!) besser sind sind aber viel teurer... und ob ich nun unbedingt eine digitale Winkelanzeige aufs 1/10 Grad brauche.... naja ... weiß ich nicht...

Sandokan
 
Zuletzt bearbeitet:
Horl wird ja oft für seine ambitionierten Preise kritisiert, und gerade beim Zubehör oder auch der Schere meiner Meinung nach zurecht.

Das aber ist eine derart faszinierende Preisgestaltung, bei der ich gar nicht sagen kann, ob ich den Hersteller beglückwünschen, auslachen oder wüst beschimpfen möchte.
 
Keine Ahnung... ich habe keinen Horl... ich habe von dem überwiegend für mich negative Kritiken gelesen (viel zu teuer, nahezu keine Anpassung des Schleifwinkels, man muss sich beim Schreiner Holzklötze anfertigen lassen oder alle Messer haben den Horl-Schleifwinkel und sind umgeschliffen auf diesen... ). Daher käme ich nie auf die Idee, so einen Schärfer zu kaufen. Ich will für jedes Messer den exakt passenden Schleifwinkel haben. Und beim Henschke kann ich mit Wassersteinen schleifen und kann sogar den Einfluss des Steinabtrages (Stein plan machen) korrigieren beim jeweiligen Stein in seiner Halterung. Jedes Ersatzteil ist sofort lieferbar und ich kann diese 10 km von meinem Heimatort bei Herrn Dr. Henschke persönlich abholen. Der Mann verdient sein Geld mit Apperaturen für Schulen (Physikräume, Chemieräume). Also höchst präzise optische Bänke usw. ich kann mir kaum vorstellen, das Horl in Deutschland diese Qualität produzieren kann.... das Markting von Horl ist aber sicherlich besser und deren Schleifer ist für Menschen mit 2 linken Händen gut geeignet die sich außerdem wenig in die Abläufe beim Messserschärfen einarbeiten wollen - oder können!
Zack! Mein persönlich Meinung!!

Sandokan
Verstehe ich nicht, insbesondere, dass der Horl "viel zu teuer" sei. Die Apparatur, die du verlinkt hast, kostet doch mit einem Set Steine 590 €, oder sehe ich das falsch?
Der Horl 2 hat 139 € gekostet, als ich ihn 2022 kaufte - das ist doch preislich gar kein Vergleich... Eine Schleif-Lehre kann man sich auch leicht selbst bauen, dafür muss man doch nicht zum Schreiner... Die optionalen Belgischen Brocken waren auch nicht unglaublich teuer und sind sehr hochwertige Steine.
Viele, viele Menschen sind super happy mit dem Horl, es gibt eine richtig große Community, etwa auf Facebook. Was ich persönlich am Horlen super finde, ist, dass der Schleifprozess - die Bewegung, der Sound - sehr intuitiv sind, fast meditativ. Und er ist halt klein und schnell wieder verstaut.
Deine Apparatur sieht mir auf den Fotos dagegen groß und kompliziert aus, in Aufbau und Verwendung.
Nein, tut mir Leid, ich kann deinen Post leider wirklich nicht verstehen - klingt nach Horl-Bashing.
 
Man kann auch einfach die mitgelieferte Horl-Lehre nehmen und je nach dem, ob man einen größeren oder kleineren Winkel möchte, vorne oder hinten etwas unterlegen. Das funktioniert auch sehr gut und kostet gar nichts. Klar, ist nicht so schön und praktisch wie die Lehren von @Doldini.
 
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