Hallo, Newbie hätte ein paar Fragen Damast betreffend

Hi

Moin Claymore erstmal

@ Vulcan dat mit der Schmiedeauflösung hab ich auch schon versucht mittels Anzeigen in Zeitungen, nur wie du schon sagtest, da braucht an Gedult für und da liegt mein Problem *gg*.

Mittlerweile ist es schon 1 Monat her, dass ich das letzte mal schmieden durfte und da kribbelts doch schon ganz schön in den Fingern mal wieder ans Feuer zu gehen.
Leider kenne ich hier in der Umgebung keinen Schmied bei dem man vielleicht einmal ans Feuer dürfte.
Naja und wenns in den Fingern kribbelt muss man was dagegen tun oder auch dafür beim Damaszener, die Mustersteuerung hab ich nämlich noch nicht wirklich raus und von daher ist es schon immer n genialer Augenblick wenn man das Messer aus der Säure holt und das erste mal das Muster sieht <IMG SRC="smilies/cwm47.gif" border="0">
Aber irgendwann werde ich auch vernünftiges Werkzeug haben <IMG SRC="smilies/wink.gif" border="0">

Aber nochmal zur Esse Claymore, kannst du mir sagen wie gross ich die Löcher setzten sollte ?
Und ob die Hitze unterhalb des Feuers zu gross ist um einen normalen Staubsaugerschlauch zu nützen.

Also dann
 
Hallo,

Ich selber habe bislang leider noch nicht an vielen Essen gearbeitet, kenne aber doch ein paar, einige sind Selbstbauten, andere gekaufte. Die Esse, in der ich am liebsten arbeite (vielleicht auch weil ich sie am besten kenne) ist eine ca. 15x15x15 Grube, mit Luftzufuhr mittig unten. Die Seiten sind aus Schamottsteinen. So entsteht ein schoenes Hitzenest, es stahlt auch nicht so viel Hitze ab, wie z.B. bei den Domessen. Etwas derartiges kann man sich leicht selber mauern/bauen. Eine kostenguenstige Loesung fuer ein Geblaese ist sicher der beschriebene Staubsauger, bei dem muss man nur drauf achten, dass der Lufteinlass saubere Luft zieht, sonst machts keinen Spass sonder Krach und Probleme. Ein richtiges Geblaese mit Schieber hat einiges, kostet aber auch, sicher eine Anschaffung, die sich lohnt, wenn man eine guenstig bekommt. Ob man nun den Blasebalg in den Hitze-zeiten treten will, ist eine andere Sache, dann sind wohl die japanischen Schiebe-Blasebaelge eine feine Sache.

Zur Verarbeitung von Schrott: Staehle sind in den vom Hobbyisten benoetigten Mengen mitunter schwer zu bekommen, wenn man also weiss, was man worin findet, sehe ich Schrott auch als eine Loesung an. So sind z.B. oft alte Puddelstaehle ind Wagenraedern, Mauerankern, etc. drin. Die Schweissen gut und zeigen Muster, ist aber NUR etwas fuer die Deckschicht. Die Standartstaehle (z.B. C70, 2842, St37, etc...) bekommt man problemlos, die kann man ruhig neu kaufen.

Ich denke dass fuer mich die Loesung irgendwo in der Mitte des beschriebenen Weges liegt. Man muss dabei bedenken: bei mir ist es ein Hobby!

Also lasst uns hier keinen Bildersturm vom Zaun brechen, sonder mal die Erfahrungen, Vor- und Nachteile darlegen!

Gruesse Georg
 
Hier einmal ein Tipp was gute, preiswerte und transportabele Schmiedefeuer betrifft.
Die Stahlbaufirmen, Brückenbau, Schiffbau, Stahlskelettbau baben für ihre Nietarbeiten sogenannte Nietfeuer gehabt. Diese kleinen Essen konnten bequem von zwei Mann getragen werden und mit auf die Gerüste genommen werden. Die Gebläsemotoren hatten einen Schalter der es erlaubte die Drehrichtung zu ändern, damit man nicht immer die Phasen tauschen mußte. Die Feuerschüsseln waren normal aus Gusseisen und die Untergestelle aus Flach und Winkeleisen. Meist waren diese Nietfeuer mit einer großen Nummer versehen da die Stahlbaufirmen diese Essen in großer Stückzahl besaßen. In diesen Fall muß man die Feuer bei den großen Firmen suchen, die diese vermutlich noch auf Halde liegen haben.
Ich selber habe ein derartiges Nietfeuer besessen und bei Außeneinsätzen mit Vorteil verwendet. Die Nietfeuer sind keine Feldschmieden, die natürlich auch geeignet sind.
Gruß Vulcan
 
Hallo Tarlyn,

wenn du die Luftzufuhr von unten willst, dann bietet sich die von Georg beschreibene Esse an.
Ich selbst arbeite u.a. mit einer modifizierten Feldesse, mit einer recht flachen Feuerschüssel von ca. 22 x 22 cm, die ich seitlich und am hinteren ende mit Schamottesteineneingefasst habe um so eine ca. 15 cm tiefe Mulde zu bekommen.
Die Luftzufuhr erfolt über ein handelsübliches Esseisen.
Luftzufuhr üner ein modifiziertes Brennergebläse eines ausgemusterten Heizungsbrenners.
Beim Selbstbau:
Ich würde den zuluftschlauch auf keinen Fall direkt von unten an die Feuerschüssel anbringen, abgesehen, das ein nicht feuerbeständiger Schlauch dir zu brennen anfangen kann, fallen Kohlepartikel in den Schlauch und behindern die Luftzufuhr.
Mein tip bau einen Luftkasten aus stabilem Stahlblech (min 2-3 mm stark )unter die Feuerschüssel, der die gesamte länge der gewünschten Feuerlänge hat.
Den Schlauch über einen Stutzen an die dir gegenüberligende Stirnseite, oder an den Seiten des Luftkastens anbringen, dann ist er dir wenn du vor der Esse Stehst nicht im weg.
den Luftkasten deckst du mit einer stabilen Stahlplatte, oder Gußplatte ab.
Mindestdicke so 5-6mm eher mehr.
Die Deckplatte muss herausnehmbar sein.
Dann kannt du hineingefallene Asche entfernen.
Danach wie benötigt die Seitenränder und evtl. die Rückwand ( mit einem loch für lange teile) mit schamottesteinen aufsetzten/aufmauern.
Die Luftzufur in der Deckplatte z.b. mittels ca. 10 mm durchmessenden löchern.
z.b. für eine 20 cm lange feuerschüssel 3-4 reihen von 1 cm löchern mit jeweils 1 cm abstand und pro reihe ca. 8 Löcher.
die Anordnung muß nicht so exakt sein, stell dir einfach ein stück Schweizer 'Stahl'Käse vor, das un einlegst, dann passt's schon <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0">

Hier mal ein schematischer Aufbau
die Sternchen stellen den Umriss im Querschnitt dar.
Die (x)'e sind die Deckplatte mit löchern dort wo kein X steht ;-)
Links siehst du den Anschluss Rohtstück für den Luftschlauch.


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gruß

p.s.
der Phantasie sind keine grenzen gesetzt.
Es funktionieren viele Wege

mist er schiebts zusammen, hat sich was mit der schema skizze <IMG SRC="smilies/frown.gif" border="0">

[ 02-04-2001: Nachricht editiert von: Claymore ]
 
Hallo,

die Bodenplatte der von mir beschriebenen Esse ist ein 6mm starkes Stahlblech, in welches ein Loch gebohrt wurde (20mm). Darunter ist ein Ende von einem Stahl-Rohr mit Gewinde geschweisst. Diese Rohre bekommt man in jedem Baumarkt, sie sind Verzinkt und haben ca. 3mm Wandstaerke.

Auf das Gewinde wird ein Kruemmer geschraubt. Daran wieder ein Rohrstueck, auf das man den Schlauch vom Geblaese schmiebt. Fallen nun Kohlebrocken in das Luftsystem, so braucht man das Rohr nur abschrauben und gegen den Kruemmer klopfen, dann fallen sie raus. Sollte das nicht reichen: Kruemmer abschrauben. Durch die Tiefe der Esse verteilt sich die Luft gut genug.

Gruesse Georg
 
Moin Moin, da bin ich schon wieder <IMG SRC="smilies/wink.gif" border="0">

@ Claymore Ich meinte ncih, dass ich den Schlauch direkt an die Feuerschüssel setzte, sondern an den Luftkasten.
Werds wohl erst nächste Woche ausprobieren können, hab leider verdammt viel zu tun.

Werd dann versuchen mal n Bild von der Esse ins Netz zu setzten, dann kann wieder gelästert werden <IMG SRC="smilies/zwinker.gif" border="0">
 
Hallo
bei Angele gibt es alle Teile auch einzel -
Feuerschüssel+Unterteil mit Regulierklappe -
kostete 230.- DM zusammen (Nagelneu). Gestell
aus Profilrohr zusammengeschweißt - Platte aus 5mm starkem Stahlblech (Schrottplatz),
dieses ausgeschnitten und Feuerschüssel eingesetzt. Gebläse vom Schrottplatz voll funktionsfähig (aus entrümplung einer Werkstatt) - schon ist die Esse fertig - ist in der Funktion gleich einer Fabrikgefertigten für 1000.- DM.
Meinen Amboß habe ich aus einer Firmenauflösung (Versteigerung) Gewicht 300Kg
kostete 350 DM ist im Gesenk geschmiedet jedoch ca. 20 Jahre alt ( ist jedoch für einen Amboß kein Alter),hier habe ich dann auch noch für ein paar Mark handgeschmiedete Zangen mitnehmen können.
Jedoch muß man auch etwas suchen und gegebenfalls sich ein paar Monate gedulden können.

Gruß Uli
 
Ein tip,

das Gebläse eines Heizungsbrenners liefert ein gutes Luftvolumen, das teil ist sehr leise im vergleich zum 'staubsauger' oder auch zu einem 'echten' Ventilator für eine Esse, jedenfalls im vergleich zu meinem Teil.
Frag da mal einen Heizungsbauer bei euch in der Kante, die dürften des öfteren alte ausgemusterte Brenner haben.
Wenn du dann dort bist schau dir mal die Brennkammern alter Heizkessel an, die bestehen meist aus stabilem Material und haben ggfls. schon die Maße für eine 'riesige' 'feuerschüssel'
Der Gedanke ist mir gekommen als ich mal unsre Heizung gereinigt habe Kessel ca. Baujahr 71, von Viesmann gereinigt habe.
Da findest du evtl. auch noch anders Brauchbares Material Schwarzrohr für Luftleitungen etc. und der Heizungsbauer ist unter umständen froh, das er den Schrott loswird.


gruß
 
Hi Leutz

Da bin ich auch mal wieder.
Erstmal kann ich euch das Freilichtmuseum in Hagen empfehlen, war gestern da.
Junge Junge tierisch genial.
Viele Schmieden in denen teilweise noch ( zu Vorführzwecken ) geschmiedet wird.
Junge Junge und die Ausstattung ein Amboss in jedem Raum ?? Quatsch mindestens 2 - 3 müssens sein.
Naja mein Rucksack war zu klein <IMG SRC="smilies/zwinker.gif" border="0">

@ Claymore

Das mit dem Heizungsbrenner is gut, wir haben quasi Nebenan n Heizungsbauer, werd ich mal dumm fragen gehen.

@ Gagstätter

EIn Fax habe ich leider nicht zuhause, ich werd aber bei nem Kollegen mal anfragen ob ich die Faxnummer seiner Arbeit dafür nützen kann, ich werds dann hier wieder posten oder dir ne Mail schreiben.
Danke fürs Angebot, greife ich verdammt gern drauf zurück.

Also dann bis die Tage
 
hi Tarlyn,

jaja mit den Ambossen, (schreibt man das so ? , na egal )
ist's so ne sache.
Der Verkäufer meines großen Ambosses hat damals auch gemeint ich könne ihn umsonst haben.......
wenn ich es schaffe in in einer Plastitüte rauszutragen
Der kleine wiegt 200 KG
<IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0"> <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0">

ist tatsächlich so gewesen <IMG SRC="smilies/smile.gif" border="0">


gruß
 
hm..also dazu kann ich nur sagen,dass ich mit einer selbstgeschweißten "Minikohlenesse" angefangen habe, welche aber lediglich Glut für kleinere Messer liefern konnte...aber immerhin ! Habe sie dann schwarz (Auspufflack lackiert), und mit einem selbstgebauten Blasebalg (Holz+Leder) betrieben.....ich finde, dass das ein würdiger Rahmen ,selbst für Damast gewesen wäre,da das ganze wohl relativ autentisch,mittlealterlich dahergekommen ist.....
So,mit dieser Konstruktion konnte ich die erste Zeit überdauern,bis ich nun letztendlich auf *** Gelöscht. Hinweise auf Internet-Auktions-Plattformen sind im Messerforum nicht erwünscht. *** eine Esse mit Gusseisernem Schmiede-Ess-Eisen für 50.- ersteigern konnt........
Also ,man muss einfach suchen,und sich bis dahin mit Provisorien behelfen.
 
na da gehts ab.
vorher wurde mal abgesprochen wegen feuerschweißen und Boraxmischungen.
Hier noch was von mir:
Das Feuerschweißen ist die älteste bekannte Möglichkeit Eisenwerkstoffe zu verbinden. Daß diese Technik fast verloren ging, ist wohl der rasanten Weiterentwicklung der Schweißtechnik im 20 Jahrhundert zuzuschreiben. Es ist noch nicht allzu lange her, daß in den Handbüchern der Stahlhersteller noch genaue Hinweise zum Verfahren und zu den dafür extra geeigneten Stählen zu finden waren. So schrieb z.B. das Stahlwerk Schoeller und Bleckmann (1953) zur Warmverarbeitung und Wärmebehandlung für den Punkt "Schweißen": (Für Stahl mit 0,7% C und 0,75% Mn)
Zitat: "Die Schweißhitze ist die dunkle Gelbglut, etwa 1100°C, im Gegensatz zu jener des Eisens, welches Weißglut, etwa 1200°C, erfordert (Bild 27). Auf Weißglut erhitzter Stahl wird brüchig. Zur Vereinigung der zu schweißenden Teile ist es erforderlich, daß die Berührungsflächen frei von Zunder sind, wozu man sich außer dem Abschaben verschiedener Mittel bedient, wie z.B. Lehm, Borax, Glas, Soda und dergleichen. Diese lösen den Zunder in der Schweißhitze auf und bewirken dadurch eine reine Oberfläche. Eine bewährte Mischung des Schweißpulvers für Stahl ist: Ein Teil Eisenfeilspäne und ein Teil feingepulverter gebrannter Borax. Beim Aufstreuen des Schweißpulvers ist darauf zu achten daß sich nicht stellenweise Klumpen bilden. Sind zwei Stücke aneinander zu schweißen, so formt man diese zunächst derart, daß das eine keilförmig, das andere gabelförmig gestaltet ist. Die Berührungsflächen versieht man noch mit Meißelhieben, um das Abgleiten beim zusammenfügen zu verhindern, dann erhitzt man auf Schweißhitze. Nach erreichen der Schweißhitze entfernt man den gebildeten Zunder durch Abschaben, streut das Schweißpulver auf und führt durch leichte Hammerschläge eine oberflächliche Vereinigung herbei. Dann erhitzt man die Schweißstelle neuerdings auf Schweißhitze und besorgt durch kräftiges Überschmieden, bis zur Dunkelrotglut, die endgültige Vereinigung. Zur Verhinderung der beim Schweißen unvermeidlichen Entkohlung ist ein Bestreuen der noch glühenden Schweißstelle mit gelben Blutlaugensalz vorteilhaft.".
Dieser Beschreibung ist lediglich der folgende Hinweis aus verschiedenen anderen Literaturquellen ähnlichen Ursprungs hinzuzufügen: "..daß, eine solche Feuerschweißung am vorteilhaftesten mit Holzkohle durchzuführen ist, da diese ein besonders reines Feuer abgibt." Anmerkung! Holzkohle befeuerte Essen sind baulich anders gestaltet als normale Schmiedeessen (53).
Ein bewährtes Rezept für ein Schweißmittel zum Feuerchweißen von Stahl: Borax (Granulat = Natriumtetraborat: Na2 B4 O7 x 10 H2 O) 10 Teile und Salmiak (Granulat) Ammoniumchlorid 1 Teil gemischt und in einem großen Topf bei 600-800°C gebrannt, bis das gebundene Kristallwasser abgespaltet ist (d.h. wenn eine "styroporartige" Masse vorliegt). Die erhaltene Masse wird zerstampft und das entstandene Pulver, bis zum Gebrauch, trocken aufbewahrt.
Verstählt (=einseitiges auflegen und feuerverschweißen eines härtbaren Stahles auf ein weiches Trägermaterial z.B. japanische Stemmeisen, Hobelmesser, Funiermesser, skandinavische Zimmermansäxte, usw.) man einseitig kann diese Mischung zusätzlich, wie oben genannt mit Eisenfeilspänen, die fein und auch etwas angerostet sein sollten, zu gleichen Teilen aufbereitet werden. Der Vorteil ist hierbei, wenn man die beiden aufeinander zu schweißenden Teile z.B. aus optischen Gründen, nicht vorher mit einer leichten Heftung mittels eines Elektroschweißgerätes fixieren will, wirkt diese Mischung schon vor dem Bearbeiten mit dem Hammer fixierend, ähnlich wie ein leichter Kleber.
Höher kohlenstoffhaltige Werkstoffe sollten möglichst immer mit einer Schutzhaut aus Borax im Feuer geführt werden, um den ungewollten Zutritt von Sauerstoff zu unterbinden. Ein Zeichen für diesen Luftzutritt ist besonders bei Stählen mit hohem Kohlenstoffgehalt das Absprühen von feinen, stark verzweigten Funken (brennender Werkstoff = Kohlenstoff) bei zu hoher Hitze. Dies führt wegen des Kohlenstoffverlusts immer zu einer Qualitätsminderung. Wenn sich im fertigen Werkstück dann tiefgehende Risse an der Oberfläche zeigen, ist der Stahl danach unrettbar verdorben
 
Hi,
kann ich kleine Messerklingen auch mit `nem Schweißbrenner schmieden?

@roman: Ich würde gern mal ein Messer aus einer kleinen Feile (unter 200) machen. Kann man das Weichglühen und härten auch mit dem Schweißbrenner schaffen ?
Was für Öl soll ich nehmen ?
Motoröl oder Planzenöl ?
 
Hallo zorro,

kleine messer mit dem Schweissbrennerschmieden
geht nicht!
musst schon Hammer und Amboss dazu nehmen
:D
Im Ernst sollte funktionieren.
Härten und weichglühen auch.
Beim weichglühen musst du aber immer wiedererwärme um eine langsame abkühlung zu erreichen.
zum härten unbedingt Pflanzenöl nehmen.
Der Rauch vom Motorenöl ist mit sicherheit wesentlich gesundheitsschädlicher.
Das härten in Pflanzenöl riecht als brenne dir das Fett in der Pfanne an.Das härten in Motrorenöl als fackele grade dein auto ab.
Das öl vor dem härten auf ca. 60 ° C erwärmen verbessert die Wärmeabfuhr und vermeidet zugroße spannungen.
Ein tip:
bau dir aus zwei schamotteSteinen/Feuerleichtsteinen eine miniesse.
diesteine 6x12x24 cm mit der Fläche 12x24 cm aneinanderstellen, mit Bindedraht o.ä. fixieren.
zuvor in die berührungsflächen, je stein mit flex und steinscheibe eine halbrunde 'rinne' so lange wie der Stein einfräsen.
Ergibt eine Röhre, z.b. durchmesser 5-6 cm wenn die steine zusammenstehen.
von der seite eine Bohrung zur aufnahme des brenners bis zur Röhre durchbohren.
Brenner einstecken und los gehts.
Dadurch erhälts du eine relativ gleichmäßige Wärmeverteilung.
Es geht weniger Wärme verloren.
die steine speichern die Wärme, guht fürs Weichglühen.
Das erhitzen geht auch mit einem Propanbrenner.

gruß
 
Hi Claymore,

danke für deine Tipps. Das mit dem Weichglühen hat schon mal geklappt.
Bis zum Härten dauerts ja jetzt `ne Weile.
Dafür werde ich mir bestimmt die "Miniesse" bauen.
 
Damast

Hallo,

zu dem Beitrag von Manfred Sachse fällt mir ein Bild aus seinem Buch ein:
Da sitzt ein Inder auf Lehmboden vor einem Mini Amboss und schmiedet mit nackten Füßen Damast.
Ich habe das gleiche Interesse und versuche es auch mit primitivsten Mitteln.
Die begehrten, xxxx-mal gefalteten Katanas die vor xxxx-Jahren geschmiedet wurden, geben mir glaube ich Recht.

Alle Achtung vor Sachses Arbeiten !!!!

Gruß,

AxelKleitz
 
Mahlzeit!
ich hab da noch ein paar Fragen zum Thema:rolleyes:
Vom Schmieden hab ich zwar keine grosse Ahnung ausser dem, was wir in der Lehre so gemacht haben.Haupsächlich Meissel und eben dieses Kunstschmiedezeug für Meister`s Gartentor:irre:
Also, beim Feuerverschweissen wird Borax etc. VOR dem Erwärmen auf die zu fügenden Flächen gestreut wenn ich grade richtig gelesen hab.
Jetzt seh` ich aber ständig Damastschmiede, die die Stähle vor dem Schmieden via Elektrode oder MAG zum Paket verbinden, um dann zu erwärmen. Wie kommt den da das Borax in die Zwischenräume? Kappilarwirkung wie beim Löten? Und wie siehts mit Abbrand in diesen Zwischenräumen aus? Besonders wenn die Pakete nicht sorgfälltig gefügt wurden. Oder ist das so gering, das man es vernachlässigen kann?:confused:

Gruß Patrick
 
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