Hilfe zu Benchmade... [Schliff versaut]

könig-christian

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Hilfe zu Benchmade.....

Moin moin

ich bin stolzer besitzer mehrerer BM Messer. darunter ein Mel Pardue 350. gerade dieses habe ich beim stahlwarenhändler um die ecke zum schärfen abgegeben, und was ist... es kam sauscharf zurück. nur mit dem nachteil, dass es über ein band abgezogen wurde. und jetzt liegt der grat nicht mehr in der mitte, das heisst die optik ist im arsch. garantieanspruch über den händler sind nicht drin.
also habe ich mir gedacht,
IST ES MÖGLICH NUR DIE KLINGE FÜR EIN BENCHMADE EINZELN IRGENDWO ZU BESTELLEN????
wäre dankbar um ratschläge.....

Danke

Mfg,
König...:super: :super:
 
Kauf dir ein Lansky-Schärfsystem (mit extra extra-grobem Stein) und du kannst dem Messer mit Leichtigkeit selbst eine neue perfekte Schneide verpassen.
Oder du gibtst das Messer einem Profi, der ihm eine neue Schneide verpasst.
Eine neue Klinge kannst du IMO getrost vergessen, da könntest du höchstens einen Messermacher beauftragen und das käme teurer als ein neues Messer.
 
Ich vermute, daß König nicht den Grat sondern diese „Mittellinie“ meint:

350.gif


In diesem Zusammenhang, was ist die richtige Bezeichnung dafür?

Thomas
 
Original geschrieben von Thomas Spohr
Ich vermute, daß König nicht den Grat sondern diese „Mittellinie“ meint...
Hatte ich auch zuerst gedacht, und gehe ich mittlerweile auch eher von aus.
Aber was für ein Pfuscher muss sich bitte an dem Messer vergangen haben, wenn beim Schärfen der gesamte Klingenschliff vermurkst wird??!??

Hier im Forum nennt man diese Linien glaube ich "Schleiflinien".
 
@ Thomas

Schleifkante?

Wenn´s wirklich das ist, wird das wohl kaum zu richten sein. Da muß ein Profi mit viel Fingerspitzengefühl und einem guten Bandschleifer ran. Falls das überhaupt noch zu retten ist.

Wenn es sich nur um die Schneidkante handelt, kann man sich mittels Wassersteinen sicher selbst behelfen. Oder noch leichter mit dem schon erwähnten Lansky-System.

sam
 
re

Moin moin,

muss hier kurz anfügen, daß ich wirklich nicht den Klingengrat, sondern die Mittellinie meinte. Und wer so etwas macht?
Ein Fachhändler, Stahlwarenhändler in Oldenburg. Ich konnte es selber nicht glauben als ich das Messer wiederbekam. Wegen der filligranen Klinge hatte ich es ja weggegeben, und habe es nicht selber geschliffen. Es läßt sich im Lansky so schlecht einspannen.
Ich bin mir selbst heute noch dankbar, daß ich aus Kostengründen nur 2 Messer (das zweite war ein full serrated Endura, und das ist nicht versaut) abgegeben hatte. sonst wären wohl noch mehrere meiner Messer hin.... :(
Bei dem Händler habe ich vorher auch gekauft, der hat eh immer die tollsten & teuersten Messer im Laden. Das hat sich jetzt natürlich erledigt. Der richtige Klingengratschliff ist natürlich auch weg, die Klinge läuft jetzt von der Mittellinie bis zur Klingenspitze in einer Linie. Kann ich dieses Manko wieder irgendwie korrigieren lassen? sonst hat sich das Thema selber nachschleifen nämlich auch erledigt...
 
Hallo König,

obwohl ich mit der „Mittellinie / Schleiflinie / Schleifkante“ richtig vermutet habe, ist mir dein Problem nicht richtig verständlich.
Kann es sein, daß der Messerschärfer einen kleineren Winkel gewählt hat als vorgegeben. Mit der Folge, daß die „Oberkante-Schlifflinie“ der Schneide jetzt so verläuft?

3502.gif


Wenn ja, könnte nur ein gleicher Schärfwinkel bei der False Edge die Symmetrie wieder herstellen, aber da Folder, schließt sich das aus.

Hast du die Möglichkeit ein Foto zu machen?

Thomas
 
Falls du (König) Oldenburg in Oldenburg meinst (ich vermute mal, ich kenne deinen Händler (neben dem Schmizz?) und bin jetzt froh das ich da nie gekauft habe) und auch da wohnst könnte ich zur Not ein Foto für dich machen. Wohne auch in OL.

Gruß, Chrisse
 
Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du jetzt nicht mehr Klingenschliff und Sekundärschneide, sondern nur noch einen Schliff, der auch gleichzeitig die Schneide bildet (wie z.B. bei skandinvischen Klingen, wie es auch beim Midsummerknife-Rohling ist). Der Mann hat das Ding einfach wie eine Schere geschliffen... :eek:
Wegwerfen musst du das Messer aber nicht. Durch den kleinen Schneidenwinkel ist es jetzt sauscharf - nur eben nicht mehr für gröbere Schneidaufgaben zu gebrauchen, da die Schneide jetzt natürlich ziemlich fragil ist.
Schärfen musst du es jetzt über den gesamten Klingenschliff, und zwar am Besten mit einem Bankstein, wo du einfach nur die Klinge mit dem neuen Schliff flächig auflegen musst.
Alternativ könntest du mit Lansky eine neue etwas steilere Sekundärschneide wieder anbringen, das sollte eigentlich kein Problem sein. Zum Einspannen, versuch doch einfach mal passend gefaltetes Papier zwischen Klinge und Klammer zu stecken.
 
Wer so einen Pfusch nicht deutlichst beim Händler reklamiert und selbst daran herumbessert, gehört mit Benchmade-Entzug bestraft.
Ich würde auf jeden Fall nochmal dort vorstellig werden!
 
Und was willste ihm sagen? Das er ein Rindvieh ist oder besser seinen Schleifstein fressen soll?:D :D

Nee, ich glaub, das ist eine der bitteren Lehren, die man im Leben ziehen muss.
 
Hallo König,

also ich würde bei dem Herrn nochmal an die Tür klopfen, und zumindest Schadensersatz verlangen.

Das wär ja wie wenn du dein kaputtes Auto zur Reparatur bringst und es zwar wieder funktionsfähig aber zerkratzt und zerbeult zurück bekommst.

Das gehört auf jeden Fall reklamiert.

Gruß Marcus
 
Original geschrieben von exilant
Und was willste ihm sagen? Das er ein Rindvieh ist oder besser seinen Schleifstein fressen soll?:D :D

Im Prinzip schon, aber ich würde es etwas sachlicher formulieren. :D


Nee, ich glaub, das ist eine der bitteren Lehren, die man im Leben ziehen muss.

Das glaube ich eben nicht. Unsachgemäße Arbeit eines Fachbetriebes muß keineswegs akzeptiert werden.
Ich würde versuchen, das freundlich, aber bestimmt zu reklamieren und vom Händler einen Lösungsvorschlag erbitten.
Wenn er nicht mit einem Angebot kommt, würde ich von ihm eine Entschädigung verlangen.
 
Ich würde gerne mal ein Foto sehen dann könnte man mehr sagen.

Ich bin aus Bremen ihr Oldenburger!
 
Selbstverständlich hat der Händler für den Murks den er gemacht hat gradezustehen.
Schauen wir doch mal was das BGB ( http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bgb/BJNR001950896BJNG005702377.html ) zum Werkvertrag zu sagen hat:

http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bgb/__631.html
(1) Durch den Werkvertrag wird der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werkes, der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet.

(2) Gegenstand des Werkvertrags kann sowohl Herstellung oder Veränderung einer Sache als auch ein anderer durch Arbeit oder Dienstleistung herbeizuführender Erfolg sein.

http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bgb/__633.html
(1) Der Unternehmer hat dem Besteller das Werk frei von Sach- und Rechtsmängeln zu verschaffen.

(2) Das Werk ist frei von Sachmängeln, wenn es die vereinbarte Beschaffenheit hat. Soweit die Beschaffenheit nicht vereinbart ist, ist das Werk frei von Sachmängeln,

1. wenn es sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte, sonst
2. für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist,
die bei Werken der gleichen Art üblich ist und die der Besteller nach der
Art des Werks erwarten kann.

http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bgb/__634.html
Ist das Werk mangelhaft, kann der Besteller, wenn die Voraussetzungen der folgenden Vorschriften vorliegen und soweit nicht ein anderes bestimmt ist,

1. nach § 635 Nacherfüllung verlangen,
2. nach § 637 den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen
Aufwendungen verlangen,
3. nach den §§ 636, 323 und 326 Abs. 5 von dem Vertrag zurücktreten oder nach
§ 638 die Vergütung mindern und
4. nach den §§ 636, 280, 281, 283 und 311a Schadensersatz oder nach § 284
Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen.
 
Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du jetzt nicht mehr Klingenschliff und Sekundärschneide, sondern nur noch einen Schliff, der auch gleichzeitig die Schneide bildet (wie z.B. bei skandinvischen Klingen, wie es auch beim Midsummerknife-Rohling ist). Der Mann hat das Ding einfach wie eine Schere geschliffen...

Genau so ist es, wie eine schere geschliffen. aber gemäß rechtskundiger aussage eines bekannten anwalts hätte ich extra erwähnen müssen, dass ich die klinge im originalschliff geschliffen habe möchte. da ich dieses nicht ausdrücklich getan hab ( dachte auch das wäre klar bei einem BM ??) stehen meine chancen auf ersatzansprüche eher schlecht. mal sehen, ob man da nicht doch noch was anleiern kann. aber danke für die rege beteiligung....
 
ich hab mal benchmade direkt angeschrieben, die verkaufen keine einzelnen klingen. sie haben mich auf den service verwiesen und ich sollte das messer einschicken.
 
Ich denke es wird wohl jedem Idiot klar sein, dass die Klinge nicht umgeschliffen werden soll, sondern nur geschärft werden. Von einem Fachhändler kann ich das wohl erwarten, dass er den Unterschied kennt.
Dein Problem wird eher sein, dass Du nicht gleich was gesagt hast, sondern das Werk abgenommen hast, obwohl der Mangel für Dich und für jedermann offensichtlich war. (s. § 640 II BGB).
Aber wenigstens versuchen, da was noch durchzuholen würde ich aber trotzdem.
Parteivereinbarungen gehen dem Gesetz vor!
 
Da wir wohl nie hören werden, was den Kerl geritten hat, sollte man vielleicht mal überlegen, was denn gewesen sein könnte.

Viele Leute kommen an und sagen, das messer iss stumpf, mach mal scharf. So, wenn der jetzt anfängt, mit Schneidenwinkel und so was, glaubt ihr das verstehen mehr als wir?

Nee.

Mit BGB kommste auch nicht weit, denn es ist scharf und wenn die Schleiflinie versaut ist, darf er es richten. Vielleicht schafft er es nicht und dann velangst man eine neues Messer.

Mir gehts darum, zu verstehen, warum das passiert ist, damit es nicht noch mal einem anderen passiert.

Für mich heißt es mal wieder, genaue Vorgaben machen. Nachbohren, dass er es verstanden hat. Nicht davon ausgehen, dass man vom gleichen spricht und, vielleicht am Anfang ein Testmesser hingeben.
 
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