Hinweis zu Nowi Führungsstangen mit festem Winkel

Guido

Mitglied
Hier ein Hinweis zu den Nowi Führungsstangen mit festem Winkel:
Wenn dort ein Winkel von 35° aufgeprägt ist, soll laut Spezifikation von Katocut der Winkel z.B. am Magnet, nicht die eventuell zu erwartenden 17,5° haben, sondern 18,5° (bei mir waren es ca. 19°).

Dies wird von Katocut so gemacht, um einer oft vorhanden Keilform an Klingen entgegenzuwirken.

Wenn also eine Klinge mit Flachschliff im Querschnitt einen Flankenwinkel von 2° hat, würde sich mit einem Winkel am Halter von 18,5° ein Schleifwinkel von 35° einstellen.
Das passt dann aber nur bei einem Flankenwinkel der Klinge von 2°.
Hat die Klinge aber parallele Flächen an die der Magnethalter gesetzt wird, ergibt sich bei 18,5° am Halter ein Schleifwinkel von 37°.

Gleiches soll auch gelten für die 30° und 40° Stangen mit festem Winkel für die Nowi.
Bei aufgeprägten 30° hat der Halter dieser Logik folgend nicht 15°, sondern 16° und bei 40° eben 21° und nicht 20°.

Das sollte man als Nutzer wissen und berücksichtigen.
Ich musste es erst durch nachmessen mit Winkelmesser und Goniometer lernen.

Vielleicht hilft mein Hinweis anderen.
 

Bukowski

Mitglied
Aber die Messerklemme hat diesen Nachteil nicht, oder?
Wird die Klinge zentriert in die Klemme eingespannt, spielt der Anschliffwinkel der Klingenflanken keine Rolle mehr.

Mit der Klemme in Kombination mit der fixen Winkelhalterung vom Nowi Home schleifst du dann allerdings immer 1° mehr pro Seite an, als vom Hersteller angegeben (z.B. 21° statt 20°).

Danke für den Hinweis @Guido . Mir war das nicht bekannt. An sich nicht dumm vom Hersteller, diesen systemimmanenten "Winkelfehler" der Magnethalterung etwas auszugleichen, ich hätte dem Kunden die Info allerdings auch gegeben.

Edit: Ich habe übrigens nachgemessen und bei mir sind es ebenfalls +1°.
 
Zuletzt bearbeitet:

pebe

Premium Mitglied
Dafür ist der Flankenwinkel der Klinge vom Rücken zur Fase selten identisch mit dem Backenklemmwinkel.

Insofern muss gegebenenfalls mit Ausgleichsschrauben die Zentrierung erst penibel eingestellt werden - sonst unterscheiden sich die Schleifwinkel der Seiten.

grüsse, pebe
 

Bukowski

Mitglied
@pebe deswegen stehe ich auch nicht auf Klemmen..

Für mich war simple Reproduzierbarkeit immer wichtiger als die Sicherheit, sagen zu können "Dieses Messer hat einen Fasenwinkel von exakt 36°".
 

mico

Mitglied
Abstufungen feiner als 2° im Schleifwinkel haben in meinen Augen keinen Sinn, wenn man sich nicht im Bereich von 20-30°, also nicht an der Grenze der Schneidenstabilität bewegt. Feinere Winkeländerungen haben bei mir keinen fühlbaren Effekt, was die Schneidperformance angeht.
 

Bukowski

Mitglied
Feine Abstufungen machen m.E. bei breiten Fasen Sinn, um mit feineren Körnungen die Schneidkante schneller geschlossen poliert zu haben.