• Wenn Ihr im Marktplatz was anbietet, kann es schonmal vorkommen, dass potentielle Käufer euch kontaktieren wollen.
    Falls jemand in seinem Nutzerprofil explizit die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme sperrt (per default ist das nicht so), dann wird das schwierig.

    Und weil mich in letzer Zeit wieder mehr Mails in der Sache erreichen, steht das mal so als Info hier ;)

    *Ich* fummel natürlich nicht in Benutzerprofilen rum. Und ich spiel auch nicht man in the middle. Fragen diesbezüglich zwecklos.

    Servus
    Pitter

hochwertige Machete gesucht

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Bertie

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Nachdem ich nun schon einige billige Haumesser aus dem Katalog verschlissen und im Urlaub gesehen habe, mit was die Einheimischen mit ihren Bolos und Goloks angestellt haben, bin ich nun auch auf den Geschmack gekommen.

Ich suche also eine gute Machete zum Entasten, Fällen kleinerer Bäume und Feuerholz machen. Ich muss mich nicht mit unzähligen Schlägen durch den Dschungel kämpfen, daher spielt das Gewicht für mich keine große Rolle. Für mich ist nur wichtig, dass mit möglichst wenig Hieben ein großes Ergebnis erzielt wird. Länge 50-60cm, das kriege ich noch gut am Rucksack verstaut, alles unter 700g stört mich auch nicht auf längeren Touren (soviel wiegt mein Busse).
Von den zahlreichen Typen kommen bezüglich des Einsatzzweckes am ehesten folgende in Frage: Bolo, Golok, Panga, Bush, Kukri.
Nach intensiver Suche habe ich mir speziell einige Modell rausgesucht:
- Camillus BK-6 Patrol (483mm, Klinge 4,8mm, 500g, 0170-6C)
- Condor Golok (521mm, Klinge 6,4mm, 680g, 1075C)
- Condor Parang (610mm, Klinge 6,4mm, 680g, 1075C)
- ESEE Lite Machete (597mm, Klinge 1,7mm, 529g, 1095C)
- Tramontina Bolo (483mm, Klinge 1,3mm, 310g, 1070C)
- Valiant Survival Golok M (584mm, Klinge 6,4mm, 500g, 5160Federstahl)

Hat schon jemand Erfahrungen mit einigen dieser Modelle gemacht?
Mein bisheriger Favourit (durch andere Erfahrungsberichte) ist bis jetzt die Condor Golok, allerdings sagt mir die kompakte Optik der Camillus am ehesten zu, habe aber keine Lieferanten gefunden. Und bei der Valiant macht mich der Stahl neugierig, einige Indonesier meinten den kriegt man "nicht" kaputt. Ein Set aus Tramontinas würde ich mir allein schon wegen des saugünstigen Preises zum Probieren bestellen.
Eine Kukri interessiert mich zwar auch (viele meinen ja es würde nichts effektiveres geben), aber leider hat diese nepalesische Art eine recht aggressiven Beigeschmack, weil vor allem in vielen Filmen als reine Waffe verwendet (was sie ja auch u.a. ist). Der Werkzeugcharakter soll im Vordergrund stehen, auch wenn das bei Machten immer schwierig ist. Daher auch keine Barong, Colima, Hawkbill, Spear Point, u.ä.
 

ohtatyaro

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Eine Kukri interessiert mich zwar auch (viele meinen ja es würde nichts effektiveres geben)

kurz: ja

Ich habe mit hochwertigen Macheten keinerlei Erfahrung, aber ich bin mit einem Freund und dessen Vater in Costa Rica unterwegs gewesen und haben uns da dann zu gegebener Zeit Macheten gekauft, das heißt die beiden Macheten und ich ein Kukri. Das war alles nichts hochwertiges, will sagen so billiger no-name kram, aber unterm Strich kann ich aus drei Wochen Erfahrung sagen, dass ein Kukri einer Machete in jeder mir bekannten Anwendungsweise überlegen ist. Ich war so begeistert von dem Kukri als Buschmesser, dass ich mich als ich wiederkam umgehend erkundigt habe und dann das CS Sk-5 Kukri gekauft habe.

Natürlich ist das Kukri auch eine Waffe und furchteinflößend für einen Fremden, aber ganz ehrlich, das ist eine Machete genauso. Wenn du einem anderen Menschen mit nem halben Meter Stahl in der Hand gegenüber stehst, ist es dem sicherlich völlig egal, ob der Fachtermini dafür Machete oder Kukri ist. Das sollte also nicht das Argument sein, auf die Vorteile eines Kukris als Werkzeug zu verzichten. Soweit nur meine par Anmerkungen zu dem Thema. Zu den von dir aufgezählten Produkten kann ich leider nichts sagen, aber du hattest ja auch explizit nach Kukris gefragt, also hier meine Meinung dazu.
 

Bertie

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...aber unterm Strich kann ich aus drei Wochen Erfahrung sagen, dass ein Kukri einer Machete in jeder mir bekannten Anwendungsweise überlegen ist. Ich war so begeistert von dem Kukri als Buschmesser, dass ich mich als ich wiederkam umgehend erkundigt habe und dann das CS Sk-5 Kukri gekauft habe.

Ja, soetwas habe ich schon öfter gehört. Vor allem, dass viele frische Kukri-Fans mit der CS Kukri angefangen haben;)
 
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derhund

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Hallo,

also ich habe seit fast einem Jahr die Condor Golok Machete im Gebrauch
und kann sie absolut empfehlen:super:.
Bei unseren Jeep- Touren habe ich schon allerhand an Haumessern auch Kukris
ausprobiert und bin schließlich bei der Golok gelandet.
Das Handling mit dem "Knubbelgriff" ist einfach Spitze, da kommt kein Kukri ran.
Buschwerk und schlanke Bäume, macht Spaß und es geht voran:D
Auch die dazu passende Lederscheide ist toll verarbeitet und hält was aus.
Hier ein kleines Hack-Video zur Golok: http://www.youtube.com/watch?v=H0e-Qi0yUQw
Gekauft habe ich die Condor Golok hier: http://www.outdoorsteel.de/pi23/pd69.html

Grüße
derhund:steirer:
 

Zachy

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KhukuriLover

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Hi ,
auch wenn du schreibst "Machete" so denke ich doch dass ein Haumesser, also was mit einer massiveren Klinge besser geeignet ist für dein Anwendungsprofil als eine klassische Machete mit ihrer zumeist eher dünnen und flexiblen Klinge. Insbesondere Feuerholz spalten würde ich nicht wirklich mit einer normalen dünnen Machete machen wollen. Da fehlt es einfach an Spaltwirkung. Kann mir auch vorstellen dass die dünnen Klingen das übel nehmen könnten. Dafür haben Macheten ihre Vorteile beim Freischlagen von Wegen und Zäunen, also hauptsächlich bei dünnen und flexiblen Ästen. Das geht mit nem scharfen Haumesser/Kukri zwar auch, aber insbesondere das abstoppen der schweren dicken Klingen geht gewaltig in den Arm. Lange würde ich das nicht machen wollen.

Also meine Empfehlung wäre ein klassisches Kukri. Die von Forenmitglied Maigh sind meiner Erfahrung nach ausgezeichnete Arbeitsgeräte.
http://www.gurkha-imports.com/de
Hier zu beziehen. Als reines Arbeitsgeräte würde ich das British Service Nr. 2 empfehlen. Ca. 40 cm lang, gut 500 Gramm schwer, 1 cm Klingenstärke ^^

Grüße
 

tombatom

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Ich lebe und arbeite auf den Bahamas. Hier wird sehr viel mit Macheten gearbeitet. Überwiegend Tramontina... billig, schlechter viel zu kurzer Griff und weicher Stahl.
Habe viel ausprobiert... als brauchbar hat sich ein Haumesser von Fiskars mit einem sehr langem Griff in Hippenform erwiesen, der "Haken" stört aber manchmal.Hab auch ein KaBar Kukri, auch sehr gut.
Entgegen vorherigen Empfehlungen bevorzuge ich dünnere, leichtere Klingen. Sie lassen sich viel besser beschleunigen und klemmen auch nicht so leicht. Für dünnes Gestrüpp sind massige Klingen ungeeignet. Wichtig empfinde ich auch einen Ausreichend langen Griff- nicht umsonst haben z.B. Katanas einen langen Griff.
 
G

gast

Gast
Ich suche also eine gute Machete zum Entasten, Fällen kleinerer Bäume und Feuerholz machen. ... Für mich ist nur wichtig, dass mit möglichst wenig Hieben ein großes Ergebnis erzielt wird. Länge 50-60cm, das kriege ich noch gut am Rucksack verstaut, alles unter 700g stört mich auch nicht auf längeren Touren (soviel wiegt mein Busse).
... Der Werkzeugcharakter soll im Vordergrund stehen, auch wenn das bei Machten immer schwierig ist.

Eine Lösung wäre das SP-8 von Ontario, kürzer als die langen Macheten, trotzdem wegen der langen Klinge je nach Material eine bessere Kontrolle als mit einem Handbeil. Weiterer Pluspunkt die Optik, wegen der fehlenden Spitze deutlich mehr "Werkzeug".
Z.Zt. sehr günstig bei Rhoen-Jagd, hier ein kurzes Review.

Muss leider anmerken: zum Entasten ist eine billige Fiskars Machete oder ein Schweizer Gertl m.E. bequemer und sicherer zum Handhaben, zum schnellen Durchtrennen von massiven Holzstücken wiederum ein kurzes, leichtes Beil. Ich finde das kurze SP-8 füllt die Lücke zwischen langer Schneidklinge und höherem Gewicht zur Verwendung als Haumesser recht gut, die Klingenstärke ist jedoch relativ breit, das macht es einerseits massiv, robust und schwer, andererseits fehlt ihm die Geschmeidigkeit und Leichtigkeit im dichten Gebüsch, beim Auslichten etwa. Für einen Haudrauf mit der entsprechenden Körpermasse und Kraft ist das SP-8 evtl. nur wenig mehr als eines der üblichen schwarz beschichteten 1095-Modelle, mir wird es schnell lästig vom Gewicht her, ein gleich schweres Beil ermüdet m.E. weniger, weil dort das Kopfgewicht die Handgelenke entlastet.

Kein Messer ist perfekt, man wird durchprobieren müssen, was einem gut in der Hand liegt. Hat man nur Platz für ein Arbeitsgerät, ist ein Kompromiß unausweichlich. Arbeitet man stundenlang, wird man das "perfekte" Gerät suchen und dies mitnehmen, so meine Erfahrung. Bei mir ist das das Gertl und ein kleines Fiskars Beil, das SP-8 nimmt im Rucksack weniger Platz, keine Frage. Mit dem SP-8 habe ich zuhause trockenes Scheitholz gespalten, da geht, aber es braucht mehr Kraft als mit einem Beil. Im Garten und Auslichten des Unterholzes ist es (mir zu) schwer, ein Gerl zwar länger, dafür wegen des Klingenbogens treffsicherer, der Sicherungshaken am Griffende des Gertl ist meiner Handhabung nach sicherer als beim Ontario, das keinesfalls einen schlechten Griff hat, bei dem aber zur Sicherheit eine Schlaufe angebracht und genutzt werden sollte. Ist blöd, wenn man häufig das Messer ablegen muss. Ausserdem finde ich zum Arbeiten mit Handschuhen den Ledergriff des Gertl griffiger als beim SP-8, ohne Handschuhe gibt das SP-8 durch die Konturen mehr Halt.

Keines meiner Vorschläge ist "hochwertig", dafür sind die Sachen praxiserprobt und trotz guter Stahlqualität wegen der Massenproduktion günstig. Ein Mangel ? Ich finde nicht.
 

Bertie

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Kurz gesagt: es wird wohl die Condor Golok werden. Nicht etwa wegen des letzten Testberichtes im Messermagazin, auch nicht unbedingt wegen öfteren Lobes, sondern vor allem wegen ihrer universellen Vielseitigkeit (bedingt durch Form und Maße) und der sehr guten Handlage. Der Griff ist doch eher beispiellos und muss einfach Freude machen, so wie er aussieht. Es gibt ja einige Anleitungen zur Handlage einer Machete, diese unterstützen allerdings nur die wenigsten Modelle.

Das SP8 von Ontario mag zwar die unauffälligste, ungefährligste Form haben aber der Griff ist (wie bei vielen Ontario-Modellen) absolut nicht mein Ding. Ich hatte vor Jahren mal eins und war absolut nciht begeistert. Nicht wirklich griffig und für ein Haumesser meiner Meinung nach ungeeignet.

Zu Walther Tec gibt es nicht besonders gute Berichte was die Haltbarkeit angeht (hatte auch nur mal ein kleines Taschenmesser von denen, was wirklich nur Müll war), zu mal die Teile wieder zu martialisch aussehen. Die Haller Machete sieht da schon praktischer aus, aber da würde ich was den Griff angeht doch auch eher zur Condor Thai Enep tendieren, wenn ich diese Form bevorzugen würde.

Nochmal zur Definition... Eine Machete ist für mich immer ein Haumesser gewesen, wenn es da detailliertere Definitionen gibt, lasse ich mich gern aufklären. Zweckbedingt git es sowohl unterschiedliche Klingenformen als auch Klingenstärken. Bei reinem Gras oder Buschwerk, wo eine höhere Schlagfrequenz entscheidend ist und man nicht gleich einen müden Arm haben möchte, sind die Macheten meist 1-3mm stark, mehr ist auch nicht notwendig. Möchte man aber auch mal öfter Holz (z.B. kleine Bäume) zerteilen und muss nicht hunderte Male um sich hauen, macht eine stärkere Klinge >5mm mehr Sinn.
Für meine Anwendung kommt also zweitere Ausführung in Betracht. Egal ob sich das nun Haumesser oder Machete schimpft.

Das Thema Kukri ist für mich aber noch nicht gestorben, wie gesagt, ich werde mir mal eines mit möglichst praktischem Griff besorgen, damit ich auch mitreden kann;)


Alles in allem sind ja einige verschiedene Modelle genannt wurden, ich habe mich auch noch mit anderen befasst, Vielen Dank also an alle:super: Ich gebe dann gern auch einen Erfahrungsbericht zur Condor ab, sobald ich sie habe.
 
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