Reviews zu Bärenmesser-Passaround

Oliver

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AW: Bärenmesser

So, dann möchte ich mal meine Erfahrungen mit dem Bärenmesser aus dem Passaround mitteilen:

Verarbeitungsqualität:
Allererste Sahne! Ich habe selten ein so perfekt verarbeitets Messer in der Hand gehalten. Keinerlei Spalte, unsauber Übergänge oder Unregelmäßigkeiten. Top! :super:

Scheide:
Schlicht, gut gemacht, gefällt mir. Da es eher eine Linkshänderscheide war habe ich sie allerdings nicht wirklich am Gürtel getragen. Für das Tragen mit Rucksack würde sie mir zu hoch sitzen, da stört der Hüftgurt. Aufgrund der "modularen" Bauweise könnte man da aber sicherlich einfach eine altertative Befestigung ergänzen.

Klinge:
Ich liebe hohe, schmale Klingen mit Flachschliff. Vor allem aus nicht rostfreiem Stahl. Diese war wirklich scharf! Als meine bessere Hälfte damit einen Weintraubenzweig durchgeschnitten hat war ihr einziger Kommentar: Ach so! :haemisch:
Vor dem Weitersenden habe ich es lediglich auf dem Lederriemen mit Stahlfix ganz leicht abegezogen. Es hat sehr schnell eine schöne Patina angesetzt.

Aufgrund der sehr feinen Klinge habe ich mich allerdings nicht getraut, es härteren Outdoor-Einsätzen auszusetzen. In der Küche und als Vespermesser ist die Klinge nur so durch Fleisch, Tomaten, Möhren, Käse, Schninken etc. durchgeglitten.

Jetzt der Grund, warum es meine Küchenmesser dann doch nicht ersetzt hat:

Griff:
Der Griff ist auf den ersten Blick wohl das Auffälligste an diesem Messer. Er ist perfekt verarbeitet und passt perfekt in meine Faust (Handschuhgröße 11 bei schmalen Fingern). Aber eben nur in die Faust. Der perfekte Griff für grobe Arbeiten. Mit kleineren Händen evtl. auch mit Handschuh. Aber bei feineren Arbeiten greife ich gerne kürzer bzw. stütze mich seitlich an Griff oder Klinge mit dem mittleren Glied des Zeigefingers ab (war das jetzt verständlich?). Und das geht aufgrund der Griffform nur schlecht. Zudem besteht die Gefahr, dass man dann dabei an das sehr scharfe und recht spitze Ende der Schneide kommt. Da muss man halt aufpassen. Ich hätte mir den vordersten Teil des Griffs etwas schmaler und gerade gewünscht. Meiner Meinung passt der Griff für genau eine Haltung und das perfekt, aber es ist kein Allrounder und bestimt kein Griff für jeden.


Fazit:
Toll verarbeitetes Messer! Der Griff hat mir für genau eine Haltung gepasst. Meiner Frau war er generell zu voluminös. Die optimale Griffhaltung des Messers wird eher bei gröberen Arbeiten benötigt, dafür war mir aber die die Klinge schon fast zu filigran. Ich denke, bei dem hohen Anschliff wäre auch ein mm mehr Klingenstärke drin gewesen, ohne dass die Schneidfreudigkeit zu sehr gelitten hätte. Wenn der Griff etwas schmaler und etwas weniger bauchig wäre, wäre es wesentlich allroundtauglicher.

Vielen Dank für den Test dieses wirklich schönen Messers. Leider bin ich nicht dazu gekommen Fotos zu machen:mad:. Sorry.
 
Last edited:
Hallo Passaround-Kollegen,

ich habe einen neuen thread hier aufgemacht, damit die Berichte der Teilnehmer nicht in der Galerie landen - schon vorhandene posts werde ich hierher verschieben und den link von Philipp editieren! ;)

Gruß
pevau57
 
Hallo, hier ist mein Testbericht:

Erster Eindruck:
Wow! Wirklich ein sehr elegantes Messer! Stimmige Linienführung und edle Materialien machen dieses Messer zu einem echten Hingucker!

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Klinge:
Stahl:
Da das Messer eine Klinge aus nicht-rostfreiem Stahl hat, hatte die Klinge schon eine schöne Patina, als sie bei mir eintraf. Und die Klinge ist wirklich sauscharf! Der „Papiertest“ wurde mit einem leisen „sssssst“ gemeistert. Genauso alle anderen Schneidaufgaben, die ich dem Messer gab: Brot, Brötchen, Gemüse (Tomaten, Möhren), Käse, Wurst, Obst (Äpfel) waren kein Problem und lagen kurze Zeit später in Kleinteilen vor mir.
Klingenform:
Gerade der wirklich hochgezogene Flachschliff in Zusammenarbeit mit der dünnen Klinge sorgte für echten Spaß in der Küche oder als Vespermesser. Wie ich schon postete, war die Spitze der Klinge schon minimalst verbogen, als sie bei mir eintraf. Aus diesem Grunde habe ich es dann auch gelassen, das Messer stärkeren Belastungen (z.B. Outdooraktivitäten) auszusetzen.
Ich habe die Klinge vor dem Weiterversand nur kurz auf dem Leder abgezogen, da mehr einfach nicht nötig war und als Korrosionsschutz leicht eingeölt.

Griff:

Der Griff aus Amboina und Ebenholz ist wirklich ein Traum! Die Materialien sind absolut edel und tadellos verarbeitet. Es sind keine Spalten oder Übergänge zu spüren. Die Hölzer sind sehr schön poliert, gerade das Ebenholz schmiegt sich geradezu in die Hand. Die bauchige Griffform erinnert mich ein wenig an die eines Outdoormessers, da sie das führen des Messers in der geschlossenen Faust unterstützt. Die Klinge mag nicht ganz dazu passen (s.o.), nichtsdestotrotz ist sauberes und angenehmes Arbeiten ohne Probleme möglich.

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Scheide
Die handgemachte Lederscheide passt sehr gut zu dem Messer. Es verschwindet fast völlig darin und sitzt dadurch sicher. Die Lederscheide ermöglicht sowohl vertikales wie horizontales Tragen. Leider ist sie für einen Linkshänder gemacht und so kann ich zu den EDC-Trageeigenschaften wenig sagen.

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Zusammenfassung:

Ein wirklich tolles Messer aus edlen Materialien und in sehr schönem Design. Es war wirklich ein Vergnügen, dieses Messer testen zu dürfen!
Zum Schluß stellt sich mir nur noch die Frage, wie das Messer zu seinem Namen kommt?
 
Last edited:
Der voluminöse, konturierte Griff fiel erstmal ins Auge. Ebenholz und Ambonia paßt super zusammen.
Die Fibereinlagen sind ein weiteres Highlight. Sauber verarbeitet, schöne Rundungen.
Steckerl und aufgesetzte Backen finde ich 'ne sehr gelungene Alternative, vor allem, wenn so sauber gemacht wie beim Bärenmesser, zur Zwinge.

Im Hammergriff lag er super in der Hand. Mit trockenen Händen war er jedoch etwas glatt, waren sie Griffel ein bissel feucht, war schluß mit rutschig.

Die Geometrie (dünne, hohe Klinge mit Flachschliff) und der 2519 sind schon eine super Kombi – die Klinge war rattenscharf.
Das der 2519 nicht rostfrei ist, sah man an der sich bildenden Patina.
Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber mir gefällts, zumal ich auch 2519-Fan bin.

Aufgrund der feinen Geometrie hab ich das Messer auch nicht für's Grobe rangenommen,
in der Küche schlug sich das Bärenmesser, wie zu erwarten, super.
Einzig der schöne Griff ist für längere Küchenarbeit ein bisserl zu mächtig, hier würd ich was schlankeres vorziehen.

Die zweiteilige Lederscheide war sauber verarbeitet, der abnehmbare Gürtelhalter nahm die Scheide entweder horizontal oder vertikal auf.
Tolle Idee und gelungene Umsetzung.

Das Bärenmesser ist ein schönes Messer mit vielen tollen Details in erklassiger Umsetzung:super:


Vielen Dank für's Testen dürfen.
 
Der Bärenmesser-Passaround hat mir richtig Spaß gemacht, die Verweilzeit war nur leider zu kurz. Ich will nicht mit Wiederholungen langweilen, deshalb meine streng subjektiven Eindrücke:

Die schlanke Klinge schneidet einfach wunderbar, die große Klingenhöhe finde ich zwar ästhetisch nicht ideal, sie kommt aber dem Kücheneinsatz sehr entgegen. Der Griff ist ein echter Handschmeichler, hat nur – wie bereits erwähnt – etwas viel Volumen, wenn man keine sehr großen Hände besitzt.

Am wenigsten gefallen hat mir die Scheide, die m. E. aus etwas wertigerem Leder gefertigt werden dürfte. Unter dem Befestigungselement fand ich auch bereits einen Schnitt in der Scheide, der wahrscheinlich beim nicht präzisen Einstecken des Messers entstanden ist ... und das passiert schnell, weil die Scheide das Messer nicht wirklich präzise führt. Außerdem halte ich eine Querbefestigung am Gürtel zwar für eine nette Option, bei einem Messer dieser Größe aber nicht wirklich für praktisch. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Allen folgenden Testern kann ich nur ebenso viel Spaß wie mit mit dem Messer wünschen.
 
Ich bin mit meinen Passaround-Reviews diesmal leider ein bisschen spät dran. Aber jetzt bin ich soweit ;-). Das Bärenmesser:

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Das Bärenmesser überzeugt sofort mit seiner schneidfreudigen Geometrie. Dünne, hohe Klinge, hochgezogenen Flachschliff und Kohlenstoffstahl – mehr muss man dazu nicht sagen. Das Messer kam mit mehr als überzeugender Schärfe hier an. Das Fleischschneiden in der Küche hat großen Spaß gemacht und auch meine Frau war verblüfft, wie mühelos sich das Messer durch die Putenschnitzel ziehen ließ.

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Der Name des Messers und der Griff lassen vermuten, dass ursprünglich jedoch eher für die Jagd konzipiert wurde. Ich selbst jage nicht und habe auch keine diesbezüglichen Erfahrungen, aber ich würde vermuten, dass die feine Klingengeometrie hier nicht robust genug ist. Insbesondere bei der wirklich dünn ausgeschliffenen Spitze hätte ich Sorgen. Dass diese empfindlich ist, sieht man daran, dass sie hier bereits mit einem kleinen Knick ankam. Als Outdoor-Vespermesser sorgt es jedoch bestimmt für viel Freude.

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Die Verarbeitung des Messers fand ich persönlich sehr gut, Finish von Klinge und Griff gelungen. Auch die ausgewählten Materialien haben mir gut gefallen. Rein optisch hätte mir es besser gefallen, wenn die „Backe“ nur mit einer Niete befestigt und die Kante zum restlichen Griff ebenfalls schräg (parallel zur vorderen Kanten oder zum Ricasso) gewählt worden wäre. Das hätte den dynamischen Eindruck vielleicht noch etwas verstärkt. Den Bauch im Mittelteil des Griffs fand ich persönlich etwas zu ausgeprägt, ansonsten lag der Griff satt und angenehm in der Hand.
Die Mulde am Griffende ist optisch ein weiteres Highlight. Ansonsten kann man hier natürlich im Reversegrip wunderbar den Daumen reinlegen. Wegen der feinen Spitze ist das jedoch eine Haltung, die sich funktional nicht unmittelbar anbietet.

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Ich habe das Messer nicht getragen, so dass ich mich von der Praxistauglichkeit der Scheide nicht überzeugen konnte. Die grundsätzliche Idee, die Möglichkeit verschiedener Trageweisen, so zu lösen hat mir jedenfalls gefallen. Die Scheide ist gut verarbeitet, aber dickeres bzw. besseres Leder hätte ihr auf jeden Fall gut zu Gesicht gestanden.

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Insgesamt war das ein schönes Messer, das seine Stärken beim Schneiden überzeugend ausspielen kann. Danke für den Passaround und die Testmöglichkeit.
 
Bin auch ein wenig spät dran, aber besser spät als nie. :p

Im Gegensatz zu den bisherigen Testern bin ich Linkshänder, kann also was zu den Trageeigenschaften sagen. :steirer: Ich habe das Messer quer auf dem Rücken getragen, die einzige Möglichkeit es verdeckt zu tragen. Das ging, aber der voluminöse Griff drückt beim Sitzen schon ziemlich. Ein echtes EDC kann es mit der Scheide eher nicht werden.

Zu Schärfe und Handlage muss nicht mehr viel geschrieben werden, beides klasse. Einen kleinen Schönheitsfehler habe ich dennoch gefunden: der Klingenrücken ist nicht verrundet, was zumindest bei mir den Daumen irritiert hat. Das dürfte aber schnell abzustellen sein.

Insgesamt ein wunderbares Messer, danke für die Chance es testen zu dürfen.
 
Ich habe das Messer zwar noch, aber da es morgen wieder auf die Reise geht, kann ich ja schon mal etwas dazu schreiben.

Ich habe die Tauglichkeit als Jagdmesser getestet und hatte das Glück, dass ich in der woche zwei Damhirsche geschossen habe, die ich mit dem Messer komplett versorgt habe, d.h. Aufbrechen, Abziehen, Zerlegen.

Nun zu meinen Eindrücken:

Klinge: Ich habe schon öfter mal ähnlich dünn ausgeschliffene Klingen benutzt, und die Ergebnisse waren je nach WB und Stahl sehr unterschiedlich. Deshalb war ich schon gespannt. Die Klinge hat sich da sehr gut geschlagen. Mein Bruder wollte zum Öffnen des Brustkorbes schon eine Zange holen - das Messer ging aber durch den Knorpel wie durch Butter. Nach den zwei Hirschen konnte man an der Schneide zwar Gebrauchspuren erkennen, aber nach einer kurzen Behandlung auf der Lederscheibe rasiert das Messer wieder einwandfrei. Für eine optimal geschlossene Klinge müsste sicher nachgeschliffen werden, aber das wäre bei Messern mit breiterer Geometrie auch fällig.
Für ein optimales Jagdmesser ist die Klinge für meinen Geschmack zu lang und etwas zu hoch.

Griff: Tolle Optik, DAS hervorstechende Merkmal an dem Messer. Der Griff ist für meine Hände deutlich zu groß (Handschhgröße 9). Die Geometrie fand ich für ziehende Schnitte gut, für das Arbeiten über Kopf nicht optimal.

Scheide: Ich trage Messer nicht am Gürtel sondern nur in der Messertasche der Lederhose. Dafür war die Scheide aber zu breit. Ich habe es also im Rucksack gehabt und da reicht es halt, wenn irgendetwas um die Schneide liegt. Das Leder ist für meinen Geschmack zu dünn, das hat aber eher optische Gründe.

Gesamtfazit: Gelungenes Messer, eher Allrounder als reines Jagdmesser. Super schneidfreudige Klingengeometrie mit sehr gelungener Wärmebehandlung.

Vielen Dank für die Testmöglichkeit

Gruß

Uli
 
Ich bitte um Entschuldigung für das späte Review.

Aus meiner Sicht ein großartiges Messer.
Schon der erste optische Eindruck sagte mir das, und beim in-die-Hand-nehmen bestätigte sich das Gefühl, einen Arbeiter testen zu dürfen. Das Volumen des Griffs mag handgrößenabhängig unterschiedlich gewertet werden, bei mir hat's gepaßt. Das "Da hat man 'was in der Hand!" ist hier durchgängig positiv belegt.

Alle anfallenden Arbeiten (die täglichen für ein EDC sowieso, dazu verstärkt Küchenarbeiten und alles das, was man im Herbst so in einem wild wachsenden Garten zu tun hat) haben mit diesem Messer Spaß gemacht. Es ist auf Grund der dünn ausgeschliffenen Klinge kein Hebelwerkzeug (aber dazu verwende ich ein Messer sowieso höchst selten), dafür schneidet es um so besser. Um beispielsweise alte Stauden im Garten zu entfernen (mehrere vertrocknete Pflanzenstengel mit einem Mal), kann das Messer durch den sicheren Griff und die dünne Klinge punkten. In der Küche kann es natürlich ein eingefleischtes Küchenmesser nicht ersetzen, dazu ist in diesem Falle die Klinge zu kurz, aber auch hier keine Probleme mit Griff und Griffhaltungen, mit der Schärfe und Schnitthaltigkeit der Klinge sowieso nicht.
Ein sehr schöner Allrounder.

Diese Art Klingenform gefällt mir. Keine Probleme beim Nachschärfen, kein störendes Recurve, keine ohne Trennung direkt am Erl endende Schneide, bei der ich dann irgendwann den Erl am Ricasso mit rundschleifen muß, keine Schleifkerbe, die haken könnte, einfach gelungen. Einziger Kritikpunkt hier der nicht verrundete Klingenrücken (ist ja auch schon angesprochen worden). Da gab es noch scharfe Kanten.

Zu den Materialien und ihrer Verarbeitung ist schon alles gesagt. Ebenholz mag ich sowieso (nur nicht so sehr beim Verarbeiten), in der Kombination mit den anderen Materialien im Griff sehr schön anzuschauen und auch anzufassen. Hier merkt man, daß auch ein polierter Griff durchaus sicher in der Hand liegen kann, auch bei nassen Händen.

Die Scheide ist sauber verarbeitet. Der Köcher, der verschiedene Tragearten am Gürtel ermöglicht, paßt nicht für Rechtshänder, das wäre aber leicht zu korrigieren. Daß die Gürtelschlitze zu schmal für meine Gürtel sind, konnte der Hersteller nicht wissen. Ein dickeres Leder für die Scheide wäre wohl zu überlegen, auch die Konstruktion am Scheidenmund, die die Klinge nicht sofort sauber führt. Mir ist es öfter passiert (und offensichtlich meinen Vortestern auch),daß die Schneide nicht über den Keder, sondern in das seitliche Leder lief. Bei lacis' drittletztem Foto ist das ansatzweise zu sehen.

Insgesamt habe ich mich gefreut, dieses Messer testen zu dürfen. Es hat Spaß gemacht. Danke!

Ach so, ich habe zwar Fotos gemacht, aber keine besseren, als von meinen Vorgängern schon gepostet. Deshalb verzichte ich auf deren Veröffentlichung.
 
Moin,

nun auch von mir ein paar Worte zu dem Messer.
Ich habe es bewusst übers Wochenende behalten, um es mit zum Treffen nach HH nehmen zu können.
Die Resonanz war durchweg positiv. :super:

Da ich leider keine Scheide fand, die mir ein Tragen des Messers rechts am Gürtel ermöglicht hätte, habe ich es anfangs in die die Beintasche verfrachtet und dann ab dem zweiten Tag aus Angst vor Verlust zu Hause gelassen.
Letztlich ist es dann als Brötchenmesser in der Küche gelandet.
Außer der Warnungen meiner Frau an Sohnemann, doch bloß vorsichtig mit dem scharfen Ding zu sein, gabs keine Klagen ;)

Schärfe und Anschliff lassen die dünne Klinge spielend durch alles gleiten, was ihm vor die Scheide kommt.
Ich habs wohl mal übers Leder gezogen. Weiteres Schärfen war nicht notwendig.

Der Griff sieht sehr gut aus. Für meinen Geschmack hätte er einen kleinen Tick weniger Volumen haben dürfen. Aber sowas ist halt extrem subjektiv und ja auch problemlos anpassbar.
Das war auch die Meinung einiger Kollegen in HH. Entweder der Griff passte perfekt oder war leicht zu dick.

Mit der Scheide konnte ich leider nix anfangen. Die Idee mit der "Muffe" fand ich jedoch recht originell.
Für den nächsten PA ;) lässt sich so ja problemlos sowohl für Links- wie Rechtshänder die passende Muffe beilegen oder gleich beidseitig mit den entsprechenden Schlitzen versehen.

Vielen Dank fürs Testen dürfen :super:

Willi
 
Hallo,

vielen Dank für die bisherigen Reviews! Freut mich zu hören, dass euch das Messer gefällt.

Die Verbesserungsvorschläge, die Ihr mir gebt, lasse ich in meine Zukünftigen Messer einfließen. Die ersten beiden, die von dem Passaround profitieren, sind heute fertig geworden: http://www.messerforum.net/showthread.php?t=77268
 
Hi,

als ich das Paket mit dem Bärenmesser aufgemacht habe hat mich die Grösse doch überrascht.
Die hohe Klinge in Verbindung mit dem voluminösen Griff wirkt doch recht wuchtig, die ehr dünne und hoch angeschliffene Klinge bildet da einen guten Kontrast.

Die Scheide ist gut verarbeitet, und lässt sich auch gut tragen, nur ist meine linke Hand motorisch weit hinter der rechten zurück, was sich mit der Scheide nicht gut verträgt. :irre:

In der Küche hat sich das Bärenmesser aber bestens bewährt, ich konnte es meiner Frau nur mit Mühe abnehmen, und musste versprechen die Küchenmesser alle nachzuschärfen. :p

Das die Klinge Scheidfreudig ist überrascht nicht, zur Schnitthaltigkeit kann ich nur sagen das ich es lediglich einmal, etwa zur hälfte der Testzeit über den Riemen gezogen habe.
Wirklich nötig war es nicht, aber ich wollte es einmal gemacht haben.


Das Messer besetzt seine eigene Nische und ist von Konzept her schon selten, für ein Jausenmesser ist es mir zu wuchtig, als Camping/Outdoormesser ist mir die Klinge zu dünn, und als Küchenmesser wäre mir der Griff zu dick.

Es ist aber schön wenn ein Messermacher etwas macht was nicht in die gängigen Schubladen passt, und seinen eigenen Stil entwickelt. :super:

Optisch finde ich das Messer immer noch wunderbar. Eine schöne Kombination der Materialen am Griff in Zusammenspiel mit der guten Verarbeitung ergeben einen Augenschmaus.

Vielen Dank an pmg für den Passaround.



Grüsse, Alex
 
Hallo,
hier mein Bericht zum Bärenmesser. Leider konnte ich aus Zeitgründen diesesmal nicht so ausgiebig testen wie ich mir das gewünscht hätte.

Mir ging es vor allem darum, mir diese Kombination aus Backen und Steckerl näher anzusehen, die mir schon bei der Präsentation von mehreren Messern von pmg aufgefallen ist.
Was mir schon auf den Fotos gut gefallen hat war in der Realität fast noch schöner. Zudem fasste es sich auch noch gut an. Der füllige Griff lag sehr gut in der Hand, etwas schlanker hätte er vielleicht ausfallen dürfen.

Ansonsten fiel mir neben der ausgezeichneten Schärfe auf, dass doch schon einige Gebrauchsspuren ihren Weg an das Messer (sowohl Griff als auch Klinge) gefunden hatten. Die sehr dünn ausgeschliffene Klinge rasierte problemlos, allerdings ist sie wohl auch für die beschädigte Klingenspitze verantwortlich.

Die Scheide war dem Messer meiner Meinung nach, in keiner Weise angemessen. Das Leder war etwas zu dünn gewählt, der Keder bereits reichlich zerschnitten (was für unschöne Krümel auf der Klinge sorgte), die "Schlaufe" hätte etwas niedriger und strammer sitzen dürfen. Allerdings wurde ja bereits erklärt das es sich hierbei um ein Provisorium handelt.

Danke für die Möglichkeit, so ein schönes Stück mal in Händen halten zu dürfen.

Gruß Th.




PS: nein, ich habe keine Nüsse damit geknackt :D
 
Hallo,

und auch ich bedanke mich für das Testen dürfen.


Das Messer ist sehr gut verarbeitet :super: - keine Spalten oder spürbare Übergänge im Griff. Dieser ist auch sehr schön geformt und fühlt sich gut an. Und obwohl auch ich kleinere Hände habe, hatte ich nicht das Gefühl das der Griff für mich zu groß ist.

Die Scheide habe ich nicht verwendet.
Ich habe mit den Bärenmesser lediglich etwas Gemüse in der Küche zerkleinert. Das ging natürlich wie durch Butter und hat mich daran erinnert das ich meine Küchenmesser dieses Jahr noch gar nicht geschärft habe :glgl:
Schärfen war nicht notwendig - hat immer noch rasiert.


Christoph
 
Das Bärenmesser​
Was (zu) lange währt, wird endlich gut...mea culpa. Aber dass ich das Messer getestet habe, soll nicht vollkommen unbemerkt bleiben. ;)

1. Design

Bei diesem Messer fällt es mir schwer etwas zu schreiben, was noch nicht im Vorstellungsthread gesagt wurde, außer einer Kleinigkeit: Es ist noch schöner das Messer in der Hand zu halten als es anzusehen!^^ Die Materialkombination des Griffes ist großartig und wunderschön, die Klinge hat einen klasse Schwung und harmoniert wunderbar mit den Formen des Griffes. Ich könnte jetzt noch weiterschwärmen, aber ich lass es lieber…
Die Scheide passt hervorragend zu dem Messer und bildet mit ihm eine wunderbare Einheit.

2. Performance & Funktion

Die Klinge des Bärenmessers ist schon fast beängstigend dünn ausgeschliffen, was sie in Kombination mit dem 1.2519 zu einem Schneidteufel macht. Die meisten Sachen fallen schon fast von alleine auseinander, wenn sie des Bärenmessers angesichtig werden…so soll es sein. Leider stellt man dann selber auch fest, wie gnadenlos stumpf die anderen Küchenmesser (und nicht nur die) im Verhältnis zum Bärenmesser sind. Ob das Messer für den Outdooreinsatz zu filigran ist von der Geometrie vermag ich nicht zu beurteilen, Sorgfalt würde ich aber empfehlen.

3. Verarbeitung

Was bin ich froh, dass ich doch tatsächlich was gefunden habe, was das Messer von der Perfektion trennt, und dafür musste ich ziemlich pingelig sein. Das Ebenholz hat ein, zwei kleine Stellen, es könnte dabei allerdings auch nur einfach um Fehler im Holz handeln.^^
Ansonsten ist das Messer exzellent verarbeitet, der Schliff der Klinge ist großartig geworden die Klinge selbst wunderbar gearbeitet. An der Schneide ist die Klinge sehr fein ausgeschliffen…so um die 0,2 mm genau zu sein.

4. Fazit

Am liebsten würde ich dieses Messer gar nicht weiterschicken, aber ich habe ja keine Wahl. Es ist wundervoll zu sehen, was abseits von nie rostenden und immer scharfen Messern mit Walzlaminat möglich ist…

Ein herzliches Dankeschön an Philipp an dieser Stelle, dieses Messer ist ein Traum und ich durfte es testen…im Anhang noch ein Paar Fotos (Rest ist zu schlecht). Außerdem muss ich mich dafür entschuldigen, dass mein Bericht erst jetzt kommt, ich gelobe Besserung.

Viele Grüße,
Carsten

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@Morales:
Danke für das späte, aber sehr ausführliche Review!
Die kleinen Fehlstellen am Ende des Griffes sind 3 Wurmlöcher, die ich erst bemerkt habe als der Griffblock schon verklebt war.
 
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