Verlängerungsmesser - wie stabil oder nicht und wie selber bauen

Geonohl

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Ich finde die Verlängerungsmesser sehr interessant,
nur bisher waren sie mir immer zu teuer, für die Wackeligkeit die ich bisher erfahren habe.

Ist die Mechanik, (oder welche Ausführung) wirklich belastbar? Ich traue denen weniger zu als normalen Klappmessern.
Bitte endkräftige das Gefühl mit Beispielen; gern auch mit Innenansichten der Konstruktion.

Ich würd mir gerne eins zulegen, aber wenn ich immer denke, daß es auseinanderfällt, geht das nicht.
Die Klassiker mit geperltem Hirschhorn und Messing finde ich angenehm zu sehen.
Vielleicht gibt es ja auch modernere die nicht ne Tonne wiegen aber mit einem anderen Konzept stabil(er) sind.
Gibt es vielleicht einen Bausatz, wo ich mich überzeugen kann?

Da die ja keine feststehenden Messer sind und Werkzeuge und meist beidhändig zu öffnen,
dürfte häufig auch die BRD Rechtslage dem Tragen nicht entgegen stehen.
 
Das Problem ist halt, dass die ganze Konstruktion von der Stärke der Klingenachse abhängt, welche bei den meisten Verlängerungsmessern auch nicht viel stärker ausfällt als bei z.B. nem "Buck 110".
Meiner Meinung nach sind die Teile eher repräsentativ als praktisch.
Ich würde nicht versuchen, mehr als nur kleine Zweige damit zu hacken, geschweige denn, ein Wildschwein abzufangen...:argw:
 
Im eingeklappten Zustand wackelt meins (alt, gebraucht gekauft) wie ein Lämmerschwanz, im ausgeklappten Zustand steht es bombenfest.
Keine Ahnung warum.
Zur Stabilität kann ich sonst nichts sagen. Ist halt ein Klappmesser und kein Buschmesser.

Ich stell mir jetzt grade die Frage ob ich ein Messer mit der gleichen Geometrie zum hacken benutzen würde/könnte wenn es ein Fixed wäre? :unsure:
 
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Ist die Mechanik, (oder welche Ausführung) wirklich belastbar?
Belastbar für was? Für den gedachten jagdlichen Zweck sicher: schneiden, zerlegen, abnicken (klingt besser als stechen). Hacken verbietet sich weitgehend von allein, wie bei jedem Klapper.

Im eingeklappten Zustand wackelt meins (alt, gebraucht gekauft) wie ein Lämmerschwanz, im ausgeklappten Zustand steht es bombenfest.

Das findet sich bei vielen Vintage Backlocks. Scheint mir konstruktiv gewollt. Entscheidend ist doch, dass es geöffnet fest ist.

Abu
 
Ich stell mir jetzt grade die Frage ob ich ein Messer mit der gleichen Geometrie zum hacken benutzen würde/könnte wenn es ein Fixed wäre? :unsure:
Ja, die Geometrie scheint meist nicht dolle zu sein, da währe was anders Besser.
Wie sieht es mit dem modernen Modell von Böker aus?
 
Wenn ich wüsste wie, hab ich schon gedacht eine der langen Bajonettklingen, die ich noch liegen habe, zu einem Verlängerungsmesser zu machen. Das hätte zwar auch die nicht so dolle geometrie aber die Klingen han ich eben. Dünnerschleifen geht ja auch immer.

Ich hab überlegt das ein Griff aus 3mm Stahl zum U gebogen vielleicht (wie bei dem Merkartormesser) dafür geeignet währe.
(Mit Löchern drinn damit es leichter wird? Welche Grifschalen?
Dann hat man einen festen Griff, aus den auf beiden Enden eine Klinge herausschauen könnte, aber welche Mechanik?
 
Beim Böker ist die Klingenwurzel deutlich länger und ragt tiefer in den Griff hinein, das gibt bei seitlicher Belastung mehr Stabilität.
Dennoch bleibt das Problem bestehen, dass die ganze Konstruktion nur an der Klingenachse belastet wird, wie bei jedem anderen Klapper halt auch...
 
Wenn du so was selber bauen willst und das möglichst stabil verriegelnd, dann mach einfach ne Bohrung in die Griffschalen, in die du einen Bolzen einschrauben kannst um die Klinge zu arretieren. Keep it simple...
(Beispiel: WithArmour "Professional Mercenary")
Allerdings musst du dir noch was einfallen lassen, damit die Klinge nicht permanent an einer Stelle im Rahmen anschlägt (zugeklappt).
 
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Beim Böker ist die Klingenwurzel deutlich länger und ragt tiefer in den Griff hinein, das gibt bei seitlicher Belastung mehr Stabilität.
Dennoch bleibt das Problem bestehen, dass die ganze Konstruktion nur an der Klingenachse belastet wird, wie bei jedem anderen Klapper halt auch...
Nun, bei Schrauben reicht ja auch nach der Regel der 1,2fache Durchmesser als Länge für die Gewinde (ich mein bei normalem, bei Feingewinde nur der einfache Durchmesser)oder war das noch weniger?
Bei den neuen mit 3D gedrucktem Titangriff reicht ja auch ein Stümmelchen von Angel.
Ich sehe eher die Schwierigkeit wie das in beiden Positionen nicht wackelt (vielleicht die Klingenflanken im Griff als genau passende Führung?) .
 
Ich sags mal so, die Dinger sind dekorativ, ne nette Spielerei und die perfekte juristische Grauzone um Polizeibeamte zu ärgern...;)
Aber praktisch sind sie meiner Meinung nach nicht.
 
Was für eine Veriegelung habe die mit dem Hebel eigentlich?
Ist das eine Art Buttom Lock?
(Ich meine jetzt nicht die mit Linerlock)
 
Grundsätzlich wirken ja im Vergleich zu einem normalen Klappmesser wegen des längeren Hebels in eingeklapptem Zustand beim Verlängerungsmesser deutlich höhere Kräfte, wenn man es in eingeklapptem Zustand nutzt. Keine Ahnung, ob das in der Praxis eine Rolle spielt, aber ich wollte das hier mal einwerfen. ;-)
 
Im eigeklappten/wackeligen Zustand sind die Dinger noch halbwegs angenehm zu benutzen.
Im ausgeklappten Zustand wirken sie zwar maximal imposant, aber leider geht der angedachte Nutzen dabei flöten...

Was will ich mit nem Messer, das ausgeklappt wie ne Machete wirkt, aber beim hacken bricht, bzw. keinen Stoss abfangen kann, weil die ganze Energie von nem 1-2,5mm starken Pin der die Klinge hält, aufgefangen wird...

Sieht nett aus, tolles Sammelobjekt aber praktisch: "born to lose". (n)
 
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