Victorinox Fibrox Kochmesser 20cm

knifeaddict

Premium Mitglied
Moin

Ich hab gerade ein Messer zum Schleifen bekommen und wollte die Gelegenheit nutzen es hier mal vorzustellen.
Warum ? Ist doch nur ein einfaches , günstiges Messer das man überall bekommt.......eben nicht.

Das Victorinox Fibrox bzw die ganze Serie halte ich persönlich für das beste Einsteigermesser für WG's , Ab und zu mal Köche usw
Das Teil bekommt man häufig unter 30.-
Und es schneidet echt anständig !


Der Griff ist super bequem und die raue Oberfläche ist echt praktisch bei nassen Händen .
Keine scharfen Kanten....es sieht günstig aus...fühlt sich aber fertig an...
Ideal für Wiege und Druckschnitt...also die typischen Techniken in der Küche
Der Werksschliff ist natürlich grob...Maschine halt....aber schon erstaunlich scharf und sauber

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Wer noch die Konditorsäge und ein Schnippelmesser dazu nimmt ist eigentlich für alles gerüstet...
Und das deutlich unter 100.- EUR

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Zur Pflege langt 1 Stein + Wetzstahl....einmal richtig...das kann man noch vererben

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In welcher Liga spielt das eigentlich....
Es schneidet erstaunlich leicht für so eine Geometrie...fast knackfrei durch die Möhre .
Wiegeschnitte gehen richtig schön flüssig. Liegt da zwischen einen groben Güde....aber nicht so fein wie ein Global

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Einmal vernünftig auf einen Naniwa Pro 800 nachgezogen....und schon zeigt es sein Potential

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Der Stahl ist relativ zäh , nimmt sehr schnell eine erstaunliche Schärfe an und verträgt auch mal Grobes .
Die Standzeit ist anständig und mit Wetzstahl wirklich sehr lange haltbar.


Fazit :

Für unter 30.- EUR ein Schnäppchen ...für sehr viel absolut ausreichend.
Easy zu schärfen...was braucht man mehr

Gruss

Micha


Gruss

Micha
 

Harry_W

Mitglied
Habe mir die extra breite Variante (5.2063.20) vor 3 1/2 Jahren gekauft. Sollte vor allem als Übungsmesser für das Freihandschärfen dienen, bevor ich mich an meine teureren Messer (Dick, Güde) herantraue. Seitdem benutze ich das Victorinox fast ausschließlich, weil der fehlende Bart beim Pinchgrip besser in der Hand liegt. Nachgeschliffen (auf dem medium Spyderco Benchstone) habe ich das Messer seitdem aber nur zweimal, ansonsten geht es nur kurz über den Lederriemen oder maximal ein paar Züge auf den feinen Spyderco Benchstone und das war's. Obwohl der Stahl butterweich ist, hält er die Schärfe doch sehr ordentlich, wenn man mit dem Messer vernünftig umgeht. Aufgrund der geringen Härte ist das Messer bei Bedarf auch sehr schnell geschärft. Ab Werk scheint die Schneidfase leicht ballig zu sein, aber da kann ich mich auch täuschen, habe es nicht per Mikroskop kontrolliert. Nachgeschärft habe ich es mit 'festem' Winkel (so gut ich ihn eben halten kann ... Übungsmesser halt). War eines meiner ersten freihandgeschärften Messer, bei dem die Armhaare flogen.

Da mir die Handlage ohne Bart deutlich besser gefällt als bei 'klassischen' Kochmessern, denke ich darüber nach, meine Dick und Güde Messer zu verkaufen und durch ein oder zwei geschmiedete Burgvogel Messer zu ersetzen.
Außerdem habe ich mir kürzlich noch ein normales 19cm Modell (6.8003.19B) gekauft, bei 17€ frei Haus konnte ich einfach nicht nein sagen. Die höhere Klinge mit ihrem größeren Abstand zum Schneidebrett kommt mir aber eindeutig besser entgegen.

Einziger Kritikpunkt an den Messern wäre der etwas schmale Griff, der bei den Fibrox Modellen in der Mitte zusätzlich auch noch eingekehlt ist. Ich bevorzuge eher voluminösere Griffe. Das stört mich bei allen Fibrox Messern. Ich besitze auch etliche Schäl- und Gemüsemesser. Im Vergleich zu ähnlichen günstigen Messern der Konkurrenz sind mir die Vics eigentlich zu schmal. Aber der günstige Preis und die ordentlichen Klingen (für gestanzte Massenware) sind halt ein Argument. Andererseits kam meine Mutter neulich mit einem gestanzten 'Kneipchen' von Herder vorbei, das einen schön 'fetten' Griff hat und der Stahl macht bisher auch eine gute Figur. Wenn ich die Dinger auch um die 2-3€ finde, bekommen die kleinen Vics ernsthafte Konkurrenz.