Zwingenstahl zum Klingenschmieden?

Woodster

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Hallo an alle Stahlexperten,

als Schreinermeister arbeite ich schon lange mit Holzzwingen verschiedenster Ausführung und Länge, habe mich aber nie näher damit beschäftigt aus was für einem Stahl die Schienen in der Regel gefertigt werden.

Da ich hier ein paar ausgemusterte/ kaputte Zwingen rumstehen habe, frage ich mich nun, ob der verwendete Stahl der Schienen als Klingenstahl in Frage kommt...? Gerade bei der Verwendung von langen Stahlzwingen mit ordentlich Druck ist mir schon immer aufgefallen, dass die Schienen sich zum Teil ganz schön extrem durchbiegen, und nach dem entspannen wieder in den geraden Ursprungszustand zurückkehren (Zumindest bei hochwertigen Zwingen ;), weshalb ich immer davon ausgegangen bin, dass hier eine Art Federstahl (gehärtet) zum Einsatz kommt. Nachdem ich mich jetzt mal auf der Seite von Bessey umgetan habe um ein paar mehr Informationen zu kriegen, weiß ich allerdings nur, dass diese Zwingen aus "kaltgezogenem Stahl" hergestellt werden, leider keine nähere Stahlbezeichnung.

Hat irgendjemand näher Infos oder sogar Erfahrungen mit dem Schmieden aus den Schienen von Tempergusszwingen?

Vielen Dank im Voraus
 
Zwingen aus "kaltgezogenem Stahl"
Kaltgezogener Stahl enthält wenig Kohlenstoff Den verwendet man Für Zaundraht, Nägel und dergleichen.
Tempergusszwingen?
Das ist eine Variante von Gussstahl, ... Bei einfachen Zwingen findet man Backen aus Gussstahl.

Und ob die Schienen der Zwingen geeignet sind weiß ich auch nicht. Aber das könnte Federstahl sein. Kennst du die Funkenprobe?. Und wenn die gut aussieht. kannst du ein Probestück härten.
 
Ich meine mich an ein Gespräch mit einem Menschen bei Bessey zu erinnern, weil ich Ersatzteile suchte, das die Schienen aus kaltgewalztem C45 sind. Aber das ist schon einige Jahre her.
Machte aber auch Sinn, die verwenden diese Schinen ja auch für die Zwingen wo aus der Schiene der feste Arm gebogen wird, und legern bestimmt ungern verschiedenes Material mit dem Sonderprofiel.
Ich würd es probieren, und erst mal grobe Muster machen und härten. (Wenn es nicht hart wird, kann es natürlich auch an der Entkohlung vom Feuer liegen, je nach Feuerführung)
Die werden sicherlich hart werden, nur die schnitthaltigkeit wird nicht besonders sein- das hilft einem zu der Idee mal Aufkohlen zu probieren:hmpf:
 
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