Altes Messer aus Metall,Frenix-Modell

heiddr

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Hallo,
wer ist der Hersteller des Taschenmessers? Konnte bis jetzt nichts finden.
Das Messer ist geöffnet 22,5 cm lang,die Klinge ab Schneide 9,5 cm.Feder ist straff,klappt schnell ein.
Auf der Klinge eingraviert:Frenix-Modell No 3066-1 1/4.darunter das Schulterporträt eines Springbock und die Aufschrift Springbock Greenrose.
Auf der Fehlschärfe ist noch ein GES. erkennbar.Ich nehme an das darunter noch GESCH. steht.(für Gesetzlich geschützt)Ein H ist zu erkennen.
FRENIX steht ja für Franz Frenzel-Nixdorf.Es fehlen aber die beiden F mit Anker.
Vielleicht gibt es ja noch einen Katalog mit einem Bild des Messers?
Grüße Heiko









 

uuups

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GES könnte für "GES Gustav Ebel Solingen" stehen.​

Aber ob die wirklich solche Taschenmesser mal gefertigt haben ist mir nicht bekannt...
 
Zuletzt bearbeitet:

Abu

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Hallo Heiko,
Im Katalog der 20er (?) habe ich nichts gefunden. Aber bei der Beschaffenheit des ganzen Messers denke ich auch eher an 1938-ca 1944, der Zeit deutscher Besatzung, als die Regie der Nixdorfer Manufakturen unter Solinger Aufsicht lief, so drücke ich es mal aus.
FRENIX ist Frenzel Nixdorf, soweit klar. Dann war in der Zeit alles möglich: mit und ohne Anker, Czechoslowakia mit DRGM, FRENIX mit dem Auge von Schlieper als Markenzeichen. Anscheinend hast du wieder ein interessantes Zeitdokument in Blech(?) und Stahl ausgegraben, bes. auch mit dem Springbock etc, sieht ja schon nach Export aus!?

Gruß
Abu
 

heiddr

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Hallo uuups,
Gustav Ebel wird es nicht sein, habe nur Bestecke von der Firma gefunden.

Hallo Abu, danke für die Bestätigung meiner Vermutung.
Also ein Frenzel ohne Marke FF. Man lernt nie aus.
Ja, die Griffschalen sind aus starken Blech, nichts eingedellt, guter Stahl.
Nur die braune Farbe ist nicht mehr flächendeckend vorhanden.
Insgesamt ein ziemlich robustes Taschenmesser.
Grüße Heiko
 

Abu

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Heiko,
Mich beschäftigt noch das spezielle Bild des Springbock und Greenrose. Der Bock ist ja alles andere als deutsch, dafür ein Merkmal Südafrikas. Im Rugby nennen sie ihr Team wohl so, auch sonst ist das Tier stark mit der Nation verwurzelt.

Vllt eine symbolische Geste /Ehrerbietung deutscher Produktion für die dort lebenden Buren? Gerade in jener Zeit des 3. Reichs denkbar. Denn ein großer Teil der dortigen Buren lehnte offen die Briten ab, sympathisierte mit den Deutschen. Spekulativ, klar, aber manchmal kommt man dann zu weiteren Ergebnissen.

Abu
 

heiddr

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Hallo Abu,
da könntest du recht haben mit den Verweis auf Südafrika.
War vielleicht eine Anfertigung nur für die in Südafrika stationierten Truppen.
Konnte aber noch nichts im Netz darüber finden.Ich suche weiter.
Grüße Heiko
 
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boogerbrain

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Mal unabhängig vom geschichtlichen Hintergund: Ein wirklich schönes und außergewöhnliches Messer, auch wenn ich nicht so auf Ganzmetallmesser stehe, und mit diesem Bild drauf ein echter Hingucker. Herzlichen Glückwunsch & danke für's Zeigen!