ATS 34 - Eine gute Wahl?

Re: Re: HM

D2 mit 58 HRC? Da musst Du um die 400°C anlassen. Ich bin zwar kein Stahlexperte, halte aber solche hohen Temperaturen für unangebracht
...
Hallo Floppi :cool:
Ich bin zwar auch kein Stahlexperte, aber mich würde interessieren, woher Deine Angaben stammen.

Ich habe meine 2379er alle auf 59HRC härten lassen,
die Anlasstemperatur bei einer Abschrecktemperatur 1060°C
für 58 HRC liegt bei ca. 180°C,
für 59 HRC bei ca. 250°C,
und
bei einer Abschrecktemperatur 1020°C
für 58 HRC bei ca. 350 - 400°C,
für 59 HRC bei ca. 450 - 500°C.

Härtemedium/-verfahren war dabei nicht von Bedeutung !
Diese Angaben stammen aus dem Katalog der Firma Stauber-Stahl.
Warum das so ist, konnte mir hier niemand geanu erklären, ist wohl zu komplex, ich hatte mal einen thread dazu geschrieben.

Gruß Andreas
 
Last edited:
Siehe hier: http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=127

und hier:
1.2379%204b.Seite.jpg


Angaben hier aus dem Forum und www.praezisionsstahl.de und Stahlschlüssel.
 
Last edited:
Jo,
das sind die Kurven, die auch im Stauber-Katalog stehen, die gestrichelte ist lt. Katalog die für 1060°C, und die durchgezogene für 1020°C Abschrecktemperatur.

Gruß Andreas
 
Last edited:
Na toll

Hey Floppi und Flieger,
nicht böse gemeint und nich sauer sein, aber ich werd schon wissen, wovon ich rede. Da ich das ganze in der Praxis ausprobiert habe. Aber man kann ihn ja auch auf 60 HRC hochhärten, aber dann halt viel Spass beim Nachschärfen.



Mark 23:

Du kannst natürlich auch versuchen nen 154 CM zu bekommen, ist ja, wie alle immer so schön sagen eigentlich der gleiche Stahl, wie der ATS 34 (nur ATS 34 is halt asiatisch), und den 154 CM auf 60 HRC hochhärten lassen, da sieht es dann mit der Schnitthaltigkeit scho a weng anders aus. Da kannst Dir dann a weng Zeit lassen mit der Nachschleiferei.

Grüße
 
Last edited:
aber ich werd schon wissen, wovon ich rede.

tolle begründung... böse oder sauer bin ich dir ganz sicher nicht - da braucht's schon erheblich mehr zu, als verschiedene meinungen ;)

gruß chris

edit: ups, zu schnell gelesen - ich hab den praxisteil nicht mitbekommen.
 
Last edited:
Original geschrieben von mark23
@x-blades:

Ich hab den Thread nicht wieder ausgekramt, der Thread stammt aus der Zeit, als ich mich mit der Werstofffrage für mein Messer beschäftigt habe ...
Ich habe mittlerweile mein Messer aus Vanadis 4, es ist TiAlN beschichtet und ich bin super zufrieden (siehe auch meine Signatur unten).

@x-blades:
Nochmal: Ich war's nicht, der meinen Thread wieder hervorgekramt hat, meine Fragen sind seit einem halben Jahr beantwortet. :rolleyes:
Spydiegirl hat bei dem Thema nochmal nachgehakt.

Trotzdem Danke für deine Tips, x-blades - leider steht bereits fest, aus welchen Stahlsorten meine nächsten zwei Messer gemacht werden: Vanadis 4 und 1.3505. Kaufen werde ich auch eins aus INFI. Die drei Sorten dürften schon besser sein als der ATS 34 oder 154 CM.

:)

Gruß

Mark23
 
Re: Na toll

Original geschrieben von x-blades
Da ich das ganze in der Praxis ausprobiert habe. Aber man kann ihn ja auch auf 60 HRC hochhärten, aber dann halt viel Spass beim Nachschärfen.

Also ich bin mit meinen inzwischen 5 selbstgebauten Messern aus 1.2379 (bei 60-61 HRC) recht zufrieden. Richtig scharf kriegt man den mit Diamandpaste problemlos.
Die Fragestellung war hier aber nach einem großen Haumesser und da gibt's nunmal deutlich besser geeignete Stähle als D2. Es geht dabei nicht um die Schärfe oder Härte, sondern schlichtweg um die Zähigkeit.

Du kannst natürlich auch versuchen nen 154 CM zu bekommen, ist ja, wie alle immer so schön sagen eigentlich der gleiche Stahl, wie der ATS 34 (nur ATS 34 is halt asiatisch

Fast der gleiche. ATS34 ist übrigens nicht "asiatisch", sondern wird von Hitachi in Japan hergestellt (und meines Wissens nach nur da). 154CM außerhalb der USA auftreiben wird übrigens relativ schwierig. Das ist so wie Kamele am Nordpol kaufen.
Und warum 154CM oder ATS34? RWL34 ist von der Legierung her vergleichbar mit ATS34, aber ein PM-Stahl.
 
Original geschrieben von mark23
Vanadis 4 und 1.3505. Kaufen werde ich auch eins aus INFI. Die drei Sorten dürften schon besser sein als der ATS 34 oder 154 CM.

Soll ich dazu wirklich was schreiben? :teuflisch - Heute halt ich mal zurück. ;)
 
Original geschrieben von Floppi
Soll ich dazu wirklich was schreiben? :teuflisch - Heute halt ich mal zurück. ;)

gestern wars ja wurscht, aber heute .. :rolleyes:
info`s zu exoten les ich schon gerne.
:argw:

grüsse,..
 
Tja Haudegen, eigentlich bezog sich das auf eher auf die Formulierung "besser als". Da ist wieder die Frage: "In bezug auf was?".

Günter sieht beispielsweise D2 was die Bruchfestigkeit angeht hinter RWL (bei den vorbestimmten Parametern). Wie man aus folgendem Dokument aus der letzten Tabelle entnehmen kann ( http://www.bucorp.com/Products/MoldMaterials/DataSheets/VAN4.pdf ) ist Vanadis 4 tendenziell noch weniger Zäh als D2. Bzgl. Zähigkeit seh da schonmal keinen großen Unterschied mehr zu ATS34.

Bzgl. INFI: Ja, _der_ Wunderstahl schlechthin. 0,5% Kohlenstoff und ca. 8% Chrom. Dazu 1,3% Molybdän und noch ein wenig Vanadium und Cobalt. Toll! :p Zäh mag er sein. Die Verschleißfestigkeit wird bei so einer Legierung aber höchst wahrscheinlich nicht sehr hoch sein. Maximale Härte... für mich schwer einzuschätzen.

Meine Abschätzungen beruhen nicht aus eigenen Erfahrungswerten, sondern aus Material, das andere zur Verfügung gestellt haben. Die Vergleichbarkeit ist schwierig, da die Testbedinungen meist unterschiedlich, bzw. nicht spezifiziert sind. Von daher sind meine Ausführungen alles nur Abschätzungen. Wer Vergleichsmessungen unter identischen Bedingungen produzieren kann: Nur her mit den Ergebnissen. Aber einfach zu sagen "dürfte besser sein als..." halte ich für nicht ausreichend. Und das war die eigentliche Ursache für meinen Kommentar zu Mark23.
 
@Floppi:

Das "wofür" der Stahl besser geeignet sein soll steht in meinem Fall sehr weit oben.

Hier ist übrigens die deutsche Version des von Dir genannten Werkstoffprospektes: Uddeholm Deutschland, Werkstoffprospekt Vanadis 4

Auf Seite 7 kann man alles nochmal nachlesen. Was dabei allerdings in beiden Versionen auffallen sollte: Der Widerstand des Vanadis 4 gegen "chipping" bzw. Ausbröckelung/Bruch ist deutlich höher als der des D2/1.2379 "Sverker 21". Dein "noch weniger zäh" kann ich nicht wirklich nachvollziehen, ich finde, es sieht eher nach einem "in etwa gleich" aus.

Gruß

Mark23
 
Die eigentliche Frage ist nun, auf welche Größenordnung sich Angaben wie "chipping" und "gross cracking" beziehen. Vielleicht kann da ja einer unser Forums-Stahl-Experten was zu sagen.

Mein Übersetzungsprogramm (dict.leo.org) sagt:
chipping - of a cutting edge [tech.] = die Schartigkeit - einer Schneidkante
Von daher würde ich das auf den Mikrobereich (Ausbrüchen von Karbiden) beziehen. 1.2379 soll sehr große Karbide in einer weichen Matrix besitzen. (Zumindest hab ich hier mal im Forum sowas gelesen. :)) Da wäre eine sehr hohe Anfälligkeit gegenüber Schartigkeit nur logisch.

Ich würde mich aber wirklich freuen, wenn hier einer unser Experten mich aufklären könnte....
 
Hier gibt's noch mehr Informationen, besonders wird auch der 1.2379 Sverker 21 (D2) mit dem Vanadis 4 verglichen (Seite 9!) ...

Gruß

Mark23
 
Hallo.

Zum Thema D2 und Vanadis 4 hier noch ein Link:
http://www.uddeholm.de/PRODUKTE/PULVER/PDF_PUL/VANADIS4.PDF

So wie ich das verstehe ist laut den angaben von Uddeholm (Hersteller von Vanadis) Vanadis 4 bezüglich Ausbröckelungen aus der Schneide, und hierauf kommt es bei einem Haumesser doch an, günstiger als D2.

Ich hoffe ich interpretiere die Grafik (pdf Seite 7 unten) richtig.
Man muss aber auch bedenken, dass Uddeholm zwar befangen ist, aber auch nicht mit Fehlinformationen wirbt.
 
Ist sicher befangen, vergleicht aber mit einem eigenen Stahl, das sollte die Befangenheit ausgleichen. Auch die Aussagen eines Entwicklungsingenieurs im Uddeholm Anwendungslabor gingen in die gleiche Richtung.
Und die Erfahrungen mit meinen Messern haben das auch bestätigt.
Der Schneidenwinkel für ein Haumesser aus diesem Stahl sollte bei 25° oder mehr liegen, bei 15° fing er auch an zu "chippen".
 
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