Austritt aus der Deutschen Messermacher Gilde

Original geschrieben von Wolfgang Dell
Der Grund dieser Vorgehensweise seitens des Gilde Vorstandes war der von mir, am 14.11.02 im Messerforum.net geschriebene Beitrag (siehe hier: „wundern über Knifekit ähnliche Customs“).

Deinen Schritt will ich nicht öffentlich werten, Du wirst wissen wie ich Denke.
Da ich aber den thread damals angestossen habe warte ich auch auf eine Unterlassungserklärung der DMG. Kommt da nochwas? Oder eine Abmahnung an Ray. Hehe, hatten wir ja auch schonmal.

Da mich diesbezueglich moralische Bedenken eher weniger belasten, wuerde ich das als eine sportliche Auseinandersetzung ansehen.

Gruesse
Peter
 
Original geschrieben von Wolfgang Dell
@HankEr, ob es dort gut aufgehoben ist??
Viele werden es dann sicher nicht lesen

Richtig. Drum verschieb ichs nochmal. Ich mein, das wäre auch interessant fuers MM, Visier, DWJ, Caliber gewesen. Aber die werden sowas nicht schreiben, weil man ja niemandem weh tun will. Bin ich froh, dass wir hier nicht auf Werbekunden angewiesen sind.

Was an der Sache wirklich dumm ist, ist dass bei ALLEN Mitgliedern der DMG was hängen bleibt. Und das triffts sicher nicht. Aber so ists halt, mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.

Gruesse
Pitter
 
Original geschrieben von Raimund Lhotak
... die Loyalitaet dem Kunden aber auch anderen Gildemitgliedern gegenueber sehr genau
geprueft.

und wie prüfen sie Loyalität, noch dazu sehr genau??? Aber vermutlich der eigentliche Grund für das Schreiben der Gilde, unloyales Verhalten :rolleyes:

Alex
 
Die DGM ist ein Verein, Gilde nennen sie sich blos. Die Rechtsform Gilde gibt es in Deutschland auch garnicht.
Steht auch so in der sehr aufschlußreichen Satzung der DMG:
http://www.deutsche-messermacher-gilde.de/rules.html
Gruss
El

PS: Nicht um des Streites willen, sondern weil es IMHO schon einen Großen unterschied macht ob es eine Gilde oder ein Verein ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
War wohl mein Fehler, dass ich die Gilde als "elitären" Verein bezeichnet habe, sollte nur wertneutral für Vereinigung oder Interessengemeinschaft stehen.

Ich muss meinen oberen Beitrag relativieren:
Es gibt selbstverständlich auch Ausnahmen von "den Leuten, die sich..." - es sind hier im Forum auch noch andere DMG-Mitglieder vertreten, von denen ich sehr gute, andere Eindrücke habe, als die, die von der Gilde als Vereinigung rüberkommen ;)

edit @Heiko:
Da hast Du vermutlich Recht, aber ich möchte selber auch nicht "pauschal mitverallgemeinert" werden, wenn ich zu einer Gruppe gehörte, die in der Kritik steht, ich mich selbst aber anders verhielte, als der Rest dieser Gruppe.

Gruß Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
es sind hier im Forum auch noch andere DMG-Mitglieder vertreten, von denen ich sehr gute, andere Eindrücke habe, als die, die von der Gilde als Vereinigung rüberkommen

Ich denke das die Mitglieder da eh nichts mitzureden hatten. So Aktionen wie die gegen Wolfgang gehen meist vom Vorstand b.z.w. der Vorstandschaft aus. Dazu braucht man keine Zustimmung der anderen Mitglieder.
 
zitat:
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Original geschrieben von Raimund Lhotak
... die Loyalitaet dem Kunden aber auch anderen Gildemitgliedern gegenueber sehr genau
geprueft.
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Vermutlich ist das der Aufhänger für die Abmahnung, wie Madalex schon richtig vermutet.
Für mich ist das aber ein Widerspruch in sich selbst.

Loyalitaet dem Kunden (nicht nur seinem Kunden ) gegenüber setzt voraus, daß auch mal anderen Gildemitgliedern gegenüber Kritik geübt wird und nicht nur alles schön geredet werden muß. Und das ist genau das, was Wolfgang gemacht hat.
Somit ergibt sich für mich der Schluß, daß entweder die Gilde ihre eigene Satzung nicht kennt oder die Einhaltung derselben sogar abmahnt.
 
Ein Armutszeugnis für die Gilde.
Mich würde interessieren ob die Gilde auch gegen andere Mitglieder Schritte unternommen hat (Wojtinowski z.B., oder ob auch Wolf abgemahnt wurde)
 
Hi Wolfgang,

ein mutiger und konsequenter Schritt von Dir, haben ja auch alle anderen schon bemerkt.
Ich habe eine Einladung nach Sindelfingen bekommen, unterschrieben von Wolf Borger 2. Vorsitzender der Gilde.
Wer sind den die anderen beteiligten Vorstandsmitglieder?
Muß einen solchen Antrag der Vorstand einstimmig beschließen oder reicht eine 2/3 oder einfache Mehrheit? Wäre interessant zu wissen wer alles dahintersteckt und wer Dir eher die Stange hält.

Kopf hoch- wenn der Hals auch dreckig ist.

Grüße Camig

P.S. als ich ich mit der Messerei angfangen und mich nach Infomaterial umgesehen habe (hatte noch keinen Internetzutritt) warst Du einer der ersten die ich angeschrieben habe und Du hast mir ohne mich zu kennen oder andere Absicherungen als meine Postadresse zu haben viele tolle Hochglanzphotos von Deinen Arbeiten geschickt die mich als Neuling ebenso beeindruckt haben wie das Vertrauen das mir entgegengebracht wurde. Ich denke das prägt einen irgendwie.
 
@Caming, der erste Vorsitzende kann laut Satzung eigentlich alles selbst entscheiden. Er braucht vorher keine Genehmigung eines weiteren Vorstandes (was ich persönlich als falsch empfinde).

Caming lupf mich doch mal bitte auf das Stühlchen und mail mir deinen richtigen Namen, ich erinnere mich (gerne) an alle jene Leute die sich für meine Arbeiten interessierten.
Gruß
Wolfgang
 
So dann bin ich mal wieder der Erste von der DMG der dazu Stellung bezieht.
Also wo fängt man an?
Ich kenn ja alle Beteiligten an der Geschichte persönlich und bin eigendlich leidenschaftslos wenn sich ein paar die Köpfe kloppen.

Wenn es da nicht das Thema kontinuerliche Qualitätssicherung gäbe was mich schon lange interesssierte.
Mit seiner Meinung das auch eine DMG, unter der Aussage sie steht für höchste Qualität bei der Fertigung von Messern, eine kontinuierliche sicherung dieser Aussage, die auch für den Kunden sichtbar und nachvollziehbar ist, beteiben sollte, geb ich dem Wolfgang vollkommen recht.
Unsere Vereinigung ist zu groß geworden, als dass man mit dem einfachen Buddyprinzip eine lebenslange Qualität sichern könnte.
Für meinen Teil müssen nachvollziehbare Qualitätskriterien her die auch konsequent umgesetzt werden.
Und wenn man sachen von Gildemitglidern hört oder auch selber sieht wie auch ich ich das selbst festgestellt habe und uns noch dazu die Kunden darauf hinweisen, dann ist das schon reichlich spät überhaupt darauf zu reagieren.
Schlimm find ich, dass man einen Weg gewählt hat, der das Thema nicht fördert sondern im Gegenteil, jemand der sich aktiv und bewusst dieses Mißstandes annehmen möchte und in seiner Art als kreativer Förderer versucht für alle eine gute lösung zu inizieren, einfach aus der Gemeinschaft, auf eine meiner Meinung nach recht unsaubere Art und Weise, versucht ausszuschließen.
Wolfgang das finde ich beschämend.

Nicht nur, dass wir dadurch einen Föderer eines unserer Haupthemen vergraulen sondern auch, dass man dem Kunden gegenüber zeigt, wie man in Zukunft zum Thema Qualität steht find ich unprofesssionell und höchst unzufriedenstellend.

Leider sind auf meine offiziellen Schreiben an den Vorstand der DMG zu diesem Thema keine Antworten zurückgekommen, ausser jene, des angestrebten Ausschlussverfahren von Wolfgang Dell.
Bin schon gespannt ob man diese Art der Kommunikation weiter so verfolgen möchte.

Aber wie Gallileio schon sagte:
Man kann Menschen nichts Lehren, man kann Ihnen nur helfen, es in sich selbst zu finden.

Grüße Roman
 
Moin zusammen,
ups da is ja richtig was im gange!Vorne weg ich bin kein Mitglied irgendeines Vereins,einer Gilde oder sonst etwas ähnlichem.
Lange habe ich es als erstrebenswertes Ziel erachtet der DMG oder einer ähnlchen Vereinigung beizutreten. Aber hoppla, nachdem ich mich mit einigen wirklich guten Messermachern wie z.B. dem Huber Thomas über das Thema verständigt habe und so das eine und andere über diese Intitutionen erfuhr, habe ich meine Minumg dazu sehr schnell revidiert.
Hinzu kommt noch das meiner Meinung nach doch sehr Gott gleiche auftreten einiger Mitglieder. Trotzdem, solche Dinge in der öffentlichkeit breit zu treten finde ich persönlich ehr fragwürdig. Denn irgendwann ist Wolgang den Verein ja mal beigetreten und mitgefangen - mitgehangen. Zum Thema Qualitätsanspruch nur soviel
Qualität beschreibt nicht die Güte eines Produktes sondern die Wiederholgenauigkeit des Prozesses ( reliabilität ) daraus folgt - es gibt durchaus qualitativ hochwertige Produkte mit sehr niedriger Güte.
So und wenn sich ein Verein von "Profis" also die Qualität auf die Fahnen schreibt und nicht die Güte dann sollte mir als Profi dann doch schon bald ein Licht aufgehen.

Gruß
Markus Antonius
 
Roman, nach diesem Schreiben bist Du wahrscheinlich der nächste, der hinausgemobbt werden soll.
 
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