Berichte Passaround - ArmyTek Predator

Hallo,

zuerst möchte ich mich für die Organisation des Passarounds bedanken, die mir die Möglichkeit des Testens gab :super:
Da dies mein erster Passaroundbericht wird, ersuche ich um Nachsicht. Für Infos zu technischen Daten und Photos der Lampe verweise ich auf
http://www.messerforum.net/showthread.php?t=99905

erste Eindrücke:
Nach dem Auspacken fiel mir zuerst das Oberflächenfinish positiv auf, bin sonst fast ausschließlich knurling gewohnt, doch obwohl dieses fehlt, greift sich die Lampe gut an und verspricht Halt (in nasser Umgebung allerdings nicht getestet). Die Größe entsprach ungefähr meinen Vorstellungen - annähernd gleichlang wie eine Surefire 9p und praktisch identes Leergewicht - was mir allerdings deutlich besser gefiel, ist der Schwerpunkt - die Lampe ist keineswegs kopflastig, was man rein von der Optik vermuten könnte, was unter anderem an der recht schweren tailcap liegt.

Bedienung:
Die erste Stellung des voreingestellte military-modes ist meiner Ansicht nach gut abgestimmt (3 Helligkeitsstufen die durch Drehen des Kopfes erreicht werden können, mit der zweiten Stellung kann ich persönlich nichts anfangen (ultralow + strobe) - also ein Grund die Programmierung zu probieren. Von mir gewünscht war ein vergleichbares low wie in Stellung1 - mein Ziel war also volle Helligkeit bzw bei Lockern des Kopfes ein (für mich) brauchbares low - mehr Stufen will ich ansich nicht, schon garnicht bei einem ausgewiesenen thrower. Nach einiger Zeit(...) gelang es tatsächlich. :hmpf:

Hier muss ich sagen: zu oft möcht ich mich an der Programmierung nicht versuchen - die Art und Weise bei der Predator, ist das meine nicht :(, irgendwelche fühlbaren Rasten wären wünschenswert, um die korrekte Position des Kopfes zu treffen. Da ich aber mit der restlichen Konfiguration zufrieden war (an Stromquellen kamen 2x cr123 Primärzellen zum Einsatz, wo Tiefentladung kein Thema ist, bzw auch bei Pitters Laufzeit Diagramm kein relevanter Unterschied zwischen den möglichen Entladungsoptionen auffällig wäre (kurz angetestet hab ich auch 2x 16340er von AW, die ebenfalls ohne Probleme Dienst versahen). An einzelligen Akkus hab ich zurzeit neben den 16340ern nur 18350er+17670, die mangels Freigabe des Herstellers nicht getestet wurden.

Nun zum Licht:
Beim ersten Einschalten wurde der Eindruck als echter thrower schnell bestätigt, der tiefe glatte Reflektor produziert ein überraschend gutes Leuchtbild (siehe whitewall-shot) und ist indoor ziemlich sinnfrei. Die Lampe muss ins Freie raus, gerade im Bereich 50-100m ist das Leuchtbild in anbetracht des genügsamen Stromverbrauchs überragend. Da ich in dieser Klasse keine Vergleichslampe besitze wurden zum Beamshotvergleich eine d26-Dropinlampe mit ss50 led und eine 6p mit Masterpiece Kopf herangezogen.

mein Fazit
+ Haptik / Handlage / Größe (in anbetracht des Zwecks)
+ Option zur individuellen Anpassung (Programmierung)
+ guter Treiber, vernünftige Stromaufnahme wo 1+2 zelliger Betrieb, möglich ist
+ forward-klicky -> Momentlicht und damit zb Morsen möglich
+ tailstand im eingeschalteten Betrieb machbar
+ abnehmbarer 2 Wege clip à la Surefire

- Umsetzung der Programmierung (für mich) mangelhaft
- Einsatzzweck ist thrower-prototypisch eingeschränkt
- die Oberflächenvergütung war schon beim Eintreffer der Lampe bei mir angekratzt, was bei jedem Batterie/Akkuwechsel nicht besser wird - scheuert am wohl härteren clip, siehe letztes Photo.

wünschen würd ich mir neben einem verbesserten Programmier-UI einen optionalen zivilen bezel mit aufsteckbarem beamshaper.

Zur Gürteltasche hat Pitter schon das wichtigste gesagt, wobei ich anmerken möchte, dass ich schon schlimmere gesehn hab ;)
Aufgrund der Größe der Lampe würde ich sie in einem Gürtelholster tragen (dank dem wegrollsicheren Design ohne clip)

Schlußendlich bekommt die Lampe aufgrund ihrer Leuchtcharakteristik und auch wegen dem Preis/Leistungsverhältnis eine Empfehlung für all jene, die für den mittleren bis weiten Bereich eine Lampe suchen.

anbei noch ein paar Photos (die outdoor beamshots wurden alle mit iso 400 /F 2,8 bei 1sek belichtet, was meinem subjektiven Empfinden recht nahe kam): 1+2 Größenvergleiche, 3-6 Outdoor, 7+8 whitewall (high+low), 9 Abnutzungserscheinungen an der tailcap.

Grüße
tk
 

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So,

nachdem die Lampe ja wieder raus ist, hier meine Eindrücke.

Zuallererst aber an dieser Stelle mein Dank für die Möglichkeit zur Teilnahme an dem PA.


Optik / mechanische Funktion:

Wie schon geschrieben (und abgebildet) ist die Anodisierung bei Weitem nicht so wertig wie sie sich anfühlt. So schnell dürfen so tiefe Kratzer nicht sein.

Ansonsten ein gefälliges Lämpchen, nicht zu tactical, und in der ganz schwarzen Variante ohne güldenes oder sonstiges Blinke-Blinke sehr annehmbar und gefällig.

Die Gewinde tun außerordentlich gut ihre Pflicht und sehen vertrauenswürdig aus, mehrere O-Ringe sieht man gerne. Fett ist ebenfalls genug drauf.

Der Clicky ist gut und nicht schwammig zu bedienen.
Wenn ich aber am Ende der Lampe schon einen Bezel draufschraube dann darf der auch bitteschön so lang sein dass tailstand wackelfrei möglich ist. Mir ist die Lampe eigentlich nicht stehengeblieben, wie meinem Vor"schreiber". Auf die paar Millimeter kommts dann auch nicht drauf an.

Am head kann man dann noch eine recht sinnbefreite Inschrift bewundern, die über Austrittswinkel von Spot/Spill Auskunft gibt. Ich wüsste nicht, wen sowas interessiert. Selbst wenn ich beide Varianten zuhause habe, tuts auch ein Blick in den Reflektor. Reine Effekthascherei.

Finde ich genauso sinnvoll wie die Warnung "hot surface" auf meiner M2C4. Hand aufs Herz: wer hat sich schon jemals mit einer LED-Lampe ernsthaft verbrannt?

UI + techn. Daten:

Au weia kann ich da nur sagen.
Ich bin zwar durchaus erprobter Lampenprogrammierer (Novatac, RA Clicky, LF3XT, JET 3 PRO und die habe ich allesamt locker geschafft), aber dieses Herumgedrehe ist echt nix für mich. Ich klicke scheinbar lieber. Zugegeben: ich bin auch an der Programmierung der RA Twisty kläglich gescheitert.

Gleichzeitig sind aber die "Werkseinstellungen" überaus brauchbar und wenn man sich das ganze Gedrehe nicht antun will dann passt's auch so sehr gut.

Was mir sehr gut gefällt, ist, die Stabilisierung wählen zu können und der Akkuschutz. Speziell Akkuschutz sollte zur Basisausstattung jeder Li-Ion - tauglichen Lampe gehören.

Die engl. Bedienungsanleitung ist nicht sehr klug aufgebaut, man muss immer wieder "umblättern" wenn man sich eine Drück-und-Dreh-Sequenz nicht sofort gemerkt hat.


Licht:

Für einen beam-Fetischisten/whitewallhunter gibts Besseres, wenngleich das Ergebnis für einen smo-Reflektor und eine Cree doch sehr gut ausfällt.

Es gibt hat das typ. Donuthole im Spot, etwas Grün mischt sich ins Weiß wie bei fast jeder XP-G deren Licht ich bisher sah.

Im Einsatzbereich von 25-100 m wo diese Lampe für mich Sinn macht, merkt man davon aber nichts.

Die beste Ehefrau von allen hat die Lampe auch kurz getestet und mir folgendes erklärt:

- Der Clip stört beim Halten (OK, den kriegt man ab)
- Der Spot ist für "rund ums Haus" zu klein (finde ich auch, aber dafür gibts ja noch die 10°/24°-Variante)
- Die Lampe ist auf Weite nicht hell genug. Dabei hat sie etwa 80m über ein Feld einen Wald angeleuchtet. Ich meine für eine XP-G und für den Preis ist sie sehr hell. Naturgemäß ist die M2C4 die meine Frau am liebsten benutzt etwas ganz Anderes.


Das Holster habe ich nicht benutzt, weil ich Holster nie benutze und darum auch nichts wirklich Intelligentes darüber zu sagen wüsste. Die gelben Nähte hätte sich Armytec aber sparen können. Erinnert mich irgendwie an schwarze doc Martens Schuhe mit gelben Schnürsenkeln.


Conclusio:

Ein durchaus faszinierendes Konzept mit kleinen Schwächen (für mich), aber es allen Menschen recht zu machen geht ja sowieso nicht. Es bleibt nur zu bezweifeln, ob diese Lampe außerhalb der Flashaholics-Gemeinde überhaupt verkäuflich ist. Ich würde es Armytec wünschen.
Sehr viel Licht fürs Geld bekommt man hier allemal, und eine einzigartige Bedienung und technische Rafinessen gibts noch dazu.

Den Nachfolgenden im PA wünsche ich auch noch viel Freude an der Lampe.

Andreas
 
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Dann hier mal mein Bericht zu dem guten Stück:

Das Auspacken:
Die Lampe kommt in einer schlichten, aber guten Verpackung daher. Das Zubehör ist umfangreich und die Zugabe vom „Gleitgel“ gefällt ;)
Das Holster ist sicherlich nichts besonderes aber erfüllt seinen Zweck.

Das erste in die Hand nehmen:
Die Größe hat mich ein wenig überrascht. Ich hätte sie kleiner erwartet. Beim ersten Blick in den Reflektor ist aber sofort klar: Aha, hier ist einiges an Throw zu erwarten. Die LED sizt tief im Reflektor.

Erster Eindruck :
Die Oberfläche der Lampe gefällt mir sehr gut. Sie liegt sicher und „samtig“ in der Hand, ich befürchte allerdings das die Lampe schnell unansehnlich wird. Vielleicht bekommen wir ja am Ende des PA nochmal ein Bild zu sehen wie sie aktuell aussieht. Trotzdem würde ich mir die Oberfläche auch von anderen Herstellern wünschen. Über die Verarbeitung kann man nichts schlechtes sagen. Die Gewinde sind sauber geschnitten, die LED sitzt gut zentriert, störende Ecken oder gar Kanten sucht man vergebens. Den Clip hätte man sicher etwas hochwertiger gestalten können, ich für meinen Teil nutze einen Clip aber so oder so nicht und montiere sie ab. Bis hierhin macht sie alles gut und erst recht nichts falsch.

Kommen wir nun zum UI:
Um es vorweg zu sagen: Nein, so viele Möglichkeiten der Programmierung brauche ich nicht. Dennoch kommt man aber nach einiger Zeit mit den Möglichkeiten die die Lampe bietet sehr gut klar. Wie es allerdings aussieht wenn die Lampe mal 4 Wochen nicht genutzt wurde kann ich nicht genau sagen. Hier wird der ein oder andere bestimmt erneut in die Bedienungsanleitung schauen müssen. Das alles ist natürlich nur meine eigener, persönlicher Eindruck. UI-Freaks die auf viele Varianten hoffen werden hier ohne Frage gut bedient. Ich brauche ein Low das auch wirklich ein Low ist, eine sinnige Mittelstufe und natürlich „volle Lotte“. Dieses ermöglicht mir die Lampe und ich bin zufrieden. Einmal programmiert habe ich also nicht die Notwendigkeit einer erneuten Verstellung.

Soooo, und nun zum „Leuchtverhalten“:
Sie macht das was zu erwarten war. Sie leuchtet :super:
Und das weit, in einem mir gefälligen und gut abzeichnenden Tint. Wer eine Lampe sucht die Arbeiten im Nahbereich ermöglicht: Neee, da gibt es andere die es deutlich besser machen. Die Predator muss raus an die frische Luft. Einmal Luft geschnuppert verrichtet sie ihre Arbeit sehr gut. Der Throw ist gut nutzbar, das Donuthole ist im Freien zu vernachlässigen und fällt nicht weiter ins Gewicht.
Mitte und Weite wird gut ausgeleuchtet. Betrachtet man den Preis der Lampe macht sie dieses sogar sehr gut. Mir gefällt der Leuchtkarakter der Lampe.

Das Fazit:
Sollte es tatsächlich hier im Forum noch zu einem Angebot kommen, komme ich mit Sicherheit ins Grübeln. Einen Thrower benötige ich eigentlich nicht. Betrachtet man aber den Preis und den Spiel/Spaßfaktor der Lampe komme ich eventuell doch nicht ganz an ihr vorbei. Und vielleicht, aber wirklich nur vielleicht, bekehrt mich die Armytek und ich werde sogar noch zum UI-Freak :irre:

An dieser Stelle natürlich Pitter und Armytek ein dickes DANKESCHÖN für die Möglichkeit die Lampe testen zu dürfen.

Gruß
Sven...
 

Dischn

Premium Mitglied
Hier ein paar gemessene Fakten:


Laufzeittest:

Akku: Trustfire 2400 mAh (geflammt)
Einstellung: 100%, Voll geregelt, 1* LIR18650

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Am Ende ist die Lampe nicht etwa aus, sondern leuchtet im Glow-Modus.


Throw: ca. 25.000 lux/1m @1,42 A

Temparatur beim Laufzeittest: max 43° C

Mein Fazit:

Nach anfänglichen Programierschwierigkeiten konnte ich die Stärken dieser Lampe voll auskosten.
Ein erstklassig verarbeiteter handlicher Thrower mit Alltagstauglichkeit.
Nur das Programmieren geht bei Novatac und Liteflux einfacher.
Steht auf meiner Wunschliste ganz oben. :super:
 

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smallmagnum

Mitglied
Hier mein Review zur Armytek Predator.

Ich verzichte auf die Aufzählung der technischen Daten, die kann man bereits in Pitters toller Vorstellung der Lampe nachlesen, ebenso ist dort eine ausführlich bebilderte Beschreibung der Einzelteile zu sehen.
Vielmehr beschränke ich mich auf die persönlichen Eindrücke und Erfahrungen, die ich während der Tage, an denen ich die Lampe zur Verfügung hatte, sammeln konnte.

Erster Eindruck.
Die Lampe kommt in einer simplen Pappschachtel, die mit Schaumstoff gepolstert ist. Gut, mehr braucht es nicht, die edlen, schwarzen Magnet-Pappboxen, in denen JetBeam die Lampen ausliefert, mögen als Geschenkverpackung dienlich sein, ansonsten haben sie für mich keinen weiteren, praktischen Nutzen. Löblich ist, dass bei der Predator eine Tube Schmierfett im Lieferumfang enthalten ist. Ebenso finden sich eine Handschlaufe, eine Ersatzgummikappe für den Clickie sowie ein kleiner O-Ring. Ursprünglich waren da wohl zwei solch kleine drinnen, aber nach einem großen O-Ring, der als Dichtung fürs Frontglas dient, sucht man vergebens.
Das Holster finde ich durchschnittlich, ich hab schon schlechtere – oder gar keine - bei teureren Lampen gesehen. Siehe JetBeam.
[Ironie]Aber die haben dafür die edle, schwarze Magnetpappbox![/Ironie]
Die gelben Nähte des Holsters gefallen mir recht gut. Wer sie nicht haben will, kann sie mit einem dünnen Eddingstift schwarz einfärben. Das nur als kleiner Tipp nebenbei.

Die Handhabung.
Die mattschwarze Oberfläche der Predator fühlt sich samtig, seidig an und ist etwas griffiger als die üblichen Anodisierungen. Dafür ist das Batterierohr glatt, also ohne Rändel. Braucht es aber auch nicht.
Das Gewicht der Lampe empfinde ich als angenehm leicht.
Die Lampe ist ziemlich lang, hauptsächlich bedingt durch den großen, tiefen Reflektor. So ist sie 3,5cm länger als die Spark SL6, und immer noch gut 1,5cm länger als die JetBeam RRT21. Der Durchmesser des Reflektors ist 7mm größer als bei der Spark SL6, und 3mm größer als bei der JetBeam RRT21. Deshalb erkenne ich der Lampe die Hosentaschentauglichleit ab und verbanne sie für immer in ihr Holster, egal ob mit gelben oder schwarzen Nähten.

Die Lampe liegt sicher in der Hand, egal mit welcher Art man sie greift. Beim herkömmlichen Griff, also wie bei der guten, alten Monozellen-Maglite, ruhen Daumen und Zeigefinger sicher auf dem durch Nuten, Absätze und Vielkant strukturierten Kopf der Lampe. Somit kann man diesen auch einhändig bedienen.
Im taktischen Griff, also mit erhobenem Arm, den Daumen auf der Schalterkappe, kommt die rutschfeste Oberfläche der Lampe zum Tragen und man hält die Predator auch hier sicher in der Hand. Einen Zigarrengriffring gibt es nicht, braucht es auch nicht, und ich bin darüber sehr dankbar. Denn so sehr ich diese Ringe beim Greifen einer Lampe schätze, so sehr stören sie auch beim Verstauen in oder Entnehmen aus dem Holster.

Der Hosenclip ruht in einer in das Batterierohr gefrästen Tasche, was ein einhändiges Anclippen der Lampe extrem erschwert. Denn der Clip muss erst mit zwei Fingern aus dieser Tasche gehoben werden, bevor man eine Chance hat, ihn irgendwo einzufädeln.

Der Clickie hat einen kurzen Schaltweg und lässt sich erfreulich streng – aber lange nicht zu streng – schalten.
Aber, allerliebste Lampenhersteller, ist es denn so schwierig, einen Schalter zu konstruieren, dessen Gummikappe im Tailstand nicht auf dem Untergrund aufsitzt? Geht doch bitte alle mal in die Schule zu Spark, die zeigen euch, wie es gemacht wird ;)
Achja, einen Tipp hätte sogar ich schon, macht die Zacken des hinteren Bezels einfach einen Dreiviertel Millimeter höher, oder geht euch dann der Aluvorrat zu schnell zu Neige? :p
Also, Tailstand im ausgeschaltetem Zustand unmöglich, im eingeschalteten Zustand zwar möglich, aber der Schaltergummi geht auf der Unterlage auf.

Der Beam.
Die Lampe ist eindeutig ein Thrower. Der Beam hat einen konzentrierten Spot und leuchtet hauptsächlich nach vorne, nicht in die Breite. Eine leichte seitliche Ausleuchtung ist zwar noch vorhanden, aber für Indoor-Anwendungen oder auf kurze Distanzen ist die Lampe nur bedingt geeignet. Dafür kann sie eines sehr gut – nach vorne leuchten. In maximaler Stufe hat man einen weitreichenden, hellen Strahl. Das von Whitewallhuntern oft erwähnte Donuthole ist nur sehr schwach ausgeprägt, und das trotz XP-G LED in Verbindung mit einem smooth Reflektor. Habt ihr gut gemacht, Jungs :super:

Die Programmierung.
Mannomann ist diese Lampe ein tolles Spielzeug – und das ist jetzt nicht ironisch gemeint.
Beschäftigt man sich eingehend mit Lampe und Bedienungsanleitung, findet man mannigfaltige Einstellmöglichkeiten, die bei mir kaum einen Wunsch offen ließen. Einen vielleicht, es wäre gut, könnte man sich eine Art Profil abspeichern, das sich bei Bedarf schnell wieder aktivieren lässt und nur nach dem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen gelöscht ist.
Apropos Werkseinstellungen, die sind mustergültig, so kann man sofort nach dem Auspacken der Lampe dieselbige vernünftig verwenden. Soll heißen, die voreingestellten Modi sind durchdacht gewählt und für den Alltagsgebrauch sinnvoll.
Damit niemand von meiner Begeisterung verleitet wird, und einen falschen Eindruck bekommt. Die Programmierung ist kompliziert. Man muss sich stundenlang mit ihr beschäftigen, bis man einigermaßen durchsteigt. Selbsterklärend/intuitiv ist da nichts, gar nichts. Wer also die Möglichkeiten der Predator voll ausschöpfen will, muss viel Zeit und Geduld investieren.

Fazit

Pros:
- hohe Verarbeitungsqualität
- hohe Lichtausbeute, hauptsächlich für die Ferne
- Donuthole nur sehr schwach ausgeprägt
- liegt sicher und rutschfest in der Hand
- angenehm geringes Gewicht für die Größe und Leistung
- mannigfaltige Einstellmöglichkeiten
- brauchbare Werkseinstellung

Cons
- Hosenclip nur zweihändig einfädelbar
- Schalterkappe geht beim Tailstand auf Unterlage auf

Es folgt bei meinen Reviews immer die klassische Schulnote:
Trotz der beiden Cons eine EINS!

Das ist jetzt doch wesentlich ausführlicher geworden als ich zuerst beabsichtigt hatte. Danke an alle, die sich bis hierher durchgeackert haben.

Zum Abschluss auch noch ein herzliches Dankeschön an Pitter für die Organisation des PAs, und natürlich auch an Armytek für die Bereitstellung der Lampe.
 
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hornet

Mitglied
Wow, die hat ja einen tiiiiiefen Reflektor!
Das ist das Erste was einem sofort ins Auge springt, wenn man die Lampe befummelt.
Endlich mal ne richtiger Konkurrent zu meine MAG 3D Rebel, nur in viel kleiner, leichter und handlicher.
Wobei handlich auch ein dehnbarer Begriff ist.
Aufgrund des tiefen Reflektors ist sie ungewohnt kopflastig.

Wer hatte eigentlich die grandiose Idee an eine Einsatzlampe (so wird sie beworben) einen Clip zu machen?
Mich hat er ziemlich gestört und war wegen des großen Kopfes für mich nicht nutzbar.

Wie von meinen Vortestern bereits erwähnt, ist das Oberflächenfinish sehr empfindlich.
Wenn der Passaround durch ist, wird sie einen tollen User-Look besitzen.

Für meinen Geschmack ist der Clicky gut gelungen, er wirkt solide und besitzt einen langen Schalterweg zum Konstantlicht.

Outdooreindrücke:

Da kommt mächtig Licht raus und ist sehr schön fokusiert.
Aufgrund der starken Throw-Auslegung ist die Lampe für den Nahbereich trotz Dimmung völlig ungeeignet, aber
das war auch schon vorher klar.

Die werksseitige Modieinstellung ist logisch und auch ohne Handbuch durchschaubar.
Allerings hab ich den Fehler gemacht und wollte die Programmierung ausprobieren, allerdings war ich ziemlich überfordert
und hab es geschafft High abzudimmen.
Diesen Vorgang allerdings zu korrigieren oder ein Reset durchzuführen, waren mich unmöglich.
Das Handbuch (die zwei DIN A4 Zettel) waren mir dabei auch keine große Hilfe.
Im CPF hab ich noch eine deutlich bessere Übersicht der Programmierabläufe gefunden und dem Paket begelegt

// da die Zeichnung nicht mein Eigentum ist, möchte ich sie hier nicht veröffentlichen. Sollte aber im CPF leicht auffindbar sein //

Leider konnte mir die auch nicht helfen, also musste ich schweren Herzens die verstellte Lampe weiter senden.

Die Lichtfarbe würde ich als rein weiß bezeichnen.
Auf größere Entfernung fiel mir auf, dass im Hotspot eine dunklere Stelle ist.
Beim Whitewallhunting war sie nicht zu sehen, weil der Hotspot kleiner und intensiver war.
Aber wenn man in 20-30m etwas anstrahlt, sieht man die dunklere Stelle.
Also eher ein Hotring, als ein Hotspot.

Um mich zu versichern ob das andere Personen auch sehen, drücke ich meiner Partnerin die Lampe in die Hand.
Und ohne sie danach zu fragen, stellte sie sofort nach der großen Reichweite die dunkle Stelle im Hotspot fest.

Wahrscheinlich ist die LED dank Wärmeleitkleber minimal zu hoch im Reflektor und somit nicht am 100% optimalen Punkt.
Dies ist allerdings meckern auf sehr hohem Niveau.

Fazit:

Für rund 100€ inkl. Steuern und Gebühren, bekommt man einen sehr hellen Thrower.
 

JoSch

Mitglied
Der erste Augenblick:
Geiles Teil.
Matt schwarz und mit relativ grossem Reflektor kommt die Lampe zum Vorschein.
Ein Blick von vorne in den Reflektor lässt auch Leuten mit rudimentären Lampenkenntnissen schnell klar werden, dass diese Lampe ein Thrower ist.

Das erste Fummeln:
Haptisch ist die Lampe für mich eine von den angenehmeren.
Leider scheint diese Oberfläche anfälliger zu sein als andere,mässige Gebrauchsspuren sind zu sehen.
Die Halteklammer (neudeutsch :Clip) stört mich nicht beim greifen, die Variante die Lampe auf zwei Arten tragen zu können gefällt mir, scheitert leider an der Ausführung.
Der Schalter hat schön viel Schalterweg bis er einrastet, das gefällt mir gut.
Der Tailstand ist wie schon mehrfach geschrieben nicht (sicher) möglich.
Was meines Erachtens auch nicht notwendig ist, die Predator ist eine Lampe für draussen,da hat man in der Regel keinen ebenen Untergrund und auch keinen Grund nach oben zu leuchten.

Es werde Licht:
Der Spot ist klar vom Spill abgegrenzt,auf niedrigster (eingestellter) Stufe ist die Lampe für Räume nicht zu hell, beleuchtet aber , bauartbedingt , nur einen kleinen Bereich.
Dass der Spot nicht durchgängig ist fiel mir zumindest nicht beim ersten mal auf.
Draussen verrichtet die Lampe gute Dienste und erhellt ohne Problem den örtlichen Festplatz.
Die drei Leuchtstufen die eingestellt waren , finde ich gut abgestimmt.

Bedienung:
Das Umstellen zwischen den Leuchtstufen ist soweit sicher und einfach,was mich stört ist dass man zwei Hände braucht.
An der Programmierung bin auch ich gescheitert und landete einmal beim Umstellen der Leuchtstufen ungewollt im Strobe.
Hatte mich wohl nicht tief genug eingelesen….

Sonstiges:
Die Wärmeentwicklung hält sich aus meiner Sicht in Grenzen.
Das Holster bietet durchaus vielseitige Tragevarianten , was für den ein oder anderen zu einer wichtigen Sache werden kann.
Die Programmierbarkeit der Helligkeiten als auch der Regelung machen diese Lampe sehr interessant, schliesslich kann man so diese eine Lampe vielen möglichen Nutzungsprofilen anpassen.

Fazit:
Ein für mich schöner Thrower ( es war mein erster…), kompakt und passable Laufzeit bei maximalem Auswurf.Vorteilhaft finde ich eben auch die Vielfalt der Einstellungen.

Danke für den PA

Gruss
 

dyas-segler

Mitglied
Moin, Moin, ich will nun schnell auch ein paar Bemerkungen zur Armytek abgeben.
Ich bin ja kein ausgesprochener Lampenfachmann, sondern ein Nutzer. Daher kann ich eher einen haptischen Eindruck abgeben.

Gut gefallen hat mir auf Anhieb der sehr komplette Lieferumfang der Lampe. Dichtungsringe, Fett, Gummi für den Schalter und ein Holster mit umfänglichen Tragemöglichkeiten macht einen durchdachten Eindruck beim Öffnen der Schachtel.
Die Verarbeitung erscheint ebenso sofort gut und wertig, die Oberflächenbeschichtung wurde hier jedoch schon angesprochen. Die doppelte Tragemöglichkeit durch den Clip hat mir gut gefallen, ein einclippen der Lampe mit dem Reflektor nach oben wird dadurch zB in einer Tasche eines Innenzeltes möglich.
Ob man eine Lampe dieser Größe und dem Gewicht mit einem Clip in der Hosentasche trägt, muss jeder selbst entscheiden. Ich würde es nicht tun, daher finde ich es gut, das ein Gürtelholster beiliegt. Die verschiedenen Tragemöglichkeiten des Holsters machen sicherlich Sinn, würden mich auf Dauer jedoch stören.
Zum Licht kann ich vielleicht folgendes sagen: mir hat in der vorgefundenen Einstellung die recht gute Mischung/Abgrenzung zwischen weit/Throw und räumlich /Flood recht gut gefallen. Unsere Nachbarn waren auf jeden Fall begeistert, nachts ihren Garten gut ausgeleuchtet zu sehen:steirer:.
Zeitlich bin ich leider auch nicht zu viel mehr gekommen, als die Lampe abends im Garten oder Hundespaziergang ein paar Mal auszuprobieren.
Zum programmieren war ich entweder auf Anhieb zu blöd, oder man muss sich in die Anleitung richtig einarbeiten, dazu fehlte mir im Testzeitraum etwas die Zeit und Muße.
Dazu kommt bei mir ein generelles technisches Problem- ich lese ungern Bedienungsanleitungen, egal ob Fernseher, Handy, Auto oder Rasenmäher. Wenn man es anschaltet und das Ding geht, reicht mir das meistens. Vermutlich habe ich zB bei allen meinen Handies bis dato nicht alle Funktionen begriffen/ benutzt, wahrscheinlich auch weil man nicht alles braucht, was die Dinger heutzutage alles können. Wieso sollte ich mit der Kaffeemaschine meinem Nachbarn eine SMS schreiben?
Bei einer Lampe mit meinem Nutzungsprofil brauche ich eigentlich hell, ganz hell und dunkel- und das konnte ich auf Anhieb.
Das die Lampe vielfältige Möglichkeiten bietet, ist jedoch keineswegs ein Manko, sondern kommt den unterschiedlichen Nutzern sicher sehr gelegen.
Zum Schluß ein außdrücklicher Dank für die Ermöglichung des PAs und für die Durchführung.
Grüße aus dem mittlerweile sonnigen Rheinland, dyas-segler