Chromdiffusion

Jens25

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Ich habe die Möglichkeit bei meinem Vater ein Messer vor dem Härten Aufchromen zu lassen.
Die Behandlung ist folgender Maßen: ca. 18 Stunden wird das Werkstück dem Chrom ausgesetzt (wie auch immer), bei 1200 Grad Celsius.
Das Chrom diffundiert ca. 60 bis 100 Mü tief in die Oberfläche und hat dann in dieser Schicht einem Chromgehalt von 25%.
Für mich als Leihe hört sich das ganz toll an, rostenden Stahl rostfrei zu bekommen.

Meine Frage an Euch, hat schonmal jemand von diesem Verfahren gehört was für Nachteile hat das für die Wärmebehandlung (Härte) und das Gefüge des Stahles. Mein Vater konnte mir darüber leider nichts erzählen.

Gruß

Jens
 
1200° über 18h? ich denke mal, dass dabei die obersten µ nicht nur chrom dazugewinnen, sondern der kohlenstoffgehalt rapide abnimmt => die erreichbare härte nimmt deutlich ab.
evtl verbrennt der stahl sogar..
aber das können dir roman oder claymore sicher besser erklären.. ich weiss nur wie es aussieht, wenn der stahl verbrennt :rolleyes: :)


edit: schau mal hier nach was der gute alte roman über weissglut (1200°) (ab-)geschrieben hat..
http://www.messerforum.net/forum/sh...ge=30&highlight=verbrennen stahl&pagenumber=2
 
Last edited:
Weil ich selber so wenig weiß, hoffe ich ja auch auf viele Antworten.
Ich habe nochmal nachgefragt 1050° wären auch noch ok.
Ich kann mir nicht vorstellen das Stahl bei 1200 verglüht.
Mal schauen was unsere Spezis sagen.
 
Mal von der krassen Gefügeveränderung abgesehen(schaut mal afuder Messermagazinseite ins Thema Qualität von mir rein da seht ihr was passieren kann).
Überlegt euch mal was passiert wenn man eine Schneide beschichtet. Ob das nun Chrom ist das ich bei 1200°C einbringe oder TiN bei 250° ist doch völlig wurscht.

Beim ersten Nachschärfen ist es höchstwahrscheinlich genau dort weg wos wichtig wär, an der Schneide, egal welche Funktion es erledigen soll, es ist immer nur mehr oder weniger temporär.

Ansonsten mal nach beschichtungen im Forum suchen ist glaub ich schon 20 mal diskutiert worden..

Grüße Roman
 
Bei der Temperatur und den Zeiten macht man genau zwei Fehler auf einmal: Überhitzen und Überzeiten. Das bekommt dem Stahl nicht.
 
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