CRKT Heiho oder lieber doch Hissatsu?

Isualc

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Hallo!
Wie wahrscheinlich alle bei MF, sammle ich leidenschaftlich Messer. Hiermit möchte ich mich bei euch allen bedanken, da mir dieses Forum schon einige Kaufentscheidungen abgenommen hat.

Zz. halte ich mein Augenmerk auf das Hissatsu und das Heiho von CRKT. Ich tendiere eher zum Heiho, denn das Hissatsu ist wohl doch eher was für die Vitrine.
Ich habe aber leider nichts vom Heiho im Forum gefunden, daher wollte ich fragen, ob es einer von euch hat und mir etwas dazu sagen kann.?
Noch besser wäre wenn jemand beide hat und sie miteinander vergleichen könnte. (zB: Outburstwiederstand bei Messer A geringer als bei Messer B).

Danke im Voraus
Claus

PS: Oder mich in den richtigen Treat verschiebt, da ich schon wieder in den falschen gepostet habe! - erledigt; Peter1960
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ich habe zufaellig beide und rate dir zum heiho, das hissatsu ist vergleichsweise klotzig und gross. das heiho ist da chon besser fuer die tasche. auch ist die oeffnungsscheibe beim hissatsu etwas zu klein geraten und strapaziet schonmal den daumen, die clipbefestigung mit einer schraube fuert zusammen mit dem gewicht des messers dazu, das sich der clip gerne mal was lockert und sich dann dreht, das passiert beim heiho nicht. und es geht anscheinend doch leichter auf als das hissatsu.
 
Hallo,
Geht es hier um die Folderversion?
Das hissatsu an sich ist nämlich an sich ein feststehendes Messer, die Klappversion findet man unter Hissatsu Folder.

Ich selbst besitze ein hissatsu Klappmesser und kann es nur bedingt empfehlen. Die Gründe:
Wie bereits mein Vorredner erwähnt hat, ist es wirklich sehr klobig und ebenfalls sehr schwer. Ich persönlich trage als edc ein Spyderco endura 4, was schon relativ groß ist, aber das hissatsu ist aufgrund seines Gewichtes tatsächlich schon zu überdimensioniert. Man kann sich dran gewöhnen, aber den meisten sollte es wirklich zu groß und zu schwer sein.
Der outburstmechanismus ist gewohnungsbedürftig denn wenn man nach dem auslösen die Klinge berührt bevor diese einrastet, wird der Öffnungsvorgang unterbrochen und die Klinge öffnet sich nicht vollständig.
Zudem ist die Öffnungsscheibe zu klein und der Wiederstand beim öffnen zu hoch. Auf Dauer tut es beim öffnen schon weh am daumen.
Bei meiner Version ist es als Linkshänder zudem fast unmöglich das Messer zu öffnen.
Die Klinge ist meiner Meinung nach nicht sehr alltagstauglich aufgrund der Form und der Dicke. Die genauen Maße hab ich gerade nicht im Kopf, aber die Klinge ist ziemlich dick.
Man muss sich bei dem Messer klarmachen, dass das kein Messer für den Alltag ist, sondern das Konzept dahinter der eines kampfmesser ist.
Die Klinge ist laut Hersteller Auf möglichst hohe Penetrationswirkung beim zustoßen ausgelegt und mit der sehr spitz zulaufenden klingenspitze für Alltagssachen eher unpassend.
An dieser Stelle musst du halt wissen, ob dies das ist was du willst.
Das hissatsu ist wohl tatsächlich eher was für die Vitrine.
Das heiho könnte schon eher als Alltagsbegleiter durchgehen zumal es wesentlich weniger aggressiv wirkt. Das hissatsu ist in der tat schon recht beängstigend wenn die massive Klinge mit einem lauten Geräusch in die Arretierung einrastet.

Zudem hatte ich mit meiner speziellen Version noch einige Probleme.
Ich fand den erwähnten wiederstand beim öffnen zu hoch was mich veranlasste an der klingenhalterung zu schrauben, was wiederum zu einem ansonsten nicht vorhandenen klingenspiel führte.
Zudem habe ich es in meiner Unwissenheit mit einem Silikongleitspray geschmiert, was es unmöglich machte, es noch zu benutzen.
Die Demontage und Reinigung war leicht, der Zusammenbau nicht.
Der outburstmechanismus ist sehr fummelig und es ist kaum möglich die Klinge wieder so fest zu ziehen, dass sich das Messer problemlos öffnen lässt und die Klinge nicht wackelt.
Zudem drehten einige der Schrauben für die Griffschalen durch, weshalb ich sie durch andere austauschen musste, was die Optik ruinierte.
Nach all den Modifikationen und Reparaturen hatte ich es letzendlich wieder zusammengesetz und wieder in Betrieb genommen und durch ständiges Öffnen und Schließen über mehrere Tage versucht mich dran zu gewöhnen. Dies war letztendlich ein Fehler da mir dadurch eine kleine Plastikunterlegscheibe gebrochen ist.
Folge: öffnen der inzwischen gesicherten Schrauben und ersetzen des defekten Teiles durch ein Stück Plastik.
Letztendlich habe ich es geschafft es wieder zusammen zu setzen, jedoch ist es beim Öffnen nun sehr unzuverlässig wenn man es nicht in Öl badet. Zudem wackelt die Klinge mittlerweile, weil die gesamte Schraube samt ihrem Gegenstück im Gehäuse leicht beweglich ist und sich beim öffnen etwas mitdreht.
Dieses Messer habe ich sozusagen in Rekordzeit geschrottet.

Mein Fazit letztendlich: das Messer hat meiner Meinung nach Probleme in Design und Ergonomie und ist als Linkshänder kaum brauchbar.
Alltagstauglich ist es auch nicht augrund der Abmessungen.
Es ist halt wie gesagt vom Design her ein kampfmesser.
Gut hingegen finde ich die Robustheit und die symmetrische Form des Griffes. Es liegt immer gleich gut in der Hand, egal wie rum man es hält.
Zum Stahl kann ich nix sagen ( Aus 8 glaube ich) würde ihn aber als okay einstufen. Ich kenn mich damit jedoch nicht aus.
In die Vitrine kann man es sich legen, als gebrauchsmesser eignet es sich nicht.
Es ist
 
Zuletzt bearbeitet:
Mann Mann Mann!!!:super:

Da hattest du ja ne ganz schönen chirurgischen Eingriff bei deinem hissatsu "FOLDER". Deine erste Frage ob folder oder nicht war eigentlich überflüssig...:ahaa:

Ich möchte mich für diesen doch sehr ausführlichen Bericht bedanken. Und das alles mit dem Handy! Da musst du ja das rumfummeln gewohnt sein.:haemisch:

Hast du auch das fixed Hissatsu?
Das gefällt mir auch sehr gut, doch aus 2 Gründen nicht mein Favorit.

1. 440A ist nicht sooo mein Fall

2. Der Plastikgriff sieht mir nicht sehr Vertrauens erweckend aus.

Da würden mir ein Shinbu oder ein Hisshou schon eher gefallen. Leider sind diese in einer anderen Preisklasse....:(

Ach ja willkommen im Forum

Claus
 
fuer den zweck des hissatsu ist 440 a dicke genug, du machst ja auch keinen schaschlikspiess aus d2. im zweifelsfall den plastikgriff abmachen, da verliert man alle zweifel ueber den sitz, und ne wicklung drauf, der griff eignet sich hervorragend.
 
Ja das war ne ganz schön fummelige Sache mit dem Ding...
Trotz des Frustes den mir das Teil beschert hat, war es dennoch ganz schön aufschlussreich so ein Messer mal auseinander zu nehmen. Bin noch neu in der ganzen Materie und verbuche den Vorfall mal als Lehrstunde zum Thema was man nicht mit Messer machen sollte. ;)

Zum Thema:
Nein die feststehende Version habe ich nicht.
Finde auch, dass der Griff ziemlich doof aussieht, mit dem Rochenhaut- Muster. Allerdings kann ich mir schon vorstellen dass er sehr fest sitzt und massiv ist.

Allerdings dürfte das nun wirklich in die Vitrine gehören.
Sieht nicht so aus als ob man es für Sachen wie campen etc. gut gebrauchen kann.
Ist halt ein verkleinertes Samuraischwert ;)
 
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