Einmal alles die 2te

Genau. Die Messer kommen doch erstmal scharf an, hoffe ich, und einen Wetzstahl braucht man sowieso. Damit kann man gut und gerne ein Messer 3 Monate + scharf halten.
In der Zeit kann man üben mit seinen alten Messern, um die es nicht besonders schade ist. Abkleben ist übrigens immer eine gute Idee als Anfänger, sonst hat man schnell den Klingenspiegel verkratzt, was besonders bei neuen Messern dann ziemlich nervt. Und wenn man unbedingt gleich eine Microfase anschleifen will, kauft man sich einen Rollschleifer beim Chinesen fürn Appel und n Ei. Im Moment kostet sowas 10-15€, die gab es aber auch schon für 6,50€. Wenn man ein dünnes Messer hat wie die Culiluxe, dann geht das fix. Mehr braucht man eigentlich nicht. Der Winkel ist 15° oder 20°. Es gibt aber auch Winkelhalter mit Zwischenstufen. Braucht man aber eigentlich nicht. Und jetzt soll keiner sagen die Diamantplatten halten nicht so lang wie beim Horl. Ja, aber man kann sich ziemlich viele Diamantplatten nachkaufen bis man auf den Preis des Horl kommt. Außerdem gibt es Ersatzscheiben in jeder Ausführung für wenig Geld. Besonders empfehlenswert die rote Sinterrubinscheibe 3000er Körnung. Für dünne Messer ist das optimal. Kein Winkelgedöns, klein handlich griffbereit, kein Aufbau wie beim System. Um es klar zu machen:

Man braucht einen Wetzstahl und einen Rollschleifer. Dieser reicht auch, wenn man ein d ü n n e s Messer hinter der Schneidfase gekauft hat. Man muss im Prinzip nur wissen, dass man die Seiten wechseln muss, wenn man einen Grat spürt und dass man den Grat verfeinern und dann entfernen muss.
 
Genau. Die Messer kommen doch erstmal scharf an, hoffe ich, und einen Wetzstahl braucht man sowieso. Damit kann man gut und gerne ein Messer 3 Monate + scharf halten.
In der Zeit kann man üben mit seinen alten Messern, um die es nicht besonders schade ist. Abkleben ist übrigens immer eine gute Idee als Anfänger, sonst hat man schnell den Klingenspiegel verkratzt, was besonders bei neuen Messern dann ziemlich nervt. Und wenn man unbedingt gleich eine Microfase anschleifen will, kauft man sich einen Rollschleifer beim Chinesen fürn Appel und n Ei. Im Moment kostet sowas 10-15€, die gab es aber auch schon für 6,50€. Wenn man ein dünnes Messer hat wie die Culiluxe, dann geht das fix. Mehr braucht man eigentlich nicht. Der Winkel ist 15° oder 20°. Es gibt aber auch Winkelhalter mit Zwischenstufen. Braucht man aber eigentlich nicht. Und jetzt soll keiner sagen die Diamantplatten halten nicht so lang wie beim Horl. Ja, aber man kann sich ziemlich viele Diamantplatten nachkaufen bis man auf den Preis des Horl kommt. Außerdem gibt es Ersatzscheiben in jeder Ausführung für wenig Geld. Besonders empfehlenswert die rote Sinterrubinscheibe 3000er Körnung. Für dünne Messer ist das optimal. Kein Winkelgedöns, klein handlich griffbereit, kein Aufbau wie beim System. Um es klar zu machen:

Man braucht einen Wetzstahl und einen Rollschleifer. Dieser reicht auch, wenn man ein d ü n n e s Messer hinter der Schneidfase gekauft hat. Man muss im Prinzip nur wissen, dass man die Seiten wechseln muss, wenn man einen Grat spürt und dass man den Grat verfeinern und dann entfernen muss.

Oder man unterstützt den Hersteller ausm Schwarzwald und kauft den Original Horl. Es muss doch echt nicht immer möglichst "Billig" und Nachbau aus China sein..
 
Die Culilux Kyotos sind ab morgen Abend wieder bestellbar, die 24cm Klingen hingegen noch nicht verfügbar und auch das mittlere Schneidbrett-Set erst im April.
Die Schanz-Editionen waren aus einer Fehlproduktion mit Hilfe von Jürgen Schanz so schneidfreudig gemacht worden wie es ging. Jedes Serien-Kyoto kann auf dieses Niveau gebracht werden, wenn einem die Seriengeomietrie nicht zusagt. Wer noch nie etwas von Schneidfreude gehört oder knackfrei Karotten geschnitten hat wird mit der Serienversion der Culilux schon zufrieden sein. Der ziemlich dünne grobe Anschliff der Kyoto fällt Neulingen nicht negativ auf, lass dich nicht verrückt machen.

Zum Thema Schleifen: Wenn du etwas handwerklich begabt bist und nicht direkt verzweifelst kann ich dir das freihändige Schleifen auf Banksteinen sehr empfehlen. Die Culilux Ultimate Steine sind im Prinzip baugleich mit den Naniwa Pro Chocera Steinen, den 400er Stein aus dieser Serie benutze ich ziemlich häufig für den Grundschliff. Ob du den 3000er Stein brauchst oder mit einem guten 2000er Stein auch klar kommen würdest musst du selbst entscheiden. Aus eigener Erfahrung heraus kann ich den Shapton Pro 2000 und den Skerper Pro 2000 sehr empfehlen in dieser Region. Vorteil von der Kombination Culilux Ultimate 400 und Shapton Pro 2000: Die Packung des Shapton dient als Schleifsteinhalter und Erhöhung für beide Steine. Gut geschliffen und vor allem entgratet ist das Ergebnis von Shapton Pro 2000 oder Skerper Pro 2000 schon ausreichend für 99% der Leute, denen ich ihre vorher stumpfen Messer geschliffen hab. Selten das einer mal in die Region 6000-8000 wollte und auch einen Unterschied bemerkte :irre:
Außerdem gibt es Ersatzscheiben in jeder Ausführung für wenig Geld. Besonders empfehlenswert die rote Sinterrubinscheibe 3000er Körnung. Für dünne Messer ist das optimal. Kein Winkelgedöns, klein handlich griffbereit, kein Aufbau wie beim System.
Hast du da einen Link für, gerne per PN? Frage für einen Freund, dem ist die grobe Scheibe seines Horl Cruise (etwa #400 JIS) etwas zu derbe für seine dünnen Messer und freihand Schleifen hat ihm nicht zugesagt, Rollschleifer sind aber genau sein Ding.
 
Soooo, erstmal vielen Dank für die ganzen tollen Antworten.

Ich bin gerade ein bißchen von allem: motiviert, verwirrt, ängstlich, neugierig, aufgeregt.
Hätte mir nicht ausmahlen können, dass das Thema so interessant sein kann. :D

Ich merke aber, dass ich noch einiges an Informationsbeschaffung und rumprobieren vor mir habe. ;)

Vielleicht als generelle info, ich würde mich handwerklich nicht als unbegabt bezeichen, allerdings ist mir bewusst,
dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist.
Glücklicherweise muss ich nicht unbedingt immer auf die kosteneffektivste Lösung achten, dass bringt mich jetzt zu meinem
folgenden Plan:

Ich werde mir das Kyoto Messerset morgen bestellen, so Gott will und es nicht zu schnell ausverkauft ist.
Dazu gibt es dann das Ultimate Schleifstein bundle und einen Wetzstahl von irgendwo anders her.
Da könnte ich vielleicht noch ein Tipp gebrauchen - der in den Antworten verlinkte (ich glaube von @Taka ) kostete 85 EUR.
Lohnt sich der Preis?
So weit ich das mitbekommen habe, dient der eh zum scharf halten und wenn das nicht mehr reicht, muss man irgendwann
mal Schleifen.
Bis dahin werde ich dann fleißig für die ganze Nachbarschaft Schleifen üben und deren Messer verhunzen - die Idee finde ich
Klasse. ;)
In jedem falle habe ich aber auch Simon Herde eine E-Mail geschrieben und hoffe ich bekomme eine Antwort.
Alleine schon, weil ich den Herrn unterstützen möchte. Und vielleicht finde ich es auch einfach angenehmer später dann mit
System zu schleifen. Ich weiß halt auch nicht, wann ich auf ein Schleiflevel komme, welches meinen eigenen Ansprüchen
genügt. Mit den richtigen Steinen und diesem System bin ich aber sehr zuversichtlich, dass ich so einen sehr gute Alternative
parat habe.

Ich bedanke mich für die tolle Hilfe und die ehrlichen Meinungen. Ihr könnt natürlich auch gerne weiter hier schreiben.
Ich bin für jede Hilfe dankbar und kann die Tipps sicherlich noch einge ganze Zeit lang gebrauchen. ;)
 
Oder man unterstützt den Hersteller ausm Schwarzwald und kauft den Original Horl. Es muss doch echt nicht immer möglichst "Billig" und Nachbau aus China sein..
Wer Millionen auf dem Konto hat, kann sich natürlich gern als Mäzen des Schwarzwälder Unternehmertums begreifen. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Ich mag dieses Unternehmen gar nicht.
 
@Besserbissen
ich wollte noch mal besonders erwähnen, dass ich dein Video sehr hilfreich empfinde.
Eine kurze Frage hätte ich dazu noch: wenn ich mal den 1000er Stein mit in den Prozess integrieren möchte, nutze eich dann dafür auch den 15° Winkel?
 
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