Fahrtenmesser für Holzbearbeitung und Zeltlager

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JoSch

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Guten Morgen,

treibe mich sonst in der Lampenecke rum, nach der dortigen Erleuchtung hoffe ich auch hier auf schnittige Tipps zum Thema Messer:
Für den Wald und zum Feuermachen suche ich ein feststehendes Messer.
Schnitzen,ein wenig Hacken,Späne für Zunder herstellen und mit Zündstahl anzünden.Hab ich was vergessen?
Zusätzlich soll das Messer im Zeltlager am Mittelaltertag als Requisite dienen,was die Materialauswahl wohl etwas einschränkt.
Bitte verzeiht mir Fehler in der Beantwortung-ich weiss es nicht besser.
Für Tipps jeglicher Art bin ich dankbar.

Hast Du Dich über die aktuelle Gesetzgebung zu Messern informiert?
Ja

Geht es um ein feststehendes Messer oder ein Klappmesser?
Feststehendes Messer

Wofür soll das Messer verwendet werden?
Holzbearbeitung, vom leichten Hacken bis hin zum Zunderschnitzen

Von welcher Preisspanne reden wir?
Bis 200 Euronen,Kann mir jemand noch die Vorzüge von Messern über 150 Euro erklären, wenn man unter 100 Euro schon Messer bekommt, die ähnlich sind.

Wie groß soll das Messer sein? (Klingen-/Gesamtlänge)
Klinge < 12 cm
Gesamt bis etwa 25 cm


Welche Materialien und welchen Stil soll das Messer aufweisen?
Klinge
Glatte Klinge, Recurve gefällt mir auch;
Kein Wellenschliff
Keine Beschichtung (Habe Angst, dass die nicht lange fit aussieht und so das Messer schnell optisch abgewertet ist

Griff
Gerne Holz , Horn Leder oder Paracord oder die Option auf Paracord ggf auch dieses Micarta
Kein Gummi


Soll im Zeltlager am Mittelaltertag als Requisite dienen können.

Bei feststehenden Messern stellt sich hier auch die Frage nach der Scheide: Leder, Kydex oder ein anderes Material?
Leder , Kydexe oder was anderes- in der Reihenfolge- ist nicht ganz so wichtig

Welcher Stahl darf es sein?
Pflegeleicht
Rostträge- Schnitthaltig-Schärfbar- in der Reihenfolge


Klinge und Schliff
Klinge
Recurve oder gerade / glatt

Schliff
was eben zum Schnitzen Sinn macht.


Linkshänder?
Primär rechts


Besten Dank schonmal im Vorraus
 
Moin,

wie wäre es mit etwas klassischem nordischem? Guck doch mal hier. Würde auch im Mittelaltercamp nicht auffallen. Schnitzen und Nahrungszubereitung ist damit sicher kein Problem. Für´s Hardcore-Batoning gibt es aber sicher geeigneteres, z. B. von Brisa (Enzo Trapper). Allerdings habe ich kein Enzo, so daß ich nicht aus erster Hand berichten kann.

Der Unterschied bei Messern über 150€ ist ähnlich wie bei Taschenlampen. Die Materialien und Verarbeitung sind meist besser. Aber wenn es nur um gutes Schneiden geht, tut es auch ein Mora für 10 €. Sieht dann halt nicht so schön aus.

Ich selber habe ein Fällkniven F1 mit geschlossener Lederscheide. Das Messer ist selbst nicht ganz so klassisch, ich kann das aber uneingeschränkt empfehlen.

Gruß,

Andre
 
Für Holzbearbeitung empfiehlt sich eigentlich ein Skandi-Schliff, d.h. einn kurz angesetzer Schliff auf Null. Fast alle nordischen Messer haben ihn, und viele Bushcrafter unserer Tage wollen nichts anderes.
Von Böker plus gibts demnächst ein günstiges Bushcraft-Messer.
http://www.boker.de/fahrtenmesser/boeker-plus/outdoormesser/02BO296.html
Enzo wurde schon genannt, gibts z.B. bei Nordisches Handwerk.
http://www.nordisches-handwerk.de/shop/gebrauchs_messer_skandinavische_herst_enzo,rid,175,produktliste.html
Ich benutze für diesen Zweck Messer von Roselli/Finnland
http://www.nordisches-handwerk.de/shop/gebrauchs_messer_skandinavische_herst_roselli_heimo,rid,88,produktliste.html
und ein Entrek Forester von Ray Ennis/USA (Seite ganz runterscrollen).
http://www.ennis-entrekusa.com/
Ach ... hat schon jemand MORA gerufen?
 
...Kann mir jemand noch die Vorzüge von Messern über 150 Euro erklären, wenn man unter 100 Euro schon Messer bekommt, die ähnlich sind...

Schwer :)
Es gibt hervorragende Gebrauchsmesser für unter 20 Euro, siehe Mora.
Es gibt Messer mit besonders schnitthaltigen und schwer zu bearbeitenden Stählen, das treibt den Preis. Dann gibts welche mit besonderer Reputation, wie "ist beim Militär/Polizei etc. im Einsatz bewährt". Das kostet. Dann gibts Messer mit Kultstatus. Die kosten richtig was.
Bei der Wahl des passenden Messers spielt häufig der "Haben-will-Faktor" eine größere Rolle als eine vernunftgesteuerte Preis-Leistungs-Bedürfnis-Nutzen-Abwägung.

Fazit: du kannst für kleines Geld was vernünftiges bekommen, mußt aber nicht...;)
 
Wenn Du das "Hacken" weglässt, findest Du bei den Skandinaviern (Roselli und EnZo hat Porcupine ja schon genannt, Brusletto und Helle-Harding wären zwei weitere) eigentlich das, was Du suchst: Hervorragend zur Holzbearbeitung und geeignet als Mittelalter-Requisit - naja, zumindest als freie Interpretation.

Wenn Dir das "Hacken" wichtiger ist, würde ich 1) eine Klinge länger als 12 cm nehmen (Du suchst ja nur bis 12 cm) und 2) evtl mal in Richtung "Bowie" schauen. Ist aber nicht meine Welt, da kann ich keine Tipps geben. Evtl. Nimmst Du aber doch lieber ein kleines Beil zu deinem Requisitenmesser dazu. :hehe: Da gibts auch sehr schöne, geschmiedete, die zum Mittelaltertag passen würden.

EDIT: Grade nochmal selbst gesucht, weil ich da noch etwas im Hinterkopf hatte. Skandinavische Haumesser. "Leuku". Die hatten wir hier auch schon mal kurz: http://www.messerforum.net/showthread.php?75470-Leuku-Roselli-vs-Str%F6meng

Bisschen lang (>12cm) , aber evtl wären die ja was für Dich. ;)

-Walter

PS: Achso ja, fast vergesen:
Ach ... hat schon jemand MORA gerufen?
Mora! Mora! :D :glgl:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo alle zusammen,

Danke für die Tipps.

Dass man für grobe Arbeiten mit kleinen Klingen nicht weitr kommt habe ich nun eingesehen.
Und der Trend geht zum Zweitmesser!
Habe nun ein grosses Messer und ein kleines Messer unter 12 cm.
Beide aus dem Hause Linder.


Danke nochmal an Alle.

Gruss
 
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