Gefahren für die Gesundheit

Hallo liebes Forum,

mich würden mal allgemeine Gefahren für unsere Gesundheit interessieren die von dem reizvollen Hobby des Schmiedens bzw. Messermachens ausgehen.

1. Schmiedekohle (nutze Steinkohle Fettnuss und manchmal Holzkohle)

Ich schmiede seit 4 Jahren mit einem Kumpel in einer Werkstatt, der Abzug ist eigentlich ganz OK aber bei Steinkohle geht er recht flott in die Knie.

Neben der CO Gasgefahr, denke ich sollte bei ausreichender Lüftung nichts passieren. (Haben immer sämtliche Fenster und Türen auf sobald die Esse an ist.

2. Feinstaub von Kohle / Schleifstaub von Stahl / oder Hölzern bzw auch Leder.

Denke der Kohlenstaub ist grob und harmlos aber von Leder und Hölzern erwarte ich eine große Gefahr (krebserregend). Ich rasple und Säge meist aber manchmal muss ich auch schleifen.
Man will ja auch nicht Rund um die Uhr einen Mundschutz tragen, oder sollte ich besser? ;)

3. Und, was mir besonders Bange bereitet, Messingstäube und Lötdämpfe beim fertigen von Beschlägen.
Trage dabei nun nur noch Mundschutz.

Ich habe schon viel im Netz und Literatur gesucht aber nicht alle Infos gefunden die ich gerne hätte.
Ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand interessante Links oder Ratschläge zu den einzelnen Werkstoffen aufzeigen würde.

Ich denke hier gibt es bei einigen Schmiedebegeisterten große Wissenslücken. (naja bei mir jedenfalls schon :( ).

Vielen Dank schonmal im vorraus.

Gruß Siggi
 

Assassin

Mitglied
Hi,

Gerade beim Schleifen solltest du aufpassen. DIe Stäube vieler Materialien sind - eingeatmet - teilweise sehr gefährlich.
Das fängt mit Glasfasern beim Bearbeiten von Verbundwerkstoffen an und geht hin zu giftigen Schleifstäuben einiger Tropenhölzer.
Es gab vor einiger Zeit mal ein Thema, indem die Girftigkeit einiger Stäube erörtert wurde, vielleicht finde ich das wieder.

Edit: Thema gefunden. Klick mich.

Grüße
Micha
 

Meisenmann

Mitglied
1. Schmiedekohle (nutze Steinkohle Fettnuss und manchmal Holzkohle)

Ich schmiede seit 4 Jahren mit einem Kumpel in einer Werkstatt, der Abzug ist eigentlich ganz OK aber bei Steinkohle geht er recht flott in die Knie.

Neben der CO Gasgefahr, denke ich sollte bei ausreichender Lüftung nichts passieren. (Haben immer sämtliche Fenster und Türen auf sobald die Esse an ist.

Ich wäre da höchst vorsichtig und finds etwas unvernünftig. Bei CO Vergriftung bist du schneller weg vom Fenster als dir lieb ist.

2. Feinstaub von Kohle / Schleifstaub von Stahl / oder Hölzern bzw auch Leder.

Denke der Kohlenstaub ist grob und harmlos aber von Leder und Hölzern erwarte ich eine große Gefahr (krebserregend). Ich rasple und Säge meist aber manchmal muss ich auch schleifen.
Man will ja auch nicht Rund um die Uhr einen Mundschutz tragen, oder sollte ich besser? ;)

Was die Leute alles so denken...Der Staub von Holzkohle ist meines Wissens nach inert. Bei Steinkohlestaub sieht es aber anders aus. Der kann wegen enthaltenem Quarzstaub zu einer Silikose führen (zugegeben ist da aber wahrscheinlich eher die tägliche, berufsmäßige Exposition gemeint).

Leder und Hölzer können sehr gefährlich sein. Da reicht die Spanne von schweren allergischen Reaktionen über Lungenfibrose bis zum Nasopharynx-Carcinom und evtl. auch Lungenkrebs.

Mundschutz ist etwas arm. Ohne P3 Maske würde ich nicht schleifen. Und auch da würde ich zusehen, zusätzlich auf Dauer eine Absaugung zu besorgen.

3. Und, was mir besonders Bange bereitet, Messingstäube und Lötdämpfe beim fertigen von Beschlägen.
Trage dabei nun nur noch Mundschutz.

Die Frage ist, ob der Mundschutz dagegen etwas nützt, bei was ich mir drunter vorstelle.
Zum Messingstaub selber weiß ich nicht wirklich etwas. Lötdämpfe oder Schweißrauch sind auch ziemlich schädlich.

Ich denke hier gibt es bei einigen Schmiedebegeisterten große Wissenslücken. (naja bei mir jedenfalls schon :( ).

Naja, es besteht vorallem oft erst gar kein Problembewusstsein, dass dazu führt, das der Benutzer einer Atemmaske manchmal als Weichei tituliert und verlacht wird.
Manche dieser Leute lachen dann allerdings 20 Jahrespäter nicht mehr, wenn sie in der Klinik aufschlagen und keine 3 Stufen mehr ohne Atemnot hochgehen können oder wegen einer Krebserkrankung keinen Kalender fürs nächste Jahr mehr kaufen sollten.

Das hört sich jetzt sehr krass an und es ist möglich, dass kurzfristige Exposition gegenüber schädlichen Stoffen nicht so tragisch ist. Ich wäre aber lieber immer etwas vorsichtiger. Eine Maske zu tragen oder eine Schutzbrille ist manchmal zwar etwas unbequem. Aber ein Satz neue Augen oder eine neue Lunge zu brauchen ist deutlich unbequemer, gibts nämlich nicht.
 

Falke226

Mitglied
Also schmieden im Freien mit Kohlefeuer ist nicht schlimm, ist ja genug sauerstoff drumherum nur den Kopf extra hinstecken muss nicht sein;)..mach ich selber auch nur beim Drinnenschmieden brauchste natürlich eine Rauchabzug und natürlich aufpassen das andere Wind den Rauch nicht irgendwo in den Raum trägt.

Bei dem Schleifen schließ ich mich an.. aufjedenfall gefährlicher als schmieden!:irre:

MFG