Bolos
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Als ich mich an den Entwurf des Messer gemacht habe, war mir ein Ziel sehr wichtig: Es sollte vor allem leicht schneidend werden, so dass es richtig Freude macht damit große Fleischstücke oder auch großes Obst (Melone) und Gemüse aufzuschneiden, bzw. klein zu schneiden.
Von diesem Zielbild habe ich dann quasi rückwärts geplant. Z.B. wie hierfür eine geeignete Geometrie angelegt sein müsste und daraus wiederum folgend welche Stähle für die Geometrie besonders gut passen.
Klar war, dass die Klinge nicht zu kurz sein durfte, da dieses Messer vor allem zum Schneiden größerer Fleischstücke dienen soll (und hier wirklich Freude machen soll).
Ich entschied mich für eine Klingenlänge von rund 22cm. Zu hoch sollte die Klinge auch nicht werden, um unnötigen Widerstand durch Anhaftung zumindest etwas zu reduzieren.
An dem Verhältnis Klingenhöhe/Rückstärke und der sich daraus ergebenden Primärfase hatte ich ein wenig geknobelt - je dünner der Rücken, bei gegebener Höhe, desto spitzer kann die Primärfase werden. Auf der anderen Seite darf der Rücken aber auch nicht zu dünn werden, da sonst die Stabilität des Messers leidet.
Letztendlich habe ich mich für die folgenden Werte entschieden: Bei einer Klingenhöhe von 3,8 cm und einer Rückenstärke an der Wurzel von 2mm hat sich ein Primärwinkel von 1,5°/Seite ergeben.
Da zusätzlich auch noch eine recht spitze Sekundärfase angelegt werden sollte, stellte sich als nächstes die Frage nach dem Stahl.
Grundsätzlich sollte der Stahl feinkörnig mit hoher Duktilität und ausreichendem Härtepotential sein, um die geplante feine Schneide gut halten zu können. Auch eine gewisse Resistenz gegenüber Anlaufen wäre ganz gut.
Just in diesen Zeitraum fiel der super Passaround von @Taperedtang . Hier ist mir besonders der CPM 3 V aufgefallen. Einige Gespräche und Recherchen später und für mich stand fest, dass es dieser Stahl für dieses Messer werden sollte.
Für den Griff habe ich diesmal nicht meine übliche Form gewählt, sondern eine sehr abgerundete Form. Der Griff liegt sehr gut in der Hand, ist aber optisch nicht so der Knaller. Ich werde diese Grundform weiterentwickeln und habe dazu auch schon eine Idee, die ich im nächsten Projekt umsetzen werde.
Tja und was ist nun mit der geplanten Schneidfreude geworden?
Ich habe das Messer jetzt schon einige Wochen im Einsatz und kann sagen: Es zaubert mir nach wie vor ein kleines Lächeln ins Gesicht, wenn ich ein passendes Schnittgut habe und zu dem Messer greifen darf.
Hier noch die fehlenden Daten, die glaube ich durchaus für sich sprechen: Sekundärfase 14°/Seite, 0,16mm über Wate, 0,85mm 1cm über Schneide.
Der Stahl hat Null Probleme mit der Geometrie, bis dato keine Mikroausbrüche oder umgelegte Schneidkante und nach wie vor sehr schön scharf.
Von diesem Zielbild habe ich dann quasi rückwärts geplant. Z.B. wie hierfür eine geeignete Geometrie angelegt sein müsste und daraus wiederum folgend welche Stähle für die Geometrie besonders gut passen.
Klar war, dass die Klinge nicht zu kurz sein durfte, da dieses Messer vor allem zum Schneiden größerer Fleischstücke dienen soll (und hier wirklich Freude machen soll).
Ich entschied mich für eine Klingenlänge von rund 22cm. Zu hoch sollte die Klinge auch nicht werden, um unnötigen Widerstand durch Anhaftung zumindest etwas zu reduzieren.
An dem Verhältnis Klingenhöhe/Rückstärke und der sich daraus ergebenden Primärfase hatte ich ein wenig geknobelt - je dünner der Rücken, bei gegebener Höhe, desto spitzer kann die Primärfase werden. Auf der anderen Seite darf der Rücken aber auch nicht zu dünn werden, da sonst die Stabilität des Messers leidet.
Letztendlich habe ich mich für die folgenden Werte entschieden: Bei einer Klingenhöhe von 3,8 cm und einer Rückenstärke an der Wurzel von 2mm hat sich ein Primärwinkel von 1,5°/Seite ergeben.
Da zusätzlich auch noch eine recht spitze Sekundärfase angelegt werden sollte, stellte sich als nächstes die Frage nach dem Stahl.
Grundsätzlich sollte der Stahl feinkörnig mit hoher Duktilität und ausreichendem Härtepotential sein, um die geplante feine Schneide gut halten zu können. Auch eine gewisse Resistenz gegenüber Anlaufen wäre ganz gut.
Just in diesen Zeitraum fiel der super Passaround von @Taperedtang . Hier ist mir besonders der CPM 3 V aufgefallen. Einige Gespräche und Recherchen später und für mich stand fest, dass es dieser Stahl für dieses Messer werden sollte.
Für den Griff habe ich diesmal nicht meine übliche Form gewählt, sondern eine sehr abgerundete Form. Der Griff liegt sehr gut in der Hand, ist aber optisch nicht so der Knaller. Ich werde diese Grundform weiterentwickeln und habe dazu auch schon eine Idee, die ich im nächsten Projekt umsetzen werde.
Tja und was ist nun mit der geplanten Schneidfreude geworden?
Ich habe das Messer jetzt schon einige Wochen im Einsatz und kann sagen: Es zaubert mir nach wie vor ein kleines Lächeln ins Gesicht, wenn ich ein passendes Schnittgut habe und zu dem Messer greifen darf.
Hier noch die fehlenden Daten, die glaube ich durchaus für sich sprechen: Sekundärfase 14°/Seite, 0,16mm über Wate, 0,85mm 1cm über Schneide.
Der Stahl hat Null Probleme mit der Geometrie, bis dato keine Mikroausbrüche oder umgelegte Schneidkante und nach wie vor sehr schön scharf.