Herder Windmühlenmesser - neue Modelle

Früher war es mal die japanisch anmutende „Trio-Serie“, bestehend aus Petty, Nakiri un Santoku.
Jetzt istdaraus eine „Budget-Line“ geworden, die mit längeren europäischen Profilen erweitert wird.
Chefmesser hatten im Herder-Einstiegsegment – jenseits des 210er POM-Santokus – tatsächlich noch gefehlt…
 
Auf die Preise bin ich gespannt. Denn was nützt eine Budget linie, wenn sie sich in Bereichen bewegt für die früher das 1922er zu haben war.
 
Auf die Preise bin ich gespannt. Denn was nützt eine Budget linie, wenn sie sich in Bereichen bewegt für die früher das 1922er zu haben war.
Das stimmt schon. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich die Preise wirklich sehen will. Aber Sinn macht die Ergänzung an sich schon, finde ich. Kleines und großes Kochmesser jenseits (oder diesseits?) von 1922 haben noch gefehlt.
 
Finde ich gut, dass Herder was neues probiert.
Wenn die Klingen ballig geschliffen werden, könnten sie sehr interessant sein.
Allerdings verstehe ich die Größen nicht. Die Standardgröße Kochmesser, die jeder Hobbykoch haben will ist 20 cm.
Wieso Herder den Markt nicht bedient und eines zu klein das andere zu groß anbietet erschließt sich mir nicht.
 
Also mal ehrlich, die Größen bei der K-Serie sind doch auch, in Länge wie Höhe, von hinten bis vorne, durch die ganze Serie hinweg, komplett weird.
 
Wieso Herder den Markt nicht bedient und eines zu klein das andere zu groß anbietet erschließt sich mir nicht.

Vielleicht tun sie doch genau das? So in der Gesamtbetrachtung der Hobbyköche und nicht der Forumsspezialisten.

Persönlich finde ich K5 und das kleinere 1922er größenmäßig ziemlich perfekt für den daily Einsatz. Wendig und wenig Platzbedarf.

Ich habe 3 volle Leisten, aber diese beiden sind meine meistgenutzten.

grüsse, pebe
 
Die Standardgröße Kochmesser, die jeder Hobbykoch haben will ist 20 cm.

Das deckt sich nicht mit den Erfahrungen aus meinem Freundes- und Familienkreis. Für die meisten sind 18cm schon sehr groß. Am häufigsten wird da zu Messern zwischen 13 und 16cm gegriffen.
Da es bei Herder aber mit dem K5 und dem 1922 schon zwei Messer mit 18cm gibt, hätte ich auch ein Kochmesser um die 20cm für sinnvoller gefunden.
 
Da es bei Herder aber mit dem K5 und dem 1922 schon zwei Messer mit 18cm gibt, hätte ich auch ein Kochmesser um die 20cm für sinnvoller gefunden.

Warum?

1922 ist klassisch, K ist modern und Duo/Trio eine Einsteiger Serie. Meist wird ja vorab nach Serie entschieden und dann gekauft und so findet jeder die gleiche Länge in seiner Serie.

Macht Sinn.

grüsse, pebe
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine zwei Cent: Zum ersten mal seit Jahren bringt die Windmühle statt Randgruppenspezialiäten (Frômago-, Sea-Knives-, Jeroen-BBQ- und der Hadranout-Serie endlich wieder einmal allgemeintaugliche Küchenmesser!
Und das, ohne die bestehende K-Serie zu kannibalisieren: Wer das „Trio“ bereits hat und schätzt, wird für ein längeres Upgrade empfänglich sein, ohne gleich 200.- für ein 180er (K5) oder 300.- fur ein (K-Chef) ausgeben zu müssen.
Meine Glaskugel taxiert die UVP des 185er je nach Griff auf 119/139.- € und das 245er auf 179/199.- €. Ist halt kein Vollerl und der Stahl ist auf HRC 56/57 gehärtet.
Die 1922er lasse ich zum Vergleich mal außen vor, die sind für Liebhaber (wie mich).
 
Die UVP's der beiden "Heritage"-Modelle befinden sich inzwischen auf der Herder Webseite.

Kochmesser Heritage 23,5 cm Klingenlänge:
GriffholzStahlUVP (inkl. MwSt.)
Rotbucherostfrei125,00 €
RotbucheCarbonstahl130,00 €
Kirscherostfrei130,00 €
KirscheCarbonstahl135,00 €

Kochmesser Heritage 18,5 cm Klingenlänge:
GriffholzStahlUVP (inkl. MwSt.)
Rotbucherostfrei115,00 €
RotbucheCarbonstahl120,00 €
Kirscherostfrei120,00 €
KirscheCarbonstahl125,00 €
 
Vielleicht hab ich was überlesen, aber bei der Heritage Serie finde ich zur Stahlangabe nur "rostfrei oder Carbonstahl". Mich interessiert die Spezifikation des rostfreien Stahls.
 
Wieso hängt blaupließten von dem Griffmaterial ab?

"Je nach Griffmaterial unterscheidet sich das Finish der Klinge:
In Kombination mit Rotbuche ist die Klinge feingepließtet und erhält ein mattes, zurückhaltendes Erscheinungsbild. Mit Kirschholzgriff ist sie blaugepließtet, was der Klinge eine glattere, leicht glänzende Oberfläche verleiht. Beide Varianten sind wahlweise aus rostfreiem Edelstahl oder nicht-rostfreiem Carbonstahl erhältlich."
 
Vielleicht hab ich was überlesen, aber bei der Heritage Serie finde ich zur Stahlangabe nur "rostfrei oder Carbonstahl". Mich interessiert die Spezifikation des rostfreien Stahls.

Das ist nicht nur bei den neuen Modellen so, sondern zieht sich durch das gesamte Küchenmesserportfolio auf der Webseite. Beim Klingenstahl wird lediglich zwischen "rostfrei" oder "Carbon" unterschieden, teilweise ergänzt durch einen HRC-Wert oder den Kohlenstoffgehalt der Legierung.

Bei den Klappmessern der neuen Ibex-Serie sind sie hingegen genauer:

Klingenmat. rostfrei:1.4116 / X50CrMoV15, ca. 57 HRC
Klingenmat. Carbon:1.2067 / 102Cr6, ca. 58–59 HRC

Aus meiner Sicht ist naheliegend, dass die bei den neuen Heritage-Modellen verwendeten Klingenstähle ident oder vergleichbar sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das der stahl nicht gennat wird, dürfte recht einfache Gründe haben. Es gibt bei Carbon stahl sicher verschiedene, die recht Ähnlich sind. Ist eventuel ein stahl mal nicht zu bekommen, wird ein anderer Carbonstahl verwendet. Bei Rostträgem stahl ist es ja Ähnlich:
1.4116
1.4034
Wären zwei beispiele, die recht ähnlich sind. Es gibt da sicherlich noch mehr recht vergleichbare Legierungen, die austauschbar sind.
 
Das der stahl nicht gennat wird, dürfte recht einfache Gründe haben. Es gibt bei Carbon stahl sicher verschiedene, die recht Ähnlich sind. Ist eventuel ein stahl mal nicht zu bekommen, wird ein anderer Carbonstahl verwendet.
Gut möglich. Der 1.2519 wird ja scheinbar nicht mehr hergestellt. Herder produziert die K-Serie aber weiter...
 
Welcher stahl bei Herder verwendet wird, hat mich oft intressiert, aber man bakommtda kein einblick, welcher stahl wielange verwendet wurde. An anderer stelle wurde in verbindung mit Cullilux das stahlproblem mal erörtert und erklärt, warum die genaue stahlsorte nicht genannt wird. Ich weis nicht, ob das hier im forum war oder eine andere stelle im netz.
 
Das ist nicht nur bei den neuen Modellen so, sondern zieht sich durch das gesamte Küchenmesserportfolio auf der Webseite. Beim Klingenstahl wird lediglich zwischen "rostfrei" oder "Carbon" unterschieden, teilweise ergänzt durch einen HRC-Wert oder den Kohlenstoffgehalt der Legierung.

Bei den Klappmessern der neuen Ibex-Serie sind sie hingegen genauer:

Klingenmat. rostfrei:1.4116 / X50CrMoV15, ca. 57 HRC
Klingenmat. Carbon:1.2067 / 102Cr6, ca. 58–59 HRC

Aus meiner Sicht ist naheliegend, dass die bei den neuen Heritage-Modellen verwendeten Klingenstähle ident oder vergleichbar sind.
Wieso ist das naheliegend? Für mich ist das 'ne Vermutung. In diesem Forum wird seitenlang über Vor- und Nachteile der unterschiedlichsten Stähle diskutiert. Hier habe ich gelernt, beim Messerkauf auf die verschiedenen Eigenschaften der Stähle je nach Einsatzgebiet zu achten.
 
Selbstverständlich ist das eine reine Vermutung. Es könnte auch jeder andere härtbare Stahl sein. Aus Erfahrung mit dem Hersteller behaupte ich, dass er dazu noch gut wetzbar ist (auch Vermutung). Mir persönlich reicht das aber bei einem solchen Messer.
 
Das deckt sich nicht mit den Erfahrungen aus meinem Freundes- und Familienkreis. Für die meisten sind 18cm schon sehr groß. Am häufigsten wird da zu Messern zwischen 13 und 16cm gegriffen.
Da es bei Herder aber mit dem K5 und dem 1922 schon zwei Messer mit 18cm gibt, hätte ich auch ein Kochmesser um die 20cm für sinnvoller gefunden.

Ja, meine Frau macht alles mit 12-13 cm Gemüsemesser/Officemesser (Wüsthof, Nontron, Mac) - das Klischee von der Frau, die das ganze Essen mit einem Petty macht voll erfüllt. Wenn mal ein Kürbis oder was ähnlich großes gemacht werden muss, greift sie zum "riesigen" 15 cm Dick starren Ausbeinmesser, mein Messer fürs Grobe. Selbst mein Herder Santoku, ein echt gutmütiges mit 165mm recht kompaktes Messer ist ihr suspekt, die 185mm-240mm Gyutos - damit brauch ich gar nicht kommen, das sind ja Schwerter! Andererseits muss ich so nicht fürchten, dass mal ein nagelgängies Schanz Slim Line für's Dosenöffnen benutzt wird.

Daher halte ich den Ansatz von Herder, vor allem kleinere Messer zu bringen für recht marktgerecht - und für die Leute, die nicht "große" Messer fürchten gibt es ja mit dem K-Chef, dem großen 1922er auch was im Angebot, auch wenn so ein "richtiges" 240mm-260mm schon was tolles wäre. Und mit 235mm ist das neue Kochmesser ja auch etwas länger als der 240mm-Japaner-Standard wo du je nach Herkunftsgegendtradition eher bei 225-230mm Klingenlänge landest.

Ich hab das Petty und Santoku von der Serie und sie sind echt tolle, "bequeme" Messer, angenehme Griffe, sehr schneidfreudig (nagelgängig bei meinen Exemplaren), ohne das man sich Sorgen um Ausbrüche machen muss. Einzig beim Santoku fehlt mir etwas die Höhe und der Stahl könnte schnitthaltiger sein, ich würd den Stahl nach Jahren der Verwendung für den Standard-Solinger X50CrMoV15 halten (aber meine sind jetzt auch 5 Jahre alt, kann auch inzwischen ein anderer Stahl sein). Und die hübschesten sind sie mit den Übergängen zwischen Klinge und Griff jetzt auch nicht.

Das 185mm-Kochmesser find ich etwas stark bauchig für die Länge mit sehr wenig Flatspot, aber das ist bei der Konkurrenz aus Deutschland auch so. Wohl damit man mit so einem kurzen Messer noch einigermaßen Wiegen kann.

Die Preise sind aber trotzdem recht ambitioniert, selbst bei der Made-in-Germany-Konkurrenz bist du bei Wüsthof, Burgvogel, Dick, Heiso bist du bei mehr Bling bei gleichen oder niedrigeren Preisen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück