Hohlschliff mit Ausdrehkopf fräsen?

yaammoo

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Hallo Frässpezialisten,

ich frage mich gerade, ob man nicht einen Hohlschliff mit einem Ausdrehkopf fräsen kann.
Ich denke mir das so: Ich spanne das Blech auf einen Montagewinkel und stelle mir auf dem Ausdrehkopf den gewünschten Durchmesser des Hohlschliffes ein, zentriere dann das Blech auf dem Höhepunkt des Kreises, so dass die spätere Schneidkante der Klinge zuerst abgetragen wird, dann fahre ich so lang an dem Blech rauf oder runter, wie die Klinge später sein soll, dann stelle ich den Kreuztisch langsam zu und fahre so mit dem Ausdrehkopf bis zur Mitte des Bleches in das Material rein. Dann müsste ich doch eigentlich einen Hohlschliff mit dem Durchmesser, wie er am Ausdrehkopf eingestellt ist, haben, oder?

Kann man das verstehen, wie ich das geschrieben habe?

Thorsten
 
Im Prinzip müsste das natürlich funktionieren. Das Hauptproblem wird vermutlich sein, den Rohling auf den Winkel zu spannen (wie stellst du dir das vor?) und die Vibrationen.
Und natürlich geht das auch nur mit geraden Schneiden.

viele Grüße, Jan.
 
Was soll das bringen? Wenn Du eine Fräsmaschine hast, dann kannst Du die Klinge ganz normal mit einem Schaftfräser fräsen. Oder geht es Dir nur um das Prinzip?
 
jafi: Die Spannung stelle ich mir so vor, dass das Blech oben und unten an dem Winkel gespannt wird und eventuell noch an der Seite des Bleches, die der späteren Schneidkante gegenüberliegt. Dann wird der Hohlschliff, so lang wie er werden soll, von dem oberen Spannpunkt bis zum unteren Spannpunkt rausgefräst und hinterher wird erst die eigentliche Klinge aus dem Blech rausgeschnitten.
Wie es sich dabei mit Vibrationen verhält weiß ich nicht. Vielleicht probiert es ja mal jemand.

Thorsten
 
Was soll das bringen? Wenn Du eine Fräsmaschine hast, dann kannst Du die Klinge ganz normal mit einem Schaftfräser fräsen. Oder geht es Dir nur um das Prinzip?


Nee, nicht ums Prinzip. Es geht mir um den Hohlschliff. Mit einem Schaftfräser krieg ich ja nur nen Flachschliff hin. Wenn ich aber einen Hohlschliff fräsen will, dann, so meine Überlegung, könnte das doch mit einem Ausdrehfräser gehen.

Thorsten
 
mal so als ganz blöde frage.. warum willst du den fräsen?

geschliffen bist du deutlich schneller, die oberfläche ist besser und mehr freiheiten hast du auch.:confused:
 
Für was einen Hohlschliff? Sei froh, daß Du durch das Fräsen einen Flachschliff hast.
Ich sehe keinen Sinn in einem gefrästen Hohlschliff. Eigentlich nur Nachteile. Du musst von Hand einen Innenradius finishen. Der Aufwand beim fräsen (spannen, einrichten) ist wesentlich größer als beim einfachen schrägfräsen. Und wie willst Du den Radius an der Klingenspitze machen? Der sollte ja auch Hohl sein.

Hohlschliffe machen fertigungstechnisch nur Sinn, wenn Du den Hohlschliff an einem BS machen kannst. Dann kannst Du bis zum fertigen Finish alles am BS machen.
 
Soweit ich weis, haben die meisten Ausdrehköpfe nur eine Schneide, das ist eine sehr ungünstige Belastungsart für diese gewünschte Schneidarbeit,
wenn überhaupt, dann mit mehrschneidigem Messerkopf und geeigneten Wechsel-Schneidplatten.

Gruß Andreas
 
@kababear: Ich bin einfach nicht so Schleifer vor dem Herren. Irgendwas versaue ich mir beim Schleifen immer.

@rumag: den Hohlschliff hätte ich mir für eine grade Klinge oder eine modified-Tanto-Klinge vorgestellt, also ohne nachschleifen der Klingenrundung.
Zum finishen des Innenradius`könnte man sich ja eine entsprechende Handschleifvorrichtung bauen.
Aber ich sehe natürlich ein, dass der Aufwand für die Einrichtung vor dem Fräsen ein erheblicher Aufwand sein würde. Wenn ich aber einen bestimmten Radius haben wollte und den am BS nicht hinkriegte, weil z.B. mein Schleifrad nicht den gewünschten Durchmesser hat oder weil ich halt einfach nicht so der Schleifer bin, dann ....

@luftauge: Ein Messerkopf hat doch aber immer einen vorgegebenen Durchmesser.
Mit einem Ausdrehkopf könnte ich aber, mal rein theoretisch, heute einen Hohlschliff mit nem Durchmesser von 300mm machen, morgen einen mit 350mm, etc.

Aber ich verstehe euch schon ganz allgemein. Grundsätzlich würde es zwar vielleicht gehen, aber eigentlich viel zu viele Nachteile.

Thorsten
 
...
Ein Messerkopf hat doch aber immer einen vorgegebenen Durchmesser.
Mit einem Ausdrehkopf könnte ich aber, mal rein theoretisch, heute einen Hohlschliff mit nem Durchmesser von 300mm machen, morgen einen mit 350mm, etc.
Richtig, das ändert aber nichts an der sehr ungünstigen Belastung für Werkzeug und Maschine, weil immer nur eine Schneide über das Werkstück rotiert, und das hat Stoßbelastung zur Folge, im ungünstigsten Fall bricht nur die Schneide vom Ausdrehkopf, vom minimalen Vorschub und minimaler Zustelltiefe ganz abgesehen...

Mit mehrschneidigem Messerkopf müsste man den Fräser genau wie den Ausdrehkopf schräg stellen, da aber mehrere Schneiden arbeiten, wäre die Belastung nicht ganz so ungüstig, wie beim Einschneider.

Stichwort "Spindel schräg stellen" - erstmal nur durch den Kopf gehen lassen :ahaa:

edit:
Geht es immer noch um Deine BF20 ?
hm... - das mit Deinem Projekt "gefräster Hohlschliff" würde ich mir zugunsten der Maschine wirklich nochmal durch den Kopf gehen lassen, da wird eher viel kaputt gehen, als das öfter eine gute Höhlung rauskommt - egal, ob mit Messer- oder Ausdrehkopf.

Gruß Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
edit:
Geht es immer noch um Deine BF20 ?
hm... - das mit Deinem Projekt "gefräster Hohlschliff" würde ich mir zugunsten der Maschine wirklich nochmal durch den Kopf gehen lassen, da wird eher viel kaputt gehen, als das öfter eine gute Höhlung rauskommt - egal, ob mit Messer- oder Ausdrehkopf.

Gruß Andreas

Na gut, ich geb ja schon Ruhe. Es wird mit meiner BF20 kein Hohlschliff gefräst.

Ich bin durch das Bild im 6. Post, Post von "Hugo", auf dieser Seite

http://5128.rapidforum.com/topic=112572808442

überhaupt nur auf die Idee gekommen.

Da wird doch auch mit einem Ausdrehkopf ein Hohlschliff gefräst, nur halt kein einseitiger Hohlschliff, sondern ein beidseitiger.

(Darf man das überhaupt, dass man in andere Foren verlinkt?)

Thorsten
 
Hallo, vergess den Ausdrehkopf. Nimm eine 30mm breite; 350-400mm Schleif oder Pliestscheibe-geht auch auf einer Fräsmaschine- Dann stellst du die Scheibe etliche Grade schräg zur Schneiden-Linie - den enstehenden Radius an einem Versuchs-Stück einstellen- und schleifst mit einer auf ca. 3mm abgezogenen Kante Deine Hohle. Für die eine Seite dementsprechend über der Mitte und für die andere spiegelbildlich unter der Mitte. Oder wenn Du zentrisch spannen kannst-verschwenkst die Scheibe dementsprechend rechts oder links der Schneide. Und wenn Du Dir eine stramm federnde Schablone passend zur Schneiden-Linie machst und diese mit einer federnden Rolle an einen Anschlag drückst, kannst Du jede Kontur damit abfahren und behältst auch bei stark konischen Klingen eine exakte Spiegelbreite. - So arbeiten zT. die Japanischen Messerschleifer- Zugegebenermassen ein großer Aufwand; aber auch ein tolles Ergebnis.
Gruß
Uwe
PS: ist garnicht so kompliziert wie es sich liest.
 
Also ich hab auch schon nen Hohlschliff mit nem Schaftfräser hinbekommen. Nicht nur einmal. Einfach nen Schaftfräser mit halbrundende. Wo ist das problem?? Der Fräskopf sollte wohl Drehbar sein.
 
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