Inova T4

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ex Vento

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pitter (Produktbilder),ex Vento (Test u. Spannungsmessung), Zwick2 (Test u. Beamshots), Dischn (Test u. Laufzeit)


1. Einleitung/Vorstellung

Getestet wird die Inova T4 aus der neuesten (Nite Ize) Produktion, d.h. die Lampe wurde in der neuen Produktionsstätte in China gebaut. Diese wurde vom deutschen Imorteur Optamit zur Verfügung gestellt
Sie bietet 3 Helligkeiten und einen Blinkmodus.
Das besondere an dieser Lampe ist die Energieversorgung mittels abgestimmten Akku und Ladetechnik. Dabei kann der Akku zum Laden in der Lampe verbleiben.

Die Lampe und der Akku
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In der Ladestation
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Die Ladekontakte
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2. Funktionen, technische Spezifikation

Die Lampe bietet 3 Helligkeitsstufen mit folgenden Werten (Herstellerangabe).
Low: 16 Lumen / 48,5 Stunden
Mid: 94 Lumen / 6.0 Stunden
High: 227 / 2,25 Stunden
Der Blinkmodus ist nicht näher spezifiziert

Die Stufen Mid und Low werden über PWM erzeugt, dieses ist auch wahrnehmbar.
Verbaut ist eine Cree XP-G Led unbekannten Binnings. Die Farbe ist Kaltweiß ohne besondere Farbeinstiche (empfinden ex Vento)

Die Lampe ist komplett aus Aluminium gefertig und in einem matten Schwarz HA III beschichtet
Sie hat keine Wegrollsicherung, hier ist also Vorsicht beim weglegen geboten.
Das Lampenglas ist beidseitig antireflexbeschichtet.
Der Reflektor ist ganz leicht Strukturiert und der Schalter befindet sich, wie früher üblich, an der Seite und nicht am Ende.

Blick in den Reflektor
DSC_3363.jpg


- Gewicht 253g
- Länge 200mm
- max. Durchmesser am Lampenkopf 35mm
- Lichtaustritt/ Innendurchmesser Lampenkopf vorne 29mm
- Durchmesser am Batterierohr/Griffteil außen 28mm innen 20mm
- Länge Griffteil 138mm bis zum Lampenkopf

Die Stromversorgung erfolgt ausschließlich über den mitgelieferten Akku, ein Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen.
Bei meinem Test (ex Vento) warnte die Lampe bei leerem Akku durch kurzes ausschalten und anschließendem Runterdimmen. Ich habe die Lampe dann ausgeschaltet, der Akku hatte eine Spannung von 3,07V. Nach dem Laden (ca 3Std.) hatte der Akku eine Spannung von 4,14V. Hier ist also alles im grünen Bereich:super:
Wenn sich die Lampe in der mitgelieferten Ladevorrichtung befindet und geladen wird, signalisiert eine Status-LED oberhalb des Schalters dies durch Rot. Sobald die Lampe geladen ist wechselt diese auf Grün.

3. Verarbeitung
Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau, kommt aber an die Verarbeitung der früher in den USA gefertigten INOVA nicht ganz heran. Das Waffelmuster auf dem Batterierohr ist etwas unsauber, das können meine anderen INOVAS besser (dieser Punkt fällt allerdings nur bei recht genauer Betrachtung auf). Ein Vergleich von Zwick2 mit seiner T5 aus US-Produktion zeigt allerdings ein besser gefrästes Knurling an der T4

T5 oben, T4 unten
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Detail T4
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Detail T5
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Hier noch einmal die "Fehler" im Knurling
Riffelung.jpg


Die LED ist sauber zentriert und es gibt keine Fusseln hinter dem Glas. Lediglich der Reflektor weißt eine minimale Fehlerstelle auf.
Die Oberfläche erscheint samtartig.

4. Bedienung, Ergonomie, UI
Die Inova T4 hat das gleiche UI wie die T5,das bedeutet,Momentlicht ist möglich, innerhalb eines Zeitfensters können die Leuchtstufen durch mehrmaliges Drücken von High über Mid nach Low gewechselt werden und zweimaliges kurzes Drücken aktiviert den Strobe, ein versehentliches einschalten ist fast unmöglich.
Sofern man genug Zeit hat und das Ganze mit Bedacht macht,funktioniert alles bestens,sobald jedoch Hektik ins Spiel kommt verleitet dieses UI schnell zu Fehlern.
Eine Lockoutfunktion ist nicht vorhanden, aber auch nicht wirklich nötig, da der Schalter recht weit durchgedrückt werden muß.
Als anmerkung, Anfangs funtionierte die Momentlichtfunktion nicht. Diese ließ sich erst im Laufe dieses Testes benutzen.

Der Bedienkomfort ist, bedingt duch das relativ dicken Batterierohr und den Schalter in Daumenweite, sehr hoch. Die Lampe läßt sich deutlich angenehmer bedienen als Lampen mit mit Endkappenschalter. Auf Grund ihrer Größe ist sie allerdings für die Hosentasche zu groß und nicht wirklich EDC tauglich.

5. Beamshots, Leistung, Lichtverteilung
Wer andere moderne LED-Lampen besitzt und psychologisch auf Größer = Heller reinfällt, wird sicher entäuscht. Nicht, daß die Lampe nicht hell macht, die 227lm sind schon glaubhaft, aber das können deutlich kleinere Lampen halt auch.
Die T4 ist, durch den tiefen Reflektor, recht Throwlastig, mit einem engen Spillbeam. An der weißen Wand zeigt sich ein sauberer Beam ohne Artefakte. Die Lichtfarbe ist im Vergleich zu einer T5 mit Luxeon K2 TFFC LED kälter. Heller ist die T4 nicht.
Sie hat einen größeren Spot, der Spillbereich ist in etwa gleich groß.
Die Leuchtstufen sind gut abgestimmt.

Hier ein paar Beamshots:

Low
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Mid
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High
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Leuchtstärke:
Trow: 8600 lux/1m
Die Lumenwerte des Herstellers sind wohl sehr zurückhaltend angegeben, ich ich würde sie im Bereich von 300 Lumen ansetzen.

Laufzeiten:
Die Lampe leuchtet die angegebene Zeit von 2h 15 min mit leichtem Leuchtstärkeabfall und blinkt dann nachdem die Helligkeit innerhalb 3 Minuten merklich abfällt. Die Gehäusetemperatur stieg von 21° auf max 36°.
Inova_T4_max.JPG



6. Erweiterbarkeit, Zubehör
Zum Lieferumfang der Testlampe gehörte die Lampe selber, der Akku, Die Ladehalterung, ein Netzteil für die Ladehalterung, Steckeradapter für aller Herren Länder und ein Auto (Zigarettenanzünder) Ladekabel.

Der Lieferumfang
DSC_3398.jpg


Auf der Inovahompage wird weiteres Zubehör wie Ersatzakkus und Leuchtkegelaufsätze angeboten
Eine Handschalaufe kann nicht an der Lampe befestigt werden.


7. Preis/Leistung
Bei Optamit wird die Lampe für 159,-€ angeboten. In Anbetracht des Lieferumfanges und dem Gebotenen ist der Preis angemessen.


8. Fazit, persönliche (!) Beurteilung
ex Vento: Das Gesamtkonzept kann mich überzeugen, kein großes gehampel mit Akkus und Ladegeräten, alles ist auf einander abgestimmt. Die Verarbeitung ist insgesamt sauber und solide ist das Teil allemal. Was mich aber stört ist die Schaltreihenfolge (High->Mid->Low), mir wäre genau andersrum lieber. Und auch das PWM- geflacker ist etwas störend.

Zwick2: Ich bin,seit ich die erste Inova in der Hand hatte,Fan der wertigen Verarbeitung und der Haptik dieser Lampen.
Die neue T4 Made in China enttäuscht mich in dieser Beziehung überhaupt nicht.
Das Gesamtpaket stimmt hier einfach.
Die Bedienung über Sideswitch ist gut gelöst,wenngleich das UI nicht stressresistent ist.
Die Lampe ist natürlich etwas teurer als manche andere Lampen aus chinesischer Produktion.
Für eine Lampe mit Lithium Akku,Ladestation und der gebotenen Leistung ist der Preis aber gerechtfertigt.

Dischn: Eine robuste, gut verarbeitete aber recht große Lampe mit enorm tiefem Reflektor und guten Leucht- und Laufzeitwerten. Für Sideswitchfreunde, die unkomplizierte Akkutechnologie bevorzugen und vor großen, schweren Lampen nicht zurückschrecken, ein Kauftipp.
 
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