JMS Messerreinigungs- und Kasumi-Oberflächenbearbeitung-Set

Das Set von JMS kenne ich nicht.
Vor Jahren habe ich mal eine Dose Awasedo-Pulver gekauft. Das Natursteinpulver im JMS-Set wird etwas ähnliches sein und sicherlich auch funktionieren.
Man kann damit bei Messern mit Suminagashi Decklagen, nach dem Schleifen der Flanken, das Muster wieder herausarbeiten. Ist aber schon etwas Aufwand.
Je nachdem wie tief man das Suminagashi haben möchte nimmt man erst gröberes Pulver und wird dann schrittweise feiner, bis man bei einer Körnung ist, die den Stahl der harten Lagen poliert, in den weichen Lagen aber noch ein mattes Muster hinterlässt.
Persönlich meide ich solche Messer wegen dem Pflegeaufwand...

Um was für ein Messer geht es bei Dir? Und in welchem Zustand ist es?

Gruß, Andreas
 
Ich vermute mal, daß das schon funktionieren wird/könnte. Alles abhängig wie @AJK erwähnt.
Meine Erfahrung: Bei gelaserten Oberflächen wird diese eher blass bzw. verschwinden. ME reicht da in manchen Fällen auch Scheuermilch und Korken (von hinten nach vorn arbeiten und auf den Druck achten).
Alternativ Tyrolit Tyropol Universal Reinigungs- und Polierpaste. Gibts beim großen Fluss.
 
momentan geht es um kein Messer. Habe es lediglich zufällig entdeckt. Awasedo-Pulver scheint es ja nicht mehr zu geben.
Suche halt nach etwas das die Flanken nicht poliert sondern mattiert.
 
Ich habe das Set gekauft. Würde es aber nicht noch einmal kaufen. So richtig gute Ergebnisse erziele ich damit nicht. Mit Schleifschlamm eines Feinen Steines und Korken habe ich bessere Ergebnisse erreicht. Aber vielleicht kapier ich auch nicht wie das set genau zu benutzen ist
 
Das Awasedo-Pulver bekommt man gelegentlich angeboten. Habe ich schon bei meesterslijpers und dictum gesehen. Meist im Zweierset mit dem etwas gröberen Suita-Pulver.

Wenn es Dir aber nur um das Mattieren geht, braucht es wahrscheinlich kein Natursteinpulver.
Ich würde es mit Korund probieren: Korund Schleif- und Poliermittelset (https://www.topgeo.de/korund-schleif-und-poliermittelset_14715.html)
Oder einfach mal den Schleifschlamm von einem feinen Stein aufheben, und so wie von @Erebos beschrieben probieren.

Bei Eisenflanken würde ich aber aufpassen. Matt angeraute Oberflächen rosten wie Hölle...
 
Das Pulver habe ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Schleif- und Polierpasten habe ich schon einige probiert, ohne das gewünschte Ergebniss, alles nur Hochglanz.
Ein Bekannter hat einen Magnesium-gebundenen 6000# Stein von angeblich einem japan. Schmied. Der mattiert. Muss ihm das Teil wohl mal abschwatzen.
 
Die weichen Flanken japanischer Messer bekommt man mit den meisten Steinen matt, wenn man konsequent in die gleiche Richtung schleift. Aber mit Steinen kommt man halt nicht in die Overgrinds
 
eine schöne Mattierung erreiche ich mit zwei Methoden:
- den Abrieb einer Tormek T8 (Wasserbehälter) aufsparen, trocknen und wie eine kleine Brise Salz auf die Klingenoberfläche auftragen, dann zusammen mit einem 1500er, am besten abgenutzten Schleifleinen verreiben.
- oder mit dem Imanishi Akamonzen Toishi 1000 ( gibt es auch bei JMS), der ist weich, schlämmt sehr, aber macht genau so eine Oberfläche.
 
Die weichen Flanken japanischer Messer bekommt man mit den meisten Steinen matt, wenn man konsequent in die gleiche Richtung schleift. Aber mit Steinen kommt man halt nicht in die Overgrinds
Das mit den Overgrinds beim ausdünnen "kaschiere" ich bisher mit dem feinsten Schleifflies und ein wenig Schleifschlamm. Hat halt ein feinstes Strichmuster.
Steine um die 1000# mattieren mit Kratzmuster. Die meisten Steine in 5000#/6000# die ich habe polieren eher statt mattieren. Ausnahme der oben erwähnte 6000#.
Lasse mich aber gerne belehren.
 
Ich habe gerade aus Gründen (PA von den Kazokusteinen) ~zehn verschiedene Steine um und bei 6000 getestet, weil ich den Körnungsbereich ganz gerne mag: guter Kontrast bei noch mattem Weicheisen und noch feinere synthetische Steine führen dann zu einem Ton, der eher an die sandgestrahlte Mattierung "günstiger Messer" erinnert.

Gehärtete Klingenspiegel von Monostahlmessern freilich nicht, die werden blitzeblank. Deshalb hatte ich im vorherigen Kommentar auch ausdrücklich weiche Flanken erwähnt.
 
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