Moin Jens,
gut

!!
Also, Daniel hatte die Klinge nicht so unverschämt dünn ausgeschliffen wie z.B. die vom Padouk-Klapper. Er wollte es bei dem Stahl ohne weitreichende Erfahrung nicht gleich übertreiben. Der 1.2442 verträgt ja die Nagelgängigkeit sehr gut. Da kann ich bei beiden Messerchen von Daniel nur Gutes berichten.
Beim Fire Groover habe ich dann anfangs gleich mal etwas „nachgeholfen“. Paar Züge über den Sinter. Ist nach wie vor für derart Messer mein präferiertes „Gerät“, um sozusagen eine Basis als Grundlage des Fundaments herzustellen

…
Dann Micro Mesh die ganze Leiter Schritt für Schritt aufwärts - will heißen von 2.400 bis 12.000. Das liefert ein klasse Ergebnis. Der Groover groovt locker durch Papier, schnitzt zufriedenstellend, rasiert auch.
Da ich stets bemüht bin, die Dinge etwas zu optimieren, habe ich nach einer längeren Zeit guter Erfahrung gerade vorgestern (Du hast mir wohl über die Schulter geschaut :emmersed

etwas weiter am „Feinschnitt“ gearbeitet. Und zwar habe ich eine sehr stabile Papphülse vom Durchmesser eines Besenstils. Da habe ich Micro Mesh drumgewickelt - wieder aufsteigend nacheinander.
Wenn Du da die Klinge drüberlaufen läßt, hat der Vorgang mehr Nachdruck an der Schneide. Und die Papphülse - ein Kern einer Garnrolle der Fischer von Monte Gordo

-gibt etwas nach. So wie ein Mousepad etwa. Der Effekt ist, daß die Schneide etwas besser verrundet im balligen Sinne. Etwas besserer Abtrag. Das Ergebnis ist frappierend gut.
Die Geometrie der Klinge hat sich so nach und nach meiner Idealvorstellung angenähert. Weiter ausdünnen werde ich sie wohl nicht, da sie erstklassig schneidet bei sehr guter Schneidkantenstabilität. Man muß sich bei dem Stahl absolut keine Sorgen machen nach meiner bisherigen Erfahrung. Wird sehr scharf bei etwas größerem Widerstand dem Schärfmedium gegenüber.
Standzeit kann ich nix Genaues zu sagen. Habe ich mich nicht drum gekümmert. Ist mir eh wurscht. Grandioses Messer allemal …
LG aus warm and sunny Monte Gordo
R’n’R