Küchenkommander

tueri

Mitglied
Beiträge
263
Hallo,

dank dem schlechten Wetter gelingen mir keine guten Fotos.
Ich möchte trotzdem mein neuestes Kochmesser vorstellen:

kk.jpg


Länge: 30cm, 17cm scharf
Gefertigt aus 3mm SB1, Ätzfinish
Griffschalen: Sapelli
Klingendicke 2mm hinter der Schneide: 0.2mm
Die Schneide ist leicht ballig abgezogen.

Als die Klinge vom Härten zurück kam, hatte sie gleich mehrere Aufgaben für mich parat:

Klingenspitze verbogen
Wellenförmiger Verzug der Schneide
Verdrehung um die Längsachse

Zum Glück war der Verzug nicht sehr stark ausgeprägt (die Klinge war bereits auf 0,2mm ausgeschliffen)
und ich habe das Ganze durch kombiniertem Einsatz von Richthammer,
Bandschleifer und viel Schleifen auf der Richtplatte in den Griff bekommen.

Grüße,
Holger
 
Klasse Messer. Da hast du ja noch ein haufen Arbeit nach dem Härten gehabt. Wie hast du den Schneidenbereich vor dem Ätzmittel geschützt? Tesa, Edding?

Gruß Daniel
 
Hallo Daniel,

den Schneidenbereich habe ich mit Anreisslack geschützt,
kommt leider auf dem Foto nicht zur Geltung....

Grüße Holger
 
Gefällt mir gut, wie sich das Klingenfinish und die Holzmaserung ergänzen.:super:
 
Hallo Holger

Cooles schlichtes Design. Saubere Ausführung.
Einfach und edel. Gefällt mir.

Gruss Bobby
 
Eine sehr geschmeidige linienführung ist Dir da gelungen. Die kombi Ätz-Griff rundet das Ganze noch ab. Es wirkt sehr gefällig-fast schon beruhigend :hmpf:
 
So ein schönes Messer sollte doch mal wieder nach vorne gebracht werden. :eek:

Mich interessiert sehr, welche Kombination von Säure (+Einwirkzeit) und Lack du verwendet hast - hoffe das ist kein Betriebsgeheimnis. ;)
 
Hallo,

die Schneide habe ich mit Anreisslack abgedeckt, die Klingenflanken habe ich vor dem Ätzen mit Sprühlack aus der Dose angenebelt.
Dann in Eisendreichlorid für ca. 30 min geätzt. Den ganzen Vorgang
habe ich dann nochmal wiederholt (ergibt eine gleichmässigere Struktur).

Viele Grüße,
Holger
 
Danke für die Auskunft, mit Eisendreichlorid hätte ich es auch versucht.

Hast du einfach nen x-beliebigen Lack (z.B. Klarlack?) zum Aufsprühen genommen? Fotopositiv-Resist hab ich nämlich noch nicht so günstig gefunden, dass es ich sagen könnte "Schaun mer mal was bei rum kommt". ;)
 
Hallo,

ich würde auf jeden Fall einen farbigen Lack verwenden, dann hast du eine
optische Kontrolle, dass die Oberfläche gleichmässig "angenebelt" ist.

Gruß,
Holger
 
Zurück