Licht ins Dunkel – Leuchtgriffe im Überblick

RFB

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Es scheint vermehrt Griffmaterial zu geben, dass im Dunkeln in der ein oder anderen Form leuchtet. Hier im Thread können wir die entsprechenden Messer zeigen und einen Überblick der verschiedenen „Leuchtgriffe“ erstellen.

Den Anfang macht das Canary, es ist zwar nur ein kleines Neck Knife aber ein großer „Leuchter“. Der Hersteller QSP nennt das Griffmaterial "Glow-in-the-Dark Resin" also im Dunkeln leuchtendes Harz.
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Eine weitere Besonderheit ist die Struktur des Klingenrückens, die an eine Kordel erinnert und dem Daumen halt gibt.
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Mit rund 80 Gramm ist es leicht genug, um es im Kydex mit der Kugelkette umzuhängen.
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Da es mit etwa 13,5 cm recht kurz ist, passt es aber auch in die Hemd- oder Hosentasche. Die Spear Point Klinge aus 14C28N ist 3 mm stark und weniger als 6,5 cm lang, also auch in rechtlicher Hinsicht transportfreundlich.
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Es gibt noch andere Varianten vom QSP Canary (darunter auch eine zweite mit Leuchteffekt). Jedenfalls ist das Canary mit Glow-in-the-Dark Resin eine „Erleuchtung“ und ein guter Einstieg in die Welt der Leuchtgriffe.
Harry Potter würde jetzt wohl "Lumos" rufen ;-)
 
Immer wieder kreative Ideen, auch bei der Präsentation ungewöhnlicher Messerdesigns. „Erleuchtung“ ist immer Willkommen. Für die Adventszeit gäbe es noch Möglichkeit VIER Illuminaties in ein Holz zu rammen, spart die Kerzen.

Abu, der noch unerleuchtet ist.
 
Die Frage, wie lange die Leuchtgriffe leuchten, ist noch ohne Antwort :(. Es bleibt also in diesem Jahr bei Kerzen auf dem Adventskranz.
Leuchtgriffe gibt es auch in Frankreich, Fontenille Pataud hat ein solches Messer im Angebot. Das wechselt sogar mehrfach die Farbe. FP schreibt, dass das phosphoreszierende Harz in Innenräumen eine blasse Farbe hat (auf dem Bild zu sehen), sich jedoch sofort in ein kräftiges Blau verwandelt, wenn es direktem Sonnenlicht (UV-Licht) ausgesetzt wird. Während sich das Material im Licht befindet, lädt es sich in der dritten Stufe auf, die in der Dunkelheit zum Vorschein kommt, wo es in einem kräftigen Gelbgrün leuchtet. So sieht dieses Laguiole Nature Classic Range Phosphorescent aus. Fehlt eigentlich nur noch ein Griff der zwischen den französischen Nationalfarben blau, weiß und rot wechselt :)
 
Obwohl es mehrere Messer mit Leuchtgriff gibt, hat der zugehörige Thread noch keinen Schwung. Und es hat auch nicht geholfen „Lumos“ zu rufen. Vielleicht liegt es daran, dass das Canary aus #1 einen sehr starken Leuchteffekt hat und sich deswegen niemand traut, schwächere Leuchtmesser zu zeigen. Aber hier können gern auch „Schwachleuchter“ gezeigt werden. Zur Aufmunterung zeige ich nun auch ein solches Messer, also eines wo es mehr glimmt als leuchtet.
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Man sieht, dass der Leuchteffekt beim Baby Penguin von QSP deutlich schwächer ausfällt. Die Leuchtschicht ist hier von geschredderten Carbonfasern bedeckt. Im hellen ist der Griff einfach nur grau-schwarz und lässt nicht erwarten, dass hier irgendetwas leuchten oder glimmen könnte.
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Die 6,5 cm lange Sheepfoot Klinge des kleinen Fixed ist 3 mm stark und aus 14C28N.
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Steckt der kleine Pinguin in seinem Lederholster mit Clip schaut weniger als die Hälfte vom dunklen oder glimmenden Griff heraus.
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Insgesamt ist das Baby Penguin von QSP ein Beispiel dafür, dass auch Messer mit nur wenig leuchtenden Griffen in dieses Forum gehören. Die anderen Babypinguine leuchten übrigens nicht.
 
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Das erste Wichard Seglermesser, vom Handling her eigentlich eine Zumutung. Produziert von 1980 - 1988. Liegt wie ein Fremdkörper in der Hand. Man stelle sich das mal mit nassen klammen Händen vor.
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Von Vic gibts nachleuchtende Griffe am Rescuetool. Ausserdem gibt es für die ...91er Modelle von Drittanbietern auch nachleuchtende Schalen.

Grüsse
 
Wie lange leuchten solche Leuchtgriffkerzen? Würde es für einen schönen Adventsabend reichen?

Solche Pigmente können (je nach Anforderung) sehr unterschiedlich ausgelegt sein. Für manche Anwendungen ist es hilfreich, möglichst schnell einen kräftigen Leuchteffekt zu erzielen, der dann aber nicht so lange anhält. Andere Anwendungen erlauben eine längere "Aufladezeit" oder laden sich auch im normalen Tageslicht beeindruckend stark auf, die dann auch einen länger anhalten Nachleuchteffekt bietet, der aber nicht so schnell "auflädt" und oft auch weinger hell ausfällt.

Diese Unterschiede kann man z.B. auch an vielen Armbanduhren mit den unterschiedlichen Leuchtmassen sehen. Meine Sinn U1 oder auch die eine oder andere G-Shock laden sich schon bei Raumhelligkeit über eine längere Zeit stark auf, und der Leuchteffekt ist schon weit vor absoluter Dunkelheit (z.B. im fensterlosen Treppenhaus) gut sichtbar, bei anderen muß man schon eine vierstellige Lumenzahl draufhalten, um zumindest kurzfristig einen guten Effekt zu erzielen.

Eine einheitliche Antwort auf die Frage gibt es daher nicht.
 
Ich hatte mal ein Ansø Custom, das hatte eine GITD-Schale, in die von innen ein Tritiumröhrchen eingelassen war. Das permanent leuchtende Tritium hat das Schalenmaterial, das ja eigentlich nur temporär leuchtet, dann an dieser Stelle von innen heraus ebenfalls permanent zum Leuchten gebracht. Eine coole Idee war das.
 
Tritiumröhrchen eingelassen war. Das permanent leuchtende Tritium hat das Schalenmaterial, das ja eigentlich nur temporär leuchtet, dann an dieser Stelle von innen heraus ebenfalls permanent zum Leuchten gebracht. Eine coole Idee war das.
Das finde ich auch! Allerdings gibt es gegenüber Tritium große Vorbehalte. Die Leuchtkraft kommt ja durch die natürliche Umwandlung der Wasserstoffisotope zu Stande unter Freisetzung elektromagnetischer Strahlung. Licht gehört da dazu. Das klingt sehr nach Radioaktivität und das ist es genau genommen auch. Ich habe küzlich mal eine Taschenlampe mit Tritium bestückt und Messungen mit einem Geigerzähler gemacht. (Ähnlich einem Dosimeter nur etwas komplexer.) Da waren die Werte nicht erhöht in unmittelbarer Nähe. Die kosmische und vor allem auch die Strahlung, die von magmatischem Gestein / Mineral ausgeht scheint bedeutender zu sein. Das ist meine Beobachtung mit meinen Messmethoden. Soweit ich das weiß, gibt es auch Einschränkungen im Handel mit Tritium in der EU. Da weiß ich aber nichts Genaues. Ich persönlich finde es sehr gut, so eine Dauerlichtspur an einigen Gegenständen zu haben. An meinem Schlüssel ist so ein Röhrchen von Böker, seit Jahren!
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Wie von @excalibur schon erwähnt, hab ich der Vergangenheit das ein oder andere Tritiumröhrchen verbaut.

Hier zwei weitere Beispiele:
  • im Rahmen einiger UKPK-Pimps
  • für das Vespermesser meiner Frau
Leider kommt da nicht mehr viel Licht aus den Röhrchen - sind ja auch schon gut über 10 Jahre alt, was der üblichen Lebensdauer entspricht.

Neue Röhrchen müsste ich mir dann hier "angeln": carpylights in den Niederlanden: klick

Wenn man sich seine Leuchtgriffe mit Epoxy und Leuchtpulver selbst bauen will, wird man z. B. hier fündig: klick

Funktioniert natürlich auch sehr gut, wenn man nur leuchtende Markierungen oder Buchstaben im Messergriff haben will.

Vespermesser (mehr Infos hier klick)

P1020138.JPG

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UKPK Pimps (mehr Infos hier klick)

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Leider kommt da nicht mehr viel Licht aus den Röhrchen - sind ja auch schon gut über 10 Jahre alt, was der üblichen Lebensdauer entspricht.
Lebensdauer ist in diesem Falle nicht so ganz richtig. Da es sich um einen radioaktiven Zerfallsprozess handelt, spricht man von Halbwertszeit. Diese ist so bei 12 bis 13 Jahren zu erwarten. Dann funzelt das Zeug immer noch, nur halb so hell und so weiter.
 
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