Messer mit Problemgriff

Manni

Mitglied
Hallo zusammen,
für einen Jagdkameraden hab ich dieses Messer gemacht. Klingenlänge ist 120 mm, -dicke ist 3,5 mm, -material ist RWL 34. Als Griff hatte ich einen wunderschönen Klotz aus stabilisiertem, gestocktem Pappelholz ausgesucht. Dieser aussen wunderschöne Klotz verlor seinen Reitz, als ich lauter weiche, schwammige Stellen im Innern feststellte, die mit dem Harz offenbar nicht in Berührung gekommen waren. Ich konnte mir nicht anders helfen, als die Stellen mit Sekundenkleber und Schleifspänen vollsaugen zu lassen. Oder was hättet ihr gemacht?
Merci für jede Antwort.
Manni
 

Anhänge

  • SAM_0147.JPG
    SAM_0147.JPG
    92,8 KB · Aufrufe: 369
  • SAM_0144.JPG
    SAM_0144.JPG
    79,7 KB · Aufrufe: 652
  • SAM_0146.JPG
    SAM_0146.JPG
    74,4 KB · Aufrufe: 553

Curt

Mitglied
Sieht erstmal auf den Bildern klasse aus :)

Also, ich kenne mich jetzt in der Griffbearbeitung mit Holz nicht wirklich gut aus, aber kann man in solchen Fällen nicht die schwammartigen Stellen irgendwie "Entwässern" (soll natürlich heißen die Feuchtigkeit rausziehen, so dass man erneut Epoxidharz einbringen kann, um das Holz zu stabilisieren)?

Wie wirken sich Holzspäne und Sekundenkleber auf die Stabilität aus in diesem Fall?


Was ist eigentlich aus dem Messer geworden? Hast Du es ihm verkauft oder machst Du ein neues?


VG, Curt
 

MrSmith

Mitglied
Hallo

erstmal: Schönes Messer hast du da gemacht.

Zum Holz: Das kommt ganz darauf an wie groß diese Stellen sind und ob der Griff sich dadurch bereits "instabil" anfühlt.
Wenn die Stellen eher klein und wenig in der Anzahl sind dann hast du wie ich finde richtig gehandelt.

Gruß
 

Droppoint

Mitglied
Wenn es hält, ist es doch o.k. Ich hätte allerdings schweren Herzens das Holz runtergerissen und ein neues Stück genommen, für Pfusch ist die Klinge eigentlich zu schade.

Gruß

Uli
 

drduke

Mitglied
Tut mir leid, die geflickten Stellen sehen grausam aus. Ausschneiden und durch anderes Material (Elfenbeinscheibe z.B.) ersetzen oder neuen Griff fertigen.
Dann wird es der Klinge gerecht!
 

Manni

Mitglied
Hallo zusammen,
zunächst mal, die Stellen sind nicht so groß, dass sie Gebrauchswert oder Stabilität negativ beeinflussen könnten. Der Auftraggeber hats übrigens wo wie es war genommen und ist happy damit, zumindest tut er so. Übers Aussehen läßt sich trefflich streiten. Sicher ist richtig, dass das Holz nicht meiner Vorstellung von perfekt entspricht und deshalb von Rechts wegen ausgetauscht werden müsste. Nun, wie Lodder Matthäus sagt: again what learned.
Danke für eure Meinung.
Manni
 

Curt

Mitglied
Also wenn die große graue Stelle der Sekundenkleberbereich ist, hätte ich das Holz ebenfalls ausgewechselt, auch wenns hält.

Ich glaub, bei dunklem Holz wäre das so gar nicht aufgefallen :)

VG, Curt
 

Manni

Mitglied
Nein, der graue Bereich ist "as is". Sekundenkleberbereiche sind die kleinen, dunklen, wie eingebrannt wirkenden STellen.
Manni
 

yaammoo

Mitglied
Hast du selbst stabilisiert oder den Block stabilisiert gekauft?
Wenn du ihn gekauft hast, würde ich ihn definitiv reklamieren und zumindest den Preis für das Stück zurückverlangen.
Wenn du selbst stabilisiert hast, hast du tatsächlich was gelernt. Womit wurde denn stabilisiert? Mit Öl oder mit Harz. Wohl mit Harz, jedenfalls sehen die großen grauen Stellen so aus, als wäre dort ein Überschuss an Harz, z.B. in einer schwammigen Struktur.
Kann es sein, dass das Holz beim Stabilisieren noch feucht war? Besonders die schwammigen Stellen?
Eigentlich ein wunderschönes Stück Holz, welches jedoch durch die grauen Stellen deutlich in seiner Schönheit eingebüßt hat.
 

Manni

Mitglied
Hallo,
nein, nicht selber stabilisiert, das Ding wurde gekauft. Ich weiss aber ums verr.....en nicht mehr, wo. Eins hab ich bei **** gesteigert, ein paar bei einschlägigen Händlern.
Könnt nicht sagen, welches woher war.
Manni