Mokume Gane aus Messing und Kupfer

Hab meinen Barren von gestern jetzt der Länge nach aufgeschnitten...Die Verschweißung hält, aber vom Kupfer erkennt man nur noch recht wenig. Also leider noch nicht das Ergebnis das ich mir wünsche. Die nächsten Bleche sind schon geschnitten...Drückt mir die Daumen.

Gruß Christian
 
Also ich würde ja auch gerne ein paar Versuche unternehmen. Ich frage mich aber, wie ich die Löcher in so dicke Platten bekommen soll um die Presse herzustellen. Wie habt ihr das gelöst, so ihr denn nicht gerade in einer Schlosserwerkstatt oder ähnlichem arbeitet?
 
Wenn Du keine Bohrmaschine hast. Kannst Du ja auch eine Nut reinfeilen.


christoph
 

Anhänge

  • Unbenannt.jpg
    Unbenannt.jpg
    8,6 KB · Aufrufe: 255
Zum Beitrag 21:
Ich verstehe nicht ganz, wieso das Kupfer nicht richtig zu sehen sein soll.
Im metallisch blanken Anschnitt sieht man naturgemäß nicht viel.
Wenn Du Dir die Mustergestaltung noch nicht recht zutraust, kannst du das Paket einfach an den Kanten schräg überschleifen, so daß die einzelnen Schichten offen gelegt werden. Wenn man das Paket dann mit der Lötlampe oder auch mit einem Heißluftgebläse so erhitzt, das das Kupfer Oxydationsfarben zeigt, werden die Bleche sich wieder deutlich voneinander abheben. Du kannst dann auch gleich Färbungsversuche machen.
MfG U. Gerfin
 
Ich kenne das aber auch. Wenn man die Temperatur zu lange zu hoch hält löst sich das Kupfer fast schon auf und es bleiben nur ganz dünne Streifen übrig. Ich nehme mal an es legiert sich einfach ins Messing ein

Gruß Max
 
Hallo.

Die Schichten sind schon noch recht gut zu erkennen, nur ist das Kupfer eine Nummer dünner geworden. Bei meinem Ersten Testblock mit sieben Lagen konnte man noch sehr gut die unterschiedlichen Metalle sehen und vor allem waren die Schichten fast gleich dick.

Aber so schlimm ist das ganze nicht. Dafür scheint der Block nämlich recht stabil zu sein. Hab gestern einfach mal aus Jux und Dollerei eine Seitenabschnitt ein wenig tordiert. Es hat sich bisher nichts gelöst. Werde wohl an dem Stück ein wenig tordieren üben.

Gruß Christian
 
Ich habe mal nachgesehen das Gebrausmuster von "Mudojogane" wurde so angemeldet:

http://publikationen.dpma.de/DPMApu...U1&docDate=06.08.2009&id=9568972&hitlistAll=5

Was da so besonders sein soll, sehe ich nicht.
Bei den Bestandteilen ist ja ein weiter Rahmen angegeben.
Gut, Aluminium, Galium, Indium, Silizium, Zinn/ Zink sind in Silberlegierungen wohl nicht so häufig, aber auch Legierungen nur aus Silber und Kupfer bestehend, sind genannt; was soll dabei schützenswert sein?
Ich überlege da Einspruch zu erheben, nacher muß noch jeder der Mokume aus CU/Ag verarbeitet Lizenzen zahlen:glgl:.
 
Bin heute wieder ein Stück weiter gekommen. Hab leider bisher keine Fotos gemacht, da ich dachte, dass es eh nix wird/geworden ist. Werd aber morgen noch welche vom Ist Zustand machen.

Hab den Barren jetzt tordiert - dabei immer zwischengeglüht - ihn dann mit der Schleifmaschine rund geschliffen und anschließend nach nochmaligem glühen flach geschmiedet. Der Barren ist jetzt 45mm lang 6mm breit und 5mm dick. Das Muster zeichnet sich recht schön ab, auch wenn die Kupferlinien recht dünn sind. Brüche oder Risse habe ich bisher nicht bemerkt.

Morgen will ich dann versuchen aus dem Barren etwas "Richtiges" zu machen. Soll am Ende ein Ring bei raus kommen. Meine Frage ist jetzt aber, wie ich anhand des Schlitzes im Ring den Ringumfang errechne, oder wie ich überhaupt die Größe für den Ring richtig berechne. Hab schon in den ganzen anderen Mokume Themen gelesen habe dazu aber noch nichts gefunden. Ich würde mich sehr über Tipps und Tricks freuen....

Gruß Christian
 
Du nimmst den gewünschten Umfang und teilst ihn durch zwei. Dann hast du die Schlitzlänge. Ich würde aber empfehlen, den Schlitz etwas kürzer zu machen. Am Ringriegel wird der Umfang beim Rundschmieden schnell größer und einmal zu groß macht ohne passendes Werkzeug keinen Spass :ahaa:
Wenn du den Ring nachher innen und außen abdrehst kannst du eh ein bisschen kleiner wählen und dann anpassen. Ansonsten wie oben beschrieben.

Bei mir hats so gut geklappt.
Gruß Max
 
Sodele. Hier sind auch mal wieder ein paar Fotos:

http://img12.imageshack.us/img12/4228/p1000075b.jpg
http://img15.imageshack.us/img15/9797/p1000079z.jpg
http://img29.imageshack.us/img29/7552/p1000083ocd.jpg

Hab den Barren jetzt geschlitzt und begonnen ihn zu dornen. Fehlt noch ein bisschen, dann kann er auf den Ringriegel. Ich habe leider wohl etwas wenig überstand zu den Seiten gelassen und mache mir daher sorgen, dass er reißen könnte. Wie mache ich das überhaupt mit dem Materialüberstand? Ab wann beginne ich ihn abzutragen? Hatte dazu irgendwas von Staubrüchen gelesen.

Ich hoffe echt, dass ich es schaffe den Ring auf den Ringriegel zu bekommen. Danach kann ja eigentlich nicht mehr allzu viel schief gehen.

Gruß Christian
 
Hallo Christian,

achte beim nächsten mal darauf, dass du 2 saubere Bohrungen für den Schlitz machst. Ich nehme dafür einen 2mm-Bohrer. Sonst reißt dir das Material beim Aufdornen ein. Rechts scheint es tatsächlich etwas wenig Material zu sein... Probier es halt. Reißen tut er deswegen nicht aber der Ring könnte an diesen Stellen zu dünn werden. Materialüberstände an den Kanten mußt du immer erst wegschleifen, sonst legen sie sich beim Schmieden um.

Viel Spaß, und BTW: "Sodele" hab ich in Bremen noch nie gehört...und ich wohne hier schon 45 Jahre... Sowas sacht hier doch keiner!

PP
 
Hallo

zunächst einmal - jetzt bin ich platt! Soviel Info und so ein interessantes Thema - DANKE

Aber jetzt habt ihr mich ziemlich angefixt und ich musste mir das Buch von Steve Midgett zulegen. Habe viele Beiträge hier gelesen und nach soviel Theorie sollte es nun zur Praxis gehen.

Da meine Metallausbildung schon Über- Übergestern stattgefunden hat ist sicher viel Übung angesagt. Und damit diese Übungen nicht unbedingt im finanziellen Chaos enden hoffe ich hier auf ein paar Tips.

Leider hab ich nix gefunden über ne Einkaufsquelle geeigneter Bleche. Es wurde C.Hafner genannt aber dort finde ich nur fertige Barren die aber zum Verheizen erstmal nicht angesagt sind :D

Weiss wer, wo ich geeignete Bleche bekommen kann um damit Versuche zu machen? Und ne Idee, welche Werkzeuge am Anfang sinnvoll sind?

Zur Zeit mache ich Heissglas und habe deshalb ein paar Tools von denen ich hoffe, dass ich die teilweise verwenden kann:
Also was ich habe sind Muffel-Öfen mit digitalen Steuerungen, Gas-Sauerstoffbrenner, leistungsfähige Propanbrenner, Sauerstoffgeräte die -falls sinnvoll - Stickstoff als Abfallprodukt liefern um evtl ne Ofenatmosphäre zu erzeugen. Und ne Menge Ideen über die Kombination von Glas und Mokume. Und mit viel Glück kann ich meine Frau mal überreden, einen Glasgriff für ein schönes Damastmesser zu machen - aber das ist ja ein anderes Thema :steirer:
 
Leider hab ich nix gefunden über ne Einkaufsquelle geeigneter Bleche. Es wurde C.Hafner genannt aber dort finde ich nur fertige Barren die aber zum Verheizen erstmal nicht angesagt sind :D

Weiss wer, wo ich geeignete Bleche bekommen kann um damit Versuche zu machen? Und ne Idee, welche Werkzeuge am Anfang sinnvoll sind?

Und mit viel Glück kann ich meine Frau mal überreden, einen Glasgriff für ein schönes Damastmesser zu machen - aber das ist ja ein anderes Thema :steirer:

Was genau für Bleche? Wenn du in einer der beliebten Suchmaschinen "Kupferblech 0,5mm" eingibst, bekommst du eine Menge Bezugsadressen, u.a. Conrad. Und dann "Kupfer" durch "Messing" ersetzen usw.

Glasgriffe hatten wir glaub ich schon mal irgendwann hier als Thema. Vorteil: sie arbeiten nicht wie Horn und Bein. Nachteil siehe "Glasknochenkrankheit". :D

Viel Spaß bei deinen Mokumeversuchen und zeig die Ergebnisse bitte vor!

PP
 
Hallo PP

vielen Dank für Deinen Tip. Hatte nur gehofft dass es vielleicht jemand gibt der das gesammelt anbietet (ok - ertappt - bin von Natur aus eher faul - sagt zumindest SIE ;))

Aber dann werd ich mal schauen was ich alles brauch.

Auch an dieser Stelle vielen Dank für die tel. Tips. Und nun mal schaun wie es vorwärts geht.
 
Zurück