Nächste Offenbarung: TFG Rückruf Verdacht falscher Stahl

Abu

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Ich habe nur die gerade erhaltene Info von TFG kopiert, mehr ggf auf der Website. Schlimm für die Händler, sehen wir es positiv: da wird aufgeräumt, der Qualitätsanspruch steigt.

Abu

ZITAT:
📢 Wichtige Mitteilung – Rückrufaktion Tuya Knife „Queen Anne's Revenge“

Liebe Tools for Gents Community,

nach unserem öffentlichen Statement und weiterführenden Recherchen haben wir uns entschieden, eine freiwillige Rückrufaktion für folgendes Modell durchzuführen:

👉 tuyaknifeus.com/product/tuya-queen-anns-revenge/⁠�

Betroffen ist das Modell „Queen Ann’s Revenge“ von Tuya Knife.

⚠️ Hintergrund
Es besteht ein begründeter Verdacht, dass bei diesen Messern möglicherweise nicht der deklarierte Hochleistungsstahl verwendet wurde.
 
War eigentlich schon im BRKT Thread Thema ist aber offensichtlich da gelöscht worden.

Wie man auf dem Bild sieht, geht es um den Fake M390 Stahl aus China.
Tuya Knife ist eine chinesische Firma.
 
Hab selber 2 Queen Anne's Revenge von Tuya, die ich bei TfG gekauft habe! Die Verarbeitung ist wirklich top! Doch wenn ich für ein Messer mit M390- Klinge bezahlt habe, möchte ich auch diesen Stahl haben.
Ricci, der Inhaber von TfG hat auch sofort die Messer zurückzunehmen. Ein Service der nicht selbstverständlich ist. 👍
 
Also wenn die zugesicherten Produkteigenschaften nicht stimmen ist der Händler schon verpflichtet zu wandeln, entweder Reparatur oder Tausch oder wenn nicht möglich Geld zurück, ggf. Abzug von Nutzung. Ich glaube, dass ist den Händlern jetzt auch klar geworden und damit werden sie zukünftig auch genauer hinschauen. Insofern hat der BRKT Etikettenschwindel auch ein gutes.
 
Tuya Knife Europe hat zu den aktuellen Vorwürfen von TfG inzwischen eine Stellungnahme abgegeben:

Tuya 1.jpg

Tuya 2.jpg

Tuya 3.jpg

Tuya 4.jpg

Tuya 5.jpg

Tuya 6.jpg

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Quelle: Tuya Knife Europe (https://www.facebook.com/profile.php?id=100045542240031)

Laut der Stellungnahme läuft das Verfahren seit Juni 2025. Falls das zutrifft, ist zumindest der Zeitpunkt der Veröffentlichung durch TfG interessant gewählt.
 
Zuletzt bearbeitet:
wie kann ein Stahl verschiedene Rezepturen haben? Nicht belegt werden ja auch der Einkauf des Stahl bei Böhler o.ä.....Ich halte das für Ausreden.
 
Bisher ist auf der Homepage von TfG immer noch die Aussage zum Rückruf vorhanden. Mal schauen.
 
Die aktuelle M390 Variante ist die dritte Generation und heißt korrekt M390 Microclean.
Kann man das irgendwo nachlesen? Nach meinem Verständnis bezeichnet Böhler den eignen PM-Herstellungsprozess als "3. Generation" und das schon immer. Die Böhler PM-Stähletragen alle "microclean" im Namen. Die "superclean" Stähle sind mit ESU-Verfahren hergestellt. Das bedeutet aber nicht, das M390 microclean die dritte Generation von M390 ist.
 
wie kann ein Stahl verschiedene Rezepturen haben?


Antwort von Larrin Thomas (in einem anderen Kontext):
"You’ll notice that above the composition chart for M390 here (not M390MK), it does clarify that this is the “average” composition.
For a steel with a standard specification, such as D2, there is a required composition range for each element. So even though D2 might have an average composition of 1.5% carbon and 12% chromium, there are allowable ranges, for D2 they are 1.4-1.6% carbon and 11-13% chromium.

In addition to these ranges which are required by the official specification, steel companies also have internal specifications.
So perhaps the company might determine they can have a tighter range for D2 and so their carbon range is 1.5-1.6% instead.

For a proprietary steel, however, the ranges are set only by the steel company internally.

These ranges are usually not public, though they may be listed on composition certification sheets in some cases.

It is not possible to have every heat of M390 be exactly 1.9% carbon, 20% chromium, etc. so there is a range that the company will shoot for like 1.85-1.95% carbon and 19.5-20.5%, though I do not know what the actual values are.

The range they shoot for will be based partly on what the steel company can achieve on a regular basis as they obviously don’t want to be scrapping steel all the time. In some cases minimums or maximums may be set because they know the steel will not achieve the desired properties if it falls out of a certain range. Oftentimes multiple measurements of the steel composition are taken from the molten steel while they are making additions, so if a measurement comes back low then they will continue to add more until they get into their desired range. While trying to avoid overshooting, of course. As a further complication, the composition of a steel will not be perfectly consistent throughout and steel that is in the top, bottom, sides, or center of an ingot may be slightly different than a measurement at another location, for example."

Quelle: What is M390MK Knife Steel? - Knife Steel Nerds (https://knifesteelnerds.com/2023/02/14/what-is-m390mk-knife-steel/) (Link im Text, Hervorhebungen u. Absätze von mir)


Grüße
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann man das irgendwo nachlesen? Nach meinem Verständnis bezeichnet Böhler den eignen PM-Herstellungsprozess als "3. Generation" und das schon immer. Die Böhler PM-Stähletragen alle "microclean" im Namen. Die "superclean" Stähle sind mit ESU-Verfahren hergestellt. Das bedeutet aber nicht, das M390 microclean die dritte Generation von M390 ist.

Das Thema hatten wir 2018 schon..

Beitrag im Thema 'Zum Anschauen: Zwei geometrieoptimierte Kochmesser'
 
ich kann leider hier die Portokolle nicht lesen. Trifft es denn zu, dass der Tuya-m390 innerhalb der "Toleranzen" liegt, also eine "leicht geänderte Zusammensetzung" hat? Meines Erachtens etwas anderes als "andere Rezeptur".

Ich finde wir reden hier über etwas sehr konkretes und jeder rührt aber zu sehr um. Hat denn jetzt die Untersuchung der fraglichen Stähle durch Böhler schon stattgefunden, oder steht das lediglich jetzt in Aussicht? Auch nix gegen die Härteprüfungsbilder, aber das ist jetzt genau eine Klinge. Woher weiss ich jetzt, dass das exakt eine Klinge aus der Charge ist, die in Rede steht usw.? Anhang 2 kann ich auch nicht lesen, da ich kein Chinesisch kann... Wieviel Tonnen wurden denn eingekauft? Dass die ien paar Kilo eingekauft haben, ist sicher logisch.
Und wäre nicht ein Mikroskopbild des Gefüges wichtig? Dass jemand beim Nachmachen dasgleiche reinkippt ist die eine Sache, aber ob es dann wirklich PM ist, wäre ja die Frage. Dazu kann ich keinen Nachweis sehen.

Kurz: kann wieder alles gefakt sein, insofern ich das hier mir anschaue. Kein Beweis für nix. Interessant wäre doch eher umgedreht, woher TfG es nimmt, dass die Teile Fake sind- auf welcher Grundlage sagen sie das?
 
Hab ich gelesen. Da steht wieder die selbe Aussage ohne Quelle. Ist meines Erachtens wieder der selbe Fehler, dass das "dritte Generation" auf das microclean oder die Generation der Stahlsorte bezogen wird.

Eine einfache Google Recherche hilft auch weiter - das bekommst Du hin..

grüsse, pebe
 
M.E. bezieht sich die Aussage 3. Generation rein auf den Prozess „Microclean“ der aber von Böhler schon in 1999/2000 eingeführt wurde. Erste Messer mit M390 microclean wurden in 2010 in den Markt eingeführt. Insofern denke ich, dass sich „3. Generation“ nicht auf die Stahlzusammensetzung bezieht. Die Stahlzusammensetzung kann sich über die Zeit geringfügig verändert haben, das ist aber nirgendwo dokumentiert. Die Wärmebehandlung hat sich mit Sicherheit über die Zeit verändert.
M390 Steel: The Ultimate Pocket Knife Blade? (https://bladeforge.au/blogs/learn-knife-tips-information/m390-steel-the-king-of-blade-steels-for-your-pocket-knife#:~:text=M390%20is%20a%20%22super%20steel,then%20compacting%20and%20sintering%20it).
 
Zuletzt bearbeitet:
also ich hab mir jetzt die Bilder vergrössert angeschaut und mehr lesen können. Da bleiben aber nur Fragen: die "andere" Carbidstruktur wird eindeutig angesprochen... (kann man auch als Hinweis für nicht Böhler Herstellung, oder eben non-PM-Steel interpretieren).

Und: sie reden von einer älteren Charge, aber wie glaubwürdig ist das, dass ein Hersteller jahrelang (??) auf einer alten Charge Metall hockt, um sie dann erst zu verarbeiten? Kann ich letztlich auch nix damit anfangen, da die Prozesse, Lagerhaltung etc. unbekannt sind.
 
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