Neuanschaffung Koch- und Officemesser

Wiebke

Mitglied
Ich habe vor 15 Jahren die alten WMF Messer meiner Eltern geerbt. Nachdem mir jetzt die vorletzte Klinge aus dem Plastikgriff berochen ist, muss was neues her und ich muss mich in Zukunft wohl zusammenreißen, die Messer nicht in die Geschirrspülmaschine zu geben. Die Messer wurden 15 Jahre nicht geschliffen, ich habe die Lebensmittel die letzten 14 Jahre (nachdem der letzte Schliff meines Vaters abgenutzt war) nur noch auseinander gedrückt, statt zu schneiden. Jetzt muss was neues her!

*Geht es um die Erstanschaffung oder Erweiterung (d)eines Sortiments?
Erstanschaffung

*Ist die Anschaffung für berufliche oder private Verwendung gedacht?
Private Anwendung

*Soll es ein Küchenmesser für Linkshänder werden?
Nein

*Liegen konkrete Vorstellungen vor?
Teilweise. Ich benötige zudem Schleifmaterial, welches für blutige Anfänger geeignet ist.

*Falls nein, für welche Aufgaben soll das Küchenmesser eingesetzt werden (z.B. Brot schneiden, Gemüse putzen, Fische filetieren etc.)?
Ich möchte Obst, Gemüse und Fleisch schneiden. Zudem hätte ich auch gerne ein Brotmesser.
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*Falls ja, bitte diese hier angeben:
Kochmesser/Gyuto <20cm
Officemesser o.ä. <11cm
Evtl. Brotmesser <25cm

Ich bevorzuge Messer im europäischen Stil mit Griffen aus natürlichen Materialien.

*Welcher Stahl?
Ich hätte lieber sehr robuste Messer in rostträgem Stahl, bevorzuge jedoch Messer, die seltener geschärft werden müssen.

Anzumerken ist jedoch, dass ich keine weiteren Messer habe. Wenn bestimmtes Obst/Gemüse mit Carbon-Messern nicht geschnitten werden kann (aufgrund des Geruchs oder einer Geschmacksveränderung), muss ich ausweichen!

*Welches Budget steht zur Verfügung?
Pro Messer 100,- bis 200,- EUR

*Bezugsquelle?
Gerne deutscher Versandhandel. Ich möchte die Möglichkeit haben, die Messer retournieren zu können.

*Gibt es schon ein/mehrere Messer, die theoretisch in Frage kommen?
Ich habe selber gar keine Ideen gehabt und aufgrund meiner „Verzweiflung“ vor einigen Wochen auf dieses Forum gestoßen. Eigentlich wollte ich die Güde Serie „Birne“ Kochmesser/15cm und Officemesser/10cm kaufen, danach dachte ich zeitweise, dass ich mir lediglich für 15 EUR ein Windmühlen-Messer kaufe und die Suche einfach aufgebe ;)

Momentan gefallen mir folgende Messer:

Herder 1922 Officemesser (nicht lieferbar)
https://messerkontor.de/produkt/herder-serie-1922-officemesser-nicht-rostfrei-pflaumenholzgriff/

Güde Gussstahl Spickmesser
https://www.qquadrat.com/shop/product_info.php?products_id=1578

Herder 1922 18cm Kochmesser (nicht lieferbar)
https://www.knivesandtools.de/de/pt/-robert-herder-1922-kochmesser-18-cm-walnussholz.htm

Güde Gussstahl Kochmesser (ist mir eigentlich deutlich zu lang)
https://www.qquadrat.com/shop/product_info.php?products_id=1580

Ich habe jedoch diverse Einträge über die K-Sabatier 200 (Kunststoffgriff!) und Schanz Messer gelesen und bin nicht völlig abgeneigt. Die Problematik besteht momentan darin, dass die Herder nicht lieferbar sind, die Güde von euch nicht heiß und innig geliebt werden, die Sabatier einen Kunststoffgriff haben und die Schanz Messer mir etwas zu teuer sind und optisch nicht 100%ig gefallen...

Wer favorisiert welches Messer und warum? Habt ihr weitere Vorschläge?
 

ChiliB

Mitglied
Hi,

wenn du 100-200 € pro Messer hast:

- Windmühlenmesser vom Supermarkt als Office Messer, kosten en 10er
- Victorinox Konditorsäge, mit kunststoffgriff für ca. 30€ mit Holz ca. 50-60€
- Und Dein Schanz Messer was dir gefällt.

Die ersten beiden finde ich top, von Schanz habe ich keine Ahnung, aber durch die Ersparnisse oben kannste dir dann eins leisten. Die werden ja öfter mal erwähnt hier in Forum.
Beste Grüße
Chili
 

knifeaddict

Mitglied
Moin

Naja...lange scharf ist so'ne Sache. Denn letztendlich werden alle Messer stumpf.
Wirklich schärfen erfordert Übung +Ausrüstung...und wie ich das so lese soll es ja einfach scharf gehalten werden.
Das wäre also wetzen..

1. Schnippelmesser...10.- Herder...langt
2. Brotmesser ...empfehle ich auch die Victorinox Konditorsäge

3. Robuste Kochmesser....ich hab selber Güde...glaub es mir...ist ein ticken zu robust.

Robust und gut verarbeitet

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und weil grad im Angebot....Griffe muss man mögen

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Dazu...einen Wetzstahl

Fachhandel Heucher: Victorinox Metzgerstahl 7.8623

besser

Fachhandel Heucher: Dick Dickoron micro 30cm, oval, Superfeinzug, grauer Kunststoffgriff # 75003-30

Damit kannst du Messer sehr lange scharf halten...

Gruss

Micha
 

Wiebke

Mitglied
Habt ihr noch Anmerkungen zu meinen Vorschlägen? Herder 1922, Güde Gussstahl, K-Sabatier und Schanz?
 

Bukowski

Mitglied
Du möchtest ja robust, rostträge, Holzgriff und möglichst lange scharf. Da liegst du mit deinen Vorschlägen größtenteils nicht so optimal.

Herder 1922 ist dünn ausgeschliffen, daher nicht robust und auch nicht rostträge.

K-Sabatier 200/8 und Schanz sind normerweise nicht ganz so dünn ausgeschliffen wie ein gutes Herder, aber auch weit weg von "robust". Das K-Sab gibt's auch nur noch mit Kunststoffgriff.

Güde Gusstahl ist robust wie 'ne Axt aber nicht rostträge.

Im Hinblick auf die Schnitthaltigkeit sticht nur der SB1 von Schanz etwas heraus.
Ich würde aber zu allen genannten Messern in jedem Fall einen guten Wetzstahl zum scharfhalten mit einplanen.

Welche Möglichkeiten zum Schärfen für dich in Frage kommt, z.B. freihand auf Banksteinen, mit einem V-Schärfer wie dem Spyderco Sharpmaker, winkelgeführt mit einem System nach dem Edge Pro Apex Prinzip oder mit einer Schleifhilfe wie dem Messerguide, kannst du dir hier im Forum ansehen.
 
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ChiliB

Mitglied
Moin moin,

Habt ihr noch Anmerkungen zu meinen Vorschlägen? Herder 1922, Güde Gussstahl, K-Sabatier und Schanz?
Ich habe das 1922 Kochmesser in 23 cm Länge, damit bin ich semizufrieden. Kropf, Kantiger Rücken und relativ geringe Klingenhöhe. Schneidet gut, schärfen können muss man, kann ich wohl nicht. Hatte dazu die Tage selbst einen Thread erstellt und mich im Rahmen dessen eingedeckt mit Steinen und einem Kaeru White.
Rostträge ist das 1922 nicht, ist aber auch kein Problem, einfach ein Küchentuch neben dem Brett liegen haben und nach dem schneiden durchziehen. Bildet eine (schöne) Patina...
Mir war das 1922 bisher robust genug, alles an schneidtechnik mit machbar.... auch von einem Amateur. Dosen sollte man damit nicht öffnen...

Meine Unzufriedenheit mit dem 1922 ist aber wohl eine eher seltene persönliche Note, denn viele hier empfehlen das Messer, deswegen habe ich auch entschieden es zu behalten und damit „warm“ zu werden.. 😆


Das Güde wird von einem guten Freund benutzt, der ist sehr zufrieden damit und kocht hervorragend. 🤷‍♂️

Beste Grüße
 
Zu den güde hatte ich hier gelesen, das die nach ausdünnen sehr fein sein sollen. Eventuel hat jemand so ein messer und kann dazu mehr sagen.
 
Wenn es preiswert und robust sein soll wäre mein Vorschlag :

Kauf zwei brauchbare kochmesser wie z. B. Burgvogel und lass eines davon ausdünnen. Dann hast Du eines was sehr brauchbar schneidet und eines, das einem auch mal einen härteren Brettkontakt verzeiht.

Gruß Schall
 
Als Brotmesser empfehle ich Dick Pro Dynamic das 23 cm das lange Sandwichmesser anzusehen. Gegenüber normalen Brotmessern hat es den Vorteil, dass der Griff gegenüber der Klinge etwas erhöht ist. Dadurch kriegt man keine Platzprobleme zwischen Hand und Schneidebrett.
 

Wiebke

Mitglied
Als Brotmesser empfehle ich Dick Pro Dynamic das 23 cm das lange Sandwichmesser anzusehen. Gegenüber normalen Brotmessern hat es den Vorteil, dass der Griff gegenüber der Klinge etwas erhöht ist. Dadurch kriegt man keine Platzprobleme zwischen Hand und Schneidebrett.
Ich finde das Messer nur mit einem Kunststoffgriff, es kommt dann leider nicht in Frage
 

Bukowski

Mitglied
Wenn eine Messerklinge mit zu dicker Geometrie von einem Messermacher professionell ausgedünnt wurde, schneidet sie in der Regel um Welten besser, je nachdem, was der Auftrag war und ob der Auftragnehmer sein Handwerk versteht. Das kann man prinzipiell mit jedem Messer machen lassen, hat dann aber halt mit dem Auslieferungszustand nichts mehr zu tun.

Güde baut grundsätzlich sauber verarbeitete Messer aus Standardstahl mit zu dicker Klingengeometrie, die aufgrund des Doppelkopfes relativ schwer und grifflastig sind.

Vielleicht könntest du sagen, was genau dich nach Lektüre der zahlreichen Beiträge hier beschäftigt, damit wir konkreter darauf eingehen können.
 
Zuletzt bearbeitet:

knifeaddict

Mitglied
Moin

Hier ein Beispiel

Mein Güde....es ist viel schneidefreudiger....ABER ...richtig robust ist es dann nicht mehr
Wenn es zu Schanz schickt , sollte er wissen was das Messer noch können / aushalten soll....dann macht er das passend

40909597tn.jpg


40909599wm.jpg


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Wiebke

Mitglied
Ich finde es schon mal großartig, dass ihr mir hier und per PN so zahlreich antwortet.
Ich bin überrascht, dass ich - trotz wochenlanger Recherche - immer noch Null Ahnung habe und mir nicht darüber im Klaren war, dass ich mit einem Herder besser keinen Rosmarin oder hin und wieder eine Walnuss schneide.
Die Robustheit ist offenbar wichtiger als ich dachte und über die Rostträgheit kann ich eher hinwegsehen.
ChiliB sagte ja, das Herder sei ihm robust genug, habe ich euch anderen richtig verstanden, dass es (sowie die Schanz und Güde Gusstahl Messer) für meine Zwecke zu empfindlich ist?
 

knifeaddict

Mitglied
Wenn du dir direkt bei Jürgen ein Messer bestellst...kannst du gerne sagen " Ich hätte gerne eine stabile Schneidfase " so 40 Grat
Das ist kein Problem...das kann man auch wetzen
 
Angesichts des Etats könnte man natürlich fürs erste ein oder zwei preiswerte messer nehmen, damit was nutzbares da ist.
Dann schauen, was Du konkret möchtest. Es ist m.E. auch davon abhängig, wie Du mir messern umgehst und welche schnittechnik du hast. Frische kräuter kann man durchaus zerkleinern, man könnte dafür auch ein altes wiegemesser aus carbonstahl verwenden. Sind gebraucht sicher zu bekommen, neu weis ich nicht genau.
Als Brotmesser kann man ein Hamburger brotmesser nehmen, aus der verpackung habe ich direkt mal mit einem wetzstahl etwas nachgeschärft und das messer gleitet durch brot.
Für schälen kann man ein kleines herder messer nehmen, vieleicht noch einen vogelschnabel dazu.
Das thema schärfen wird Dir nicht erspart bleiben, einmal erlernt, hast Du jahrzehnte freude an Deinen messern.
 

Virgil4

Premium Mitglied
Als Brotmesser kann man ein Hamburger brotmesser nehmen
Wieso ein Hamburger Brotmesser? Und welches?

man könnte dafür auch ein altes wiegemesser aus carbonstahl verwenden.
Warum ein altes Wiegemesser und warum aus Carbonstahl?

Empfehlungen, die auf Vermutungen beruhen und/oder nicht ausreichend detailliert sind und/oder nur wiederholen was andere schon geschrieben haben, helfen hier keinem weiter.

Greetz

Virgil
 

Benras

Mitglied
Ganz andere Idee: deck dich günstig bei Pallares mit dem alles-abdeck-Trio ein, also kleines Officemesser, Kochmesser 15-20cm und Brotmesser. Da könntest du auch eins mit Carbonstahl nehmen um das zu testen. Sind eher robust von der Geometrie, du kannst daran schleifen üben ohne dass du schlimm was kaputt machen kannst. Und schöne Holzgriffe haben sie.
Die testest du ein paar Wochen oder Monate und dann weißt du wahrscheinlich genauer, wofür du richtig Geld ausgeben willst.

Brotmesser: PALLARÈS Brotmesser Buchsbaum inox

Kleines Kochmesser (du meintest ja 20cm wäre schon eher zu lang, oder?):
Kochmesser Küchenmesser Pallares gross Saalbeiblatt

Office: PALLARÈS Arbeitsmesser Küchenmesser bestellen


Mit dem Brotmesser habe ich keine Erfahrung, mit den anderen schon, die finde ich schön ehrlich und Preis Leistung wirklich hervorragend. Die drei zusammen kosten etwa 60€, das ist verdammt viel besser fürs Geld.
 
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