Passaround: Gussstahlmesser von Koraat

giovanni

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Einer muss ja anfangen, über das Passaround-Messer zu berichten. Maße und Bilder sind da.

Das Messer hebt sich schon mal optisch stark von meinen sonstigen Küchenmessern ab – Klinge mit uriger Oberfläche, ungewöhnlicher Griff mit Naturmaterial, ich habe mich noch nie getraut, so was zu kaufen, aber ich merke, mir gefällt das…

Der Griff ist so was von sauber, geradezu liebevoll verarbeitet, dazu das perfekt eingepasste Ausgleichgewicht; erster Eindruck: Wow, erstklassig.
Liegt auch wunderbar in meiner Hand.
Der dreieckige Querschnitt, die angenehme Holzoberfläche, das Fehlen von Kanten und das Zusammenspiel mit dem Ausgleichgewicht lassen das Messer sehr angenehm sowohl kurz als auch lang gegriffen zur selbstverständlichen Verlängerung meiner Arbeitshand werden.
Zweiter Eindruck: erstklassig.

Zum Stahl selbst bin ich nicht berufen etwas zu sagen, aber so wie das Ding schneidet, kann er jedenfalls nicht schlecht sein ;) – natürlich passt auch die Klingengeometrie, sonst nutzt ja der schönste Stahl nichts…
Ich bin im Testzeitraum nicht soviel zum Schnippeln gekommen, dass ein Nachschärfen erforderlich gewesen wäre, daher kann ich zur Nachschärfbarkeit nichts sagen.
Schneidleistung: erstklassig.

Ein wunderbares Messer, schön, handlich und schnittfreudig.
Danke für den Passaround.

Gruß
giovanni
 
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Hallo zusammen, heute bekommen und den Test bei Dr. Jekyll zuhause!

erstmal handelt es sich hierbei um ein Sankiri, Da hat Koorat eine tolle Form gefunden!, es liegt im vergleich zu meinen anderen Messern ganz anders in der Hand. Nach kurzer Eigewöhnungsphase habe ich dass Messer dann richtig gegriffen. Soll heißen normal also ohne abgewinckelte Hand und ohne Finger auf bzw. an der Klinge, mal was ganz neues, hat aber gut gefunzt. Scharf isses fürn Hausgebrauch gewesen (sehr scharf)..:irre:

Erster Eindruck daher ein Sahneteil! Óbwohl die anderen Messer die ich glücklicherweise von Koorat besitzte mir schon ein bisserl besser gefallen!

Mit den Gemüsehäufchen heute hatte es null Probleme, hat die Schärfe gehalten und wird dann ab morgen von Mr. Hyde in der Gastro Getestet

Dann kann ich mir ein Urteil bilden, bis dahin 100 Punkte für den Hausgebrauch. Könnte es mir aber ebensogut als Outdoorkochmesser vorstellen, wegen der günstigen Abmessungen.

mfg. Wastl.
 
So nach nun 1`nem Wochenende Extrem Gastrotest,

hatte leider nicht viel Zeit zum Fotografieren, kann ich nur sagen ein Tolles Messer. Ich habe damit eigentlich alles geschnitten was so anfällt wenn man ein paar hundert Essen kocht, Hauptsächlich Gemüse, denn für Fleisch, ausgenommen Schweinefilet und ähnlich Dimensionierte Stücke ist es halt zu kurz:p . Ich habe es nach dem Zuhause kochen noch mal über einen Awesato (ca.8000`er Korn) gezogen, und dann losgelegt. Die erreichbare Schärfe ist enorm, kommt aber nicht ganz an die Japaner ran...... Dafür ist es meiner Meinung nach viel Schneidhaltiger und bei weitem nicht so empfindlich (keine Sorge ich habe keine Lammrippen gehackt!) denn nach einer ausgiebigen Gemüsekleinmachaktion, unter anderem Sellerie, Karotten, Lauch, Tomaten, Brokkoli, Zwiebeln und Paprika (Zucchini, Auberginen und vieles mehr.....) jeweils im ca. 20 Portionen Bereich, war die Klinge noch bereit um Schnittlauch schön zu schneiden und Tomaten ohne Druck zu durchtrennen. Gelitten hat die Klinge nur bei der Schokolade, aber wer schon mal 1kg Schokolade mit einer Klinge `geraspelt` hat weiss wie dass an den Messern nagt:teuflisch. Dann war es endlich Stumpf! (naja für Ottonormalverbraucher immer noch zu scharf:p)
Resüme der Guss ist gelungen Ulrik!, Zug- und Druckschnitthaltig, unempfindlich und gut und einfach zu schärfen!

Alles in allem ein Super Messer!

Dann noch ein Foto um zu sehen wie zierlich (Aoki 26,5cm Klinge und KamoTo 21`er) es ist und was man schönes damit Kochen kann.

An alle Teilnehmer des Passarounds: Viel Spass damit!

Grüße Wastl.
 
Hallo ihr Zwei,

@Giovanni: Ich möchte dir an dieser Stelle recht herzlich für den ausführlichen Bericht danken.
Anscheinend hattest du ja viel Spaß mit dem Messer, das freut mich :)
Und wenn ich es geschafft habe dich für ungewöhnliche Customküchenmesser zu erwärmen ist es natürlich umso besser :steirer:

@Bastl: Auch dir einen herzlichen Dank für den Doppeltest. Auf die Ergebisse dieses Extremgastrowochenendes war ich schon mehr als gespannt. Ich denke, wenn ein Messer so einen Schneidmarathon hinter sich hat kann man auch echte Aussagen zu den einzelnen Eigenschaften wie Schärfbarkeit und Schnitthatigkeit treffen.
Umso mehr freut es mich natürlich zu hören, dass es sich so gut geschlagen hat!


Bisher stimmen deine Einschätzungen auch ziemlich mit dem überein was ich von dem Stahl erhofft/erwartet habe.
Die etwas geringere Schärfe gegenüber den japanern war zu erwarten und liegt in dem extrem hohen C-Gehalt begründet. Der Karbidanteil ist hier schon sehr hoch. Dementsprechend ist natürlich die Schnitthaltigkeit besser und auch im Zugschnitt schneidet so ein Stahl recht gut ab.
Dass die Schärfbarkeit trotzdem recht gut ist, müsste daran liegen, dass der Stahl nur Eisenkarbid enthält, welches zwar härter als die Stahlmatrix ist, jedoch längst nicht die extremen Härten von Wolfram oder Vanadiumkarbiden erreicht.
Das einzige was mich selbst verblüfft ist die Unempfindlichkeit. Eigentlich hätte ich den Stahl empfindlicher erwartet. Aber mir solls recht sein :steirer:

Danke dir auch für die schönen Bilder!
Mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen.

mfg
Ulrik
 
Hi,

vorweg bitte ich um Entschuldigung, dass es meinerseits keine Fotos gibt, leider habe ich im Moment keine Kamera zur Hand.

Zum Messer: Beim Auspacken musste ich zuerst über die unglaublich schöne Holzschachtel staunen, die der Aufbewahrung des Messers dient. Leider war sie (ich vermute durch den Transport) schon etwas in Mitleidenschaft gezogen, störte mich allerdings nicht wirklich.

Ich mach' sie auf und was finde ich darin: Nichts!!! Kurzer Schock, dann noch mal das Paket durchwühlt und ui, da ist es ja, das Messer, welch ein Glück.

Das Messer selbst hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Es ist sehr leicht, finde ich, und auch kopflastig, der Holzgriff liegt sehr gut in meiner (eher kleinen) Hand und auch die eigenwillige Form gefällt mir sehr gut.

Das Messer kam sehr scharf bei mir an, es war nagelgängig. Leider kam ich nicht dazu, Hundertschaften zu bekochen, sodass sich meine Schneideberichterstattung vor allem auf Gemüse (und da nicht allzu viel) beschränkt. Zwiebel, Gurken, Tomaten,... alles gar kein Problem, das Messer ging durch wie Butter. Einen Schärfeverlust konnte ich nicht feststellen, aber wie gesagt, ich habe nicht viel geschnitten. Die ungewöhnliche Form tat dem Schneidevergnügen keinen Abbruch, ganz im Gegenteil.

Zum Stahl finde ich nach der Testwoche nur positives zu berichten. Scharf war es von Beginn an und ist es auch geblieben und man kann ihn sehr fein ausschleifen. Interessant wäre zu testen, wie lange es dauert, eine ordentliche Gebrauchsschärfe hinzuzaubern, wenn es davor stumpf gewesen wäre, war es aber wie berichtet nicht.

Leider war die Woche viel zu schnell wieder vorbei und somit darf sich bald ein neuer Tester über das gute Stück freuen.

Vielen Dank für die Testmöglichkeit, hat wirklich Spaß gemacht.

Greez
Wischi
 
Hallo, hier mein subjektiver Bericht.
Vorweg die Kommunikation mit Koraat war sehr gut, obwohl ich unfreiwillig sehr schwierig zu händeln war.
Ich habe mit dem Messer sehr viel geschnitten- jeden Tag und auf Vorrat für 4 Personen gekocht.
Das Messer hat für mich genau die richtige Größe und das Gewicht so 130g finde ich gut. Die stehen gelassene Schmiedehaut und wenn man genau hinsieht, dann erkennt man eine leichte Struktur im Stahl, für mich geht es nicht besser. Die Form des Griffes passt, in dem Winkel wie der Griff zur schneide Steht ergibt das eine ganz hervorragende Haptik. Der leicht konvexe Bogen der Schneide, der im Radius zur Spitze kleiner wird, tut sein übriges.
Zum Schneiden ich verglich das Messer mit einem Windmühlenmesser und einem mit einer Schneidlage aus Aogami, die Geometrien waren sehr ähnlich wobei der Schneidenwinkel des Gussstahls etwas größer war, das begründet meiner Meinung nach auch den Anfangsschärfeunterschied. Der Gussstahl glitt durch das Schnittgut am besten durch! In sämtlichen Gemüse gab es keinerlei Probleme. Kohlrabi, Möhren, Kartoffeln auch Wassermelone alles gar kein Problem, nein super! Erst ganz zum Schluss musste ich bei den Tomaten schon etwas drücken und etwas mehr ziehen, aber eben nur dabei.
Unter dem Mikroskop sehe ich wie sich die Schneide der Windmühle abgerundet hat, beim Aogami die Mikroausbrüche mit etwas Abrundung, beim Gussstahl sehen die Mikroausbrüche ähnlich aus wie beim Aogami, dafür aber kaum Abrundungen. Ich denke der Stahl ist etwas spröder und härter als Aogami.
Schärfen:
die Windmühle geht sehr leicht, Aogami etwas schwerer und der Gussstahl verlangt noch einen Hauch mehr.
Mein Fazit: bei dem Messer ist der Gussstahl Hervorragend eingesetzt!
Auf den Bildern das kleinste Messer ist die Windmühle, in der Mitte Aogami und dann der Guss.
Beim Geometrievergleich nahm ich nur Aogami und den Guss.


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Hallo,

habe gerade erst entdeckt, dass ja schon wieder neue Berichte da sind.

Wischi, Hbdc, danke euch für die ausführlichen Berichte!

Gerade die Betrachtung der Schneide unter dem Mikroskop finde ich sehr interessant. Härter und spröder als Ao gami halte ich für sehr wahrscheinlich. Die Klingenhärte wird recht hoch sein, so bei 62-64hrc. das merkt man dann (auch ohne harte Karbide) schon beim Schleifen.

Auch wenn der passaround noch lange nicht zuende ist, ziehe ich für mich schon mal das Résumée: Mehr gießen von dem Zeug :teuflisch


mfg
Ulrik
 
Hallo ,
ich bin kein Virtuose , wenn es um das Kochen und Zubereiten von Speisen geht ! Ich helfe gerne mit allen nötigen Arbeiten meiner Frau , die absolut kreativ und wohlschmeckend so ziemlich alles zubereiten kann ! Wir haben für die Schneidarbeiten keine hochwertigen Helfer wie dieses von Koraat oder andere super-schönen und edel von Hand gefertigten Messer zur Verfügung - aber bisher auch nicht so richtig vermisst !
In der Bildmitte seht ihr zum Vergleich das einfache Küchenmesser meiner leider schon verstorbenen Oma , das ich am liebsten benutze , und im Bild unten eines von fünf Küchenmesser der Firma AMC , die meine Frau nutzt !
Das Messer von Koraat kann ich getrost als wahren Handschmeichler bezeichnen , das ausgewogen in der Hand liegt und mit den verwendeten Materialien und deren Verarbeitung ein optischer Leckerbissen ist ! Die Größe an sich und die Abmessungen von Klingenlänge-und Höhe sowie der Grifflänge gefallen mir gut und erwiesen sich bei den Schneidarbeiten als optimal - wohlgemerkt für mich als Laie !
Da das Messer mit einer teuflischen Schärfe bei mir an kam , waren die ersten Arbeiten , das Schneiden von Cocktail-Tomaten aus eigenem biologischen Garten , also keine so harte Schale wie bei den überzüchteten , mehr ein Durchfallen der Klinge als ein Durchschneiden -herrlich :super: ! Feinste Scheiben waren kein Problem , nichts wurde gequetscht oder rausgedrückt ! Ein sauberer Schnitt !
Ich konnte dann in den folgenden Tagen verschiedenes Obst und Gemüse mit dem Messer zerkleinern und habe dabei folgendes festgestellt , wobei auch einer meiner Vortester , hbdc , mir beim letzten Stammtisch von den gleichen Eindrücken berichtete und er mich bat , darauf besonders zu achten : das Schneiden jeglicher Dinge , die ich zur Verfügung hatte , war leichtgängig und sauber . Es zeigte sich jedoch , daß Lebensmittel mit festerer Konsistens ohne einen hohen Anteil von Wasser , wie unsere Apfel , Birnen , Möhren und Zucchini bei Zug und auch bei Druck mit der Klinge eine Art Reibung erzeugen , die ich von den bisher genutzten Messern nicht oder nur schwach kannte ! Außerdem bemerkte ich , daß die abgeschnittenen Scheiben gerade bei der Zucchini und bei Zwiebeln wesentlich fester und hartnäckiger an der Klingenseite 'kleben' blieben als gewohnt ! Streifte ich sie mit dem Finger ab ( ja , es sind noch alle dran ! :lach: ) , war der Widerstand größer als bei den bekannten Messern ! Unserer Vermutung nach könnte das an einer 'gröberen' Oberflächenstruktur liegen , haben aber keinen Beweis dafür ! Ich wundere mich , daß er es hier im Thread nicht erwähnt hat ! Vielleicht fehlt mir ja auch die Erfahrung um das alles richtig zu deuten , und es ist eine rein subjektive Aussage ! Achtet mal darauf und berichtet uns von Euren Erkenntnissen !

Auch ich konnte ein Schärfeverlust nicht feststellen , und mit meinen Mitteln habe ich es mir nicht zugetraut , es zu bearbeiten . In Absprache mit Ulrik geht es nur leicht eigeölt weiter zu Gandalf ! Have fun !

In jedem Fall kann ich nun sagen , daß ich diesen Test absolut genossen habe und mir , bzw. uns klar ist , was im Haushalt noch fehlt : das oder die handgefertigten Küchenmesser , mit dem ein Schneiden eine ganz neue Dimension erreicht !

Nochmals herzlichen Dank und weiterhin allen Testern viel Spaß !

Liebe Grüße

Franky
 

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Nachdem im Bereich von Ulrik bis jetzt nur mein Bericht zum Messer zu sehen ist und der Rest hier gelandet ist, kopiere ich meinen Bericht einfach mal hier hinein :steirer:

Hallo @ all,


hier nun mein Bericht zum Gussstahlmesser von Ulrik.

Da bereits kurz vor dem PA einen kleinen Küchenteufel von Ulrik den Weg in meine Küche gefunden hat, musste das PA-Messer natürlich auch noch eine Woche in selbiger verbringen.

Der Postboote klingelt und überreicht mir ein relativ kleines, stabiles Päckchen. Nicht lange gefackelt und vom Papier befreit hatte ich eine nette Holzkiste in der Hand.
Mehr als nett war sie dann leider doch nicht. Als ich den Deckel abnahm hatte ich gleich ein wenig Holzbruch vor mir. Aber okay, Kiste ist nicht Messer und um das geht es ja hier.

Also Messer in die Hand und begutachten. Tja... Was soll ich sagen ? Wie nehme ich das "Dingen" denn nun am besten in die Hand ?
Schwierig zu sagen ohne Schneidgut auf dem Brettchen liegen zu haben. Griffmaterialien sind auf jeden Fall top, der dreieckige Griff gibt ein gutes Gefühl.
Optisch auf jeden Fall ein Highlight. Ich stehe so oder so auf Schmiedehaut von daher hat das gute Stück schonmal gute Karten.

Als nächstes musste das Messer mit zur Arbeit. Nicht um dort Schneidtests durchzuführen, nein, ich musste es mir in 20-facher Vergrößerung betrachten. Nicht das ganze Messer, sondern natürlich nur die Schneide. Tja, was soll ich sagen ?
Scharf ist es, sehr scharf. Nicht nur mein Fingernageltest bewies das, sondern nun auch das Mikroskop. Schärfen kann er also der Ulrik (aber das hatte er auch schon mit dem kleinen Schneidteufel bewiesen)

Wieder zu Hause ging es dann los. Grosses Schneidbrett auf die Arbeitsplatte und zunächst Tomaten, Gurken, Karotten und Zwiebeln zurechtgelegt.

Erster Schritt: Die reife Tomate. Eigentlich hätte ich mir das auch sparen können. Wie zu erwarten kein Problem.

Zweiter Schritt: 5 Zwiebeln etwa in Tennisballgröße in Würfel schneiden. Auch kein Problem. Messer gibt eine gute Rückmeldung und liegt stabil in der Hand. Am besten man fasst es ganz normal, experementieren ist hier nicht notwendig.

Dritter Schritt : Siehe Schritt 1, gääääähn....

Vierter Schritt: Ca. 500g Karotten unterschiedlicher Dicke. Hier muss ich sagen hat es richtig, richtig Spass gemacht mit dem Messer zu arbeiten. Der leicht abgewinkelte Griff macht die Arbeit hier wirklich zum Vergnügen.

Fünfter Schritt: Gleich im Anschluß: Erneut 5 Tennisball große Zwiebeln in Würfel.

Sechster Schritt: siehe Schritt 3

Siebter Schritt: Putenbrust. Gemüse scheint dem Messer ja nichts anhaben zu können. Aber auch hier keine Probleme, in einem Zug sauber zerteilt. Aber: Schon hier könnte es ein paar cm länger sein.

Achter Schritt: 2 Salatgurken in feine, sehr feine Scheiben. Ähnlicher Spass wie mit den Karotten.

Neunter Schritt: Erneut eine reife Tomate die ohne Druck und Probleme geschnitten wurde.

In den folgenden Tagen kam es noch zur Zubereitung von Obstsalat, Broccoliauflauf, Schweinemadaillons etc.
Alles in der Größenordnung von 4 Personen. Meiner Meinung nach ist das gute Stück zumindest im Hausgebrauch nicht an seine Grenze zu bringen.

Als Fazit kann ich sagen: Nuss ist ein geiles Griffmaterial (Ulrik wird schon wissen was ich meine ) Der Stahl ist uneingeschränkt für den Küchenbereich zu empfehlen. Scharf, standfest und einfach zu schärfen.
Auch wäre bestimmt ein etwas gröberer Umgang möglich gewesen ohne das dem Messer etwas passiert. Gern hätte ich es mehr gequält auf meinem Schleifstein, aber die noch vorhandene Schärfe hat dieses nicht gefordert. 3000er dann Leder und bombenscharf war es.
Sicherlich gibt es Stähle die einen Tuck mehr Schärfe aufweisen, die Summe aus allem macht das Messer aber zu einem wirkliche tollen Messer.

Endfazit: Schlichter (wobei schlicht hier absolut positiv gemeint ist) scharfer und standfester Leckerbissen mit dem gewissen Reiz der eine ganz beschi..ene Kiste als Umverpackung besitzt (bitte nicht schlagen Ulrik )

Hat wirklich Spass gemacht.....


Viele Grüsse
Sven...
 
Hallo

Jetzt hab ich endlich Zeit, meinen Bericht zum Gußstahlmesser zu schreiben.
Schon beim Auspacken ist mir die gute Handlage und die Balance des Messers sehr positiv aufgefallen. Der Griff liegt super in der Hand, und es ist sehr angenehm, damit zu schneiden.
Die Schärfe war durchaus ausreichend, da wir jedoch auch die Schärfbarkeit beurteilen sollen, habe ich das Messer gleich mit der Tormek und dem 4000er Stein geschärft. Das Ergebnis war durchaus zufriedenstellend. Vor dem Weiterversand habe ich es nochmal mit dem Sharpmaker Ultrafein abgezogen.

Ich habe das Messer, mangels Kochkenntnissen, zum Frühstück und zur Jause verwendet.
Dabei habe ich alles geschnitten, was gerade angefallen ist.
Ob Brot, Wurst, Schinken, Käse oder Paprika, es war eine Freude mit dem Messer zu schneiden.
Aufgefallen ist nur, daß das Schnittgut gerne an der Klinge haften bleibt, das hat mich jedoch nicht gestört.
Meine Frau hat das Messer nur wenig verwendet, da es ihr zu scharf war:teuflisch
Beim Fleisch schneiden hat sich herausgestellt, daß zwar an der Schneidleistung nichts auszusetzen ist, die Form und Länge der Klinge jedoch dafür nicht so gut geeignet ist.
Für Gemüse, Zwiebel, etc. ist es jedoch super.
Das Messer ist sehr leicht, und es ist angenehm damit zu arbeiten.

Ich würde mich freuen, es nach der Verlosung mein eigen zu nennen, aber damit bin ich sicher nicht der einzige;)

Servus
Gottfried
 
Nachdem ich das Messer zu meinem Bedauern wieder auf die Reise geschickt habe, jetzt auch von mit ein kleiner Bericht:

Zuerst der optische Eindruck: Griffholz und das rustikale Finish der Klinge harmonieren sehr gut miteinander. Trotz des bislang schon ausgiebigen Tests sah das Messer noch sehr frisch aus.

Schneidverhalten: Das Messer kam für meine Verhältnisse mehr als ausreichend scharf an, und hat in der Beziehung bei der relativ geringen Belastung in der normalen Haushaltsküche auch nicht nachgelassen. Ich habe es nur am Leder abgezogen. Bei der Geometrie und dem Schliff ist zum Schneidverhalten nur zu sagen, dass es wie erwartet sehr gut war. Ich habe aber auch festgestellt, dass bei dünnen Schnitten z.B. bei Gurken und Tomaten das Schnittgut relativ hartnäckig an der Klinge gehaftet hat.

Geometrie und Ergonomie: Der Griff war für meine Verhältnisse etwas zu schwach dimensioniert, aber das ist ja auch Geschmacks- und Gewöhnungssache. Die Geometrie liess ermüdungsfreies und exaktes Arbeiten zu.

Insgesamt ein stimmiges Messer mit einem tollen Klingenstahl. Vielen Dank für die Möglichkeit zum Testen.

Gruß

Uli
 
Irgendwie ist es ein bißchen schwierig nach Berichten wie denen von Wastel noch was neues zu schreiben, da eigentlich schon alles gesagt ist...
Deshalb werde ich mich kurz fassen:
Das Messer ist wirklich sehr sauber verarbeitet, Klingenfinish, Passung, Hollzgriff, dazu etwas Schmiedehaut und man sieht an einigen Stellen sogar noch, dass es wohl so ziemlich auf Endform geschmiedet wurde... alles in allem wirklich ein sehr schönes Messer, dass sehr professionell daherkommt :super: :super: :super:

Es kam bei mir noch mit einer sehr passablen Schärfe hier an und diese hat in der kurzen Zeit auch nicht spürbar nachgelassen, von dem her habe ich es auch nicht nachgeschliffen.

Damit zu arbeiten hat wirklich Spaß gemacht auch wenn ich ganz am Anfang etwas probieren mußte, bis ich die "richtige" Griffposition für mich gefunden habe. Der erforderliche Pflegeaufwand hielt sich (wohl auch Dank des feinen Finishs) sehr in Grenzen und die Geometrie war für ein Alltagsmesser wirklich gut, auch wenn da sicher noch was gegangen wäre, - der Stahl hätte das bestimmt verkraftet. Aber ich glaube, das hat Ulrik irgendwo ja auch schon selbst geschrieben...:rolleyes:
Alles in allem hat mich das Messer auf jeden Fall überzeugt! Und wenn ich meine Messer nicht selbst machen würde, wäre ein Küchenmesser Von Koraat auf jeden Fall ganz oben auf meiner Liste.

Vielen Dank für die Gelegenheit mal ein Messer von einem wirklich professionellen Macher in die Hand zu bekommen. Das Testen hat echt Spaß gemacht und ich weiß jetzt noch besser was ich an meinen Messern noch verbessern muß....

Schöne Grüße und allen noch kommenden Testern viel Vergnügen mit diesem Sahnestück!

Steffen
 
Nachdem der Weihnachtsstress etwas abgeebt ist hab ich endlich etwas Zeit für meinen Testbericht. Ich machs kurz und schmerzlos :D

Erster Eindruck: Messerform und -größe find ich sehr Alltagstauglich. Klingen mit Schmiedespuren überm Anschliff gefallen mir sowieso. Das Griffholz ist wirklich schön und fühlt sich sehr angenehm an.

Der Klingenrücken ist für meinen Geschmack bissl pummelig da er zur Spitze hin nicht schlanker wird was ich vorziehe. Sehr gut gefällt mir der perfekte Flachschliff weit über die halbe Klingenhöhe.

Der nach oben geknickte Griff ist leider überhaupt nicht mein Fall.
Bei gewohnter Arbeitsplattenhöhe muss ich im Handgelenk etwas anwinkeln oder mit dem Ellenbogen höher gehen um Schneide Mittig gerade aufzulegen. Zumindest bei längerem arbeiten ist mir das unbequem so. Also für 2 m Männer denen Arbeitsplatten immer zu niedrig sind. Ich brauch Hocker :-D
Ok, das ist das Design dieses speziellen Messers und andere Tester sind damit gut zurecht gekommen.

Mit der Schneidkantenstabilität hatte ich Anfangs mit dem Schliff mit dem es bei mir ankam keinen Spass. Nach Rücksprache mit Ulrik habe ich den Schneidwinkel (ca. 15 Grad je Seite) etwas weniger 'spitz' geschliffen. Die Fase hat nun geschätzte 18 Grad und nochmal eine winzige Mikrofase 20-25 Grad (ca. 0,1 mm hoch).
Damit war die Schneide über meinen Testzeitraum stabil und herrlich scharf.
Diese Gussstahlmischung hat ihr 'Leistungsoptimum' für mein Gefühl also eher nicht bei extrem spitzen Schneidenwinkeln. Mit etwas robusterer Schneidkantengeometrie zeigt er aber eine sehr erfreulich lange Schnitthaltigkeit. Ich habe einiges damit geschnippelt mit ohne irgendwelche mit einer 30x Lupe sichtbaren Veränderungen an der Schneidkante zu erkennen. Vor dem Weiterschicken brauchte ich es nur kurz übers Leder ziehen um es wieder annähernd auf Haarespaltschärfe zu bekommen.
Die Klinge habe ich nicht mit den beiliegenden Schleiffvliesen bearbeitet, die recht dezente Patina die dieser Stahl entwickelt gefält mir besser als blitzblank :p

Vielen Dank an Ulrik das ich dieses tolle Messer testen durfte.
Allein schon zu wissen dass sogar der Stahl 'selbstgekocht' ist, geil :glgl:

P.S. Die schwarze Socke von Codlet ist auch wirlich klasse :D
 
Moin, Moin, nach all dem beruflichen und privaten Stress (wer sagt eigentlich immer was von besinnlicher Weihnachtszeit?), muss ich mal meine PA Berichte abarbeiten.
Ich hatte viel Freude mit dem Messer. Es kam superscharf bei mir an und blieb es auch, das hat mir schonmal gut gefallen. Wobei ich mit PA Messern zwar arbeite aber pfleglich umgehe, weils ja nicht meine sind.
Daher habe ich es für alltägliche Küchenarbeiten eingesetzt, zB Zwiebeln, Möhren, Fleisch würfeln oder schnetzeln, aber keine groben Arbeiten mit Knochen oder ähnliches.
Ich mag rustikales Aussehen auch bei Küchenmessern, gerne arbeite ich mit meinem Bunkabochoo von Tosa Hocho, daher war ich von der Schmiedehaut und dem schönen und vor allem sehr gut angepassten Griff begeistert. Das Holz hat eine tolle Farbe und Maserung. Der abgewinkelte Griff war für mich nicht so das Problem, da ich als Hobbykoch zwar täglich aber nicht stundenlang damit arbeite und mehrere Messer für verschiedene Aufgaben einsetze ( wofür haben wir uns den schliesslich all die hübschen Kerlchen gekauft?).
Wie schon gesagt, die Schärfe war schon toll, da können Bunkabochoo und Haiku nicht mithalten und meine Güde und Windmühle müssen eh fürs grobe herhalten. Die Möhre hat erst im Topf mitbekommen, das sie jetzt in kleinen Scheibchen fürs Essen herhalten muss:haemisch:.
Daher zum Schluß nochmal ein Lob für dieses schöne, scharfe, rustikale aber sehr praxistaugliche Küchenmesser mit viel Charme.
Vielleicht geht es mir finanziell auch mal wieder etwas besser wie jetzt, dann muss auch mal sowas custommässiges in meiner Küche Einzug halten. Bis dahin bleibt mir die nette Erinnerung und der Zwang denen die den PA ermöglicht haben einen Dank auszusprechen.
Mit Grüßen und besten Wünschen fürs neue Jahr,
dyas-segler
 
Tut mir leid, mein Bericht ist längst überfällig, aber hier kommt er nun:

Soviel ich über die Feiertage gekocht habe (übrigens auch mit Messern von Koraat/Ulrik), in den Wochen davor bin ich leider kaum dazu gekommen. Bis auf ein paar kleinere Schnitttests und das besagte Stück Pfefferschinken, dass ich mit Skatfreunden komplett nieder gemacht habe, gab es leider keinen umfassenden Praxistest. Hier trotzdem ein paar Eindrücke:

Zunächst ist das Messer auffallend leicht, dass muss neben der dünnen und eher kurzen Klinge auch an der Bauart (Spitzerl) und vielleicht auch an der Holzart liegen (ist Nuss vergleichsweise leicht?). Darüber hinaus ist das Messer auffallend scharf :)) Auch das muss wohl auch an der schlanken Klingengeometrie liegen ;-) Das Messer kam bei mir gut geschärft an und hat bei der mäßigen Beanspruchung auch keine Schärfe verloren.

Die Santoku-ähnliche Klingenform fand ich sehr praktisch. Man kann sehr kontrolliert mit der Spitze schneiden, aber auch Druck- und Zugschnitt funktionieren gut. Durch den Schwung der Schneide eignet sich das Messer ebenfalls sehr gut für Wiegeschnitte. Mit „nur“ 15 cm ist die Klinge ja vergleichsweise kurz, ich finde das aber ganz praktisch – gerade bei beschränktem Platz auf der Arbeitsplatte. Für den normalen Freizeit- und Familienkoch ist diese Klingenlänge auch für die meisten Arbeiten ausreichend.

Bereits auf den ersten Fotos ungewöhnlich fand ich den abgewinkelten Griff. Mir persönlich kam das aber (im wahrsten Sinne des Wortes) entgegen und bin damit gut klar gekommen. Das liegt daran, dass ich 1,96 groß bin und sich meine Arbeitsplatte auf Standardhöhe (ca. 90 cm) befindet. Da beförderte der Griff eine etwas aufrechtere Körperhaltung. Das „fliehende Griffende“ mag ich optisch nicht so, funktional gab es aber daran nichts auszusetzen.

Die Jungs, mit denen ich den Pfefferschinken Stück für Stück in hauchdünnen Scheiben verzehrt habe, waren von Leichtigkeit und Schärfe des Messers auch schwer beeindruckt. Ich finde das Messer zeigt sehr gut, wo die Potentiale von Handarbeit gegenüber Serienmessern liegen. Das ist vor allem der Klingenschliff: so dünn kann ein industriell gefertigtes Messer kaum ausgeschliffen werden, weil der Produktionsprozess zu fehleranfällig wär. Hinzu kommen die Optimierungsmöglichkeiten bei Stahlwahl und Wärmebehandlung.

Fazit: Tolles, scharfes Messer mit praktischer Klingenform und toller Schnitthaltigkeit und Schärfe. Das Handling ist ebenfalls super, nur die Griffform ist rein optisch nicht ganz so meins. Insofern vielen Dank für die Testmöglichkeit, einem Gewinn wäre ich nicht abgeneigt ;-)
 
Hallo,

nachdem ja nun schon sehr viel positives über dieses Messer geschrieben wurde. Kann auch ich nur Positives vermelden. Am Anfang war der leichte Knick im Griff etwas ungewohnt, aber bereits nach einem Tag war es sehr angenehm zu handhaben. Die Größe und auch das Gewicht sind perfekt. Auch die ganze Verarbeitung passt. Ich habe es gleich nachdem ich es bekommen habe mit einem extrem feinen Stein geschärft was leicht ging (möglicherweise liegt es ja auch am Stein, diesen ab ich für einen Test an Ulrick mit zurückgeschickt) und es hat die Schäfe hat es gut gehalten. Leider musste ich es wieder zurückschicken. Auch ich wäre über einen Gewinn nicht abgeneigt, allerdings sollte dann das Messer noch Ulriks Schmiedemarke bekommen (am besten am Ausgleichsgewicht). Nochmals vielen Dank für die Testmöglichkeit.

Servus

Manfred
 
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