Passaround-Review Böker+ Jim Burke SOB

excalibur

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Juten Abend,
diesmal habe ich die Ehre das erste Review eines Passarounds zu schreiben.
Beagleboy hatte uns das Böker+ SOB zur Verfügung gestellt.
Das SOB ist ein kleines,handliches Fixie wie ich sie zur Zeit besonders schätze.
Jim Burke zeichnet für das Design verantwortlich. Die Klinge besteht aus 12C27 Stahl der matt gestrahlt ist und grau-grünen Canvasmircata-Griffschalen.Das Messer kommt in einer Kydexscheide und kam mit großem Tek-Lok daher.
Mein erster Eindruck nach dem Auspacken war..uii ist das niedlich, beim in die Handnehmen...uff, ist das schwer. Nein, richtig schwer ist es nicht ( 106gr.)-es wirkt aber so.
Meine Messungen ergaben: Gesamtlänge 16,6 cm
Klingenlänge 8,5 cm
davon Schneidfläche 7,5 cm
Klingenstärke 4mm

Der Griff ist ziemlich schlank und filigran, liegt aber angenehm in der Hand und erlaubt verschiedene Griffpositionen.Die Griffmulde für den Zeigefinger paßt wie A.... auf Eimer. Die Farbe des Mircatas gefällt mir nicht so, ist irgendwie eine Unfarbe a la " Hornhaut-Umbra"--hätte ich mir etwas kräftiger gewünscht.
Die Klinge hat eine modifizierte Schaffußform die ihre Stärken bei geraden, ziehenden Schnitten hat-- ein echter EDC-User :super: Die Schärfe "out of the box" war gut. Auf dem Klingenrücken bieten sechs Riffelungen einen guten Platz für den Daumen um zusätzlichen Druck auf die Klinge zu geben.
Die Klinge soll laut Katalog ein Stonewash-Finish haben, ich finde es einfach nur leicht gestrahlt-das Finish des Böker Bender fand ich wesentlich besser.
Die Scheide saß tadellos-nahezu perfekt. Sie war mir aber mit dem Tek-Lok wieder zu groß. Zum Glück gibt es ja Nestors Leder-Kydex-Adapter:super:
Das Messer meisterte alle Aufgaben eines Großstadtindianers ohne Fehl und Tadel. Ich mag es:hehe::hehe::hehe:
Vielen Dank an Marc und Firma Böker für die Möglichkeit des Testens.

Edit: Ich sah in diesem Messer einen sehr zivilen EDC-User, jedoch als ich es Chamenos in seinem Laden übergab und er damit hantierte fiel es mir wie Schuppen aus den Augen.....man sieht es wohl nicht selber, sondern nur in "fremden" Händen--- dieses Messer ist auch ein fieser,kleiner Fighter--- er sah in Chamenos Pranken fast aus wie ein Push-Dagger:steirer::steirer:
Schalom Excalibur
 

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Moin

Ich habe an diesem Passaround teilgenommen, weil mich so ein seltsames Bauchgefühl mehrfach von einer Bestellung hat Abstand nehmen lassen.
Denn eigentlich passt das SOB perfekt in mein Beuteschema.

Als ich es nun ein paar Tage begrabbeln und befummeln durfte, wurde mir klar, dass mich mein Bauch da nicht veräppelt hat.

Das Sob ist sauber geschliffen und gefinisht und die Kydex sitzt wirklich einwandfrei.

Aber: dieses Messer ist kein EDU.......... die Betonung liegt hier auf dem U für User.

Die Fotos von Excalibur zeigen deutlich, welche Griffhaltungen mit diesem Messer möglich sind.
Und das sind nicht die Positionen mit denen man eine Schrippe aufschneidet oder einen Apfel für den Nachwuchs schält.

Dass Jim Burke in seinem Vormessermacherleben Polizist war, merkt man diesem Knirps schnell an.
Und der eigentliche Einsatzzweck ist wohl eher der, dem auch das Ka-Bar TDI dient.

Natürlich lassen sich mit dem SOB Pappkartons kleinschneiden oder die Salami in Scheiben teilen..... da gibt es aber deutlich geeignetere Messer für.
Für ein "normales" Schneiden ist die Klinge nämlich zu stark zum Griff abgewinkelt.

Was mich noch gestört hat waren die Griffschalen.

Ich weiß, dass es günstiger ist, die Griffschalen etwas kleiner als den Erl zu machen. Das spart das Anpassen nach der Montage.
Aber das muss dann auch irgendwie "deutlich" gemacht werden.
Z.B. in dem dei Griffschalen eben sichtbar "kleiner" sind.
Beim SOB sind die Griffschalen nur minimal kleiner als der Erl. Dadurch hat man einfach das Gefühl, dass da das Anpassen vergessen wurde.

Wenn also der Erl mehr oder weniger gleichmäßig 2mm breiter ist, dann sieht sich ein 10tel Millimeter Unregelmäßigkeit weg.
Sind die Griffschalen aber nur 3/10tel kleiner, dann fällt dieses 10tel eben unangenehm auf.

Hier nun zweimal Danke:
Einmal für das Böker-Patch, das für jeden Teilnehmer beigelegt wurde.
Das Ding ist schick und die Nummer mit dem Nachleuchten sorgt nun dafür, dass mein Junior in der Kita Werbung für Böker macht:D

Zum andern Danke für das Testen-Dürfen. Hat mir Geld gespart...... ein TDI habe ich nämlich schon;)

Gruß
chamenos
 
Kurz & bündig: Ich kann mich mit dem Böker Plus SOB sehr gut anfreunden.

Warum?
-Es hat eine nahezu optimale EDC-Größe.
-Materialwahl bei Klinge und Griffschalen kommen mir sehr entgegen.
-Scheide erfüllt ihren Zweck gut. Ich würde vielleicht eher das kleine Tek-Lock verwenden, obwohl das große natürlich einen sehr schnellen und leichten Wechsel zwischen unterschiedlichen Gürtelbreiten ermöglicht.
-Watenspitz liegt mir. Für das Schneiden auf ebener Fläche hab ich andere Messer.

Was ich ändern/verbessern würde, wäre es meines:
-Die Griffschalen liegen im hinteren Bereich nicht bündig an, es bildet sich ein Spalt von ca. 5/10mm. Ich hab mir allerdings auch nicht die Mühe gemacht, die Schrauben nachzuziehen, evtl. reicht das schon.
-die Daumenriffelung ist schön griffig. Sowas wünsche ich mir auch an der Spitze des Griffrückens, um beim Schneiden noch mehr Druck auf die Klingenspitze zu bringen.
-bei einer so hohen Klinge wäre auch mit Flachschliff die Stabilität gewährleistet.

Herzlichen Dank an BÖKER & Beagleboy für die Möglichkeit des Testens!

Ich habe dem Paket noch eine Kleinigkeit für die kommenden Tester beigefügt.
Wer`s brauchen kann behält`s, wer`s nicht braucht kann`s verschenken...
 
Vorweg:

In künftigen PA´s möchte ich immer hinter Florian eingereiht werden, dann kann ich nämlich meinen Bericht auf die Worte "siehe Chamenos" bzw. simples Copy&Paste beschränken ;)

Wobei, das gilt natürlich nicht für jedes Detail. Mir sagte nämlich, auch wenn ich die EDC-Tauglichkeit bedingt durch die abgewinkelte Klinge ähnlich beurteile, der kleine *Peep*Sohn (jaja, da kann Marc tausendmal mal was von "Special Operation" schreiben) irgendwie doch sehr zu.

Dies liegt zum einen an der für mich sehr sympathischen Erscheinung, wozu vor allem die Klingenform beiträgt. Ich mag halt Wharncliff/Sheepfoot sehr gerne. Auch das Micarta und die matte Klinge sagten mir optisch vollkommen zu.
Dazu kommt eine wirklich gute Verarbeitung mit einer außergewöhnlich gute Kydexscheide, was sowohl die Optik als auch die Funktion betrifft.
Mit dem großen Teklok (bei dem ich erstmal gefühlte zwei Stunden benötigte, um es auf zu bekommen *Peinlich*) ist mir das zum Tragen zwar zu groß/auffällig, aber dafür gibt es ja Lösungen.

Für die Größe liegt der Bengel auch sehr satt in der Hand, Schneidleistung ist trotz der recht beachtlichen Klingenstärke von 4mm dank der recht dünn ausgeschliffen Klinge und des Hohlschliffs gut.

Fazit:
Eher ein Messer zum gern haben, als für den täglichen Gebrauch, das Gesamtpaket ist allerdings sehr stimmig und lässt mich bei einem eher moderaten Preis vielleicht irgendwann doch schwach werden.

Danke an Marc&Böker.

P.S.
Um den Kreis zu Chamenos Bericht endgültig zu schließen, der Patch klebt nun auch am Rucksack meiner Fünfjährigen, lustigerweise hat das Böker-Logo recht viel Ähnlichkeit mit dem Logo Ihres Waldkindergartens ;)
 
Nachdem der Weihnachts- und Neujahrsstress vorbei ist, schaffe ich es endlich, den PA-Bericht für das SOB zu schreiben. Da ich mir während unserer gemeinsamen Zeit eifrig Notizen gemacht hatte, schreibe ich also quasi zeitnah.

Ich hatte mich angemeldet, da ich noch nicht so viel Erfahrung mit kleinen und feststehenden Messern habe, sie aber schon eine große Faszination auf mich ausüben, zudem hatte ich mit dem AC 15 schon ein Messer mit ähnlichen Dimensionen zum Test.

Das Paket kam also und nach dem Auspacken war ich schon ein wenig erschrocken, das Messer wies deutliche Spuren der Benutzung auf, dies war bei meinen bisherigen PA-Teilnahmen nicht der Fall, wo die Messer eher jungfräulich aussahen ( auch wenn ich, was nur einmal vorkam, nicht einer der ersten Tester war ) . Die Gimmicks im Paket ( ein Böker-Patch sowie ein Pillendöschen eines vorherigen Teilnehmers ) fand ich allerdings sehr nett und aufmerksam.
Also habe ich das Messer erst einmal ausführlich befingert, es gefiel mir ausgesprochen gut. Nachdem mir das G10 Material in einem anderen PA schon sehr gefällig war, habe ich in dem Micarta mein derzeit favorisiertes Griffmaterial gefunden. Es war sehr angenehm zu greifen, auch in feuchtem Zustand. Auch optisch war der Griff im Vintage-Look sehr nach meinem Gusto, die Farbe fand ich absolut passend.

In den nächsten 2 Wochen konnte ich das Böker im Haus und dabei hauptsächlich in der Küche testen, da ich in der Zeit nicht wirklich nach draußen gekommen bin. Allerdings ist in der Küche die spontane Zuneigung ein wenig abgeflaut, da – zumindest für mich – die Form des Messers für die anstehenden Arbeiten nicht optimal geeignet war. Ein Foto in meiner rechten Hand wollte mir nicht wirklich gelingen, daher habe ich ein Foto beigefügt, das meine Gattin beim Schneiden zeigt. In dem Moment, in dem das Schneidbrett den Fingern im Weg ist, schneidet das Messer nur noch mit der vordersten Spitze ( und bei mir mit meinen dickeren Fingern war der Winkel eher noch steiler, siehe Bild von der linken Hand ). Dies ermöglicht zwar den in einem der obenstehenden Berichte hervorgehobenen ziehenden Schnitt, war für mich aber eher unpraktisch, da ich es kaum geschafft habe, in einem Zug zu schneiden.

Ansonsten war das SOB angenehm scharf und hat die üblichen Aufgaben ( Hartwurst, Obst, Käse, etc ) zur vollen Zufriedenheit ausgeführt. Beim Schneiden auf einer Unterlage hatte ich mir dann schnell einen Schnitt im vorderen Bereich angewöhnt, so dass die Finger nicht auf das Brett anstiessen, der Weisheit letzter Schluss war das jedoch nicht.

Das Messer hatte eine angenehme Größe und lag sehr gut in der Hand. Besonders angetan war ich von der am AC15 vermissten Daumenauflage, die allerdings sehr scharfkantig ausgeführt war, mir persönlich hat diese „bissige Schärfe“ sehr gut gefallen. Ebenfalls sehr nett fand ich die beigefügte Scheide, sie hielt das Messer sehr gut, allerdings waren die durch sie verursachten Kratzer am Messer nach erst wenigen Testern doch schon deutlich. Die Gürtelhalterung habe ich dann auf waagerecht umgeschraubt ( nachdem ich allerdings auch einige Zeit gebraucht habe, um den Öffnungsmechanismus zu durchschauen ), in den trauten vier Wänden ( mangels der fehlenden Outdoor-Aktivitäten ) hat mir diese Trageweise gut gefallen.

Fazit: Das gesamte Messer mit Klingenform und Griffmaterial hat mir mehr als gut gefallen, aber die gekröpfte Form sagt mir nicht zu 100 Prozent zu. Vielen Dank an Böker und Beagleboy für die Möglichkeit, das Messer testen zu können.

rhanjo
 

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Mein Erfahrungsbericht mit dem BökerPlus Messer "SOB" von Jim Burke

So, ich fang jetzt mal mit einem „Auspackbericht“ an: :cool:
Paket zufällig aufgefunden, ist relativ groß das Paket. Sollte das nicht ein kleines Messer sein !?
Geöffnet, jede Menge Papier und noch ein Paket, diesmal etwas kleiner.
Das auch geöffnet und ein Messerchen in einer Kydexscheide kommt zum Vorschein. Ach wie süß. Da drunter liegt ein „Tek-Lok“, der genauso groß ist wie die Scheide. Eine leichte Irritation überkommt mich. Ist das wirklich ernst gemeint mit dem Tek-Loc? Der Griff ist ja relativ kurz. In die Hand genommen, liegt gut in der Hand, hat genug Volumen. Das Messer aus der Scheide gezogen, huch wo kommt denn die große Klinge auf einmal her? Zwei mal wieder in die Kydex-Scheide hineingesteckt und erneut gezogen. Da durch, das der kurze Griff in der Hand verschwindet wirkt das Messer deutlich größer. Beim genaueren Hinsehen entdecke ich einige Kratzer auf der Klinge, vermutlich von der Scheide. Der Nachteil einer gestrahlten Oberfläche. Da mir die Zeit für die genauere Erforschung oder gar die Montage des „Tek-Lok“ fehlt, das Messer einfach in die linke hintere Hosentasche gesteckt und los gehs. Ging problemlos.

Scheide und Tek-Lok:
Am nächsten Morgen habe ich dann die Scheide genauer abgesehen und erst mal testweise einen alten IWL aus Gewebe montiert, dann mit Paracord rumgespielt (klappt nicht richtig wenn die Löcher nur auf einer Seite sind) und letztendlich dann doch den „riesigen“ Tec-Loc mit dem Griff schräg nach hinten montiert. Dabei ist es dann geblieben. Beim Hosenwechsel einfach an den nächsten Gürtel geclipt und fertig. Das ziehen und wegstecken klappt einhändig dank einer Ausnehmung für den Daumen problemlos. Absolut keine Probleme beim täglichen tragen im Auto, bei der Gartenarbeit, oder sogar beim aufbauen von Traversen und Licht. Die Scheide und der Clip halten das Messer sicher wo es hingehört. So wünsch ich mir ein EDC.

Stahl:
Als Stahl kommt laut Böker „der schwedische 12C27" zum Einsatz.

Das Messer wurde am ersten Tag kurz abgezogen und
bevor ich es verschickt habe noch einmal. Das war alles.
Da gab es gar nichts dran zu meckern und es wurde von mir nicht geschont.

Klinge:
Ich habe damit geschnitzt, Kartons zerkleinert und alle sonstigen anfallenden Arbeiten des Tages erledigt. Auf dem Brettchen bietet sich tatsächlich ein ziehender Schnitt an, wobei jedoch nur die ca. 20 mm nach der Spitze im Einsatz sind. Größere Küchenaufgaben hatte ich diesmal nicht zu bewältigen, Schinken, Äpfel und Brot meisterte es problemlos. Ein echtes Kochmesser sieht allerdings anders aus, aber das hat ja auch wohl niemand erwartet.

Fazit:Das SOB ist ein gutes solides kleines Messer und mit der Scheide ein echtes EDC.
 

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jodn dach!

hier mal mein senf zum messerchen:

ein auf den ersten blick nettes, kleines messer fuer alle alltagsaufgaben.
nahezu ideal war es fuers kartonoeffnen. da sorgte die watenspitze klingenform fuer entzuecken, auch der winkel des griffs fiel nicht weiter unangenehm auf. auch liessen sich broetchen recht gut aufschneiden.
beim schneiden der wurst machte sich dann der winkel zwischen griff und klinge unangenehm bemerkbar, das messer mag einfach keine schneidebretter. da ich aber recht gerne auf schneidbrettern schneide, das absaebeln einer wurstscheibe gegen den daumen ist mir dann doch zu risikoreich, war das das ko kriterium. schade eigentlich, das messer ist recht praktisch, die scheide gehoert zum besseren, was mir untergekommen ist, sollte man aber evtl. einen guertelclip beilegen. die scheide ist zwar von der form und der groesse her gelungen, das gibt sich aber, sobald man das beiliegende teclok dranschraubt, schade.
das klingenfinish hatte mitlerweile etwas gelitten, der stahl ueberzeugte von der schnitthaltigkeit her, nur das finish hatte etwas gelitten.

fotos spare ich mir hier, da ich das eh nicht kann und hier schon genug sind.
 
Hallo zusammen,

dann möchte ich auch mal meinen Kommentar zum Böker Plus SOB abgeben:

Das Messer ist mir beim Aufschlagen des Katalogs sofort ins Auge gesprungen, tat aber nicht so weh wie man meinen möchte;)
Allerdings konnte ich mich nicht wirklich entscheiden, ob mir der kleine Racker nun gefällt oder nicht. Das Bild im Katalog finde ich perspektivisch etwas unglücklich.

Einerseits erinnerte mich die abgewinkelte Klinge ein Wenig an eines von den Karambitteilen (die ich wirklich abgrundtief hässlich finde), andererseits fand ich das mattgraue Klingenfinish, in Kombination mit dem grünen Micartagriff, auf Anhieb ziemlich geil! Diese für mich persönlich sehr gefällige Kombination erfreute mich auch spontan als ich das Paket öffnete. Nun hatte die Klingenoberfläche unter meinen Vortestern zwar schon etwas gelitten, aber man konnte sich ganz gut vorstellen, wie das Messer aussah als sie die heiligen böker’schen Hallen verließ. Was mir zusätzlich sehr gefiel, waren die ebenfalls mattgrauen Schrauben, die die Griffschalen am Erl halten. Meiner Meinung nach ein kleines, aber feines Detail. Weniger gefallen haben mir allerdings die „Passgenauigkeit“ der Griffschalen. Die Abweichungen sind aber so minimal, dass sie mir erst nach genauerer Betrachtung aufgefallen sind. Wenn einem aber das Finish der Schrauben auffällt, dann leider auch die Griffschalen :irre:
Dieser Punkt wurde allerdings von meinen Vorschreibern schon ausführlich genug behandelt, so dass ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen werde. Nur so viel sei gesagt: Es handelt sich dabei für mich um einen kleinen, rein optischen Makel, der die Haptik in keinster Weise beeinträchtigt! Bei einem EDC würde es mich also absolut nicht stören.

Kommen wir zur Handlage des SOB:
Das Micarta greift sich ausgezeichnet und das Messer würde grandios in der Hand liegen, wenn es etwas größer wäre. Ich habe zugegebenermaßen relativ große Hände, dafür können aber weder Böker noch das SOB was…daran sind einzig und allein meine Eltern schuld! :mad: Was ich allerdings grandios finde, ist die bissige Daumenrampe! Diese mag bei längerem Arbeiten vielleicht etwas schmerzhaft werden, aber für den Gelegenheitsgebrauch finde ich sie super!

Die Kydex:
Nachdem ich mir das gute Stück nun genau angeschaut und ausgiebig befingert hatte, ging es daran die Scheide zu testen: Nun hatten ja schon einige das SOB vor mir... Wahrscheinlich war das der Grund dafür, dass die Scheide leider komplett „vernudelt“ war. Kein „Klacken“, kein Einrasten, nichts…Die Klinge hält lediglich in der Scheide, weil die Scheide so eng an den Klingenflanken anliegt, dass das Ziehen diese unverhältnismäßigen Kydexspuren auf den Klingenflanken verursacht.
Ob das schon so war als das Messer auf die Reise ging oder nicht, weiß ich natürlich nicht. Ich hatte bisher nur zweimal eine Kydex von Böker (oder wer auch immer die entsprechenden Scheiden für Böker produziert hatte) in der Hand, was sicherlich keine ausreichend repräsentative Stichprobe darstellt (um daraus auf die Grundgesamtheit schließen zu können), aber keine der beiden "Referenzscheiden" war nur annähernd so suboptimal angepasst wie die des Testmessers. Auch hier gilt: Das schränkt den Gebrauchswert in keinster Weise ein, „klackt“ nur einfach nicht so schön. :jammer:

Nach Anschauen, Befingern und der Kombination Messer + Scheide kommen wir nun zum Gebrauchswert:
Als Küchenmesser o.Ä. taugt das SOB natürlich nicht wirklich, da braucht man keinen Hehl draus zu machen. Dafür wurde es aber auch nicht gemacht. Von den SCHNEIDEIGENSCHAFTEN generell bin ich nicht ganz so angetan. Aufgrund der abgewinkelten Klinge kann man eher von RITZEIGENSCHAFTEN sprechen, auch wenn in der Produktbeschreibung was anderes steht: „…die leicht abgewinkelte Klinge erhöht die Effektivität bei ziehenden Schnitten und erleichtert das Schneiden auf ebener Fläche“ (Entliehen von der Böker-Homepage). Beim ersten Teil stimme ich zu. Ziehende „Schnitte“ funktionieren prima! Beim zweiten Teil gehe ich dann nicht mehr so ganz mit Böker konform…aber egal!
Als EDC ist es für meine Zwecke (Briefe, Pakete öffnen und hin und wieder ein Stöckchen anspitzen) ganz gut geeignet, für Schnitte auf „ebener Fläche“ aber nicht!

Fazit: Insgesamt gefällt mir das SOB. Gesamtgröße, Material und Design sind nach meinem Geschmack, die Scheide und die abgewinkelte Klinge aber nicht so ganz. Der, für meine Hände, etwas zu kleine Griff wird durch die griffige Daumenrampe weitestgehend wieder ausgeglichen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es mir als EDC gönnen würde oder nicht. Das liegt aber primär an meinem finanziellen, messerspezifischen Budget und der Tatsache, dass es auf meiner "Habenwill-Liste" nicht ganz so weit oben steht.

Vielen Dank an Marc für die Möglichkeit testen zu dürfen und das beiliegende Präsent, aber auch ein Dankeschön an den Spender des Gimmicks aus dem „Gesundheitsbereich“ ;)

Grüße
Tunichtgut
 
Last edited:
Tag zusammen,

es ist ja schon einiges geschrieben worden, daher fasse ich mich kurz.
Ich habe das Messer heute schon weitergeschickt, weil wir keine Freunde werden.
Das bezieht sich allerdings auf persönliche Befindlichkeiten.

Mir war nur die Daumenriffelung zu scharfkantig, sonst hat mich Fertigungstechnisch nix gestört.
Das Messer ist sauber verarbeitet und kam scharf an.
Die Scheide ließ sich problemlos tragen und hat gut gehalten.

Mir ist das Messer zu klein; 15-20% größer bei gleichen Proportionen würden das Kerlchen zu dem Haumesser machen, nachdem es aussieht.:cool:


Fazit: Geschmackssache!:D
Wer Körperlich nicht im Nachteil ist (Wurschtfinger!) der kann bestimmt Spaß damit haben.
Danke fürs testen dürfen und für die Beilage:super:

Beste Grüße,
Pit
 
Hi,

ich hatte das SOB ja auch zum testen.

Wirklich warm wurde ich damit nicht.

*Ich* kann mich mit Griffschalen die kleiner als der Erl sind einfach nicht anfreunden,
das trübt für mich doch entscheidend das Griffgefühl.

Die Kydexscheide klemmt das Messer an der Klinge, was auch bei dem SOB so ist,
das ich geschenkt bekommen habe.

Auch konnte ich mich mit der gesamten Geometrie des Messers nicht anfreunden. Für das was ich hauptsächlich mit Messern schneide war das SOB einfach nicht geeignet.


Das SOB sieht witzig aus, bietet für mich aber wenig praktischen Nutzen.


Alex
 
Hallo zusammen, ich finde endlich Zeit und Muße, meine Gedanken zum SOB niederzuschreiben.

Zunächst möchte ich mich bei Marc für den Passaround und Claus für die Goodies bedanken. :super:

Ich schicke vorweg, dass mich dieser Passaround vor allem deshalb interessiert hat, weil ich seit Jahren verschiedene Einhand-Folder mit Begeisterung als EDC trage, und nun neugierig darauf war, wie sich ein kleines Fixed im Alltag in der Hosentasche schlagen würde.

Mein erster Eindruck nach dem Auspacken war ein guter, das SOB liegt mir trotz des recht kleinen Griffes gut in meiner Hand (Handschuhgröße 10). Die Kanten des Griffs sind schön verrundet, da stört es auch nicht, dass die Griffschalen ein paar Zehntel mm kleiner als der Griff sind. Die kleine Kante fällt beim Benutzen überhaupt nicht auf. Die Daumenauflage ist spürbar, aber nicht schmerzhaft spürbar. Meine Frau hingegen konnte sich mit dem Griff nicht anfreunden, für sie war es ein „Noch-nicht-4-aber-auch-nicht-mehr-3-Finger“-Messer

Die nach vorne geneigte Klinge erinnert mich eher an ein Haumesser, ich glaube dabei würde sich ein Leichtgewicht wie das SOB aber nicht besonders wohl fühlen :glgl:

Für mich ein Highlight war die Gürtelbefestigung per Tek-Lok. Da das mein erstes Tek-Lok war, habe ich auch eine Menge Zeit damit verbracht, verschiedene Positionen und Winkel am Gürtel auszuprobieren. Leider konnte ich hierbei keine dauerhaft bequeme Trageposition finden, die einerseits nicht kneift und andererseits nicht zu sehr unter dem Hemd abzeichnet. Hier bin ich von meinen Foldern sehr verwöhnt, die sieht und spürt nämlich niemand, wenn ich sie in der vorderen Hosentasche einklipse, weder ich noch meine Umwelt. Ich habe mir daher das SOB mitsamt Scheide, aber ohne Tek-Lok, in die Hosentasche gesteckt, kompakt genug dafür ist es.
Das Tek-Lok wäre für mich aber erste Wahl, wenn es mir egal ist, ob man das Messer sieht oder nicht, beim Zelten oder Wandern etwa.

Der zweite Eindruck war ein wenig ernüchternd. Wie bereits vor mir gesagt sieht man dem Messer die Benutzung an, der Griff ist nicht mehr grün, sondern fast schwarz, die Klinge hat von der Kydex-Scheide viele glänzende Streifen und die Distanzhülsen unter dem Griff sind leider nicht rostfrei.

Die Scheide ist für mich der Hauptgrund, warum das SOB optisch so ungewöhnlich schnell altert. Das Messer hält offensichtlich nur durch Reibung an den Klingenflanken in der Scheide, nicht etwa durch einen dafür vorgesehenen Vorsprung am Parierelement oder der Daumenauflage. Dazu ein wenig Staub oder Sand in der Scheide schon glänzt die eigentlich schön satinierte Klinge wie eine Spechkschwarte.

Die Arbeit mit dem SOB war hingegen recht angenehm, aber erst nachdem ich mir die Schneide etwas genauer angesehen hatte. Die Form des SOB lädt dazu ein, ziehende Schnitte mit dem Zeigefinger lang auf dem Klingenrücken zu machen. Erwartungsgemäß war die Schneide daher an der Klingenspitze auch am meisten beansprucht und musste kurz nachgeschärft werden. Danach gab es aber keinerlei Beschwerden über die Schnittleistung mehr. Auch das Öffnen und zerkleinern von Kartons, Schnitzereien und das Zubereiten von Brotzeiten gehen mit dem SOB gut von der Hand. Die nach vorne geneigt Klinge bietet hier den Vorteil dass man mit den Fingern genug Abstand zur Schneidunterlage hat. Einzig der Hohlschliff hat mich ein wenig genervt, wenn wieder mal ein Apfel nur halb geschnitten und dann gespalten wurde.

Alles in Allem kann ich sagen, dass das SOB ein kompakter Allrounder ist, der auch bei nicht an Messern interessierten Personen Neugier weckt.

Nur bei der Scheide könnte man noch nachbessern.
 
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