Per Schönheit verbunden: Frankreich - Böhmen

Abu

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Savoir-vivre, das Leben als Kunstwerk, selbst bei Messern scheint sich diese frz. Haltung zu bestätigen. Anders kann ich mir keinen Reim drauf machen, dass innerhalb einiger Monate immer mal wieder sehr feine Stücke aus F zu mir gekommen sind. Dabei sind sie nicht unbedingt französischen Ursprungs.

Zwei mit Perlmutt, beide Gravuren auf den Schalen, Zeichen einer engen Bindung zum früheren Besitzer. Ich mag so etwas. Aber beide ohne Marke des Herstellers.
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Ich bin ziemlich sicher, dass No. 1 auch französischen Ursprungs ist, evtl. handwerklich gefertigt. Die Köpfchen an den Griffenden schützen das leicht brüchige Perlmutt.
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No. 2 hat keine typisch frz. Merkmale, es ähnelt mit seinem „sleeve board“-Modell u.a. meinen Böhmen. Böhmischer Ursprung also durchaus möglich.
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Die Gravur ist leider nicht zu entziffern, oder könnte ein frankophiler Kollege helfen?
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Apropos böhmische Messer in F, auch dieses kam von dort. F. Frenzel Nixdorf. Für dieses kleine Juwel in Schildpatt habe ich einen Haufen Schrott in Kauf genommen.
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Die Schere mit dem außen liegenden Auge macht die Rarität. Unter 116 Modellen mit Scheren im Frenzel-Katalog sind exakt zwei Modelle dieses Designs. Ein Fund nach über 100 Jahren gleicht der Stecknadel im Heuhaufen.

Dieses kleine F. Frenzel Nixdorf hat es nur bis D geschafft.
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Solidus deutet auf 1930er Jahre. Es strahlt in Perlmutt, Abalone und Neusilber - und wurde sogar benutzt.
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Bei mir müssen sie nicht mehr arbeiten, kommen ins Schatzkästchen.

Abu
 
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