Santoku/Gyuto/Kiritsuke bis 150€

Hi liebe Community,

ich koche schon einige Jahre und habe viel Freude daran. Ende letzten Jahres bin ich umgezogen und habe mich jetzt entschlossen, dass zur neuen Küche ein ordentliches Messer gekauft wird.
Es sollte etwas sein, was sowohl funktionell als auch schön ist, ich habe vor das Messer jeden Tag zu benutzen. In der Vergangenheit habe ich gute Erfahrungen mit Zwilling Messern (Santoku twin Pollux 18cm, Kochmesser wo ich den Namen nicht mehr finde, beides aus ner EDEKA Treueaktion) gemacht, die habe ich seit dem Umzug aber nicht mehr, grade besitze ich keine großen Messer.

*Geht es um die Erstanschaffung oder Erweiterung (d)eines Sortiments?
Erstanschaffung

*Ist die Anschaffung für berufliche oder private Verwendung gedacht?
privat

*Soll es ein Küchenmesser für Linkshänder werden?
nein

*Liegen konkrete Vorstellungen vor?
Z.b. Japanischer oder Europäischer Stil, besondere Klingenformen oder Griffmaterialien

*Falls nein, für welche Aufgaben soll das Küchenmesser eingesetzt werden (z.B. Brot schneiden, Gemüse putzen, Fische filetieren etc.)?


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*Falls ja, bitte diese hier angeben:

Japanisch
zur Griffform habe ich keine Erfahrung, bisher nur westliche oder so ergonomische aus Plastik gehabt (Zwilling Four star), wenn ihr denkt es lohnt sich, ein Messer mit japanischem Griff zu kaufen dann wär ich auch bereit da mal reinzugucken. Weiß nur nicht obs ne gute Idee ist, gleich 150€ für ein Messer auszugeben wo mir später der Griff nicht gefällt...


Einzelnes Messer, Kein Set



*Welche Bauform und ca. Länge?
Z.B. Kochmesser ca. 20cm; Petty ca. 12cm

Santoku, Gyuto oder vor allem Kiritsuke gefallen mir gut, aber mit Kiritsuke habe ich keine Erfahrung, aber Gutes gehört und sieht gut aus und soll vielseitiger als Santoku sein

20cm +- 2cm

*Welcher Stahl?
Rostend oder Rostfrei? Monostahl oder Damast?

Muss nicht Rostfrei, ich bin bereit mich um mein Messer gut zu kümmern falls wer von euch da jetzt den Supertipp hat, der Einfachheit halber wäre aber natürlich ein vorwiegend rostfreies gut, habe an 3-Lagen oder Damast gedacht (Damast sieht natürlich gut aus...)
Ich suche kein komplett "cleanes" Messer, dass uniform glatt und spiegelnd ist

*Welches Budget steht zur Verfügung?
bis 150€, wenn wer eins hat was wirklich super ist würd ich natürlich auch bisschen mehr ausgeben aber sollte sich ungefähr zwischen 100€ und 150€ bewegen

*Bezugsquelle?
Soll in einem Ladengeschäft oder per Versandhandel gekauft werden, Inland, EU, oder International?


Online



*Gibt es schon ein/mehrere Messer, die theoretisch in Frage kommen?
Bitte gebt die vollständige Bezeichnung(en) mit eventuellem link an.


Kanetsune Tsuchime Damast Classic Kochmesser 180mm
Kunio Matsutani Sairyu VG10 Kochmesser 180mm
Tojiro DP 3 Lagen HQ Kiritsuke 210mm -> 200g wirkt nicht gerade leicht?
Sakai Takayuki kleines Kochmesser
Yaxell Zen VG-10 Damast Karitsuke Kochmesser 20 cm 35534

Zu diesen bräuchte ich mal ne Meinung von jemandem der sich besser Auskennt, sind das an sich gute Messer oder hab ich da danebengegriffen?

Dazu müsste ich mir natürlich noch was zum Schärfen kaufen, gerne auch dazu Empfehlungen reinschreiben!

Ich danke euch im Voraus und versuche Rückfragen so schnell wie möglich zu beantworten!

 

Bukowski

Mitglied
Moin

Santokus sind üblicherweise bis maximal 18cm Klingenlänge, fallen dann also raus. Schneidest du bisher überwiegend im Wiege-, Zug-, Schub- oder Druckschnitt. Kiritsuke taugt wegen des flachen Schneidenverlaufs mit niedriger Spitze nämlich nicht.

Ich persönlich finde europäische Griffe ergonomisch ansprechender als Wa-Griffe, manche Nutzer mögen aber das geringe Gewicht von Wa-Griffen lieber, wodurch das Messer Klingenlastig wird. Die Erfahrungen muss man selbst machen (wollen). Wenn du es wie Adenauer hälst, würde ich bei europäischen Griffen bleiben.

Ansonsten würde mich interessieren, wie du deine Messer aktuell scharf hälst und wie du dir das in Zukunft vorstellst.

Außerdem, was soll dein neues Messer besser können als die alten, außer besser aussehen. Was stört dich also an deinen alten und wieso kaufst du dir nicht einfach nochmal das Zwilling Santoku o.ä.?
 
Santokus sind üblicherweise bis maximal 18cm Klingenlänge, fallen dann also raus. Schneidest du bisher überwiegend im Wiege-, Zug-, Schub- oder Druckschnitt. Kiritsuke taugt wegen des flachen Schneidenverlaufs mit niedriger Spitze nämlich nicht.
Naja doch 18 cm würde schon gut gehen, habe nur gehört längere Messer sind ein bisschen vielseitiger?
Uff, weiß nicht wirklich was da überwiegt, kommt irgendwie drauf an was ich schneide.
Ansonsten würde mich interessieren, wie du deine Messer aktuell scharf hälst und wie du dir das in Zukunft vorstellst.
Momentan hab ich kein großes Messer, nur so kleine Universalmesser für 9€ von Victorinox oder so, provisorisch, deshalb möchte ich mir ja ein neues Messer kaufen. Und die kleinen Messer halt ich gar nicht scharf, fand bei dem Preis lohnt es sich nicht wirklich sich etwas zum Schärfen zu kaufen. Ich dachte eigentlich an so einen klassischen zweiseitigen Schleifstein, weil ich da auch gutes von gehört habe.

Ich erhoffe mir dass es länger scharf bleibt und einfach besser schneidet als die alten. Natürlich hab ich überlegt mir die gleichen Zwilling zu holen, aber fand die kosten schon so viel, da kann ich auch ein paar mehr Euro ausgeben und dafür was haben, was nochmal ne Stufe dbesser ist, weil ich einfach dachte ich koche jeden Tag, da lohnt sichs.
 

Bukowski

Mitglied
Von den genannten kenne ich Sakai Takayuki, Yaxell und Tojiro. Preis/Leistungsmäßig würde ich am ehesten Tojiro empfehlen. Schlecht sind aber alle 3 nicht.

Bei Sakai Takayuki würde ich im Vorfeld mit dem Händler klären, ob die Schneidfase auch gleichmäßig 50/50 geschliffen ist, da gab es hier in letzter Zeit einige "Überraschungen", zumindest bei den Monostahlklingen, keine Ahnung ob das neuerdings bei dem verlinkten Modell auch auftritt.

Allgemein bezahlt man bei Damastaußenlagen halt die Optik mit, ohne einen funktionalen Mehrwert zu haben.

Wenn es richtig leicht schneiden soll und du keine Angst vor empfindlichen dünn ausgeschliffenen Klingen hast, würde ich mir Kai Shun Classic noch ansehen, liegen aber evtl leicht über Budget.
 

Bukowski

Mitglied
Ich glaube der TE sucht vorzugsweise ein rostfreies Kiritsuke mit 3-Lagen- oder Damastoptik und minimum 18cm Klingenlänge. Ich weiß nicht, ob da ein Carbonstahl-Brot- oder Officemesser etc. wirklich weiterhelfen😉
 

knifeaddict

Mitglied
Moin

Meine Kriterien :

1. Geometrie ...je nachdem was es tun soll...dünn , dick , ballig
schneidefreudig...geht leicht durch das Schnittgut

2. Klingenform...bauchig ..wenn ich den Wiegeschnitt bevorzuge

3. Griff...wechselt bei mir ...aber hier die Optik und Verarbeitung

4. Stahl....naja ...stumpf werden sie alle...ist für mich mittlerweile absolut zweitrangig...
Der Stahl soll nur einfach schärfbar sein...mit den Mitteln die ich habe. ( Jenseits der HRC 66 macht für mich keinen Sinn mehr )

Gruss

Micha
 
1. Gute stahlquallität, also lange schnitthaltig, Einfach zu schärfen
2. Optik vom griff ist mir wurst, ist ein gebrauchsgegenstand und kein Dekoartikel.
3. Klingenform ist mit auch egal, schärfe ist bei mir wichtig.

Natürlich kann man viel geld in teure messer versenken, ob das aber beim schneiden auch zur geltung kommt, weis ich nicht. Ich kaufe einmal was brauchbares und möchte davon möglichst lange haben.
 
Hallo nochmal,
ich habe mich fürs Kanetsune Tsuchime Damast Classic Kochmesser 210mm entschieden aber bin mir jetzt nicht sicher, ob ich das zurück schicken sollte.


Am Griff ist dieser Vorprung (keine Ahnung wie man ihn nennt) so bisschen schief und unangenehm am kleinen Finger und sieht nicht aus als wärs gewollt, außerdem ist das Holz etwas verfärbt.

Der Messerrrücken direkt zum Griff hin wo man häufig mal die Finger hat ists etwas scharfkantig

Am Übergang vom Messer zum Griff sind so komische Lücken

Auf der Klinge sind so Kratzer.

Ihr könnt auf die Fotos klicken dann ist es bessere Bildqualität.
Zurück? Denkt ihr dieses Messer ist einfach schief gegangen oder würdet ihr den Hersteller komplett meiden?
Vielen Dank im Voraus
 

güNef

Premium Mitglied
Servus,

empfohlen wurde dir das Tojiro, letztendlich hast du das gekauft, das dir optisch am besten gefallen hat, ohne Empfehlung, oder? :unsure: ;)

Das sind eigentlich alles Makel. Der unsymmetrische geschliffene Griffabschluß, die Riefen am Bolster, der scharfe Grat am Rücken, die Passung vom Erl in den Bolster, da sind einfach zeitraubende Arbeitsschritte eingespart worden. Mir persönlich macht so ein Messer keine Freude. Der nächste sagt dir, das passt schon und du bist zu pingelig. Du musst mit dem Messer jahrelang arbeiten, sonst niemand. Entweder du glättest alles selber, so wie du es gerne hättest, du belässt es so und akzeptierst den Zustand oder du schickst es zurück.

Riefen am Bolster gibt/gab es bei Takamura auch. Ein scharfer Klingenrücken ( Grat ) ist auch keine Seltenheit. Unsymmetrische und farblich differenzierende Griffschalen die alles andere als hübsch gemachte Passung Erl zu Bolster ist vielleicht ein bisschen viel an einem Messer.

Gruß, güNef
 
Hi,
danke für deine Einschätzung.

Jein, ich habe den Beitrag von einem anderen User gesehen und fand das vielversprechend. Dass das Messer jetzt mit so vielen Makeln ankommt habe ich natürlich nicht erwartet. Ich denke bei dem Preis werd ich das Messer zurück schicken und mir was von Yaxell oder Tojiro holen.
 

güNef

Premium Mitglied
Servus,

leider hat der Käufer nicht Bilanz gezogen. Wie man sieht ist Serienstreuung immer ein Thema. Eine Marge ist gut und die Qualitätskontrolle hat gepasst, die Nächste ist dann deutlich schwächer gefinisht und landet trotzdem in den Läden. Reklamation in DE ist ja kein Problem.

Gruß, güNef