Selfmade Schleifstation sinnvoll?

king-loui

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Hallo,

man sieht ja in Videos häufig selbstgebaute Schleifstationen aus einer Wanne mit allen Steinen drin und einem aufgelegten Holzbrett, auf denen die Steine dann beim schärfen aufgelegt werden.

Das Problem (falls es eines ist) sehe ich darin, dass das Wasser in der Wanne durch die unterschiedlich großen Schleifpartikel der Steine verunreinigt wird und so z.B. Patikel des 1000 Steines auf den 6000 gelangen.

Bei Rasiermessern ist sowas natürlich Tabu, aber wie sieht das bei Messern aus?
Ist das da zu vernachlässigen und ist nicht so gravierend für das Schärf- Ergebnis?

Was meint ihr dazu?
 
einfach den stein, den du aus der wanne rausnimmst, kurz abwischen/waschen, gerne mit dem wasser aus der wanne.

ist wirklich völlig wurscht, mach dir keinen kopf.

lg :super:
 
Selfmade-Schleifstation sinnvoll?

.....man sieht ja in Videos häufig selbstgebaute Schleifstationen aus einer Wanne mit allen Steinen drin und einem aufgelegten Holzbrett, auf die die Steine dann beim Schärfen aufgelegt werden.

Das Problem (falls es eines ist) sehe ich darin, dass das Wasser in der Wanne durch die unterschiedlich großen Schleifpartikel der Steine verunreinigt wird und so .....Partikel des 1000er Steins auf den 6000er gelangen (könnten)......
Der Schleifschlamm besteht vorwiegend aus Steinmehl und Metallpartikeln. Beides sinkt schnell auf den Grund der Wanne, so dass es kein Problem mit groben Partikeln auf feinen Steinen gibt.

Gruß

sanjuro
 
Mit einem Spritzer Spüli ins Wasser schwimmen die Metallpartikel nicht mehr obenauf und sinken runter. So kann ich die Steine in der Box abwaschen, ohne sie zu 'kontaminieren' :staun: Ich lasse meine Steine beim Schleifen auch nicht im Wasser liegen, damit sie nicht vollgeschlämmt werden.

Wer es ganz genau nimmt, kann den benutzten Stein immer mit frischem Wasser begießen und/oder abwaschen.

Grundsätzlich ist eine selbstgemachte Schleifstation besser als alles andere, weil man sie genau so gestalten kann, wie man es braucht.

Meine zum Beispiel besteht aus einer ca 30cm hohen Plastikbox (so kriege ich keinen krummen Rücken mehr beim Schleifen), über die ich ein Kantholz in Schleifsteinbreite lege. Das Holz wird durch darunter genagelte Klötzchen auf den Rändern der Kiste festgeklemmt, und die Schleifsteine werden durch zwei dünne Leisten (Raketenstöcke) auf der Oberseite mit einem zwischengelegten Küchenlappen am wegrutschen gehindert. Die Box steht auf einer Auto-Fußmatte und wird mit Wasser gefüllt, damit sie schwerer wird.
Den Schleifwinkel kann ich mithilfe von auf den Banksteinen aufgelegten Holzkeilen mit speziellen Keilwinkeln (5,5°; 7,5°; 10°; 12,5°; 15°) konstant halten, in dem ich sie als Startrampe bei jeder Schleifbewegung nutze. Damit sie nicht am Messer festkleben und über den Stein rutschen, habe ich unter die Keile einen Anschlag aus dünnen Leisten geklebt und fixiere sie mit einem Gummiband am Stein.

Wie sieht eure Schleifstation aus?

Viele Grüße, Mico
 
Danke für die Antworten.
Meine sieht auch in etwa so aus wie von Mico beschrieben, bis auf die Winkelhalter.
Ich bin froh das das kein Problem darstellt, es ist nämlich sehr Angenehm mit sowas zu Arbeiten:

- angenehme Höhe
- alles was man braucht griffbereit
- keine Sauerei auf dem Tisch oder der Arbeitsplatte

Kann wirklich nur jedem empfehlen sich sowas zusammen zu stellen! :super:
 
Hallo erstmal, habt ihr mal ein paar Bilders?
Vor allem wären Bilder von Mirco toll, da ich mir das mit den Keilen nun gar nicht vorstellen klann.

MfG
Klaus
 
habt ihr mal ein paar Bilders? [...] da ich mir das mit den Keilen nun gar nicht vorstellen kann.

Zwecks besserer Vorstellung habe ich ein paar Fotos gemacht:

DSCF6342.JPG

Hier ist meine Schleifstation abgebildet, die aus einer IKEA-Plastikbox und aus zusammengenagelten Holzabfällen besteht. Imprägniert habe ich das Holz mit heißem Stearin aus einem Teelicht. Es ist wichtig, die beiden Ränder der Kiste zwischen jeweils zwei Stegen einzuklemmen, da sich so die Vorschubkraft auf beide Ränder verteilt und sonst die Konstruktion zu instabil wäre. Die Abstände der zwei kleinen Holzleisten zum Festhalten des Banksteins müssen nicht perfekt zur Schleifsteinlänge passen. Sie sollen nur als Anschlag dienen. Das Rutschen verhindert ein zwischengelegter feuchter Küchenlappen.

DSCF6343.JPG

Für meine 15cm langen DMT Diasharp-Platten habe ich mir diesen Adapter gebastelt. Vier Nägel klemmen die Stahlplatte gut fest.

DSCF6350.JPG

Als Schleifhilfen zum Konstanthalten des Winkels benutze ich Holzkeile mit verschieden großen Winkeln, von denen ich die Schleifbewegung starte. Die Abstufungen sind 2,5° zwischen den Keilen, damit der Schneidenwinkel um 5° variiert werden kann.

DSCF6352.JPG

Unter den meistbenutzen Keilen habe ich einen Anschlagwinkel aus kleinen Holzleisten geklebt, damit sie nicht über den Schleifstein mitgeschoben werden können. Das so entstandene V habe ich oben quer abgesägt, um den Keil nicht nur an den Ecken des Banksteins, sondern auch an den Seiten gut fixieren zu können.

DSCF6355.JPG

Mit einem Gummiband wird der Keil dann festgehalten. Weil er immer ein Stück des Schleifsteins abdeckt, drehe ich regelmäßig den Bankstein um 180° und klemme ihn dann an die andere Seite.
 
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