Steakmessertipps

rq69

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Hallo, vielleicht nicht ein Küchenmesser im klassischen sinn.
Wer von euch besitzt denn steakmesser. Würdet ihr ein gezahntes , los Wellenschliff oder ein Steakmesser mit glatter
klinge empfehlen. Tatsächlich möchte ich es ausschließlich zum gegarten Fleisch auf dem Teller schneiden benutzen . Kochmesser hbe ich ausreichend.
 
Wir hatten hier vier Steak-Sets von Herder aus der K-Serie mit Mikrozahnung: Sehr filigran, sehr stylisch. Die Mikrozahnung hat uns aber den Spaß verdorben, wir sind dann im vergangenen Jahr auf vier Fehrkamp-Buckels umgestiegen, als es endlich die passenden Gabeln dazu gab. Seither gibt es kein "zerrupftes" Steak mehr und die Messer sinddeutlich vielseitiger (versuch mal, mit einem Steakmesser ein Nutellaglas leer zu kratzen). Ich wollte kein gezahltes Messer zu Tisch mehr, selbst wenn ich nun kein Fleischstück mehr aufspießen kann...
 
Schärft man solche Messer dann eigentlich nach jeder Nutzung? Oder achtet man darauf beim Schneiden nur an einer kleinen Stelle Tellerkontakt zu haben?
 
Gelegentlich abziehen genügt. Kontakt sicher leicht oder punktuell. Was ich mache: Steak final leicht liften und dann durchschneiden. Macht obendrein Spaß, die Augen der anderen „Raspler“ zu sehen. 👀😀

Abu
 
Das hilft schon mal. Gezahnte messer nach zu schärfen kann ich nicht. Deshalb tendierete ich schon zu glatten klingen. Aber es werden soviele mit wellenschliff im Handel angeboten
 
Hallöchen,

die meisten Folder und Steakmesser, die Roland Lannier entworfen hat oder fertigt (z.B. das L08) haben eben zur Schonung der Schneidfase eine Wharncliff-Klingenform.

Ich hatte mal einen netten Mail-Kontakt mit ihm und er hat es mir mittels eines Bildes erklärt, das hänge ich hier gerne an. Bei der Klingenform, hat man beim Schneiden minimalen Tellerkontakt. Klingt für mich recht logisch.

image.png


Außerdem kann man mit so einer Klingenform auch gut Sauce oder Beilagen auf Gabel oder Löffel bugsieren. Edit: Das gilt natürlich auch für die Buckels (s.u.), die Buckelklingenform dürfte ebenso weniger Kontakt zum Teller haben als übliche, sehr bauchige Klingen.

Übrigens hab ich ramibrus Empfehlung mit den Fehrekampf-Buckels auch erst neulich ausprobiert. Hat sehr gut geklappt. Einfach nach dem Spülen ein zweimal über einen feinen Keramikstab ziehen und man ist wieder gut aufgestellt.

Viele Grüße
Portico
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Wissensweitergabe. Echt interessant. Ich hätte eher auf die Länge geachtet, also eher 12 cm als 14 cm um Tellerkontakt zu vermeiden.
Bisher hatte ich nach dem kochen bereits auf dem Küchenbrett Fleisch kleiner geschnitten. Aber am Wochenende waren wir bei Freunden die seit weihnachten steakmesser besitzen …….das war schon schöner, damit durchs Fleisch zu gleiten. Vor eienm Monat habe ich noch gedacht, was soll ich mit einem Steakmesser😀
 
Noch ein Hinweis zum L08, Wharncliff oder Klingen in Form von Salbeiblatt (Mittelspitz) wie das yssingeux, Laguiole droit usw. usf., die ich gerne nutze: als Beilagemesser zur Gabel einfach auf den Klingenrücken drehen, meidet Kontakt zum Porzellan.

Abu
 
Ich bevorzuge zwar auch glatt geschliffene Messer, aber auch bei Nutzung von Wellenschliff- oder gezahnten Messern habe ich bisher für mich keine Unzumutbarkeiten im Schnittbild bei Steaks festgestellt.
Ich denke, es ist ähnlich wie beim Brotmesser. Wenn der Wellenschliff gut ist, erzeugt er auch ein sauberes Schnittbild.
Ich habe Brot und vor Allem auch Brötchen bisher immer mit Glattschliffmessern geschnitten. Seit dem ich ein Culilux Brotmesser habe, verwende ich dieses, ohne Nachteile im Schnittbild.
Es wird also mit ziemlicher Sicherheit auch Wellenschliff-Steakmesser geben, die ein sauberes Schnittbild erzeugen.
Für Gäste, bei denen ich nicht weiß, wie bewußt sie mit einem Messer umgehen, wären die gewellten die erste Wahl.
Für einen Forumserprobten Messerliebhaber ist natürlich ein Glattschliffmesser obligatorisch.
 
Wie vermutlich bekannt, Wellenschliff bleibt bei Tellerkontakt innerhalb der Kulen scharf.
Ich habe das olle Victorinox Steakmesser mit ex Welle.
Ich schleif das quasi ganz normal, aber mittlerweile ist die Welle mehr oder weniger weg:D
Sah eh noch nie schick aus...
 
Ein Einfaches Buckels leistet mit beim -Brote schmieren und den Mahlzeiten seit 28 Jahren sehr gute Dienste, NAchschärfen mal einfacher wetzstahl, reicht völlig aus. Hat seinerzeit etwas mehr gekostet, aber das Messer reicht und meine Frau hat Angst davor.
 
achso und bei dem Preis von einem Victorinox kann man sich auch einfach ein neues holen und das alte für das Unkraut zwischen Fliesen im Garten nehmen, aber ich bin auch kein Fan der Wegwerf -Gesellschaft.
 
Mal ganz grob zusammengefasst. Glatte Klingen schneiden wohl etwa schöner , aber durch tellerkontakt müssen sie eher nachgeschärft werden. Das passiert bei Steakmessern mit leichten Sägeschliff nicht, dafür ist der Schnitt, vielleicht sogar der Schneidevorgang nicht so schön. ( knifeart hat (nur) ein sehr schönes Steakmesser, glatte Klinge, 58 HRC , Tellerkontakt ist möglich, empfohlen wird aber das Fleisch auf Holz zu schneiden. Auch interessant, das Steakmesser ist aus indonesischer Produktion. In Japan sind Steakmesser eher unüblich, da Fleisch dort in mundgerechtem
Stücken serviert wird)

Mal nachdenken. Da ich nicht täglich fleisch esse, würde ich mich - auch aus Kostengründen - tendiere ich zu Messern mit sögeschliff. Z.B. die erwähnten Böker oder die doch recht schönen von Burgvogel.
Bei glatter klinge sind die Buckels auch ein guter Tipp, da wäre ich von selbst gar nicht drauf gekommen.
 
Mal nachdenken. Da ich nicht täglich fleisch esse, würde ich mich - auch aus Kostengründen - tendiere ich zu Messern mit sögeschliff. Z.B. die erwähnten Böker oder die doch recht schönen von Burgvogel.
Bei glatter klinge sind die Buckels auch ein guter Tipp, da wäre ich von selbst gar nicht drauf gekommen.
Nur für den Fall, dass es Buckels werden sollten: Die einfachen der Windmühle sind recht rustikal gehalten, zwischen den Griffschalen wird sich über kurz oder lang eine Spalte bilden, und der rostfreie Stahl ist „Trompetenblech“, der nicht C-Stahl ist sehr reaktiv, das willst du bei Tisch nicht haben.
Die rostfreien Fehrekamp-Buckels sind mit Vollerl und sehr gut verarbeitet. Stahl ist mit HRC 54/55 recht weich.
Eine wunderschöne und günstigere Alternative sind die Buckels von Otter, die hatte ich mal verschenkt: Die Empfänger sind megaglücklich damit. Es gibt hierfür allerdings keine passende Menugabel wie bei Herder…
 
Allgemein Besteckmesser mit nachschärfbarer Klinge. z.B. Messer mit versilbertem Griff, oder Silbergriff in der Bucht oder kleinanzeigen.
Sind auch teurer geworden. Man muss ein bisschen suchen und aufarbeiten. Die Klingen sind aber oft sehr gut von der Substanz her.
Manche sind sehr gebraucht und manche fast wie neu.
 
Für die Grillparty im Garten könnte ich mir auch das Opinel 125 gut als Steakmesser vorstellen:
Ein schlankes und leichtes Messer mit 10 cm langer Klinge aus Sandvik 12C27 mit Glattschliff und naturfarbenem oder farbig lackiertem Holzgriff.
 
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