vergleich microtech tachyon - benchmade bali song 42

cearbhallain

Mitglied
Original geschrieben von kababear
ehm das tachyon hat doch wälzlager in den achsen oder:argw: ??
da stellt sich einem kleinen techniker wie mir die frage warum die da wälzlager einbauen, die man einfach rausnehmen kann....meiner meinung nach müssen wälz-& kugellager einigermaßen fest eingebaut werden (presspassung) damit se richtig arbeiten können(hab ich jedenfalls so gelernt...)
kaba

Nein, hat es eben nicht - wie doch auf der oben erwähnten Seite mit dem demontierten Bali gut zu sehen und auch zu lesen ist, sind es simple Gleitlager(wie es auch Titanachsen in Rotgußbuchsen sind.. ;)).
Ansonsten: Wälzlager( Oberbegriff, der Nadel-, Walzen-, Kugel-, Kegellager etc einschließt) sollten einen festen Sitz haben, was aber bei einer Anwendung wie der hier angedachten möglicherweise nicht so sehr zum tragen käme, also bis zu einem gewissen Grad vernachlässigbar wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:

kababear

Mitglied
schande auf mein haupt!:rolleyes: die stelle hatte ich überlesen...
aber was solls...dann hamse eben keine und die microtechleut sind pfuscher:D :D
kaba
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original geschrieben von cearbhallain

...Gleitlager(wie es auch Titanachsen in Rotgußbuchsen sind.. ;)).

AUA! Leitung/lang/draufgesessen/ich ;) Wälzlager, Gleitlager,Zeltlager alles das gleiche :)

Gruesse
Pitter
 

cearbhallain

Mitglied
Original geschrieben von kababear
... und die microtechleut sind pfuscher:D :D
kaba

Na - kann man so auch nicht sagen - Gleitlager sind zwar ne Urururalte Sache - aber mit der Zeit gegangen. Erstens kommte es auf die richtige Werkstoffpaarung an, zweitens gibbet da inzwischen echt feine sachen - aus Kunststoff z.B. Also Gleitlager = Mist ist bestimmt nicht richtig :)
 
Heute habe ich das Tachyon erhalten.
Das Benchmade Weehawk(mit poppigen Titangriffschalen) hab ich schon etwas länger.
Der Vergleich.
Die unverschönte Wahrheit.
Das spektakuläre Aufeinandertreffen.

comming soon...
 

Morpheus

Mitglied
LoL
Ich habe heute mein Benchmade BM42 erhalten :D

Sehr schönes Stück, ich bin froh, dass ich es jetzt habe :)

Ein Tachyon kommt vielleicht in einiger Zeit noch hinterher :steirer:
 
Vorwort.
Als ich noch ein Kind war und diese Actionfilme sah, wollte ich auch zu den Coolen gehören.
Ich kaufte mir auch ein Balisong und probierte vor mich hin.
Problem war nur, daß die Dinger nach 3 Tagen im Arsch waren.
Billigmist.
Dieses traumatische Erlebnis blieb wohl psychisch haften und wartete darauf kompensiert zu werden.

Viele Jahre später.
Eigene Wohnung.
Eigenes Geld.
Eigene Messersammlung.

Irgendwas fehlte.
Es war ein Balisong.
Mit dem Älterwerden werden auch die Spielzeuge von Männern teurer.
Kindisch bleibt man wohl immer.
Im Oktober 2001 hielt ich das Weehawk von Benchmade in Amerika in der Hand.
Ich war verloren.
Leider konnte ich es nicht kaufen, da ich schon mein ganzes Geld verschoppte.
Egal.
Jedenfalls schenkte ich mir selbst ein paar Messer zu Weihnachten(2001) und das Weehawk war auch dabei.

Wie ich das Tachyon von MT kennenlernte?
Nun, es war hier im Forum.
Andere schwärmten davon, ich schaute es mir im Netz an, verliebte mich sofort und ein paar Tage später hatte ich es auf dem
Schreibtisch.(Heute)

Ich schweife völlig ab.
Sorry.

Hier der Vergleich:
(Habe jetzt beide Messer hier liegen)

Preis.
Weehawk: ca.430 Mark (anodisierte Tintangriffschalen)
Tachyon: ca.210 Euro (Hatte wohl Glück???)

Die "Tragetasche":
Weehawk: Die Corduratasche lässt sich nicht quer am Gürtel tragen, wenn dieser breit ist.
Tachyon: Beide Trageversionen sind möglich.
Die Verarbeitung ist wesentlich besser. Das Material ist feiner und perfekt vernäht. Auch der Klettverschluß wirkt hochwertiger.

Die Optik:

Weehawk: Sehr klassisch, so wie man es von Balis gewohnt ist.
Die Löcher im Griff sind ja bekannt.
Der Griff ist Geschmackssache. Ich wollte kein langweiliges Metall und wählte die anodisierte Version, die in Magenta und Cyan schimmert.
Die Klinge ist nicht perfekt poliert. Auf Fotos mit Nah-oder Macrolinse ist das noch deutlicher. Ich bin bei sowas sehr pingelig, da Messer zu meinen Lieblingsmodels gehören.

Tachyon:
Eigentlich wollte ich die komplett schwarze Version, aber grauer Griff und schwarze Klinge sieht wirklich geiler aus.
Der Griff hat sofort gewonnen. Statt klassische runde Löcher wurden Dreiecke und ovale Löcher gewählt.
Das Teil sieht ziemlich futuristisch aus.
Die Kerbe in der Klinge setzt auch noch einen drauf.
Optisch fällt schon schnell auf, daß da sehr viel auf jedes kleinste scheiß Detail geachtet wurde.

Schärfe:
Beide scharf, aber das Tachyon eine ganze Spur schärfer.

Das Design(alles was man sehen und fühlen kann)...
Das Weehawk ist einen guten Centimeter länger.
Im Schlafzimmer soll sowas schon eine Menge ausmachen, aber das passt jetzt nicht zum Thema.

Der Haken(dieses Ding, was die Griffschalen zusammenhält).

Bei Weehawk etwas schwer zu lösen.
Tachyon hat hier ganz klar gewonnen.
Dieser Haken ist abgerundet!
Da ist sogar eine Mulde, damit das perfekt passt!
Alle Ecken und Kanten sind beim Tachyon fein abgerundet.
Das Weehawk ist am "Punjo" einfach flach und eckig.
Dadurch ist das Entsichern und Sichern der Griffschalen im Vergleich zum Tachyon ein Alptraum!
Das ist noch nicht alles.
Der Haken lässt sich beim Tachyon sogar wechseln. Je nachdem, wo man das Ding hinhaben will.

Das Rumgezwirbel:
Ich muß zugeben, daß ich da nicht viel Ahnung von habe. Bisher stöberte ich nur ein wenig in dem ersten Teil von "Jeff Imada" rum.

Das Weehawk hat etwas Spiel.
Im geschlossenen Zustand ohne Einhaken sind es ca. 2,5 Milimeter zu der einen Seite und fast eine 5 Milimeter zu der anderen. (Trotz angezogener Sternschrauben, daran liegt es nicht!)
Das Tachyon hat ca. 0,7 Milimeter.
(Die Scheiben machen einen dickeren Eindruck. Sie sind auch vom Umfang her größer als beim Weehawk)
Beim Rumgezwirbel ist das Tachyon fast lautlos.
Da klappert und wackelt nichts.
Der Griff ist übrigens matt und dadurch sehr rutschfest.
Der Griff vom Weehawk ist bei Schwitzehänden ein wenig rutschig.

Das Rumgezwirbel geht mit dem Tachyon auch leichter, da es kleiner ist.

Wenn ich mich zwischen den beiden entscheiden müßte, würde ich das Tachyon nehmen. Der Preis ist völlig nebensächlich, denn wenn man das in der Hand hatte, will man nichts anderes mehr.
Es ist kein klassisches Balisong und hat mit den Phillipininen kaum noch was zu tun, aber es ist 100 Prozent Style.
Es ist unantasbar.
Es ist auf einer völlig anderen Ebene.
Hier haben sich wirklich Leute hingesetzt und das Ziel angestrebt, alles zu verbessern, was man verbessern kann.
So wie es mir bisher scheint, haben die das auch erreicht.

Das ist das zweite Messer, was ich von MT habe, und muß sagen, daß die Jungs wirklich nur Topqualität liefern.
Das Option2 ist auch so ein stylisches Meisterwerk.

Fazit:
Kauf Dir ein Tachyon, wenn Du das beste Bali haben willst, oder kauf Dir ein anderes.
Dir wird aber immer wieder klar, daß Du immer nur die Nummer 2 bist.
Du kannst Dir sagen, daß Du ein sehr gutes, teures Bali hast....aber Du hast nicht "DAS" Bali.
Es wird Dich langfristig gesehen psychisch kaputt machen.

Ich sehe in der Zukunft unzählige Selbsthilfegruppen, wo Leute mit ihren Balisongs hingehen und sich gegenseitig trösten, weil sie immer nur von dem legendären "TACHYON" träumen dürfen...
 

P-T Baguahan

Mitglied
Mein gott er hat recht!Ich fühl mich irgendwie nicht mehr vollständig.
Dabei liebe ich mei Weehawk.:(

Ob es sich bei der neuen Gesetzeslage noch lohnt sich ein Tychon anzuschaffen wenn man es nicht nur im Schrank liegen haben will?:confused:
 
Nachtrag...

Das Tachyon hat ein Defizit!
Die matten Griffschalen sind kratzeranfällig, da das Metall dadurch an den beanspruchten Stellen glänzt.
Am Punjo habe ich schon leichte Spuren...

Aber ein Balisong will ja auch nicht unbenutzt rumliegen...
 

cearbhallain

Mitglied
Ein wenig Botanik

Das Thema ist zwar schon etwas älter, aber weil ich heute bei diesem wunderschönen Wetter das seltene und beglückende Erlebnis hatte einen der seltenen, vom aussterben bedrohten Schmetterlinge der Gattung Mycrotekkia Tachyonis in freier Wildbahn erleben zu dürfen, möchte ich mein Erlebnis mit den interessierten Botanikern unter Euch teilen. Das eine oder andere mag schon woanders gesagt worden sein, also bitte ich Wiederholungen geduldig zu tolerieren.

Das schöne glänzen des schwarzen (Klingen-)Körpers wird passend eingerahmt vom matten Antrazit der Flügel. Über die Anfälligkeit der Satinierung braucht nicht gesprochen zu werden, sie ist bekannt. Es geht dabei ja nicht nur um Abnutzung, sondern auch um Schmutz und Fette, sie sich unabwischbar in die feinen Vertiefungen setzen. Trotzdem optisch ansprechend.
Überzeugend die Beschichtung des Klingenkörpers. Gleichzeitig aber auch ein deutlicher Nachteil: Nacharbeiten ist nicht. Weder können die scharfen Kanten des Klingenrückens für mehr Bequemlichkeit abgerundet werden, noch die ebenfalls scharfen Kanten der Fingerstopper an der Klingenbasis - es sei denn, man möchte die Klinge neu beschichten lassen.
Die Kanten sind deshalb so scharf, weil das ganze Gerät erkennbar zu 98% aus der CNC-Maschine kommt. Alles ist sauber, passend, gerade.
Von der Verarbeitung her absolut nichts zu mäkeln. Fast schon zu steril für mein Empfinden. In bester Maschinenbau-Tradition gefertigt. Alle Schrauben einwandfrei, der Lauf locker und weich, die Klinge hat fast kein wahrnehmbares Spiel und wird einwandfrei verriegelt.
Großes Plus: alle Teile sind (richtiges Werkzeug vorausgesetzt) schnell voneinander zu lösen. Ebenso das Umsetzen des Sperriegels: schnell und unkompliziert - vorbildlich.
Das Gewicht ist ungewohnt leicht in der Hand, man hat den Eindruck etwas graziles zu umfassen. Diesem Eindruck hält die untadelige Verarbeitung entgegen.
Im Vergleich zu meinem jetzigen Alltagschmetterling ist dieser etwas kurz geraten, alles in allem. Der rechte Respekt vor diesem, wie man ja jetzt lernen mußte, fürchterlichen Gerät will sich nicht so einstellen.
Trotzdem weiß sich das Tierchen den nötigen Respekt zu verschaffen: es beißt. Und zwar, wenn man es am wenigsten erwartet, nämlich dann, wenn man es schon fast wieder sicher verwahrt hat. Beim Schließen fängt sich gerne eine Hautfalte zwischen dem dann gegen den Finger gekrümmten Fingerstopper an der Klingenbasis und dem einwärts schwingenden Teil des Griffes. Dies ist dann dank der sauberen CNC-Kanten wie eine Schere. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, daß ich mit zu großen Flossen ein etwas größeres Gerät gewohnt bin, bei dem die fraglichen Teile gar nicht miteinander in Berührung kommen - zum anderen aber auch nicht so scharfkantig ausgebildet sind.
Die Klingenstärke von 3,75 mm ist akzeptabel und praxisgerecht für ein Messer dieser Größe (Länge ü.a. geschlossen: 126,35 mm; geöffnet 218 mm; Klingenlänge 97 mm).
Was uns gleich zu einer Betrachtung des vom Hersteller angebrachten Schliffes führt: nicht völlig gleichmäßig und für ein schönes Bild mit etwas zu grober Oberfläche ist der Schliff doch schon beachtenswert scharf, sodaß schon mit geringer Nacharbeit ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen ist. Fein - das ist nicht soo häufig. Wieder ein Pluspunkt.
Unter dem Strich ein überzeugendes Produkt, das aber auch klar erkennen läßt, wo die Vorteile von Custom und Handarbeit liegen.
Noch ein Nachwort: Ich hatte schon verschiedenste Schmetterlinge in der Hand, von denen einige (z.B. Benchis Madis) wegen nicht überzeugendem Leistungsverhältnis im Vergleich zum zu erbringenden Aufwand zur Erlangung des Gerätes nicht länger bei mir verweilten - hier beurteile ich die Sache anders. Das Gerät ist auf keinen Fall billig - aber grade noch Preiswert, wenn man den hohen Aufwand in Betracht zieht.
So - soweit meine ganz persönlichen Eindrücke zu einem austerbenden Schmetterling.
Sollte ich irgendwem auf die Füße getreten sein: na und? ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Heul...
Ach ja, zum Glück hatte ich das Tachyon günstig erworben und konnte es noch an jemanden loswerden, ohne dabei Verluste zu machen.
Ach ja, ein ziemlich glücklicher jemand, der nicht in diesem verpissten Deutschland lebt.
Sag ja zum (W)Affengesetz.
Komisch, erst heute las ich in der Zeitung von einem Amokläufer...
Merkwürdigerweise hatte der nur Küchenmesser und ne Schreckschußpistole dabei.
Ach, was lohnt das Aufregen...
Alles, was mir vom Tachyon bleibt, sind die wunderschönen Fotos, die ich noch geschossen hatte...aber wahrscheinlich werden die auch noch mal verboten...