• Wenn Ihr im Marktplatz was anbietet, kann es schonmal vorkommen, dass potentielle Käufer euch kontaktieren wollen.
    Falls jemand in seinem Nutzerprofil explizit die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme sperrt (per default ist das nicht so), dann wird das schwierig.

    Und weil mich in letzer Zeit wieder mehr Mails in der Sache erreichen, steht das mal so als Info hier ;)

    *Ich* fummel natürlich nicht in Benutzerprofilen rum. Und ich spiel auch nicht man in the middle. Fragen diesbezüglich zwecklos.

    Servus
    Pitter

VG 10

coolcat

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Und obwohl es leichter zu schärfen ist, ist VG10 meiner persönlichen Erfahrung nach sehr schnitthaltig. Okay, ich habe nur ein Messer aus VG10, dieses wird aber viel benutzt - mein Fällkniven F1.
Also, auch wenn ich es nicht wissenschaftlich erkären kann <IMG SRC="smilies/tongue.gif" border="0">, ich finde diesen Stahl klasse.
 

Seb

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Ok, hier kommt die dumme Frage der Woche...
Was ist das/ein Sekundärhärtemaximum?

Seb
 

Claymore

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Hallo Seb,

es gibt keine dummen fragen......
Das Sekundärhärtemaximum/ die Sekundaärhärte...
hmm, ich versuchs mal in meiner Unkenntniss zu erklären <IMG SRC="smilies/wink.gif" border="0">
Beim anlassen des gehärteten Stahls, wird ein teil des Martensits, der martensitischen Struktur wieder rückgewandelt in ein perlitisches,(etc) Gefüge (grob gesagt, das gefüge das man vor dem härten hatte)
Dadurch nimmt die härte entsprechend der Legierungsbestandteile und des C-gehaltes ab.
Das sieht man recht gut an einer anlasskurve.
Hat man nun einen hochlegierten stahl, mit der entsprechenden zusammensetzung, bsp: Schnellarbeitsstähle, so kommt es bei zunahme der anlasstemperatur zuerst zu einer Härteabnahme, um dann bei höherer anlastemperatur wieder eine Härtezunahme zu verzeichnen. dieser Temp-bereich liegt je nach den verwendeten Stählen bei etwa +/- 500° C aufwärts.
Die hier zu verzeichnenden Härtezunahme resultiert aus dem Ausscheiden von sonderkarbiden (sonderkarbide = co, v, cr, mo, etc. alle diejenigen Legierungsbestandteile, die den stahl schwer bearbeitbar, teuer, temperaturbeständig etc. machen ) und ggfls. der Umwandlung von restaustenit.
Für Messer wie wir Sie benutzen ist die Sekundärhärte von nun eher sekundärer Bedeutung, gut man erhält bei höherer anlasstemp. eine Härtezunahme.
DER eigentliche vorteil, und hier ist es ein enormer Wirtschaftlicher vorteil solcher Legierungen liegt in der Industrieellen anwendung, so können Fräser, Schneidmesser, drehstähle usw. mit wesentlich höheren Geschwindigkeiten, bei gleichfalls hohen standzeiten gefahren werden, da die härte nicht abnimmt.
Für uns Messerfreaks, eher zweitrangig, wer schneidet seine Pizza schon bei 500 ° C
<IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0">

ich hoffe ich konnte dir helfen seb

gruß
 

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herbert

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Hallo, Leute, pardon, daß wir steelies mal wieder aufm egotrip waren. Aber muß ab und zu mal sein.
@seb: deine frage ist selbstverständlich berechtigt
@claymore: du sagst es, claymore.

Und nicht nur dass man seine Pizza selten bei 500° schneidet, der Stahl büßt auch noch Zähigkeit bei schlagender und gewaltsamer Beanspruchung ein, etwa wenn man zu schnell zu viele Seitkräfte aufbringt. Da reagiert ein Stahl, der im Sekundärhärtemaximum angelassen ist, sehr bösartig. Manchmal sind die Dehnungswerte dort leicht erhöht, aber die werden ja auch bei langsamer Beanspruchung ermittelt, die Schlagarbeit hingegen bei (realistischeren) schnelleren Belastungen.
Wenn ihr mal bei www.uddeholm.com oder bei Böhler oder andren die Stahldaten anseht, die von Dir erwähnten Anlaßkurven, da sieht man, dass die hochlegierte Sorten in der Tat charakteristischerweise bei ca. 500° Anlaßtemperatur ein relatives Härtemaximum aufweisen. DAs kommt von den von Dir erwähnten Sonderkarbiden.

@alle
Und was generell die Stahldiskussion angeht, so muß man nicht unbedingt immer den teuersten höchstlegierten usw haben um ein gutes Messer zu erhalten. Es kommt darauf an, was das Messer machen soll.
Es ist ok, wenn man sagt, daß man im Gebrauch persönlich die Unterschiede nicht merkt. Man sollte immer im Auge behalten: Verwendungszweck und wieviel Aufwand man bei der Pflege betreiben will. Wer ein höllenscharfes Teil haben will, aber bereit ist, es immer sofort zu reinigen und öfter zu schärfen, der greife zur Feile (gell, Claymore, Roman), ansonsten lieber die hochlegierten. Und die angeregte Diskussion um messerwerkstoffe führt irgendwann einmal dazu, daß sich vielleicht doch jemand erbarmt und anständige Stähle in Messermacherfreundlichem Halbzeug herzustellen.
Wenn ich zum Beispiel den Artikel im neuen Messermagazin über SUPRACOR lese, dann grausts mir. Gibts nur als Rundmaterial, dafür ist er aber auch Höllenschlecht zu bearbeiten (42 HRC im WEICHGEGLÜHTEN ZUSTAND!) Fräserstandzeit ca 2 minuten. Da ist der Weg zum Messer hart und Steinig.

Scheut bloß nicht die Diskussion und die Fragen, die steelies antworten gern und lassen keine gelegenheit aus........
Tschu