Ich kenne Deinen Informationsstand zu historischen „Musterbüchern“ von J.A. Henckels ZWILLING nicht. Die waren stets systematisch aufgebaut in detaillierte Kategorien, zB Taschenmesser geordnet nach Anzahl der Klingen-/Werkzeugteile, Jagdmesser, … .An Katalogbezeichnungen zweifel ich ja nicht, das Kind muss ja Namen haben. Was sollte Henckels oder andere anders titulieren? Zum 100. Mal „Taschenmesser“? Oder „Taschenmesser mit Klinge, Dosenöffner, Kapselheber, Schraubendreher und Abisolierer“, wie in einem Fall des Bildes. Was sind daran genau Jagdmesser? „Jagdlicher“ Touch ok… Ist aber ein anderes Thema.
Abu
Das „Grundmodell“ von # 5464 Hh ist das einteilige Jagdmesser-Modell (nur mit Klinge). Wenn J.A. Henckels diesem Modell weitere Werkzeugteile hinzufügt, erscheint mir die Bezeichnung „Jagdmesser“ durchaus plausibel.
Warum sollte ein Jäger vor, während oder nach der Jagd keine Verwendung für die ergänzenden Werkzeuge haben wie an # 5464 Hh.
• Dosenöffner mit Kapselheber
• Korkenzieher
• Champagnerhaken
oder die auch von Dir richtig zugeordneten
• Abisolierer mit Schraubendreher an # 5364 Hh. .
Du hast natürlich vollkommen recht, dass die sowohl von Allen als auch von mir geposteten „frühen“ Henckels Abbildungen von Kapselhebern nicht in Deine Systematik passen (Post # 1 „in Deutschland hatte der Heber lange Zeit nichts zu heben … vor den 1950/60er Jahren sind die Kapselheber hier sinnlos“.)
… ist das von Dir präsentierte Krusius Taschenmesser mit kombiniertem Champagnerhaken/Kapselheber nicht auch aus deutscher/Solinger Fertigung?
Offenbar erkannten deutsche Messerhersteller weit vor den 1950/1960er Jahren einen Bedarf für Kapselheber.
Grüße
Cut
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