Wipeout267
Mitglied
- Beiträge
- 208
Hallo liebe Messerfreunde,
nach langem Stöbern hier im Forum und einer seeehr langen Liste an Messern, die in mein Beuteschema gepasst hätten, ist meine (Bauch-)Entscheidung nun auf das Yu Kurosaki Senko Gyuto in 24cm und ein Herder K5 gefallen.
Mein bisheriger Messerbestand sind im wesentlichen drei Messer aus der Kai Wasabi Serie (Yanagiba, Santoku, Nakiri), wovon das Santoku am Meisten in Verwendung ist. Zudem ein kleines rostträges Petty von Japanese Chef Knives (keine Ahnung welches das genau war, war nie so meins) und ein WMF Spitzenklasse Kochmesser 20cm (beide verwendet primär meine Frau). Geschärft wird mit Edge Pro Apex Klon (EP Steine 120, 1000, Venev 400, Shapton 2000, 5000 JIS), ein Dick Micro ist auch vorhanden, sowie ein paar Wassersteine (King 1000/6000, Taidea 240/800, Abrichtstein) und Abziehleder mit Paste/Chromoxid.
Ziel meiner Auswahl war, das Herder, als wetzbares Messer, für die eher (all-)täglichen Arbeiten (nur Hobbyküche, Gemüse, Fleisch, selten Fisch) und Ersatz meines Kai Santokus, zu verwenden. Das Yu Kurosaki sollte etwas "Besonderes" sein. Also das Messer exklusiv nur für mich, für gelegentliches Genusskochen, wenn ich wirklich Muße habe, zur Verbesserung meiner Schneidetechnik und für das Erlebnis ultimativer Schärfe und Schneidfreudigkeit.
Jetzt, wo ich die Messer in den Händen halte, könnte das auch ganz gut aufgegangen sein. Das Herder wirkt robust und wertig, das Yu Kurosaki edel, leicht, beängstigend scharf und dünn an der Wate - eine echte Waffe. Aber: die Schneide ist so dünn, zumindest im Vergleich zu meinen anderen Messern, dass ich, obwohl ich sorgsam mit meinen Messern umgehe, durchaus Bedenken habe, es kaputt zu machen. Die Vorstellung, ich müsste dieses Messer wegen größerer Ausbrüche irgendwann mal reparieren und vielleicht 2 oder 3 mm dieser feinen Klinge abschleifen - da würde mir das Herz bluten. Zumal eigentlich auch "sehr langlebig, vererbbar" auf meiner Anforderungssliste stand.
Ich war daher drauf und dran es wieder zurück zu schicken.
Daher meine Frage:
Ich würde mich über ein paar Tipps und Hinweise/Erfahrungsberichte, wie es euch mit euren ersten empfindlichen Messern so ergangen ist, echt freuen. Evtl mache ich mir ja auch einfach zu viel Sorgen.
nach langem Stöbern hier im Forum und einer seeehr langen Liste an Messern, die in mein Beuteschema gepasst hätten, ist meine (Bauch-)Entscheidung nun auf das Yu Kurosaki Senko Gyuto in 24cm und ein Herder K5 gefallen.
Mein bisheriger Messerbestand sind im wesentlichen drei Messer aus der Kai Wasabi Serie (Yanagiba, Santoku, Nakiri), wovon das Santoku am Meisten in Verwendung ist. Zudem ein kleines rostträges Petty von Japanese Chef Knives (keine Ahnung welches das genau war, war nie so meins) und ein WMF Spitzenklasse Kochmesser 20cm (beide verwendet primär meine Frau). Geschärft wird mit Edge Pro Apex Klon (EP Steine 120, 1000, Venev 400, Shapton 2000, 5000 JIS), ein Dick Micro ist auch vorhanden, sowie ein paar Wassersteine (King 1000/6000, Taidea 240/800, Abrichtstein) und Abziehleder mit Paste/Chromoxid.
Ziel meiner Auswahl war, das Herder, als wetzbares Messer, für die eher (all-)täglichen Arbeiten (nur Hobbyküche, Gemüse, Fleisch, selten Fisch) und Ersatz meines Kai Santokus, zu verwenden. Das Yu Kurosaki sollte etwas "Besonderes" sein. Also das Messer exklusiv nur für mich, für gelegentliches Genusskochen, wenn ich wirklich Muße habe, zur Verbesserung meiner Schneidetechnik und für das Erlebnis ultimativer Schärfe und Schneidfreudigkeit.
Jetzt, wo ich die Messer in den Händen halte, könnte das auch ganz gut aufgegangen sein. Das Herder wirkt robust und wertig, das Yu Kurosaki edel, leicht, beängstigend scharf und dünn an der Wate - eine echte Waffe. Aber: die Schneide ist so dünn, zumindest im Vergleich zu meinen anderen Messern, dass ich, obwohl ich sorgsam mit meinen Messern umgehe, durchaus Bedenken habe, es kaputt zu machen. Die Vorstellung, ich müsste dieses Messer wegen größerer Ausbrüche irgendwann mal reparieren und vielleicht 2 oder 3 mm dieser feinen Klinge abschleifen - da würde mir das Herz bluten. Zumal eigentlich auch "sehr langlebig, vererbbar" auf meiner Anforderungssliste stand.
Daher meine Frage:
- Macht es Sinn an das Yu Kurosaki eine 18Grad Mikrofase zu schleifen, wie hier oft bei dünnen Klingen empfohlen? Und macht das die Schneide wirklich deutlich robuster? Ich werde mit dem Messer natürlich pfleglich umgehen, nicht Hacken und auch nichts Hartes schneiden.
- Würde eine Mikrofase beim Herder auch Sinn machen? Wenn ich die Schneide anschaue, hätte ich hier eher weniger Bedenken diese zu beschädigen.
- Wenn ja, wie gehe ich beim Schleifen der Mikrofase vor? Ich habe zwar in den letzten Wochen, seitdem ich den EP Klon habe, alle meine Messer erfolgreich geschliffen, sowie ein Herder Santoku mit Ausbrüchen von meiner Mutter repariert, an das Yu Kuosaki traue ich mich jedoch nicht so recht ran. So würde ich vorgehen:
- 5000er Shapton, 18 Grad mit Bevelbox
- wenige Züge sollten reichen, um kleinen Grad zu erzeugen
- Grad mit Watte "erspüren"
- andere Seite bis Grad entsteht
- 5-4-3-2-1 Wechselzüge zum Entgraten
- evtl noch kurz übers Leder, hätte da an Chromoxid gedacht
Ich würde mich über ein paar Tipps und Hinweise/Erfahrungsberichte, wie es euch mit euren ersten empfindlichen Messern so ergangen ist, echt freuen. Evtl mache ich mir ja auch einfach zu viel Sorgen.