1.2838 vs 1.2833 + co

Rock'n'Roll

MF Ehrenmitglied
Meine Antwort hebt speziell auf den Hamon ab. Die Eignung des 1.2838 für ein gebrauchsfähiges Katana steht auf einem anderen Blatt. Die Frage nach der Zähigkeit hatten wir schon oben in Post #2:

Was die Zähigkeit anbetrifft, sollte man nicht zu viel erwarten. Vanadium-Karbide sind zwar sehr hart, aber nicht klein, wenn der Stahl erschmolzen wird. Das wirkt der Zähigkeit entgegen. Wolfram-Karbide wiederum sind kleiner. Es spricht alles dafür, daß der 1.2838 im Vergleich mit den genannten Kandidaten auf niedrigem Niveau anzusiedeln ist.

Alles hängt auch von der eingestellten Härte ab. Je härter, um so verschleißfester und weniger zäh ist er. Zudem kommt es darauf an, welche Charge man erwischt. Sind 3 oder 3,5 % Vanadium im 1.2838 drin, 0,8 oder 1,5 % C im 1.2833 usw.

R’n‘R
 

Galaxis MTG

Mitglied
Hm ist der so glasig ok ich habe in mal googelt und er wird für Brämsscheiben eingesetzt ich habe noch nie eine kaputte Brämsscheibe erlebt, gehört.

Und wie ist das mit der härtetäperatur ich dachte imer: die höste=höste Härte aber die härten den 1.2562 bei 805°C

Galaxis MTG
 

Rock'n'Roll

MF Ehrenmitglied
Für gebrauchsfähige Katanas werden Stähle wie Federstahl 5160 oder L6 empfohlen. Die sind gut zäh. Was man von 1.2838, 1.2562, 1.2442 oder 1.2519 nicht sagen kann.

Toughness.jpg


R’n‘R
 

natto

Mitglied
Für Hiebwaffen mit Härtelinie ist die Auswahl des Stahles einfach. Damit die Waffe nicht bricht braucht man ein feines Gefüge mit ausreichend Zähigkeit. Das findet man bei Stählen wie C60. Mehr Kohlenstoff mindert die Zähigkeit.

Karbide schwächen das Gefüge. Damit wird sich kaum etwas verbesssern lassen.

Für eine schöne Härtelinie braucht man Stähle die nur bei schneller Abschreckung härten, oder sich nur schlecht durchhärten lassen. Mangan, Chrom und noch ein paar Karbidbildner verbessern aber die Durchhärtbarkeit, verschlechtern also die Härtelinie.

Da bleiben nur unlegierte Stähle mit etwa 0,6% C übrig.

Der Spaß bei der Geschichte beginnt wenn man solche Stähle verarbeitet. Zur Not kann man im Grill härten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Galaxis MTG

Mitglied
Ne ich will keine Hiebwaffen herstellen bloß vielleicht ein kleines traditionelles Tanto. Ich würde ja eigentlich den 1.2235 nutzen aber da ist ja leider zu viel Chrom und Mangan drin aber sonst die Eigenschaften wären 1A bloß ein bisschen
Kohlenstoff hätte ich gerne mehr drin (1,45C)

C60 Hatt aber ein bischen viel Mangan (0,60-0,90%)

Mangan, Chrom und noch ein paar Karbidbildner verbessern aber die Durchhärtbarkeit

Welch andern?

Meine Vorstellung : 1,45% C; 0,25% Si; 0,10% Mn; 0,50% V; 1,25% W; und sonst nichts reinpacken es sei den es erhöt die Stabilität und kein Crom!
Oder was entfernen/ senken()%.
Ich glaube da ist noch ein bisschen viel V und W drin
Eure Verbesserungsvorschläge/Meinung könnte ihr ja mal schreiben

Tamahagane besteht ja auch nur aus 1,45% C und ich glaube die Klinge wird nicht Angelasen.

Galaxis MTG
 

natto

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Ne ich will keine Hiebwaffen herstellen bloß vielleicht ein kleines traditionelles Tanto.
Man kann mit einer Feile und einem Grill Messer machen, keine Frage!

Bei einem Tanto wäre ich vorsichtig. Der einseitige Schliff bildet gern Risse und Verwerfungen beim Härten.
Tamahagane besteht ja auch nur aus 1,45% C und ich glaube die Klinge wird nicht Angelasen.
So wird das nichts. Messer werden nach dem Härten angelassen. Ein gutes Messer macht man durch weglassen der üblichen Fehler. Das geht.

Die Wärmebahandlung muß stimmen. Härten bei unterer Härtetemperatur. Unlegiert, Weniger als 0,7% C, dann kann man mit geringem Risiko mehrfach härten... Wenn es hart ist anlassen. Danach wird geschliffen... So etwa bin ich da rangegangen. Fehler weglassen! Das Ergebnis war verblüffend gut :)
 

Galaxis MTG

Mitglied
Im Grill so habe ich angefangen :D::

Das mit dem nicht anlssen meine ich nur als beiläufige Bemerkung.

Aber ich könnte mir vorstellen das wen man nach dem Anlassen der Hamon sich verändernt sprich das ein teil sich nicht so viel Härte verliert wie der andere.

Galaxis MTG
 

Hamurra-e

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Das mit dem Tamahagane von 1.45% C Stimmt nur so vor dem Falten des Stahles! Am ende haben die Stähle der traditionellen Japaner auch nur zwischen 0,6 und 0,8 C und wie man z.B. im Buch
"Japanische Schwertschmiedekunst" von leon und Hiroko Kapp". lesen kann. Dort steht auch wie die Härtetemperatur ebenfalls auf die Hamon Auswirkungen hat. Das sind aber wie gesagt raffinierte Stähle und reagieren noch mal etwas anders auf Wasserhärten, selbst die Japaner haben einige Ausfälle, bis zu 50%, beim härten und die haben Übung lol :LOL:
 

Galaxis MTG

Mitglied
Ganz nett aber dan Wabelt sher das Kata na dit is zu wesch! Für mich.

Im Buch steht auch das die Kata nas 3 versidener Epochen mal verglichen worden. Das erste verbog, das zweite brach und das neu aus der jetzigen Epoche hat alle Tests bestanden.

Galaxis MTG
 

Hamurra-e

Mitglied
Ja nur leider sagt das gar nix aus, weil in jeder Epoche Gute; Sehr gute; Brauchbare; Ausreichende und völliger Schrott hergestellt wurde. Dann Gab es mehr als nur 3 Epochen und zig Katana Hersteller sowie mehrere Schmiedezentren die Waffen in Massen herstellten, weil der einfache Soldat ja auch eine Katana will! Wenn diese drei Katana also nicht von namhaften Schmieden stammen sagt so ein vergleich nicht viel aus. Fakt ist, dass gerade in Japan, aber auch China und Korea sehr gute Schwerter hergestellt wurden, die Grundschmiedemethode war überall (auch hier) die selbe. Selbst die differenzierte Härtemethode war gleich. (übrigens haben die Japaner nicht immer mit Ton gehärtet, wie auch die Chinesen und wahrscheinlich auch die Koreaner, aber da konnte ich noch nicht viel darüber finden)
Wenn ich ein Schwert für den Kampf herstellen wollte, dann würde ich auf zäh bauen, denn wenn ich einen Kampf überlebe kann ich immer nachschärfen.
Übrigens wurden die neueren Katana, zumindest einige in der Mandschurei aus Bahnschienen, 45C Stahl zu einem Rohr gedreht oder geschmiedet und darin wurde ein kern aus 20C Stahl (wenn ich mich recht erinnere) eingesetzt. Diese wurden dann im ganzen gehärtet, wenn ich mich erinnere auf circa 55HRC, aber so recht kann ich mich nicht erinnern.