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Vorverurteilung mag ich nicht, ich halte mich an die Fakten. Wenn jemand systematisch betrügt, dann läßt er auch Belege verschwinden bzw. manipuliert diese. Durch die Insolvenz von Crucible wird es schwierig sein, da etwas nachzuweisen. In USA ist das alles nicht so reguliert wie bei uns und selbst bei uns haben VW et al. den Dieselskandal gut vertuscht.
Die Fakten sagen unter allen Vorbehalten etwas anderes. Dass nämlich schon 2006 sehr eindeutige Hinweise auf solche Praktiken vorlagen. Ich konnte und wollte auch nicht glauben, dass man solche Praktiken so lang unterm Teppich halten kann. Ich hatte den Vorschreiber weiter vorn für einen Spökenkieker gehalten, als er von "schon 2006 aufgefallen" schrob. Wenn man aber so unerschütterlich auf Gerechtigkeit und Unschuldsvermutung aus ist, dann sollte man tatsächlich auch alle verfügbaren Quellen nutzen, um sich ein Gesamtbild zu machen. Die Quellen sind vorhanden, warum nutzt sie niemand, um sich ein eigenes Lagebild zu machen? Es wird stattdessen weiter von Herzen abgewimmelt, spekuliert, angezweifelt und relativiert.
Rip Off Report Bark River Knives - link muss zum Öffnen angeklickt werden.
Wir reden hier also nicht über stumpfsinnige Vorverurteilung in BLÖDmanier, sondern in der Mehrheit der Schreiber über das simple Augen vor der Realität verschließen und darauf hoffen, dass es alles nie passiert ist... Ich gehe jetzt nicht davon aus, dass jemand 2026 aus reinen Rachegelüsten eine Meldung mit Hintergrundwissen und offiziell anmutendem Charakter ausgerechnet im US-Internet einstellt, die auf 2006 zurückdatiert ist, damit man daraus 2026 im Rückgriff eine Legende stricken kann. Obwohl... es gibt da ein prominenteres Beispiel, was man der Menschheit so unterjubeln wollte

Wie schon weiter vorn gesagt, auch mit "freedom of speech" im Rücken dürfen sich angepisst fühlende US-Bürger nicht alles erlauben, das kommt die richtig teuer...
Vielleicht hast Du nicht verstanden, warum die WB gesondert erwähnt oder betont wird:
Die China-Bausätze waren bis auf die Montage gebrauchsfertig und sind buchstäblich verheizt worden. Da auch chinesische Hersteller in vielen Branchen unsere "Standards" erfüllen, waren diese Klingen anzunehmender Weise nach den Spezifikationen wärmebehandelt, die für diesen Stahl nach den Gebrauchsanforderungen erforderlich sind. In der Massenproduktion wird da prinzipiell eher auf Sicherheit gesetzt, d.h. nicht unbedingt auf reine Härte/Schneidhaltigkeit, sondern z.B. auf Korrosionsbeständigkeit und Zähigkeit - in der Massenproduktion in Abhängigkeit vom Stahl wohlgemerkt!
Selbst bei Spyderco wird die WB bei unterschiedlichen Modellen in Abhängigkeit vom Stahl unterschiedlich gehandhabt, bzw. "bestellt" - das weiß ich von einem Spyderco-Mitarbeiter persönlich.
Man hat sie bei BRKT offenbar in völliger Ahnungslosigkeit erst kaputtgeschliffen und dann zum Verkauf umetikettiert. Nur dass niemand erwartet hat, dass sie da schon verschlimmbessert waren... Wären sie aus den beworbenen Stählen gewesen, hätte man sie ziemlich sicher genauso zerstört, was aber spekulativ ist. Die "Erkennung", bzw. die Zweifel nach Benutzung ist durch die Schäden mit Blick auf andere Qualitätsmängel in den Fokus geraten, weil sich niemand solche massiven Schäden bei korrekter WB der beworbenen Stähle hat erklären können. Schlechtes Finish oder kleinere Unsymmetrien wird jeder verknusen können. Und was die Benutzung angeht, da gilt wie für fast alles im Leben: man sollte nicht von sich auf Andere schließen!