Bericht Passaround - Lhotak Design Titanmesser mit Hartmetallbeschichtung

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Hallo,

hier nochmal zur Erinnerung die technischen Daten:

Messer aus Titan mit Beschichtung aus Wolframcarbid, Design von Raimund Lhotak

* Einteiliges Messer aus Titan
* Klingenlänge 70 mm
* Gewicht 26 Gramm, mit Scheide 46 Gramm
* Scheide aus Concealex mit Carbon Struktur

Was mich an dem Messer interessiert hat, ist vor allem die Beschichtung. Diese ist keineswegs so grob wie Pitters Foto uns glauben machen möchte.
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- Sieht ja fast wie Korn 40 aus. Tatsächlich fühlt sich die Beschichtung wie sandgestrahlt an - gar nicht grob und sie funktioniert. Die Schärfe im Anlieferungszustand war gut, es gab keinen Grund für mich da noch herumzudoktern. Und die Schärfe hat auch gehalten- Brot, Käse, Wurst, Gemüse und Karton habe ich damit geschnitten. Bei stärkerem Karton geht es nicht mehr so gut - dafür ist es aber auch nicht gemacht. Nachgeschliffen habe ich es nicht, da die Schärfe sich kaum verändert hat. Da habe ich es wohl zu wenig gefordert.
Die Scheide passt perfekt und das Messer samt der Scheide lässt sich dank des geringen Gewichtes auch gut in der Hosentasche tragen.
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Sollte ich mal mit Frau und Kindern ans Meer fahren, ist das sicherlich ein idealer Begleiter. Und ich glaube, dann wäre das Titanmesser dank der absoluten Rostfreiheit auch in seiner natürlichen Umgebung.

Grüße,
Christoph
 

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Hallo,

hier mein Bericht:

Ich war von der "Technik" fasziniert, das funzt.:super:
Hat alles geschnitten: Papier und Karton; hatte nix anderes zu tun.

Das die "Schneide", also die Beschichtung, dabei noch so gut aussieht ist ein schöner (wohl gewollter) Nebeneffekt.

Größe am unteren Grenzbereich, aber nicht zu klein, konnte es gut greifen.
Verarbeitung Tip-Top.
Scheide ist paßgenau und sehr schön.

Das Messer ist Gut, nein, sehr Gut, aber ich hab das ein oder andere persönliche Problem damit:

Ich steck mir nix lose in die Hosentasche, also wohin damit?
Viiel zu leicht für mich, ich spür gern was bzw. wo's ist.
Ich kann definitiv nichts mit einseitig geschliffenen anfangen.

Von meinen Empfindlichkeiten abgesehen, würde ich das jedem empfehlen, der ein pfiffiges, leichtes und sauscharfes Edelmesserchen sucht!

Danke fürs testen dürfen!

Grüße und meinen Nachtestern viel Spaß damit,
Pit
 
So... nun folgt mein Testbericht:

Erster Eindruck
Der erste Eindruck ist positiv. Aus dem Paket kommt mir ein schnuckeliges Neck-Knife entgegengepurzelt. Das typische Lhotak-Design (das xTender diesmal in Titan) ist auf den ersten Blick erkennbar – sehr schick! Schon beim ersten „in-die-Hand-nehmen“ macht sich das Titan des Messers bemerkbar: Es wiegt fast nichts (26 Gramm)!

Titan_Messer_front.JPG


Titan_Messer_Back.JPG


Klinge:
Das Messer verfügt über einen einseitigen Anschliff (Meißelschliff / Chiselgrind) wobei die Rückseite mit Wolframcarbid beschichtet wurde, das als eigentliche Schneide dient.

Titan_Messer_Schneide.JPG


Pitter hat das ganze HIER einmal kurz zusammengefasst:
Vorgabe bei diesem Messer waren möglichst geringes Gewicht und absolute Rostbeständigkeit. Ausserdem sollte man damit schneiden können ;), deswegen aus Titan. Titan bildet aber keine lange haltenden Schneiden. Also hat Raimund was anderes probiert:

Das Messer ist nur einseitig geschliffen. Die Rückseite wurde mit Hartmetall beschichtet. Die Idee dahinter ist, dass man eben nicht mehr mit dem Titan schneidet - das bildet nur noch den Träger. Sondern mit der Hartmetallschicht. Raimund hat hier schonmal beschrieben, wie das mit der Beschichtung funktioniert. Das Wolframcarbid wird - vergleichbar mit dem Schweißen - als Draht zugeführt und unter Hitze mit dem Träger verbunden.

Was man mit der Beschichtung nicht bekommt, ist eine feine Schneide. Beim Arbeiten nutzt sich ja das Titan ab, die Wolframcarbide ragen aus der Matrix raus - bilden eine Art feine Säge. Die sich aber nur sehr wenig abnutzt, eben wegen der Härte des Wolframcarbids.

Tja, was soll ich sagen? Es funktioniert! :D Für manchen ist ein Chiselgrind als EDC ein Graus; bei mir hat sich der einseitige Anschliff schon bei meinem Fred Perrin „La Griffe“ bewährt und ich komme bestens damit zurecht.

Titan_Messer_Vergleich.JPG


Die Klingenlänge ist mit 7 cm für ein Neck-Knife im EDC-Einsatz vollkommen ausreichend – bis hin zur Brotzeit hat das Messer alle Aufgaben souverän gemeistert.

Titan_Messer_Brot_3.JPG


Noch ein Wort zur Schärfe: Die von Gecko genannte „Sauschärfe“ konnte ich jetzt nicht feststellen; das Messer ist scharf – mehr aber auch nicht. Und da ich keinen Dremel zur Hand hab ;), habe ich es auch einfach mal so gelassen. Vielleicht mögen sich andere Nachschärfeprofis hier berufen fühlen – ich war auch so zufrieden :)

Griff:
Der Griff bietet 3 Fingern ausreichend Platz, während sich der Daumen bei Druckschnitten bequem auf dem Klingenrücken abstützen kann. Bequemes und sicheres Arbeiten ist also problemlos möglich.

Titan_Messer_Handlage_2.JPG


Titan_Messer_Handlage_3.JPG


Scheide:
Das Messer kommt in einer passgenauen Scheide aus Concealex in edler Carbon-Optik, die das Messer fest und sicher hält. Für den Testzeitraum habe ich einfach eine Kugelkette befestigt und das Messer als klassisches Neck-Knife getragen. Auch hier hat sich Messer wieder durch sein geringes Gewicht ausgezeichnet – bei der Trageweise unter dem Hemd habe ich manchmal echt vergessen, dass ich noch das Messer trage. :cool:

Titan_Messer_Neck.JPG


Fazit:
Ein tolles Messer in stimmigen Design und Top-Verarbeitung– gerade was die Materialwahl angeht. Ein dickes „Danke“ fürs testen fürfen! :super:
 
Last edited:
Noch ein Wort zur Schärfe: Die von Gecko genannte „Sauschärfe“ konnte ich jetzt nicht feststellen;

Moin,

Du weißt ja nicht was bei mir "stumpf" ist.....:D
Ich denke da gibts so viele Interpretationen wie es User gibt:cool:.
Ich fand das überraschend "schärfer" als ich erwartet hatte...
In meiner Vorstellung des Aufbaus hatte ich es rupfiger vermutet;
war aber von den sauberen Schnitten überrascht.

Grüße,
Pit
 
Noch ein Wort zur Schärfe: Die von Gecko genannte „Sauschärfe“ konnte ich jetzt nicht feststellen; das Messer ist scharf – mehr aber auch nicht. Und da ich keinen Dremel zur Hand hab ;), habe ich es auch einfach mal so gelassen.

Nur mal als Info. Die Dremelnummer hat Ray probiert, als er den Anschliff am Rohling hat schleifen müssen. Das war noch, bevor er einen Wicked Edge hatte :steirer: Das Messer lässt sich mit allen herkömmlichen Schleifmitteln von der Titanseite her (!) nachschärfen. Ob das jetzt Lansky und Konsorten, Diamantfeilen oder Steine sind.

Wichtig ist nur, einen nicht zu steilen Winkel zu wählen. Den Wicked Edge habe ich - wenn ich mich richtig erinnere - einseitig auf etwas über 35Grad eingestellt.

Pitter
 
hier mal meine gedanken zu dem messerchen:

der grosse vorteil: es ist klein

der grosse nachteil: es ist klein

bei dem messer liegt mir die griffgeometrie nicht so. da ich im alltag recht viele kartons schneide, passte mir die handlage des messers und die bei titan erreichbare schaerfe nicht so. neckcarry kommt auch nicht so in frage, ich epilier mir dabei immer ungewollt die brust. am besten konnte ich es in der hosentasche tragen.

die meisten aufgaben hat es zu meiner zufriedenheit geloest, aber da das gewicht nicht so ein thema ist bei mir, bleibe ich bei meinem boeker pocket bowie.
 
Das ist ein nettes kleines Messer, dessen stählernen Bruder http://www.messerforum.net/showthread.php?t=58104&highlight=x-tender……...... ich immer wieder gerne trage und benutze, von daher waren mir Design und Handling vertraut. Absolut hosentaschentauglich und sogar groß genug für die Brotzeit.

Für mich am interessantesten: diese Hi-Tech Konstruktion schneidet wirklich, sogar sehr ordentlich. Und stumpf wollte es nicht werden.


So, hier mal was für die Ultraleichtfraktion :D



Genau, daher einmal für echte Gewichtsfetischisten ein Vergleich mit dem stählernen Pendant (mein Stahlmesser ist allerdings beidseitig angeschliffen und hat die vier Bohrungen im Griff, wäre völlig baugleich also schwerer):

Gewicht Messer: Titan 27,3 Gramm, (SB1-)Stahl 45,5 Gramm
Gewicht Scheide 18,4 Gramm, meine Kydex 25,2 Gramm – beide Scheiden haben vier Ösen (der Vollständigkeit halber: meine Lederscheide hat 31,5 Gramm mit Gürtelschlaufenschicht, könnte man ohne Gürtelschlaufe etwa 20% leichter bauen).

Hosentaschengewicht PA-Messer 45,7 Gramm, Stahl 70,7 Gramm – für Freunde der Leichtigkeit ein gravierender Unterschied, für die meisten Leute eher unbedeutend.
Ich mag so etwas, insbesondere finde ich interessant, an die Grenzen des technisch machbaren zu gehen und so ein wirklich ultraleichtes, alltagstaugliches und ernsthaftes Schneidwerkzeug zu erzeugen – toll.
Den Gesamtentwurf finde ich sowieso spitze.

Toller Passaround, mal eine für mich wirklich neue Erfahrung – danke dafür.

Gruß
giovanni
 
Eine knappe Woche habe ich nun das Lhotak Titan-Wolframcarbid-Messer getragen und ausprobiert. Es funktioniert so, wie ein kleines Messer mit Chisel-Grind eben funktioniert. Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Grenzen klar definiert.
Da ich das Herumhantieren mit einem Perrin Neck Bowie gewöhnt bin, habe ich mit der Größe des Messers keine Probleme gehabt.

Die Leichtigkeit dieses Messers beeindruckt mich nicht. Im Alltag spielt es für mich keine Rolle, ob das Messer 27,3 oder 45,5 Gramm wiegt. Anders gesagt: Je öfter ich das Messer benutzt habe, desto weniger störend empfand ich das geringe Eigengewicht. Dies übrigens entgegen meiner Erwartung, denn im direkten Vergleich (beim letzten Oberfranken-Treffen) erschien mir die stählerne „Original“version als angenehmer in der Hand liegend.

Also egal, ob Stahl oder Titan? Mitnichten…

Die Rückseite der Klinge, auf der die Beschichtung aus Wolframcarbid in das Titan hineinwächst, ist wunderschön. So stelle ich mir ein Artefakt aus Mittelerde vor, oder ein Fundstück aus der Area 51. Hier liegt für mich das große Potenzial des Messers, nicht in den paar Gramm weniger.

Das Lhotak-Messer ist für mich ein Schmuckstück mit hohem Alltagsnutzen, aber letztendlich ein Rohling.
An diesem Messer will ich Rochenhaut sehen, oder Steinsplitter aus dem Outer Space, kleine Elemente aus ebenso hochwertigen Materialien, stabilisierte Moorleiche, eine griffige Schicht aus Vulkangestein, eine Drachenschuppe, was weiß ich… Klar, es wäre kein Ganzmetallmesser mehr. Aber wer ein solches haben möchte, kann ja die SB-1-Vesion nehmen.

Dies ist mein erster Passaround. Danke an diejenigen, die mir das Testen eines derart ungewöhnlichen Stückes ermöglicht haben.

Gruß,
Herr Esch
 
Eine Kleinigkeit die ich noch anmerken will, das Messer ist ca. 3 Jahre alt und war ein Testmesser, das Design ist logischerweise Geschmackssache, aber im Grunde gings bei dem Teil nur darum die Schneidfähigkeit im Alltag zu testen.
Das war auch die Idee für den PA, Interessierte und Skeptiker sollen sich selber ein Bild davon machen ob ein solches Titanmesser nun tatsächlich brauchbar schneidet oder nicht. Nicht Haare spalten oder mit chirurgischer Präzision sondern alltagsgerecht. Scheint zu funktionieren :)
 
Dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben.

Zuerst das Negative, das Timing war schlecht.
So ein leichtes Messer ist es für den Sommer, wenn man nur Shorts und T-Shirt anhat, im Spätsommer/Herbst hat man ja wieder genug Taschen
um allen mögliche Krimskrams zu verstauen.

Das Positive, es ist leicht, es ist klein, und es schneidet überraschend gut.

Egal was ich angestellt habe, das Teilchen hat sich durch alles durchgebissen. Und als bissig empfinde ich auch die Schneidleistung,
durch die Beschichtung entsteht nach meinen Eindruck eine Art Microzahnung die recht aggressiv schneidet.

Papier ist an der Schnittstelle fein angefranst, und zum rasieren taugt es auch nicht, aber für normales Schneiden geht es gut.
Ich habe recht harte Hundeknabberstangen die ich unterwegs in kleine Stückchen schneide, das ging damit gut,
aber auch weicheres Schnittgut geht anstandslos.

Und nu? Jetzt brauche ich dank Ray natürlich so ein beschichtetes Titanteil.

Also Ray, neues Design und ne Kleinserie auflegen. :steirer:

Danke an Pitter und Ray für den PA.

P.s. ist das aufbringen der Beschichtung zufällig, oder kann man damit auch Muster erzeugen?
 
So wenig Messer, funktioniert aber wunderbar. Auch Kartons zerschneiden ist kein Problem. Natürlich könnte der Griff etwas größer sein, das würde die Handhabung sicher verbessern. Aber mit seiner Hosentaschen-tauglichen Größe und dem extrem geringen Gewicht – da gibt es nichts zu meckern. Und mit ein paar Zentimetern mehr auch ein wunderbares Konzept für ein Allzweckmesser für Tauchurlaube geeignet.

Vielen Dank, dass ich testen durfte.

Also Ray, neues Design und ne Kleinserie auflegen. :steirer:

Dem möchte ich mich vollinhaltlich (!) anschließen!:steirer:
 
Hallo,
hier mein Bericht, wie so häufig, leicht verzögert. :rolleyes:

Von den Bildern her hätte ich das Messer etwas größer eingeschätzt, aber ich mag ja kleine Messer. Hier kam es mir ja auch auf das Konzept an, Titan mit eingebrachten Hartmetall als Schneide... das wollte ich selbst mal sehen. :hehe:

Die Idee, etwas kleines, leichtes zum immer dabeihaben, hat bei mir auch voll eingeschlagen. Ich hatte das Messer während der gesamten Testzeit bei mir, in der rechten hinteren Hosentasche. Fiel überhaupt nicht auf. :cool:

Das Design ist geschmacksache, meinen hat es nicht ganz getroffen, aber das hat die Nutzung nicht eingeschränkt.
Ich habe Brotzeit damit gemacht, geschnitzt und geschnitten was mir unter die Finger kam. Bis auf Äpfel schneiden, die sind mehr zerbrochen, was wahrscheinlich auch auf den einseitigen Schliff zurückzuführen ist, gab es keine Probleme. Die Schärfe fand ich befriedigend, soll heißen da wäre etwas mehr Luft nach oben gewesen.

Ein sehr interessantes Projekt. Eine, "mir" gefälligere Form, vielleicht etwas mehr Griff und ein "normaler" Anschliff und ich wäre in Versuchung.

Noch ein paar Bilder:


Danke für die Testmöglichkeit.
Gruß Th.
 
Moin, Moin, nach all dem beruflichen und privaten Stress (wer sagt eigentlich immer was von besinnlicher Weihnachtszeit?), muss ich mal meine PA Berichte abarbeiten.
Ich war natürlich auch auf so ein Titanmesser sehr gespannt, wusste man doch von früher(Mission) das sowas nicht wirklich scharf ist.
Das kann man hier allerdings nicht sagen, da hat die Hitech- Lösung doch nachhaltig Wirkung gezeigt. Will sagen- für die EDC Anwendung ist das Teil scharf genug und blieb es auch.
Die Klingenlänge empfand ich völlig ausreichend, etwas mehr Griff gefällt mir jedoch besser. Das würde bei dem Leichtgewicht auch nicht weiter auffallen, mein völlig subjektives Empfinden ging eh nach etwas " mehr" in der Hand. Das Design ist bekannt, nur die Nase am Klingenrücken nicht so ausgeprägt, das lässt es auch etwas praxistauglicher wirken.
Der sogenannte chiselgrind ist nichts für mich, wird aber bei der technischen Umsetzung dieses Projektes die "einfachste" Lösung sein.
Die Scheide fand ich sehr gut, obwohl ich nicht unbedingt ein Freund dieser Paddelscheiden bin, eine gefaltete Kydex ist mir rein von der Größe lieber, aber hier hat auf mich die Carbonoptik positiv eingewirkt.
Da ich ein Messer prinzipiell nicht um den Hals trage, hat die Grösse der Scheide auch dazu beigetragen, das man noch mitbekommen hat, dass das Messer noch da ist, wenn man es wie ich in der hinteren Hosentasche trägt.
Summasummarum, tolle Idee, sehr gut umgesetzt, sicherlich für sehr viele absolut alltagstauglich aber ich bin da eher altmodisch und konservativ und bleibe beim guten, alten Stahl.
Trotzdem Danke an Alle die das Testendürfen ermöglicht haben, und allen noch ein gutes neues Jahr,
vom dyas-segler
 
Hallo

Ich möchte es kurz machen.

Das Messer schneidet. Und zwar sehr anständig für so einen einseitig geschliffenen Zwerg.
Irgendwelche harten Nummern habe ich mir gespart, - wer sowas mit einem Messer dieser Größe anstellt hat was falsch verstanden.
Die Scheide verstaut das Messer zuverlässig.

So gesehen volle Punktzahl.

Was ich mich nicht getraut habe, - zum einen weil die Spitze schon mit einer klitzekleinen aber fühlbaren Macke bei mir ankam und zum anderen weil es eben Titan und kein Stahl ist, - war die Fähigkeit des Messers zu Pieksen.

Klar wird die Spitze problemlos in ein Brötchen eintauchen, - ob sie auch 3mm dickes Blankleder schafft? Wie gesagt, das habe ich mich nicht getraut.

Es war mein erster längerer "Kontakt" mit einem Titanmesser und ich kann jetzt mit Bestimmtheit sagen, dass das nichts für mich ist.

Da springt aber auch nicht der kleinste Funke über.
Die Ähnlichkeit mit Aluminium ist mir einfach zu groß, - und das ist ein Metall was ich eben einfach nicht ab kann.
Sorry, - so hübsch die Beschichtung funkelt und auch der graue Glanz des Messers.

Titan und ich kommen nicht zusammen.

Aber auch das ist eine wertvolle Erfahrung.

Danke fürs Testen dürfen.

Gruß
chamenos
 
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