Chisel grind... wie Härten ohne Verzug ????

zingzong2005

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Hallo Gemeinde..

Bin ja was das Härten angeht kein Neuling mehr, aber ab und an dann doch scheinbar :hehe:

Man lernt eben nie aus.

Jedenfalls hat es mir vor Kurzem ein Messer mit Chisel grind/einseitiger Anschliff beim Härten und/ od Anlassen zur Spitze hin doch sichtbar verzogen... Und am WE wo ich testweise noch was derartiges gehärtet habe wars wieder zur Spitze hin etwas verzogen

Dank Infos von ein paar sehr netten hilfbereiten Profis aus dem Forum, kam schlussendlich raus,dass es wohl am Schliff liegt,dass es mirs verzogen hat.

Ich mache ja sonst nie groß was anderes vor dem Härten, nur eben wenns um größere Messer mit chisel grind geht,ist der Verzug da.

Umso dünner sozusagen umso mehr Verzug...eh klar...n 5mm Teil hats nicht gr verzogen

Also wurde mir vorgeschlagen ,dass ich doch, bevor ich die Klinge ins Öl tauche,sie zw 2 Platten spannen soll, um eben Verzug zu vermeiden...

Habe ich mir überlegt bzw ansatzweise mal probiert, aber hat nicht so wirklich geklappt...

Ist nicht so easy ein 800 Grad heißes Eisenstück einzuspannen

Soll ja schnell gehen,gut Druck ausüben,nicht zu groß sein,damits in meinen Ölkanister passt ...

Schraubzwingen od dergleichen um 2 Stahlpallten an den Rohling zu pressen,fällt mal weg
So breit ist mein Behälter nicht

Hat vielleicht wer ne Idee was ich sonst machen könnte?

Od sonst ne Lösung für das Problem?

Danke
Lg
Fred
 
Zuletzt bearbeitet:
Nimm besser Aluplatten, mach auf eine Seite ein Scharnier dran und bau Dir ein paar Spannfedern aus flachem Federstahl, die auf die andere Seite gesteckt werden, um alles zusammenzuhalten. Und besorg Dir ein größeres Ölbecken.
 
Ginge es nicht evt. das betreffende Messer jeweils zwischen 2 Platten zu klemmen, die man mit erhitzt?

Also wie AchimW meinte, 2 Platten mit Scharnier die mit einer Feder um das Werkstück gespannt sind,
das ganze dann mit erhitzen.
Nur ne Idee... bin selber nicht so überzeugt, ob das überhaupt möglich wäre.

Gruß
Kai
 
Erst härten, dann schleifen, aber die Bohrungen und andere Dinge vor dem Härten erledigen...
Stammt nicht von mir, sondern aus einer ähnlichen Diskussion im usn - da wurde es von verschiedensten Machern empfohlen.

Gruß Andreas
 
Erst härten, dann Nassschleifen, aber die Bohrungen und andere Dinge vor dem Härten erledigen...
Stammt nicht von mir, sondern aus einer ähnlichen Diskussion im usn - da wurde es von verschiedensten Machern empfohlen.

Gruß Andreas

Wenn man trocken schleift, kann man sich die vorherige sorgfältige Wärmebehandlung/Anlassen schenken.
Bei un- und niedriglegierten Stählen geht die Härte spürbar runter.
Die sind sehr reaktionsfreudig.

Gruß,
Peter
 
Wenn man trocken schleift, ...
Ich schrieb auch nichts von Trockenschliff.

Ich gehe mal ganz naiv davon aus, dass fortgeschrittene, messermachende Forumiten - für die die WB kein Neuland ist - wenn sie "schleifen" lesen, sich darüber klar sind, dass man mindestens einen Eimer mit Wasser zum regelmäßigen Kühlen neben dem Bandschleifer stehen haben sollte. Darum muss man es auch nicht extra erwähnen, weil in den üblichen "wie schleift man Klingen am BS" oder "Verzug beim Klingenschleifen ?" Themen oft genug darauf hingewiesen wird.

Eine industrielle Schleifmaschine mit Kühlmittelpumpe zum Nassschleifen werden wohl nur die wenigstens hier verfügbar haben.

Gruß Andreas
 
Da ich in naher Zukunft auch von dieser Problematik betroffen bin, habe ich mir auch folgendes gedacht:
Ich werde meine Klinge erst zum Schleifen geben, wenn sie gehärtet ist. (Schleifen mach ich nicht selber - Hohlschliff)
Ich hab mir gedacht, das es für einen Profi, kein allzu großes Problem ist, meine Klinge zu schleifen (Nass!) auch wenn sie schon gehärtet ist.
Oder sehe ich das grundlegend falsch?
Klar, ist es sicher einfacher ungehärtet zu schleifen. Aber ich hab zuviel Bammel davor, daß sie sich verzieht und ich sie nicht astrein gerichtet bekomme.
Moritz
 
Das mit dem schlechteren schleifen von Harten Klingen hat Ulrich schon als Falsch beschrieben und ich merke davon auch nichts,denn es kommt auf das Schleifmedium an,meine Keramisch gebundenen Steine mit Wasserkühlung und 100 U/min. machen sogar mit genug geduld IKEA Keramikstäbe den gar aus.
Deshalb kann ich mir auch erlauben,einseitig geschliffene Klingen so Dick zu lassen das sie sich eigentlich nicht verziehen oder das beim Nachschleifen mit weg geht.
 
Hmm DANKE für den Tipp bezüglich nach dem Härten schleifen

Aus der Not habe ich das sogar schonmal gemacht und hat auch funktioniert ohne merkbaren Härteverlust...

Wobei man das ja so sowieso nicht sagen kann,da müsste man ne vorher nacher Härtemessung machen...

Aber die Idee an sich, speziell bei Tantos, hat schon was

Werde ich im Urlaub,wenn mehr Zeit ist, mal absichtlich machen :hehe:

Aber in den USA gibt es einige Macher die nach dem Härten schleifen und sich nichts gr bei denken bzw auch production knives,egal welcher Stahl, unter Volldampf umschleifen ...

Jeder wie er meint.
 
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