Culilix Serien

gerhardgg

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Hi
kann mir jemand den Unterschied zwischen Kyoto und Kobe erklären, wer schneidet besser, hält die Schärfe länger usw?
Danke gg
 
Die Seite von Culilux ist eigentlich verständlich selbsterklärend.
Ein wesentl. Unterschied im Verhalten der beiden Stähle ist nicht zu erwarten, ist mehr eine Frage der Vorlieben im Design.
 
Bei Kobe ist die Verarbeitungsqualität ein gutes Stück besser. Das heißt nicht, dass sie bei Kyoto schlecht wäre, für den aufgerufenen Preis ist sie auch sehr gut.

Kobe hat eine grifflastigere Balance, wobei es da Unterschiede je nach Kaufdatum gibt. Der Griff wurde durch den Wechsel von Micarta auf G10 mal etwas schwerer, dann wieder etwas leichter, aber stets schwerer als bei Kyoto.

Stahl, Profil und Geometrie nehmen sich nichts. Die Ausgangsschärfe bei Lieferung scheint mir bei Kobe etwas besser zu sein, aber meine Stichprobe ist zu klein, um das letztlich beurteilen zu können.

Ästhetik muss jeder selber wissen. Ist der einzige Punkt, wo ich Kyoto klar besser finde als Kobe.
Und natürlich gibt es manche Messer (z. B. Brotmesser, Nakiri) nur in einer der beiden Serien.
 
wer schneidet besser, hält die Schärfe länger us
Diese Fragen stellte ich mir auch. Daher habe ich vor ca. 2 Jahren das Petty und das Sandoku als Kobe und als Kyoto gekauft. Da hatte Kobe noch ein Schärfezertifikat.
Griff und Handgefühl mußt Du selber wissen.
Scharf sind beide und das hält bei mir ca. 10 Wochen, ehe die Messer um 200 Bess liegen und aus der Küche als stumpf zu mir kommen. Schärfen auf Werte zwischen 60 bis 80 Bess geht ohne viel Mühsal.
Das Kobe ist elegant abgerundet und poliert an den Kanten. Das gefällt mir sehr. Kobe hat keine Verfärbungen auf der Klinge.
Das Kyoto wirkt leichter und rauher gefertigt. Diese Dellen im oberen Klingenteil haben bei mir keine Verbesserung beim Foodrelease bewirkt.
Das Kobe 9cm Messer ist bei mir mit asymetrischer Schneide angekommen. 11° und 15°. Das soll wohl technisch nicht besser zu lösen sein. Bei den anderen Kobe Modellen konnte ich asymetrische Schneidwinkel nicht feststellen.
Das Kobe Fleischmesser geht sauber mit geradem Schnitt durch das Fleisch, ist aber nicht flexibel.

Das Nakiri geht sehr gut durch das Gemüse und erleichtert uns Laien das Führen mit den Fingerknöcheln.

Ich habe bei beiden Serien keine Ausbrüche, wenn Körnerbrötchen oä geschnitten werden, obwohl ich es beim Kobe Santoku drauf angelegt hatte. Bei möglichem Knochenkontakt nehme ich aber andere Messer.

Meine Frau bevorzugt die Culiluxe, da sie nach Gebrauch auch mal eine Nacht an der Spüle rumliegen können.

Die 10° Schleiffase bieten ein tolles Schneiderlebnis, wenn die Schneidunterlage das aushält. Ich empfehle die Wüsthof Matten für die Culiluxe.
 
die Schneidfase bei meinen Kyoto BB-Edition war sehr grob geschliffen (sample size 3 Stück). Könnte man schon von schartiger Schneide reden. Vielleicht max. ne 400er Körnung?
Egal, ich habe die sowieso vor der ersten Nutzung ne microfase angelegt.

Die Schneidfase ist bei meinen Exemplaren allen (kobe oder kyoto) sehr unregelmäßig. z.B. hinten 10° vorne eher 13°, auf der anderen Seite nochmal anders...
Der Verlauf der Schneide von Kehl bis Spitze ist auch nicht immer ganz sauber verlaufend. 2cm flat spot an der Spitze am Kobe wo sonst die Schneide doch eher eine einheitliche kurve (persönlich hätte ich ja gern zum Kehl hin einen größeren Flatspot beim Santoku). Scheint also nicht so, dass die Kobe Serie prinzipiell besser geschliffen

Auch die Dicke über der Wate (sprich nagelgängig oder nicht) scheint Glücksache zu sein. kann ich aber mit meinen insgesamt 5 Messern nur spekulieren.
Nagelgängig nicht alle und wenn dann nur mit deutlich Druck, auch wenn ich bei der letzten Bestellung um dünne Exemplare gebeten wurde.
Preis/Leistung ist sicher gut aber für mich könnte es etwas schneidfreudiger sein und ich benutze sie tatsächlich garnicht so oft wie gedacht. eher für's grobe.

Kobe ist überall abgerundet, ich persönlich brauch das aber nicht unbedingt.
Beide Serien treffen nicht meinen Geschmack, rein optisch, die BesserBissen-Edition mit dem schwarzen Ring verursacht aber weit weniger Augenkrebs bei mir;)
Das muss ja aber jeder selber wissen, wobei man beim roten Ring schon arg sieht, wie sagen wir mal für meine Ansprüche dürftig, der eingearbeitet ist.

Beide Stähle scheinen schön zäh zu sein, habe noch keinen Ausbruch zustande bekommen, trotz z.B. Haselnüsse.

der leichtere Griff bei BB-Kyoto finde ich auch positiv (pinch grip) und auffallend.
 
Die Kyoto serie ist generell an der schneidfase recht grob geschliffen, der Zielgrupe macht das aber nix. Ich habe zufällig die Ausrüstung und lege mit system eine Fase nach meinem Wünschen nebst Microfase an. Die Optik der Griffe ist mir egal, Messer sind werkzeuge und keine Kunstobjekte. Die Serien werden bei unterschiedlichen Herstellern gefertigt, ein Hersteller hat extra neuen Stein gekauft, der andere wollte das nicht..
 
Danke, dann bleib ich bei Kobe. bei mir müssen klingen glatt sein, ich mag keinen Kullenschliff, keinen Fakedamast und keine Dellen in der klinge vom Hammer
 
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